Festliche Klänge, wenn das Beethovenfest Bonn wieder zu Hause in der Beethovenhalle ist – mit dem renommierten London Symphony Orchestra, das schon zahlreiche Beethovenfeste dort eröffnet hat!
Fr 4.9.2026
19.30 Uhr, Beethovenhalle, Großer Saal
Eröffnungskonzert: London Symphony Orchestra
- Orchester
- Vergangene Veranstaltung
- € 129 / 109 / 79 / 59 / 39 / 19
Mitwirkende
- London Symphony Orchestra
- Prof. Andy Haderer & Studierende der Musikhochschule Köln
- George Fletcher Warren Orgel
- Stefan Behrisch Komponist & Künstlerischer Leiter »a call to the heavens«
- Sir Antonio Pappano Dirigent
Programm
Ouvertüre zum Festspiel Die Weihe des Hauses C-Dur op. 124
a call to the heavens für 14 Trompeten und Orgel (Uraufführung)
Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109
Auf einen Blick
Was erwartet mich?
Wie klingt das?
Heute im Festival Salon
Öffnungszeiten: 16–23 Uhr
- 18–19 Uhr: Happy Hour – Einweihungsparty
- 19–20.30 Uhr: Meet Your Hobby – Das Klimaviertel mit dem WILA Bonn
- 22–23 Uhr: Party – Momi Maiga Quartet (nach dem Eröffnungskonzert)
Beschreibung
Mit Pauken und Trompeten zurück in die Beethovenhalle! Beim Eröffnungskonzert reizt das London Symphony Orchestra die klanglichen Möglichkeiten der ikonischen Spielstätte aus. Zunächst mit einer doppelten Ouvertüre: Beethovens Festmusik zur Wiedereinweihung eines Wiener Theaters von 1822 trifft auf Stefan Behrischs Auftragswerk, eine Fanfare für die prächtige Klais-Orgel und 14 Trompeter:innen auf allen Rängen im Saal – der Komponist hüllt die Halle in rauschhafte Klänge. Anschließend brilliert das Londoner Spitzenorchester mit Bruckners letzter Sinfonie.
Nach dem Konzert laden wir zur Eröffnungsparty im Festival Salon im Südtrakt ein – mit unserem Fellow und Kora-Spieler Momi Maiga und seinem Quartett.
Liveübertragung durch den WDR. Es wird am 11.9.2026 übertragen.
Herunterladen
Weitere Infos
Magazin
Alle Beiträge
Mitwirkende
Simon Eckert
Andy Haderer
Luis Schirle
Felix Hünemöller
Johannes Graf
Carlos Correia
Felix Bork
Arthur Vollmer
Joshua Castillo
Leo Koch
Jakob Cloidt
Béla Nicolini
Jens Terporten
Lambert Schaffernich-Aneas
Trompete, Flügelhorn, Piccolotrompete & Basstrompete
George Fletcher Warren Orgel
Stefan Behrisch Komponist & Künstlerischer Leiter a call to the heavens
London Symphony Orchestra
Sir Antonio Pappano Dirigent
Programm
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Ouvertüre zum Festspiel Die Weihe des Hauses C-Dur op. 124
Maestoso e sostenuto – Allegro con brio
Begrüßung
Guido Déus, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn
Nathanael Liminski, Chef der Staatskanzlei NRW
Steven Walter, Intendant Beethovenfest Bonn
Stefan Behrisch (*1971)
a call to the heavens für 14 Trompeten und Orgel (Uraufführung)
Pause
Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109
I. Feierlich. Misterioso
II. Scherzo: Bewegt, lebhaft – Trio: Schnell
III. Adagio. Langsam, feierlich
Über den Konzertabend
Konzertdauer: ca. 150 Minuten
Gastronomisches Angebot vor Ort
Feiern Sie den Festivalbeginn – nach dem Konzert im Festival Salon mit dem Momi Maiga Quartet!
Die Edition der Bruckner-Sinfonie stammt vom Musikwissenschaftlichen Verlag Wien und wird durch Faber Music London zur Verfügung gestellt.
Zusätzlich zu Blumen schenken wir den Künstler:innen Blüh-Patenschaften, mit deren Hilfe in der Region Bonn Blumenwiesen angelegt werden.
Für ein ungestörtes Konzerterlebnis bitten wir Sie, auf Foto- und Videoaufnahmen zu verzichten.
Rundfunkmitschnitt
Festival Salon
Unser Festival Salon steht vor und nach dem Konzert zum gemütlichen Verweilen offen – auch ohne Ticket. Kommen Sie vorbei!
Öffnungszeiten: 16–23 Uhr
Programm:
18–19 Uhr: Happy Hour – Einweihungsparty: Zur Eröffnung des Festival Salons feiern wir bei Brot & Salz zusammen mit dem Beethovenfest-Team.
19–20.30 Uhr: Meet Your Hobby – Das Klimaviertel mit dem WILA Bonn
22–23 Uhr: Party – Momi Maiga Quartet
Ort: Im Ausstellungsraum zwischen Haupt- und Südfoyer
Gefördert durch
In Kooperation mit
Das Fellowship wird gefördert durch
Grußworte
Steven Walter, Intendant
Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum,
herzlich willkommen zum Beethovenfest Bonn 2026! Nach einer zehnjährigen, sanierungsbedingten Interimszeit kehren wir zurück: »nach Hause«. Die Beethovenhalle öffnet wieder ihre Türen – dieses Wiederankommen ist für uns Anlass für ein Festivalmotto, das weit über die Architektur hinausweist.
Was bedeutet »nach Hause« für uns? Wir verbinden damit keine Nostalgie und auch keinen Ort exklusiver Privatsphäre. Im Gegenteil: Die Beethovenhalle soll ein offener Ort sein – ein Raum für Begegnungen, der so künstlerisch exzellent wie gastfreundlich ist, und ein klingendes, geselliges Festivalzentrum für alle. Uns beschäftigt der Heimatbegriff: Zwischen Herkunft, Tradition, Flucht und Exil spannt sich ein Bogen, den wir musikalisch und im Gespräch erkunden. Unser Festival soll ein Ort sein, der Zugehörigkeit ermöglicht und gleichzeitig fragt, wie wir in einer mobilen und vielfältigen Gesellschaft neue Formen der Gemeinschaft stiften können.
