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Do 25.9.2025

19.30 Uhr, Theater im Ballsaal

Jakob Nierenz: Speaking in Tongues

  • Cross-Genre, Jazz
  • Vergangene Veranstaltung
  • € 20
  • Jakob Nierenz © Patrick Essex
  • Cassie Kinoshi © Aurore Fouchez
  • Lukas Akintaya © Odelia Toder
  • Hanna Mbuya © Anoushka Nanguy

Mitwirkende

  • Jakob Nierenz Violoncello, Komposition & Künstlerische Leitung
  • Cassie Kinoshi Saxofon & Komposition
  • Hanna Mbuya Tuba & Komposition
  • Lukas Akintaya Schlagzeug & Komposition
  • Julio Escobar Mellado Bühnenbild & Licht
  • Pablo Garretón Tontechnik
  • Ioannis Mihailidis Visualisierung
  • Mariama Bah Moderation

Programm

Jakob Nierenz, Hanna Mbuya, Cassie Kinoshi, Lukas Akintaya
»Speaking in Tongues« (Uraufführung)

 

Nach dem Konzert: Künstler:innengespräch, moderiert von Mariama Bah

Livestream des Konzerts auf beethovenfest.de/streams. Livestream von Beethovenfest Bonn in Kooperation mit der Deutschen Welle

Auf einen Blick

Was erwartet mich?

Vier Musiker:innen komponieren und improvisieren, um eine gemeinsame, vielstimmige Geschichte über Schwarze Identität zu erzählen. 

Beschreibung

»Speaking in Tongues« – dieser Titel bezieht sich auf ein Phänomen, bei dem Menschen in ihnen scheinbar unbekannten Sprachen sprechen. Beethovenfest Fellow Jakob Nierenz bringt Musiker:innen der afrikanischen Diaspora zusammen, die in mehreren intensiven Sessions neue Kompositionen erarbeiten. Dabei erleben sie in besonderer Weise die Bedeutung von ›Community‹ und lassen sich von der Dynamik dieses Miteinanders ebenso inspirieren wie von dem musikalischen Erbe, das afrodiasporische Menschen in den USA, in Europa und weltweit hinterlassen. In gleichberechtigtem Austausch, experimentell und ergebnisoffen finden sie über die Improvisation zu einer gemeinsamen musikalischen Sprache, die individuelle musikalische Erfahrungen aufgreift und im Kollektiv weiter entwickelt – das Ergebnis ist eine mitreißende Performance.



Eine Produktion des Beethovenfest Bonn

Das Fellowship-Programm wird gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und die Stadt Bonn

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    • Weitere Infos

      • Fr 29.8., Eröffnungskonzert: Aurora Orchestra
      • Do 11.9., Campus-Konzert: Nigeria
      • Mi 17.9., Feierabendkonzert: Beethovenfest Fellows
      • Ihr Weg zum Ticket

    Mit freundlicher Unterstützung

    Digitales Programmheft

    Do 25.9.

    19.30 Uhr, Theater im Ballsaal

    Jakob Nierenz: Speaking in Tongues

    Mitwirkende

    Jakob Nierenz Violoncello, Komposition & Künstlerische Leitung 
    (Beethovenfest Fellowship)

    Cassie Kinoshi Saxofon & Komposition

    Hanna Mbuya Tuba & Komposition

    Lukas Akintaya Schlagzeug & Komposition
     

    Ioannis Mihailidis Visualisierung

    Julio Escobar Mellado Bühnenbild & Licht

    Pablo Garretón Tontechnik

    Mariama Bah Moderation Nachgespräch

    Programm

    Jakob Nierenz (*1991), Hanna Mbuya (*1998), Cassie Kinoshi (*1993), Lukas Akintaya (*1991)
    »Speaking in Tongues« (Uraufführung)

    I. »Into the Deep Blue«
    II. »Transition Together«
    III. »Rooted Bloom«
    IV. »Elevation and Orbit«

     

    Über den Konzertabend

    Konzertdauer: 60 Minuten ohne Pause

    Gastronomisches Angebot vor Ort

    Zusätzlich zu Blumen schenken wir den Künstler:innen Blüh-Patenschaften, mit deren Hilfe in der Region Bonn Blumenwiesen angelegt werden.

    Nachgespräch

    Nach dem Konzert moderiert Mariama Bah ein Nachgespräch mit den Künstler:innen.

    Livestream

    Medienpartner

    Das Konzert wird live übertragen auf www.beethovenfest.de/streams. Der Stream ist eine Gemeinschaftsproduktion von Beethovenfest und Deutsche Welle. 

    Bitte beachten Sie, dass Teile des Publikums im Stream zu sehen sein können. Wir bitten Sie, auf eigene Foto- und Videoaufnahmen zu verzichten.

