Stefan Behrisch komponiert maßgeschneidert für den Raum und die Akustik der Beethovenhalle: Sein neues Werk im Eröffnungskonzert des Beethovenfests 2026 macht mit Surround-Sound den renovierten Saal hörbar. Wir haben ihn gefragt, wie er als Komponist die ikonische Architektur hörbar machen will.
Das Beethovenfest kehrt zurück in die Beethovenhalle. Welche Erfahrungen hast du mit diesem Saal gemacht? Was schätzt du an ihm?
Ich bin in Köln aufgewachsen und kenne den Saal schon von früher. Vor einigen Monaten war ich in Vorbereitung auf das Auftragswerk wieder in der Beethovenhalle, um zu verstehen, wie sie jetzt klingt und aussieht. Mein Stück ist ja sehr speziell für diesen Raum komponiert. Zusammen mit dem Trompeter Andy Haderer und dem Organisten George Warren haben wir getestet, wie man die Musiker:innen positionieren kann und was dort möglich ist. Es ist ein wunderschöner hölzerner Saal mit einer tollen Akustik. Auch die akustischen Deckenelemente sehen sehr schön aus, genauso wie viele Details in den Foyers wie das goldene Fresko.
Das Beethovenfest möchte dieses Jahr den Bonner:innen in der Beethovenhalle ein Zuhause bieten. Was braucht es, damit ein Konzertsaal zum Zuhause einer Stadt wird?
Ich würde sagen, er braucht ein Programm, das wirklich viele Menschen anspricht, keine Nischenprogramme. Musik, die Menschen reizt, dorthin zu kommen. Musik, die begeistert, emotional berührt, bewegt. Das ist die Art von Musik, die ich selber hören möchte und das ist auch das, was ich versuche mit meiner Musik zu machen.