Unser Dank gilt der Stadt Bonn und unseren vielen treuen Sponsoren und Förderern, die all das möglich machen.
Steven Walter
Intendant
Hendrik Wüst MdL, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,
»Nach Hause/Daheim« – unter diesem Motto kehrt das Beethovenfest in diesem Jahr in sein altes und neues Zuhause zurück. Mit einem vielfältigen Programm lenkt dieses Glanzstück in der reichen Kulturlandschaft unseres Landes einen künstlerischen Blick auf das, was Heimat in Nordrhein-Westfalen bedeutet: Das friedliche Zusammenleben und der starke Zusammenhalt von Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Kultur. Gerade bei uns in Nordrhein-Westfalen zeigt sich, dass Musik alle Grenzen überwinden und Menschen zusammenbringen kann.
Mit der wiedereröffneten Beethovenhalle hat unser Land einen weiteren Ort, an dem das geschieht. Das ist ein Grund zum Feiern! Und gefeiert wird an diesem Abend wirklich glanzvoll mit einem Konzert des London Symphony Orchestra unter der Leitung von Sir Antonio Pappano. Welch ein Auftakt!
Freuen Sie sich auf einen wunderbaren Konzertabend und ein spannendes Beethovenfest Bonn 2026!
Hendrik Wüst MdL
Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
Guido Déus, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn
Liebe Musikfreundinnen und -freunde,
das Beethovenfest 2026 lädt unter dem Motto »Nach Hause/Daheim« in die wiedereröffnete Beethovenhalle als musikalisches Wohnzimmer der Stadt ein. Von hier aus pulsiert das diesjährige Programm mit unterschiedlichen Klängen, Perspektiven und Geschichten in ganz Bonn und an weiteren Orten in der Region. Dabei eröffnen sich Dialoge zwischen Tradition und Gegenwart, zwischen persönlicher Herkunft und gemeinsamer Zukunft, zwischen Heimkehr und Flucht ebenso wie zwischen Heimat und Exil. Das Beethovenfest bildet so einen gesellschaftlichen Resonanzraum, der Gefühle wie Sehnsucht, Ankommen, Sicherheit, Zugewandtheit und Zugehörigkeit behandelt.
Beim Eröffnungskonzert greift das London Symphony Orchestra das Festivalmotto mit Beethovens Festmusik Die Weihe des Hauses, Stefan Behrischs neuem Auftragswerk und Anton Bruckners letzter Sinfonie Nr. 9 klanglich eindrucksvoll auf. Heute Abend und in den kommenden Wochen wünsche ich Ihnen spannende Hörerlebnisse und inspirierende Begegnungen und fühlen Sie sich Daheim beim Beethovenfest Bonn 2026.
Guido Déus
Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn
Barbara Massing, Intendantin der Deutschen Welle
Liebe Freundinnen und Freunde des Beethovenfests in Bonn und weltweit,
nach neun Jahren kehrt das Beethovenfest in die sanierte Beethovenhalle zurück – an einen Ort, der für viele Menschen weit mehr ist als ein Konzertsaal. Die Beethovenhalle ist Erinnerungsort, kultureller Anker und zugleich ein Raum für Neues. Dass das Festival 2026 unter dem Motto »Nach Hause/Daheim« steht, verweist daher nicht nur auf die Rückkehr in ein bedeutendes Haus, sondern auch auf die Frage, was Heimat in einer offenen und vielfältigen Gesellschaft bedeuten kann. Musik verbindet Generationen, Kulturen und Lebensgeschichten. Sie macht erlebbar, wie Gemeinschaft entsteht. Das Beethovenfest lädt dazu ein, Vertrautes neu zu entdecken und zugleich Neugier auf vielfältige Perspektiven zu wecken.
Als Auslandssender der Bundesrepublik Deutschland begleitet die Deutsche Welle das Festival und macht seine Impulse international erlebbar. Musikfans finden auf dem YouTube-Kanal DW Classical Music Livestreams und Berichte zum Festival. So wird das Gefühl von Heimat und des Ankommens weit über Bonn hinaus hör- und erlebbar.
Barbara Massing
Intendantin der Deutschen Welle
Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG
Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,
nach neun Jahren kehrt das Beethovenfest nach Hause zurück: in die sanierte Beethovenhalle. Damit öffnet sich ein architektonisches Wahrzeichen der Stadt für sein Publikum – und ein besonderer Ort, den viele Bonnerinnen und Bonner mit Erinnerungen und musikalischen Erlebnissen verbinden.
Das Motto des Beethovenfests 2026 lautet »Nach Hause/Daheim«. Für die einen ist das ein Ort, für andere ein Gefühl oder eine Gemeinschaft. Manchmal ist Daheim dort, wo Menschen zusammenkommen und sich verstanden fühlen. Musik schafft Räume: Sie verbindet Generationen, Kulturen und Perspektiven. Die Beethovenhalle steht sinnbildlich für diese Idee. Als musikalisches Wohnzimmer der Stadt wird sie wieder zu einem Ort des Austauschs und der Gastfreundschaft. Dazu trägt auch die von uns ausgestattete T Lounge im kleinen Foyer bei. Als langjähriger Hauptsponsor sind wir stolz darauf, das Beethovenfest auf diesem Weg zu begleiten. Ich wünsche Ihnen einen inspirierenden Festivalauftakt und viele besondere Momente des Ankommens – in der Musik, in der Gemeinschaft und in der Beethovenhalle.
Tim Höttges
Vorstandsvorsitzender Deutsche Telekom AG
Dr. Thomas Ogilvie, Personalvorstand & Arbeitsdirektor DHL Group
Liebe Beethoven-Freundinnen und -Freunde,
»Nach Hause/Daheim« – und von hier aus in die ganze Welt. Nach fast einem Jahrzehnt kehrt das Beethovenfest in seine Heimatspielstätte zurück, um an diesem zentralen Ort Menschen aus der ganzen Welt willkommen zu heißen. Hierfür wünschen wir dem Beethovenfest alles erdenklich Gute.