    Das Fellowship-Programm wird gefördert durch

    Lyrik zu den Sätzen

    »Speaking in Tongues«

    I. Into the Deep Blue

    Jakob Nierenz

    The ocean is vast, I am sinking, but I must release and let ancient knowledge flow.

    into the deep blue
    ripple upon ripple upon ripple 
    a library of lessons
    thunder accompanying

    II. Transition Together

    Hanna Mbuya

    We support one another and transition together, adapting to the qualities and energies of the other. Unafraid of stepping into vulnerable places, testing the firmness of our core.

    The journey towards transitions is one that takes patience. The roles you play and the knowledge you exchange will illuminate your path.

    III. Rooted Bloom

    Cassie Kinoshi

    It is only through absorbing nutrients and sunlight that we gather the strength to find ourselves
    blooming once more. The earth holds us, rocks us to sleep with a sweet lullaby, and we know we are safe.

    silence after thunder roots
    held by sunlight blooming 
    in silence

    IV. Elevation and Orbit

    Lukas Akintaya

    Elevation: mother, soil, a moonbase

    Organic matter forms a space where friction is in a vacuum. The impact of the moon defines how the woods grow. Growth & decay, eternal cycles of liberated daughters.

    Das Speaking in Tongues-Ensemble bei den Proben © privat

    Einleitung

    »Speaking in Tongues« – dieser Titel bezieht sich auf ein Phänomen, bei dem Menschen in ihnen scheinbar unbekannten Sprachen sprechen. Beethovenfest Fellow Jakob Nierenz bringt Musiker:innen der afrikanischen Diaspora zusammen, die in mehreren intensiven Sessions neue Kompositionen erarbeiten. Dabei erleben sie in besonderer Weise die Bedeutung des Begriffs »Community« und lassen sich ebenso von der Dynamik dieses Miteinanders inspirieren wie von dem musikalischen Erbe, das afrodiasporische Menschen in den USA, in Europa und weltweit hinterlassen. In gleichberechtigtem Austausch, experimentell und ergebnisoffen, finden sie über die Improvisation zu einer gemeinsamen musikalischen Sprache, die individuelle musikalische Erfahrungen aufgreift und im Kollektiv weiterentwickelt – das Ergebnis ist eine mitreißende Performance.

    Interview

    Speaking In Tongues – Ein Experiment

    Interview mit dem Künstlerischen Leiter Jakob Nierenz

    Wie würdest Du Deine künstlerische Identität zusammenfassen?

    Jakob Nierenz: Ich bin Cellist, geboren und aufgewachsen in Lüneburg. Meine Mutter ist US-Amerikanerin, die seit mehr als vierzig Jahren in Deutschland lebt. Ich bin Mitglied in Avi Avitals Between Worlds Ensemble, im Rothko String Quartet, im Streichquartett Pulse und einer der Solocellist:innen des ensemble reflektor und des in London ansässigen Chineke! Orchestra. All diese Ensembles unterscheiden sich in ihrer Herangehensweise an das Musizieren sehr stark. Ich genieße das, weil ich in allem, was ich künstlerisch mache, Vielfalt und Abwechslung besonders schätze.

    Was hat Dich dazu bewogen, Dich für das Fellowship-Programm des Beethovenfests zu bewerben?

    Das Fellowship-Programm ist eine wunderbare Gelegenheit, neue Dinge auszuprobieren. Dies bei einem so renommierten Festival wie dem Beethovenfest in Bonn tun zu dürfen, ist eine große Ehre und eine große Freude für mich.

    Was verbirgt sich hinter dem Titel »Speaking In Tongues«?

    Musik und Sprache – das gehört wohl für die meisten Menschen eng zusammen. Musik wird oft als die ›universelle Sprache‹ bezeichnet. Da habe ich allerdings Zweifel. Wir sind versucht, jede Musik, die wir hören, in unser Verständnis von Musik zu übertragen, in die musikalische Sprache, mit der wir aufgewachsen sind. Doch aus dem Umgang mit Fremdsprachen weiß man: Wörtliche Übersetzungen funktionieren sehr oft nicht. Ich habe kürzlich einen spannenden Artikel der Sprachforscherin Lera Boroditsky gelesen, in dem sie beschreibt, wie Sprache unser Denken beeinflusst. »[Sprache] prägt sogar die grundlegenden Dimensionen menschlicher Erfahrung, wie Raum, Zeit, Kausalität und die Beziehung zu anderen.«* Und genau da wird es eben auch für die Musik spannend.

    * Siehe auch: Lera Boroditsky, www.spektrum.de/news/linguistik-wie-die-sprache-das-denken-formt/1145804

    Jakob Nierenz spielt im Foyer der Bonner Oper beim Beethovenfest 2025 © Nekame Klasohm

    Ein künstlerisches Dreamteam

    Wie hast Du Deine drei Mitstreiter:innen ausgewählt?

    Gemeinsamkeit in Heterogenität, das erfordert ein hohes Maß an Offenheit und Flexibilität. Ich habe die drei nicht nur eingeladen, weil es sich bei ihnen um Menschen handelt, die ich für ihre Art, Musik zu machen und zu schreiben, sehr schätze –, sondern auch, weil sie alle sehr flexibel zwischen den verschiedenen Musikstilen und Genres wechseln können. Ich wollte Menschen dabei haben, von denen ich in diesem Prozess lernen kann, die aber auch offen und bereit sind, gemeinsam zu lernen, einen gemeinsamen Klang zu entwickeln, gemeinsam – und nicht nur allein – Kompositionen zu schreiben. Und, na klar, die Besetzung Cello, Saxofon, Tuba, Drums und Elektronik fand ich ebenso spannend wie ungewöhnlich.

    Hanna Mbuya habe ich beim Chineke! Orchestra in London kennengelernt, wo mich ihr wunderschöner Ton auf der Tuba und die Art, wie sie die gesamte Bläsersektion trägt, immer sehr bewegen. Lukas Akintaya ist ein aus vielen Projekten sehr vertrauter Musiker und Freund, der seine ersten Schlagzeugstunden bei meinem älteren Bruder genommen hat. Es war auch schön, jemanden dabei zu haben, die ich noch nicht kannte, nämlich die Saxofonistin Cassie Kinoshi, eine Freundin und Bekannte von Lukas und Hanna. Einige ihrer Kompositionen, die mich faszinieren, habe ich natürlich schon vor unserer ersten persönlichen Begegnung gehört.

    Doch neben uns vier Musiker:innen gehören weitere großartige Persönlichkeiten zu unserem Team: Ioannis Mihailidis macht atmosphärische Visual Arts zur Musik. Der in Köln lebende chilenische Komponist Pablo Garretón kümmert sich um die Tontechnik. Julio Escobar Mellado sorgt für die Bühne und das Lichtdesign.

    Sehr dankbar für ihre Unterstützung bin ich auch der Kulturwissenschaftlerin Mariama Bah als Moderatorin. Mein ganz besonderer Dank geht an meine Mentorin bei diesem Projekt, die Regisseurin, Performerin und Choreografin Mable Preach, die mir im Entwicklungsprozess immer den Rücken gestärkt hat.

    Cassie Kinoshi im Talk-Format bee.listen beim Beethovenfest 2025 © Natalie Wittmann

    Radikale Hierarchielosigkeit

    Hattest du vorab eine klare Vorstellung vom Ergebnis der Arbeit?

    Ich habe »Speaking In Tongues« von Anfang an als Experiment betrachtet, denn das ist wirklich etwas, was ich noch nie gemacht hatte. Ich hatte noch nie Musik komponiert. Ich hatte noch nie Musik, an deren Entstehung ich irgendwie beteiligt war, aufgeführt; das war wirklich Neuland für mich.

    Aber es kam noch etwas Wichtiges hinzu: Bei vielen Projekten gibt es meiner Meinung nach ein vorgefertigtes Verständnis von Hierarchie. Unter ›normalen‹ Umständen scheint immer das Bedürfnis zu bestehen, eine:n Anführer:in im Proben- und Konzertraum zu haben. Doch hier war es für mich sehr wichtig, musikalisch absolut keine Hierarchie im Ensemble zu haben. Auch die scheinbare Hierarchie unserer Instrumente haben wir bewusst in Frage gestellt. Mein Ziel war es daher, mit dem Ensemble in einer Art und Weise zu arbeiten, die absolut gleichberechtigt ist. Auf Augenhöhe und ergebnisoffen.

    Wann habt Ihr mit der Arbeit begonnen?

    Im Februar 2025 ging es los, mit einem Zoom-Meeting. Uns wurde sehr schnell klar, wie zentral die Improvisation für das Projekt sein würde. Bei unserem ersten Treffen in persona haben wir begonnen, über die Form des Abends zu diskutieren und die Dramaturgie für das gesamte Konzert zu entwickeln – durch Diskussionen, Improvisationen und in gemeinsamer Autorenschaft.

    Zur zweiten Probenphase im Juli haben alle bereits Materialien und Partituren zum Spielen mitgebracht. Eine letzte Probenphase findet direkt vor unserem Konzert statt. Drei Tage, an denen wir erneut an unseren Partituren feilen und dann vor allem an Interpretationsfragen arbeiten werden.