Als langjähriger Partner des Beethovenfests tragen auch wir mit unseren rund 600 000 Kolleginnen und Kollegen täglich dazu bei, Menschen weltweit zu verbinden. In Bonn wird diese Idee ganz unmittelbar: Mit einem Open-Air-Konzert nur wenige Schritte von Beethovens Geburtshaus entfernt schaffen wir Begegnungen vor Ort. Wir laden ein, offen zu bleiben, Neues zu entdecken und besondere Momente zwischen Klassik und Elektro zu erleben – weitergedacht und grenzenlos, ganz im Sinne Beethovens.
Dr. Thomas Ogilvie
Personalvorstand & Arbeitsdirektor DHL Group
Ulrich Voigt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse KölnBonn
Liebes Publikum des Beethovenfests Bonn 2026,
dass das Beethovenfest nach neun Jahren Sanierung in die Beethovenhalle zurückkehrt, ist für Bonn und die Region ein bewegender Moment. Auch für uns als Sparkasse KölnBonn – seit 27 Jahren Partnerin des Festivals und tief in der Heimat verwurzelt – fühlt sich diese Rückkehr wie Nachhausekommen an.
Das Motto »Nach Hause/Daheim« setzt ein wichtiges Zeichen. Es steht nicht für Rückzug hinter geschlossene Türen. Im Gegenteil: Ein Zuhause wird lebendig, wenn es offen ist – für Begegnung, neue Perspektiven und Menschen unterschiedlicher Generationen und Kulturen. Gerade in unserer Zeit ist diese Haltung von besonderer Bedeutung. Musik schafft solche gemeinsamen Erfahrungsräume: Sie verbindet und lädt zur Offenheit ein. Besonders gilt das am 12. September, wenn es heißt: »Halle frei für Beethoven«. Gerne ermöglicht die Sparkasse KölnBonn allen Interessierten, die Beethovenhalle an diesem Nachmittag bei freiem Eintritt musikalisch zu erleben. Ich wünsche Ihnen ein Beethovenfest, das Offenheit spürbar macht – weit über die Grenzen Bonns hinaus.
Ulrich Voigt
Vorstandsvorsitzender der Sparkasse KölnBonn
Frank Strumann, Leiter Wealth Management Germany für die Region West, Deutsche Bank AG
Liebe Musikfreundinnen, liebe Musikfreunde,
das Beethovenfest Bonn ist zurück in der Beethovenhalle! Seit Dezember 2025 erstrahlt das Haus in neuem Glanz und verbindet historische Substanz mit modernster Technik. Wenn das London Symphony Orchestra das Festival 2026 heute Abend eröffnet, wird die klangliche Qualität dieser traditionsreichen Spielstätte eindrucksvoll erlebbar.
Als langjähriger Partner unterstützen wir das Beethovenfest aus tiefer Überzeugung. Unser Engagement wird geteilt von der Deutsche Bank Stiftung, die in diesem Jahr ein neues Projekt beim Beethovenfest unterstützt: Community Music. Hier kann jeder teilnehmen, ob im Chor, beim Community Jam oder im Festival Salon. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – entscheidend sind allein die Freude an der Musik und die Offenheit für gemeinsames Erleben.
Wir wünschen Ihnen ein inspirierendes Beethovenfest 2026 und viele musikalische Momente, die berühren, verbinden und nachwirken.
Frank Strumann
Leiter Wealth Management Germany für die Region West, Deutsche Bank AG
Einleitung
Nach Hause
Gleich zwei Eröffnungsmusiken markieren die Heimkehr des Beethovenfests in das wiedergewonnene Zuhause – die Beethovenhalle. Die erste stammt natürlich von Ludwig van Beethoven selbst: Seine ebenso feierliche wie mitreißende Ouvertüre zum Festspiel Die Weihe des Hauses, komponiert anlässlich einer Theatereröffnung, galt der zeitgenössischen Kritik als eine seiner »allervollendetsten Arbeiten«.
Stefan Behrisch schuf das aktuelle Pendant dazu: Sein eigens für den Anlass verfasstes Stück a call to the heavens spannt einen Bogen von verzweifelter Klage zu freudigem Jubel. 14 Trompeten und Orgel erkunden die Raumklangwirkungen im wiedereröffneten Saal.
Um Klangräume und Architektur geht es stets auch in der Musik des komponierenden Organisten Anton Bruckner, dessen gewaltige Sinfonien oft mit Kathedralen verglichen wurden. Das Finale seiner neunten und letzten Sinfonie konnte er nicht mehr vollenden – und so bildet ihr dritter Satz, das erschreckend moderne Adagio, den Abschluss seines Lebenswerks.
Beethoven

Beethoven
Die Weihe des HausesZahlen & Fakten
Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zum Festspiel Die Weihe des Hauses C-Dur op. 124
Uraufführung: 3. Oktober 1822 unter der Leitung des Komponisten im wiedereröffneten Josefstädter Theater in Wien
Besetzung: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Streicher
Gut zu wissen: Das Orchester der Uraufführung erhielt die Noten nur wenige Stunden vor Beginn.
Festspiel eröffnet Festspiel
Das erste Konzert des Beethovenfests in der sanierten Bonner Beethovenhalle – was könnte dazu besser passen als ein Werk, das Beethoven in Wien für eine ganz ähnliche Gelegenheit komponierte und das zudem noch seinen Anlass zum Inhalt hat? Für die Wiedereröffnung des 1788 gegründeten Josefstädter Theaters am 3. Oktober 1822 in einem neuen und größeren Gebäude hatte der Dramatiker Carl Meisl das Festspiel Die Weihe des Hauses verfasst – und Beethoven wurde um die Bühnenmusik gebeten. Die allegorische Dichtung über das Wiedererwachen der Kunst nach Krisenzeiten baut auf August von Kotzebues literarischer Vorlage Die Ruinen von Athen auf. Beethoven erledigte seinen Auftrag recht elegant, indem er große Teile seiner älteren Vertonung (op. 113) des Kotzebue-Stücks recycelte; sie war 1811 anlässlich der Einweihung des Deutschen Theaters in Pest entstanden. Neu schrieb er allerdings neben einem Schlusschor die Ouvertüre – offenbar erst Ende September 1822 und in höchster Eile.