    Lukas Akintaya spielt im Foyer der Bonner Oper beim Beethovenfest 2025 © Nekame Klasohm

    Black Community

    Was war deine Idee für eure Zusammenarbeit zu Beginn?

    Für mich persönlich ist es grundsätzlich sehr wichtig, all das anzuerkennen und zu feiern, was Menschen der Afro-Diaspora zu der Musik beigetragen haben, die uns heute umgibt. Ich finde nämlich, dass das nicht ausreichend geschieht. Deshalb leitete mich – nicht nur bei diesem Projekt – zunächst einmal der Gedanke, Schwarze Künstler:innen, Komponist:innen und Musikschaffende der Vergangenheit zu würdigen. Außerdem wollte ich gerade auch in den Zusammenhängen der sogenannten klassischen Musik Räume schaffen, in denen Schwarze Menschen in Ruhe und ohne von außen beurteilt oder herabgewürdigt zu werden, an ihrer Kunst arbeiten können.

    Haben sich die Ziele im Prozess womöglich verändert?

    Es ist schwierig, Menschen in bestimmte Gruppen einzuteilen und zu erwarten, dass sie alle irgendwie gleich sind. Das gilt auch für unser Quartett. Deshalb war ich zunächst so beeindruckt von der Tatsache, dass es innerhalb unseres Ensembles so viele Unterschiede gibt. Wir alle haben einen unterschiedlichen Hintergrund, was zum Beispiel die Geschichte unserer Eltern angeht. Wir sind von verschiedener Musik geprägt. Selbstverständlich – unsere jeweiligen Lebensrealitäten und unser Bewusstsein für Schwarze Musik und ihr Erbe haben einen großen Einfluss auf uns und auf die von uns geschriebene Musik. Während des Projektzeitraums ging es jedoch immer weniger um Fragen von Herkunft und Identität, sondern immer mehr um die Bedeutung von ›Community‹ für jede und jeden einzelne:n von uns.

    Weil ich es als vor allem klassischer Musiker in Deutschland so gut wie nie erlebe, dass ich mir die Bühne mit anderen Schwarzen Musiker:innen teile und schon gar nicht mit Ihnen gemeinsam Musik komponieren darf, überwältigte mich das Gefühl eines tiefen musikalischen Verständnisses füreinander, das sich vor allem beim Improvisieren immer weiter verstärkte. Und schon in den ersten Gesprächen bemerkte ich, wie viele Dinge plötzlich nicht mehr gesagt und erklärt werden mussten. Community!

    Cassie Kinoshi beim Campus Konzert im Beethovenfest 2025 © Natalie Wittmann

    Über Lyrik zur Musik

    Erzähle vom Entstehungsprozess des Programms!

    Meine Idee war es von Anfang an, dass jedes Bandmitglied für einen Teil der Musik des Abends verantwortlich sein soll. Das bedeutet: Alle steuern eine Komposition von etwa 15 Minuten Länge bei. Während unserer ersten Probenphase im März haben wir Ideen gesammelt. Wir setzten uns zu zweit zusammen. Nach etwa zwei bis drei Minuten freier Assoziation schrieben wir fünf Wörter auf, die uns besonders beeindruckt hatten. Aus dem Material schrieb jede:r ein kleines Gedicht. Für jedes Musikstück, also für jeden Satz des Gesamtwerks, entstanden zwei Gedichte, die uns auch später noch quasi als Interpretationsanleitung dienten. Aber vor allem haben sie, fast immer von einem anderen Ensemblemitglied verfasst, den individuellen Kompositionsprozess stark beeinflusst. Oben in diesem Programmheft sind sie zu lesen.

    Was nimmst Du für Deine zukünftige künstlerische Arbeit mit?

    Die Arbeit in künstlerischen Spaces, die nicht ausschließlich Weiß sind, ist für mich sehr wichtig geworden. Ich möchte eigentlich gar nicht viel darüber reden oder schreiben, aber ich habe sehr stark gespürt, dass ich für mich persönlich auch die Magie feiern möchte, die entsteht, wenn Menschen aus der Afro-Diaspora zusammenkommen und Musik machen. Nach diesem Jahr kann ich sagen, dass ich das auf vielen verschiedenen Ebenen nicht mehr missen möchte.

    Es ist für mich persönlich sehr wichtig, doch ich habe auch das Gefühl, dass es der Kultur der sogenannten klassischen Musik gut tut, sich zu öffnen und die Realität und die Geschichte von Menschen zu verstehen, die in anderen Denksystemen aufgewachsen sind. Es wird Zeit, die Systeme, in denen wir leben und denken, in Frage zu stellen. Das habe ich durch dieses Projekt wirklich gelernt und möchte diese Arbeit in Zukunft fortsetzen. Und natürlich würde ich gerne auch weiterhin mit diesen Musikerinnen und Musikern arbeiten und konzertieren.

    Interview: Lothar & Jakob Nierenz

    Die Musiker:innen von Speaking in Tongues erkunden Bonn © privat

    Music – Musics

    Why do we filter all music through a European-American system of understanding?

    »Why do we filter all music through a European-American system of understanding instead of being endlessly curious about listening to music on [its] own terms?

    Anyone who speaks multiple languages knows that translation isn’t an exact science. If you only try to understand a new language through the systems of understanding of your native tongue, it actually makes embracing the new language more challenging.

    The same is true for music. So, instead of forcing it all into a single system, I feel like we should be listening for what makes music whole by developing a way of listening that prioritizes this kind of curiosity. [...]

    When you listen closely the rhythms and forms reveal a shared lineage that has crossed continents and times. And if we only analyze them through a Euro-American system of understanding, we lose those connections. The amount of loss in that kind of translation is tremendous. So what if instead, we let our ears follow the music’s journey with curiosity about how and why these sounds travelled, evolved, and survived?«

    Deutsche Übersetzung

    »Warum filtern wir alle Musik durch ein europäisch-amerikanisches Verständnissystem, anstatt unendlich neugierig darauf zu sein, Musik nach ihren eigenen Maßstäben zu hören?

    Jeder, der mehrere Sprachen spricht, weiß, dass Übersetzen keine exakte Wissenschaft ist. Wenn man versucht, eine neue Sprache nur durch die Verständnissysteme seiner Muttersprache zu verstehen, wird es tatsächlich schwieriger, sich auf die neue Sprache einzulassen.

    Das Gleiche gilt für Musik. Anstatt also alles in ein einziges System zu pressen, sollten wir meiner Meinung nach darauf achten, was Musik ausmacht, indem wir eine Art des Zuhörens entwickeln, die diese Art von Neugierde in den Vordergrund stellt. [...]

    Wenn man genau hinhört, offenbaren Rhythmen und Formen eine gemeinsame Abstammung, die Kontinente und Zeiten überschritten hat. Und wenn wir sie nur durch ein euro-amerikanisches Verständnis-System analysieren, verlieren wir diese Verbindungen. Der Verlust bei einer solchen Übersetzung ist enorm. Was wäre also, wenn wir stattdessen unseren Ohren erlauben würden, der Reise der Musik zu folgen und neugierig darauf zu sein, wie und warum diese Klänge gereist sind, sich entwickelt und überlebt haben?«

    Natalie Joachim

    Quelle: Instagram – @njoachim

    Nathalie Joachim ist eine haitianisch-amerikanische Sängerin, Flötistin und Komponistin, die in Brooklyn, New York geboren wurde. Joachim ist Professorin für Komposition an der Princeton University und Scholar-in-Residence am Museum of Modern Art, United States Artist Fellow und Absolventin der Juilliard School.

    Jakob Nierenz © Dovile Sermokas
  • Wir danken den Mitgliedern des Freundeskreises

    MÄZEN

    Gründungsmitglieder Arndt und Helmut Andreas Hartwig (Bonn)

    PLATIN

    Dr. Michael Buhr und Dr. Gabriele Freise-Buhr (Bonn)

    Godesberg Gastronomie & Event GmbH

    Olaf Wegner (Bad Honnef)

    Wohnbau GmbH (Bonn)

    GOLD

    LTS Lohmann Therapie-Systeme AG (Andernach)

    Andrea und Ekkehard Gerlach (Bonn)

    Hans-Joachim Hecek und Klaus Dieter Mertens (Meckenheim)

    Dr. Thomas und Rebecca Ogilvie (Bonn)

    SILBER

    Bernd Böcking (Wachtberg)

    Dr. Sigrun Eckelmann† und Johann Hinterkeuser (Bonn)

    Dr. Helga Hauck (Wachtberg)

    Dr. Stefanie Montag und Dr. Stephan Herberhold (Bonn)

    Dr. Luciano und Ulrike Pizzulli (Bonn)

    Jannis Ch. Vassiliou und Maricel de la Cruz (Bonn)