Turbulente Uraufführung
Beethovens Sekretär Anton Schindler – er war zugleich erster Geiger und Musikdirektor des Theaters – erinnerte sich später an den Empfang der Noten: »Das neu zusammengestellte Orchester des Josefstädter Theaters erhielt sie erst am Nachmittage vor der Eröffnung mit unzähligen Schreibfehlern in jeder Stimme. Was für ihre Einübung bei einem nahezu schon ganz gefüllten Parterre geschehen konnte, genügte kaum zur Korrektur der größten Schreibfehler.« Auch dass der fast taube Komponist darauf bestand, die Aufführung selbst zu leiten, trug offenbar wenig zum Erfolg bei, sondern »versetzte alles in große Beängstigung«. Dennoch wurde, wieder laut Schindler, »die Vorstellung ohne merklichen Unfall glücklich zu Ende gebracht und der erhabene Meister von dem aufs höchste begeisterten Auditorium wiederholt auf die Bühne gerufen«.
Fanfare und Fuge
Die überaus abwechslungsreiche Ouvertüre, vom Komponisten mit einer separaten Opusnummer versehen, wurde in den Folgejahren unter anderem in London und Berlin gespielt und von der Kritik »unstreitig zu Beethovens allervollendetsten Arbeiten« gezählt.
Im Einleitungsteil folgt nach einer Reihe von Akkordschlägen eine hymnische Melodie über einem langsamen Marschrhythmus. Nach einer lebhaften Trompeten-Fanfare geht es zu schnellen Läufen im Fagott über. Schließlich mündet alles in eine ruhigere Passage mit kurzen Staccato-Tönen der Streich- und Holzblas-Instrumente.
Die Musik verebbt und ein neues kleines Motiv formt sich allmählich zum Thema der Fuge, die den schnellen Hauptteil der Ouvertüre bildet. In immer neuen Steigerungswellen führt Beethoven sie bis zum brillanten Schluss.
Dass in dem Stück vieles an barocke Vorbilder erinnert, ist kein Zufall: Beethoven hatte sich gerade intensiv mit älterer Musik und speziell mit Bach und Händel beschäftigt.
Jürgen Ostmann
Behrisch

Behrisch
a call to the heavensZahlen & Fakten
Stefan Behrisch: a call to the heavens für 14 Trompeten und Orgel
Uraufführung: 4. September 2026, Beethovenhalle Bonn (Auftragswerk des Beethovenfests Bonn)
Besetzung: 14 Trompeten (davon wechselweise auch 12 Flügelhörner, 2 Piccolotrompeten und 2 Basstrompeten), Orgel
Der Ruf, Appell, Schrei zum Himmel, nach Antwort und Lösung – das ist die Geschichte, die dieses Werk erzählen möchte.
Orgel und Trompeten stehen wie keine anderen Instrumente für Größe, Energie und Transzendenz. Sie haben die dynamischen Möglichkeiten für einen machtvollen, aufrüttelnden Ruf gen Himmel.
Das Werk ist konkret für einen Raum komponiert: die Beethovenhalle Bonn. Die Trompeten sind im ganzen Saal, auf allen Galerien verteilt und umschließen das Publikum von allen Seiten – ein 14-Kanal-Raumklang. Diese Raumwirkungen, der Zusammenklang immer neuer Kombinationen sind essenzieller Teil der Komposition. Und eine Hommage an die großartige Musik von Giovanni Gabrieli (1554–1612), der schon im Markusdom von Venedig mit ungewöhnlichen Aufstellungen und Raumwirkungen experimentierte.
Zum Stück
»Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen.« (Psalm 30)
Nach einer Invokation erreicht uns schnell die zerreißende Klage. Kurz treten wir auf der Stelle, dann beginnt die Suche, immer drängender und hektischer. Vermeintliche Ruhephasen halten nicht lange, Fatalismus stellt sich ein. Immer weiter jagend, sich aufbäumend, der immer dringlichere Appell nach Antworten. Der Rhythmus ist unregelmäßig, der Weg holprig. Zunehmend getrieben, zerrissen, verzweifelt. Die Trompeten schreien von allen Seiten.
Am schwierigsten Punkt wird eine Schwelle erreicht – und überschritten. Wir betreten einen magischen Raum. Die Zeit zerfließt, der Nebel lichtet sich, die Sicht wird klar. Ein Mentor, durch zwei Piccolotrompeten symbolisiert, weist den Weg.
Die Teile fügen sich zusammen, das Licht wird immer heller, der Weg bekommt ein Ziel.
Eine Hymne erhebt uns, erst in gewaltiger Einstimmigkeit von 14 Flügelhörnern, dann im Kanon. Ein Chor, das Publikum in sich einschließend.
Die Klage hat sich verwandelt in einen Tanz, die Invokation kehrt zurück als großes Jubeln, sich immer schneller steigernd. In strahlendem C-Dur drehen wir uns noch einmal im Kreis. Sehen klar gen Himmel.
Stefan Behrisch

Bruckner

Bruckner
Sinfonie Nr. 9Zahlen & Fakten
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 9 d-Moll WAB 109
Entstehung: 1887–1896
Uraufführung: 11. Februar 1903 im Wiener Musikvereinssaal unter der Leitung von Ferdinand Löwe, der das Werk stark bearbeitet hatte. Uraufführung der Original-Partitur am 2. April 1932 in München; Dirigent: Siegmund von Hausegger
Besetzung: 3 Flöten, 3 Oboen, 3 Klarinetten, 3 Fagotte, 8 Hörner, 3 Trompeten, 3 Posaunen, Tuba, Pauken, Streicher
Gut zu wissen: Die Sinfonie ist unvollendet, der vierte Satz unfertig. Heute im Konzert erklingen nur die drei vollständigen Sätze.