    AUF EMPFEHLUNG unserer Mäzene Arndt und Helmut Andreas Hartwig

    Tim Achtermeyer MdL * Judith und Tobias Andreae * Dr. Frank Asbeck und Susanne Birkenstock * Bettina Böttinger und Martina Wziontek * Anja Bröker * Philipp Buhr und Marie-Madeleine Zenker * Katja Burkard und Hans Mahr * Claudia Cieslarczyk und Heiko von Dewitz * Rüdiger und Andrea Depkat * Guido Déus MdL * Prof. Dr. Udo und Bettina Di Fabio * Walter Droege und Hedda im Brahm-Droege * Ralf und Antje Firmenich * Tobias Grewe und Dr. Jan Hundgeburth * Jörg Großkopf und Peter Daubenbüchel * Prof. Monika Grütters * Lothar und Martha Harings * Dr. Bernhard Helmich und Mai Hong * Dr. Eckart und Ulla von Hirschhausen * Dr. Sabine Hoeft und Thomas Geitner * Prof. Dr. Frank G. und Ulrike Holz * Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Brigitte Holzgreve * Martin Hubert und Martina und Martha Marzahn * Stephan und Sirka Huthmacher * Dirk und Viktoria Kaftan * Dr. Christos Katzidis MdL und Ariane Katzidis * Andrea, Tim und Jan Kluit und Edgar Fischer * Dr. Eva Kraus * Dr. Markus Leyck Dieken und Peter Kraushaar * Peter und Katharina Limbourg * Nathanael und Hanna Liminski * Horst und Katrin Lingohr * Marianne und Stefan Ludes * Dr. Peter Lüsebrink und Karl-Heinz von Elern * Michael Mronz und Markus Felten * Prof. Dr. Georg und Doris Nickenig * Alexandra Pape und Malte von Tottleben * Hans-Arndt und Julia Riegel * Prof. Dr. Manuel und Aila Ritter * Matthias und Steffi Schulz * Stephan Schwarz und Veronika Smetackova * Prof. Walter Smerling und Beatrice Blank * Peter und Annette Storsberg * Prof. Burkhard und Friederike Sträter * Prof. Dr. Hendrik Streeck MdB und Paul Zubeil * Ulrich und Petra Voigt * Oliver und Diane Welke * Dr. Vera Westermann und Michael Langenberg * Dr. Matthias Wissmann und Francisco Rojas * Christian van Zwamen und Gerd Halama