Blicke in Zukunft und Vergangenheit
Wesentlich mehr Zeit als Beethoven seiner Ouvertüre widmete Anton Bruckner seiner neunten Sinfonie, doch vollenden konnte er sie nicht. Oder wollte er sie im Grunde gar nicht fertigstellen? Dieser Verdacht drängt sich auf, wenn man den neun Jahre umspannenden Kompositionsprozess betrachtet. Dabei entsteht fast der Eindruck, Bruckner habe zumindest zeitweise jede sich bietende Gelegenheit genutzt, von der Arbeit abzuschweifen. Nach ersten Skizzen im August 1887 befasste er sich lieber mit Revisionen seiner Sinfonien Nr. 8, Nr. 3 und Nr. 1. Ab Februar 1891 feilte er wieder an der Neunten, doch 1892 sorgten mehrere Chorwerke für weitere Unterbrechungen. Erst 1893/94 wurden die drei ersten Sätze fertig. Bruckner war damals schon schwer krank, beschäftigte sich aber offenbar noch bis zu seinem Tod im Oktober 1896 mit dem Finale, das er wahrscheinlich vollständig skizzieren und teilweise auch instrumentieren konnte. Erhalten sind seine Notenblätter leider nicht komplett, denn noch bevor sein Sterbezimmer im Wiener Schloss Belvedere versiegelt werden konnte, hatten sich »Befugte und Unbefugte wie die Geier auf seinen Nachlass gestürzt und zahlreiche Manuskripte gestohlen«, wie es Bruckners letzter Arzt Dr. Richard Heller berichtete.
Vom Urgrund zum Choral
Das oft zitierte Bonmot, Bruckner habe nur eine Sinfonie geschrieben, diese aber neun Mal, hat zweifellos einen wahren Kern. Richtig daran ist, dass er den Sinfonietypus, den er spätestens mit der Dritten gefunden hatte, danach eher vertiefte als weiterentwickelte – und hierin bildet die Neunte keine Ausnahme. Der Komponist wurde sich mit den Jahren immer klarer darüber, dass sie sein letztes Werk sein würde, und so versuchte er in ihr noch einmal eine Synthese all seiner Errungenschaften. Vieles klingt daher bekannt: die stetigen Motiv- und Tonwiederholungen, die hartnäckig durchgehaltenen Rhythmen und großen Steigerungswellen, auch die Blockhaftigkeit der Architektur und ihre formalen Brüche.
Der gewaltig dimensionierte, etwa 25 Minuten dauernde Kopfsatz setzt wie so häufig mit einer statischen Klangfläche ein, die unabhängig von ihrem tatsächlichen Beginn und Ende als zeitlos verstanden werden kann. Aus diesem Urgrund lösen sich motivische Fragmente, bis nach mehreren Anläufen das wuchtige Hauptthema einstimmig und in höchster Lautstärke erklingt. Typisch für Bruckner ist im ersten Satz auch die Dreizahl der Themengruppen. Auf das abwärts fallende Hauptthema folgt an zweiter Stelle eine lyrische Gesangsperiode miteinander verwobener Stimmen. Dann erscheint als drittes Thema ein motorisch geprägter Gedanke. Nach einer mehrstufig gesteigerten Durchführung im Mittelteil, deren Höhepunkt das zuvor ausgesparte Hauptthema bildet, verzichtet Bruckner auf eine reguläre Reprise, also auf eine Wiederholung des ersten Teils. Stattdessen lässt er weitere durch die Tonarten schweifende Abschnitte, choralartige Klänge und einen mächtigen Schlussteil folgen.
Im zweiten Satz stehen sich immer wieder extreme Gegensätze auf engem Raum gegenüber – gleich zu Beginn beispielsweise machen elfenhaft grazile Zupf-Klänge nach kurzer Steigerung einem brutal stampfenden Rhythmus Platz. Der Satz ist als Scherzo wie üblich dreiteilig angelegt, wobei sein Mittelteil, das sogenannte Trio, erstmals bei Bruckner schneller als die Rahmenteile ist. Jeder der drei Abschnitte ist in sich wieder dreiteilig, hat also sein eigenes kleines Trio.
Abschied vom Leben
Wenn es zutrifft, dass alle Sinfonien Bruckners nur Abwandlungen einer Grundidee sind, dann erscheint die Neunte sicherlich als die kühnste und ausgefallenste Variante: Vieles weist voraus in das 20. Jahrhundert – und das gilt gerade für das Adagio als dritten Satz. Seine Melodien bevorzugen ausdrucksvolle, weite Tonschritte, zum Beispiel gleich zu Beginn eine None, ein ungewöhnlich großer Sprung. Dies und die überreiche, chromatische Harmonik haben dazu geführt, dass dieser letzte Satz, den Bruckner vollenden konnte, mit der Musik des frühen Expressionismus im 20. Jahrhundert verglichen wurde. Stehende Klangflächen – etwa das gleichzeitige Erklingen aller Töne einer Fünftonleiter oder, gegen Ende, eine Schichtung aus sieben Terzen – lassen sogar an spätere Avantgarde-Komponist:innen wie György Ligeti denken.
Allerdings blickte Bruckner mit seinem Adagio nicht nur voraus in die Zukunft, sondern auch zurück in die Vergangenheit, nicht zuletzt auf sein eigenes Leben: In diesem Satz finden sich Zitate aus dem »Miserere« seiner 1864 entstandenen d-Moll-Messe, aus dem Adagio seiner achten und dem Kopfsatz seiner siebten Sinfonie. Kurz vor der letzten Steigerungswelle hört man zudem absinkende Choralklänge, die der Komponist selbst einmal als »Abschied vom Leben« bezeichnet hat. Zwar sollte nach seinem Willen mit diesem Adagio noch nicht das letzte Wort gesprochen sein. Der Satz ist kein Finale – aber er bildet einen würdigen Abschluss der Sinfonie und zugleich des gesamten sinfonischen Werks Anton Bruckners.
Jürgen Ostmann
Wir danken den Mitgliedern des Freundeskreises
MÄZEN
Gründungsmitglieder Arndt und Helmut Andreas Hartwig
PLATIN
Dr. Michael Buhr und Dr. Gabriele Freise-Buhr
Godesberg Gastronomie & Event GmbH
GOLD
LTS Lohmann Therapie-Systeme AG
Andrea und Ekkehard Gerlach
Hans-Joachim Hecek und Klaus Dieter Mertens
Dr. Thomas und Rebecca Ogilvie
Albert Tonger Immobilien e. K.
Braunschweiger Privatbank, Köln
SILBER
Maria und Christoph Bader
Bernd Böcking
Dr. Sigrun Eckelmann† und Johann Hinterkeuser
Dr. Stefanie Montag und Dr. Stephan Herberhold
Dr. Luciano und Ulrike Pizzulli
Julia Rabus und Mirko Klemm
Jannis Ch. Vassiliou und Maricel de la Cruz
AUF EMPFEHLUNG unserer Mäzene Arndt und Helmut Andreas Hartwig
Tim Achtermeyer MdL
Judith und Tobias Andreae
Dr. Frank Asbeck und Susanne Birkenstock
Bettina Böttinger und Martina Wziontek
Anja Bröker
Philipp Buhr und Marie-Madeleine Zenker
Tim und Jessi Buhr
Katja Burkard und Hans Mahr
Claudia Cieslarczyk und Heiko von Dewitz
Rüdiger und Andrea Depkat
Guido Déus
Prof. Dr. Udo und Bettina Di Fabio
Walter Droege und Hedda im Brahm-Droege
Ralf und Antje Firmenich
Tobias Grewe und Dr. Jan Hundgeburth
Jörg Großkopf und Peter Daubenbüchel
Prof. Monika Grütters
Lothar und Martha Harings
Dr. Bernhard Helmich und Mai Hong
Dr. Eckart und Ulla von Hirschhausen
Dr. Sabine Hoeft und Thomas Geitner
Prof. Dr. Frank G. und Ulrike Holz
Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Brigitte Holzgreve
Martin Hubert und Martina und Martha Marzahn
Stephan und Sirka Huthmacher
Dirk und Viktoria Kaftan
Dr. Christos Katzidis MdL und Ariane Katzidis
Andrea, Tim und Jan Kluit
Dr. Eva Kraus
Dr. Markus Leyck Dieken und Peter Kraushaar
Peter und Katharina Limbourg
Nathanael Liminski MdL und Hanna Liminski
Horst und Katrin Lingohr
Marianne und Stefan Ludes
Dr. Peter Lüsebrink und Karl-Heinz von Elern
Michael Mronz und Markus Felten
Prof. Dr. Georg und Doris Nickenig
Dr. Solveig Palm
Alexandra Pape und Malte von Tottleben
Christian A. und Rita Rast
Hans-Arndt und Julia Riegel
Prof. Dr. Manuel und Aila Ritter
Matthias und Steffi Schulz
Moritz Seibert
Stephan Schwarz und Veronika Smetackova
Annette Schwolen-Flümann und Thomas Flümann
Prof. Walter Smerling und Beatrice Blank
Elisabeth Sobotka und Prof. Dr. Hans Peter Wehrli
Peter und Annette Storsberg
Prof. Burkhard und Friederike Sträter
Prof. Dr. Hendrik Streeck MdB und Paul Zubeil
Ulrich und Petra Voigt
Oliver und Diane Welke
Dr. Vera Westermann und Michael Langenberg
Dr. Matthias Wissmann und Francisco Rojas
Christian van Zwamen und Gerd Halama
BRONZE
Jutta und Ludwig Acker * Prof. Dr. Wolfgang Angerstein * Alexandra Asbeck * Dr. Rainer und Liane Balzien * Munkhzul Baramsai * Christina Barton van Dorp und Dominik Barton * Christoph Beckmanns * Prof. Dr. Christa Berg * Prof. Dr. Arno und Angela Berger * Christoph Berghaus * Klaus Besier * Ingeborg Bispinck-Weigand * Christiane Bless-Paar und Dr. Dieter Paar * Frank-Michael Böhle und Elvira Pietzka-Böhle * Dr. Ulrich und Barbara Bongardt * Anastassia Boutsko * Anne Brinkmann * Ingrid Brunswig * Lutz Caje * Gabriele und Robert Carl * Elmar Conrads-Hassel und Dr. Ursula Hassel * Ingeborg und Erich Dederichs * Geneviève Desplanques * Irene Diederichs * Michael Eckhardt und Birgit Wolter * Christel Eichen und Ralf Kröger * Elisabeth Einecke-Klövekorn * Dr. Martina Endepohls-Ulpe und Alexander Ulpe * Heike Fischer und Carlo Fischer-Peitz * Dr. Gabriele und Ulrich Föckler * Prof. Dr. Eckhard Freyer * Johannes Geffert * Silke und Andree Georg Girg * Dr. Helga-Maleen Gerresheim * Margareta Gitizad * Carsten Gottschalk * Ulrike und Axel Groeger * Marta Gutierrez und Simon Huber * Cornelia und Dr. Holger Haas * Sylvia Haas * Christina Ruth Elise Hendges * Renate und L. Hendricks * Peter Henn * Prof. Ingeborg Henzler und Dr. Mathias Jung * Heidelore und Prof. Werner P. Herrmann * Dr. Monika Hörig * Georg Peter Hoffmann und Heide-Marie Ramsauer * Dr. Francesca und Dr. Stefan Hülshörster * Karin Ippendorf * Angela Jaschke * Dr. Michael und Dr. Elisabeth Kaiser * Elisabeth und Rolf-Dieter Kaißer * Agnieszka Maria und Jan Kaplan * Dr. Hiltrud Kastenholz und Herbert Küster * Dr. Reinhard Keller * Dr. Ulrich und Marie Louise Kersten * Rolf Kleefuß und Thomas Riedel * Dr. Gerd Knischewski * Norbert König und Clotilde Lafont-König * Sylvia Kolbe * Sigrid Kümmerlein * Gisela Kunz * Dr. Hans Dieter und Ursula Laux * Ute und Dr. Ulrich Kolck * Manfred Koschnick und Arne Siebert * Lilith Matthiaß-Küster und Norbert Küster * Thea Kutzscher * Ruth und Bernhard Lahres * Renate Leesmeister * Gernot Lehr und Dr. Eva Sewing * Traudl und Reinhard Lenz * Florian H. Luetjohann * Moritz Magdeburg * Dr. Charlotte Mende * Heinrich Meurs * Heinrich Mevißen * Dr. Dr. Peter und Dr. Ines Miebach * Karl-Josef Mittler * Dr. Josef Moch * Esther und Laurent Montenay * Friedrich Wilhelm Moog und Vera Walther-Moog * Katharina und Dr. Jochen