    BRONZE

    Jutta und Ludwig Acker (Bonn) * Alexandra Asbeck (Bonn) * Dr. Rainer und Liane Balzien (Bonn) * Munkhzul Baramsai (Bonn) * Christina Barton van Dorp und Dominik Barton (Bonn) * Christoph Beckmanns (Bonn) * Prof. Dr. Christa Berg (Bonn) * Prof. Dr. Arno und Angela Berger (Bonn) * Christoph Berghaus (Köln) * Klaus Besier (Meckenheim) * Ingeborg Bispinck-Weigand (Nottuln) * Christiane Bless-Paar und Dr. Dieter Paar (Bonn) * Dr. Ulrich und Barbara Bongardt (Bonn) * Anastassia Boutsko (Köln) * Anne Brinkmann (Bonn) * Ingrid Brunswig (Bad Honnef) * Lutz Caje (Bramsche) * Elmar Conrads-Hassel und Dr. Ursula Hassel (Bonn) * Ingeborg und Erich Dederichs (Bonn) * Geneviève Desplanques (Bonn) * Irene Diederichs (Bonn) * Christel Eichen und Ralf Kröger (Meckenheim) * Elisabeth Einecke-Klövekorn (Bonn) * Heike Fischer und Carlo Fischer-Peitz (Königswinter) * Dr. Gabriele und Ulrich Föckler (Bonn) * Prof. Dr. Eckhard Freyer (Bonn) * Andrea Frost-Hirschi (Spiez/Schweiz) * Johannes Geffert (Langscheid) * Silke und Andree Georg Girg (Bonn) * Margareta Gitizad (Bornheim) * Carsten Gottschalk (Koblenz) * Ulrike und Axel Groeger (Bonn) * Marta Gutierrez und Simon Huber (Bonn) * Cornelia und Dr. Holger Haas (Bonn) * Sylvia Haas (Bonn) * Christina Ruth Elise Hendges (Bonn) * Renate und L. Hendricks (Bonn) * Peter Henn (Alfter) * Prof. Ingeborg Henzler und Dr. Mathias Jung (Bendorf-Sayn) * Heidelore und Prof. Werner P. Herrmann (Königswinter) * Dr. Monika Hörig * Georg Peter Hoffmann und Heide-Marie Ramsauer (Bonn) * Dr. Francesca und Dr. Stefan Hülshörster (Bonn) * Karin Ippendorf (Bonn) * Angela Jaschke (Hofheim) * Dr. Michael und Dr. Elisabeth Kaiser (Bonn) * Agnieszka Maria und Jan Kaplan (Hennef) * Dr. Hiltrud Kastenholz und Herbert Küster (Bonn) * Dr. Reinhard Keller (Bonn) * Dr. Ulrich und Marie Louise Kersten (Bonn) * Rolf Kleefuß und Thomas Riedel (Bonn) * Dr. Gerd Knischewski (Meckenheim) * Norbert König und Clotilde Lafont-König (Bonn) * Sylvia Kolbe (Bonn) * Dr. Hans Dieter und Ursula Laux (Meckenheim) * Ute und Dr. Ulrich Kolck (Bonn) * Manfred Koschnick und Arne Siebert (Bonn) * Lilith Matthiaß-Küster und Norbert Küster (Bonn) * Ruth und Bernhard Lahres (Bonn) * Renate Leesmeister (Übach-Palenberg) * Gernot Lehr und Dr. Eva Sewing (Bonn) * Traudl und Reinhard Lenz (Bonn) * Florian H. Luetjohann (Kilchberg, CH) * Moritz Magdeburg (Brühl) * Dr. Charlotte Mende (Bonn) * Heinrich Meurs (Swisttal-Ollheim) * Heinrich Mevißen (Troisdorf) * Dr. Dr. Peter und Dr. Ines Miebach (Bonn) * Karl-Josef Mittler (Königswinter) * Dr. Josef Moch (Köln) * Esther und Laurent Montenay (Bonn) * Katharina und Dr. Jochen Müller-Stromberg (Bonn) * Dr. Nicola und Dr. Manuel Mutschler (Bonn) * Dr. Gudula Neidert-Buech und Dr. Rudolf Neidert (Wachtberg) * Gerald und Vanessa Neu (Bonn) * Lydia Niewerth (Bonn) * Wolfram Nolte (Bonn) * Mark und Rita Opeskin (Bonn) * Céline Oreiller (Bonn) * Carol Ann Pereira (Bonn) * Gabriele Poerting (Bonn) * Dr. Dorothea Redeker und Dr. Günther Schmelzeisen-Redeker (Alfter) * Ruth Schmidt-Schütte und Hans Helmuth Schmidt (Bergisch Gladbach) * Bettina und Dr. Andreas Rohde (Bonn) * Astrid und Prof. Dr. Tilman Sauerbruch (Bonn) * Ingrid Scheithauer (Meckenheim) * Monika Schmuck (Bonn) * Markus Schubert (Schkeuditz) * Simone Schuck (Bonn) * Petra Schürkes-Schepping (Bonn) * Dr. Manfred und Jutta von Seggern (Bonn) * Dagmar Skwara (Bonn) * Prof. Dr. Wolfram Steinbeck (Bonn) * Dr. Andreas Stork (Bonn) * Michael Striebich (Bonn) * Dr. Corinna ten Thoren und Martin Frevert (Bornheim) * Verena und Christian Thiemann (Bonn) * Dr. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. Bernd Voigt (Bonn) * Katrin Uhlig (Bonn) * Carrie Walter und Gabriel Beeby (Bonn) * Carrie Walter und Gabriel Beeby (Bonn) * Susanne Walter (Bonn) * Dr. Bettina und Dr. Matthias Wolfgarten (Bonn)

    Biografien

    Jakob Nierenz, Violoncello
    Patrick Essex
    Jakob Nierenz © Patrick Essex

    Jakob Nierenz ist ein deutsch/US-amerikanischer Cellist. Er ist Gründungsmitglied und Solocellist des ensemble reflektor. Außerdem trat er 2021 dem Between Worlds Ensemble bei, das von Mandolinist Avi Avital gegründet wurde. Seit 2022 spielt er beim Chineke! Orchestra in London, auch als Solocellist. Als Kammermusiker ist er Mitglied im Rothko String Quartet und dem Bremer Streichquartett Pulse. Im Bereich der Improvisation und transtraditionellen Musik tritt er mit dem Berliner Trickster Orchestra auf. Als Gastmusiker erhält er regelmäßig Einladungen von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Kammerakademie Potsdam sowie dem Ensemble Modern.

    Cassie Kinoshi, Saxofon
    Aurore Fouchez
    Cassie Kinoshi © Aurore Fouchez

    Cassie Kinoshi ist eine in Berlin und London lebende Komponistin, Arrangeurin und Altsaxofonistin. Sie wurde für den Mercury Prize (2019) nominiert und gewann 2018 den Ivors Academy Award. In verschiedenen audiovisuellen Kontexten kreiert sie multidisziplinäre und genreübergreifende Performance-Arbeiten. Als Bandleaderin tritt sie mit ihrem zehnköpfigen Ensemble seed. auf, das sich aus hochkarätigen Londoner Improvisationsmusiker:innen zusammensetzt. 