Müller-Stromberg * Dr. Nicola und Dr. Manuel Mutschler * Dr. Gudula Neidert-Buech und Dr. Rudolf Neidert * Gerald und Vanessa Neu * Lydia Niewerth * Wolfram Nolte * Mark und Rita Opeskin * Céline Oreiller * Dieter und Brigitta Penning * Carol Ann Pereira * Gabriele Poerting * Dr. Manfred und Dorothee van Rey * Ruth Schmidt-Schütte und Hans Helmuth Schmidt * Dr. Andreas und Bettina Rohde * Prof. Dr. Tilman und Astrid Sauerbruch * Ingrid Scheithauer * Monika Schmuck * Markus Schubert * Simone Schuck * Petra Schürkes-Schepping * Dr. Manfred und Jutta von Seggern * Prof. Dr. Norma Selve * Prof. Dr. Wolfram Steinbeck * Dr. Andreas Stork * Michael Striebich * Dr. Corinna ten Thoren und Martin Frevert * Verena und Christian Thiemann * Dr. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. Bernd Voigt * Hermann und Bettina Ude * Katrin Uhlig * Carrie Walter und Gabriel Beeby * Susanne Walter * Aino Ritva Weyers und Nadeem Hajouj * Ruth Winterwerp-van den Elzen und Jürgen Winterwerp * Dr. Bettina und Dr. Matthias Wolfgarten
JUNGER FREUNDESKREIS
Iklim Arikan * Linda Dahn * Lasse Frings * Ricci Frosio * Lin Golenia * Emilia Hecke * Victoria Emilia Holz * M Hornauer * Zsolt Máté Kiss * Jonas Kotulla * Marie Meißner * Felix Mennicken * Linus Neunkirchen * Felix Schuck * Hannah Speckmann * Charlotte Speckmann * Nelly Sophia Stach * Till Steinert * Johanna von Bargen * Florens Windelen * Yolanda Winter * Akichika Yukawa * Tom Ziese
Biografien
London Symphony Orchestra
Das London Symphony Orchestra (LSO) wurde 1904 als eines der ersten Orchester gegründet, das von seinen Musiker:innen geprägt wurde. Seitdem haben Generationen bemerkenswerter Talente den Ruf des LSO für Qualität, Ehrgeiz und das Engagement, die Freude an der Musik mit allen zu teilen, aufgebaut. Das LSO gibt jedes Jahr rund 70 Konzerte als Residenzorchester im Barbican Centre London mit seiner Künstlerfamilie, hat künstlerische Residenzen in Paris, Tokio und beim Festival von Aix-en-Provence und ist zunehmend auch in Asien und Australien präsent.
Durch inspirierende Musik, Lernprogramme und digitale Innovationen wirkt das LSO weit über den Konzertsaal hinaus. LSO Discovery, das Bildungs- und Gemeinschaftsprogramm des LSO, ermöglicht jedes Jahr 60 000 Menschen, die transformative Kraft der Musik durch Workshops und Kontakt mit den Musiker:innen zu erleben. Mit LSO Live betreibt das Orchester ein herausragendes Plattenlabel. Als führendes Orchester für Filmmusik hat das LSO weltweit Bekanntheit erlangt, etwa mit den epischen Filmmusiken von Star Wars oder Maestro.
London Symphony Orchestra, Besetzung
Violine I
Benjamin Marquise Gilmore (Konzertmeister)
Sharon Roffman
Clare Duckworth
Maxine Kwok
William Melvin
Stefano Mengoli
Claire Parfitt
Elizabeth Pigram
Laurent Quénelle
Harriet Rayfield
Olatz Ruiz de Gordejuela
Sylvain Vasseur
Dmitry Khakhamov
Dániel Mészöly
Hilary Jane Parker
Shoshanah Sievers
Violine II
Julián Gil Rodríguez
Thomas Norris
Miya Väisänen
Matthew Gardner
Naoko Keatley
Alix Lagasse
Belinda McFarlane
Iwona Muszynska
Csilla Pogány
Ingrid Button
Juan Gonzalez Hernandez
George Lawson
Djumash Poulsen
Chelsea Sharpe
Viola
Eivind Ringstad
Gillianne Haddow
Thomas Beer
Germán Clavijo
Steve Doman
Julia O‘Riordan
Sofia Silva Sousa
Robert Turner
Mizuho Ueyama
Regina Beukes
Nancy Johnson
Alistair Scahill
Cello
Rebecca Gilliver
Salvador Bolón
Laure Le Dantec
Alastair Blayden
Daniel Gardner
Young In Na
Amanda Truelove
Joanna Twaddle
Anna Beryl
Raphaël Unger
Kontrabass
Rodrigo Moro Martín
Thomas Goodman
Jani Pensola
Harry Atkinson
Toby Hughes
Simon Oliver
Hugh Sparrow
Adam Wynter
Flöte
Gareth Davies
Amy Yule
Imogen Royce
Patricia Moynihan (Piccolo)
Oboe
Juliana Koch
Olivier Stankiewicz
Kara Battley
Klarinette
Chris Richards
Maura Marinucci
Chi-Yu Mo
Ferran Garcerà Perelló (Bassklarinette)
Fagott
Rachel Gough
Daniel Jemison
Joost Bosdijk
Martin Field (Kontrafagott)
Horn
Diego Incertis Sánchez
Timothy Jones
Angela Barnes
Jonathan Maloney
Olivia Gandee
James Pillai
Benjamin Jacks
Jonathan Durrant
Meilyr Hughes
Trompete
James Fountain
Martin Griebl
Adam Wright
Katie Smith
Posaune
Simon Johnson
Rebecca Smith
Jonathan Hollick
Paul Milner (Bassposaune)
Tuba
Ben Thomson
Pauken
Nigel Thomas
Patrick King
Sir Antonio Pappano, Dirigent
Sir Antonio Pappano ist bekannt für seine Darbietungen im sinfonischen wie im opernhaften Repertoire. Er ist Chefdirigent des London Symphony Orchestra, Ehrendirigent des Royal Opera House Covent Garden sowie emeritierter Musikdirektor des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Zudem hatte er wiederholt die Position des Musikdirektors diverser Institutionen inne. Zu seinen Auszeichnungen und Ehrungen zählen der Titel »Artist of the Year«, verliehen von der Zeitschrift Gramophone, die Goldmedaille der Royal Philharmonic Society und die Ernennungen zum Cavaliere di Gran Croce der Republik Italien sowie zum Ritter des Britischen Empire.
Pappano ist ein gefragter Gast- und Operndirigent und tritt u. a. an der Metropolitan Opera in New York, an der Staatsoper in Berlin, bei den Festspielen in Salzburg sowie am Teatro alla Scala auf. Als Gastdirigent konzertierte er mit renommierten Orchestern wie den Wiener Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra und dem Chamber Orchestra of Europe.
Stefan Behrisch, Komponist
Stefan Behrisch ist als Komponist, Dirigent und Musikproduzent weltweit aktiv. Große stilistische Offenheit charakterisieren seine Arbeit und sein Herangehen an Musik.
Zu seinen Arbeiten gehören Orchesterproduktionen mit Jacob Collier, das Musiktheaterwerk Kassandra von Christa Wolf, nicht lineare Game-Musik-Konzerte für die Elbphilharmonie, Filmmusiken mit Howard Shore, die Neufassung des Ring des Nibelungen für die Oper Köln, Weltmusik mit Bokanté und vieles weitere.
Zahlreiche Zusammenarbeiten verbinden ihn mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem London Symphony Orchestra, dem Orchestre de Paris, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem hr-Sinfonieorchester, der Staatskapelle Dresden, dem BBC Symphony Orchestra, dem Konzerthaus Berlin und der WDR Big Band.
Viele Produktionen, an denen er mitwirkte, wurden für Grammy Awards und weitere Preise nominiert und ausgezeichnet. Stefan Behrisch lehrt als Professor für Komposition an der Hochschule für Musik Dresden. Er lebt in Berlin.
George Fletcher Warren, Orgel
George Fletcher Warren ist Organist, Pianist und Improvisator mit internationaler Konzerttätigkeit. Als Solist konzertiert er europaweit und ist regelmäßig in bedeutenden Konzerthäusern und Kirchen zu erleben. Auftritte führten ihn unter anderem in die Berliner Philharmonie und die Kölner Philharmonie sowie in renommierte Sakralräume wie die Anglican Cathedral in Liverpool und die Abtei Saint-Ouen in Rouen.
Geboren in Durham erhielt er früh eine umfassende musikalische Ausbildung. Er wurde an der renommierten Chetham’s School of Music in Manchester aufgenommen, wo er seine Studien mit Diplom im Fach Orgel-Literaturspiel abschloss. Im Jahr 2015 begann er ein künstlerisches Studium an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sein Studium schloss er mit Auszeichnung ab.
Heute ist George Fletcher Warren Organist der Kuhn-Orgel in der Basilika St. Kunibert in Köln sowie Kustos der Orgel im WDR Funkhaus Köln. Neben dem klassischen Orgel- und Klavierrepertoire widmet er sich intensiv der zeitgenössischen Musik und der Improvisation.
Prof. Andy Haderer, Trompete
Der 1964 in Österreich geborene Andy Haderer erhielt mit neun Jahren seinen ersten Trompetenunterricht. Er studierte klassische Trompete an der Hochschule für Musik in Wien. Mit 16 Jahren begann seine Arbeit mit professionellen Bands in Österreich und Deutschland, die unter anderem zahlreiche Fernseh- und Radioproduktionen beinhaltete. Er arbeitete mit Künstler:innen wie Clarke Terry, Brecker Brothers, John Clayton, Phil Collins, Diane Schuur, Andre Previn, Patti Austin, Pat Williams, Barbra Streisand und Jeff Hamilton zusammen.
Engagements führten ihn an das Theater an der Wien, die DRS-Radio Big Band in Zürich und zur RC&B Band (Leitung: Peter Herbolzheimer). Dieser gehörte er bis 2010 als festes Mitglied an. Seit 1988 spielt er als erster Trompeter und Solist in der WDR Big Band, mit der er international konzertiert.
Neben seiner Tätigkeit als Musiker, Komponist, Arrangeur und Bandleader erhielt Andy Haderer 1999 eine Professur für Jazztrompete an der Hochschule für Musik in Köln. Zusätzlich gibt er zahlreiche Workshops im In- und Ausland.
Konzertempfehlungen
Mehr Sinfonik
im BeethovenfestFestival-Miteinander
Festival-Miteinander
Wir – das Beethovenfest Bonn – laden ein, in einem offenen und respektvollen Miteinander Beethovenfeste zu feiern. Dafür wünschen wir uns Achtsamkeit im Umgang miteinander: vor, hinter und auf der Bühne.
Für möglicherweise auftretende Fälle von Grenzüberschreitung ist eine interne Ansprechstelle erreichbar für Publikum, Künstler:innen und Mitarbeiter:innen.
Wir sind ansprechbar über eine Telefon-Hotline (+49 228 2010321, im Festival täglich von 13–21 Uhr) oder per E-Mail (awareness@beethovenfest.de).
Werte und Überzeugungen unseres Miteinanders sowie weitere externe Kontaktmöglichkeiten können hier auf unserer Website aufgerufen werden.
Das Beethovenfest Bonn 2026 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.
Programmheftredaktion:
Sarah Avischag Müller
M Hornauer
Lektorat:
Heidi Rogge
Die Texte von Jürgen Ostmann und Stefan Behrisch sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.





