    Sie ist Absolventin der Kompositionsklasse des Trinity Laban Conservatoire of Music and Dance. Kompositionen entstanden u. a. für das Park Avenue Armory in New York, das National Theatre und das Globe Theatre in London, für BalletBoyz und das Southbank Centre. Sie erhielt Aufträge von Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, dem BBC Philharmonic, dem London Contemporary Orchestra und Initiativen wie Renaud Capuçons Festival Nouveaux Horizons in Aix-en-Provence, Frankreich. 

    2021 war sie Artist-in-Residence des London Unwrapped Festivals am Kings Place, wo ihre »Three Suns Suite« mit dem Aurora Orchestra und Mitgliedern von seed. uraufgeführt wurde. Ihr Auftragswerk »gratitude« aus dem Jahr 2023, begleitet von visuellen Effekten von GURIBOSH, wurde vom London Contemporary Orchestra, seed. und dem preisgekrönten DJ NikNak uraufgeführt.

    Hanna Mbuya, Tuba
    Anoushka Nanguy
    Hanna Mbuya © Anoushka Nanguy

    Hanna Mbuya ist Tubistin, Komponistin und Arrangeurin und lebt in London. Sie arbeitet genreübergreifend in den Bereichen improvisierte und klassische Musik, erforscht die klanglichen Möglichkeiten der Tuba und interpretiert und definiert sie neu. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Ensemblearbeiten.

    Sie ist Mitglied der Kollektive Nu Civilisation und Chineke! Orchestra und spielt ebenfalls in Cassie Kinoshis zehnköpfigem Ensemble seed., das für einen Mercury nominiert wurde. Zu Ihren Projekt-Partner:innen zählen Anna Meredith, Jon Batiste, Soweto Kinch, Jason Morans Harlem Hellfighters, Lafawndahs Fifth Season und Peter Wiegolds Third Orchestra. Als Backing Musician spielte sie an der Seite von Künstler:innen wie Solange, Joy Anonymous und Arlo Parks.

    Hanna Mbuya war Teil mehrerer Theaterproduktionen am Shakespeare’s Globe Theatre London und am KELI (Nationaltheater von Schottland). Darunter sind »I, Joan« (2022), »Ein Sommernachtstraum« (2023), »Richard III.« (2024) und »Hänsel und Gretel« (2024).

    Hanna studierte an den Londoner Kunsthochschulen Trinity Laban Conservatoire of Music & Dance und Royal College of Music.

    Lukas Akintaya, Schlagzeug
    Odelia Toder
    Lukas Akintaya © Odelia Toder

    Lukas Adeolu Akintaya ist ein in Berlin lebender Schlagzeuger, Komponist und Musikproduzent. Als spartenübergreifender Musiker widmet er sich Erfahrungs-zentrierten Projekten innerhalb der kreativen Musikszene, die Genre-Grenzen überschreiten. Sein musikalisches Konzept ist zutiefst von der Schwarzen Kunstform des Jazz beeinflusst, zusammen mit dessen weitreichendem kulturellen Erbe und gesellschaftlichem Einfluss. 

    Sein zweites Album »the in between«, das im Herbst 2025 erscheinen wird, ist eine Meditation über die Vielschichtigkeit der Existenz. Im Mittelpunkt stehen die Suche und die Zugehörigkeit, die Suche nach dem Platz im Dazwischen. Angetrieben von einem zutiefst kollaborativen Geist verbindet das Album persönliche Poesie mit nicht-linearem Erzählen und eröffnet einen Raum, der ebenso zuhört wie spricht.

    Julio Escobar Mellado, Bühnenbild & Licht
    privat
    Julio Escobar Mellado © privat

    Julio Ernesto Escobar Mellado ist ein Lichtkünstler, Lichtdesigner und Techniker für darstellende Künste aus Patagonien, der heute in Wuppertal lebt und arbeitet.

    Er studierte Kunst mit dem Schwerpunkt Theatre Performance an der Arcis Universität (Santiago de Chile) und ergänzte seine Ausbildung mit Diplomen in Semiotik und Architekturbeleuchtung an der Universität von Chile und der Päpstlichen Katholischen Universität in Santiago de Chile. 

    Als Lichtkünstler schafft er Installationen und Interventionen, die sich vorwiegend dem Thema Erinnerung widmen, beispielsweise in Patagonien, der Atacama-Wüste, Valparaíso und an Gedenkorten in ganz Chile. Als Lichtdesigner arbeitet er für verschiedene Theater-, Tanz-, Musik- und Zirkusgruppen und mit prominenten Künstler:innen innerhalb und außerhalb Chiles. Julio ist ebenfalls Techniker, technischer Leiter und Produzent für Kollektive, Festivals und künstlerisch-soziale Projekte wie das Festival Fabrica Europa (Florenz, 2012), Festival Cielos del Infinito (Magallanes, seit 2007) und Festival Patagonia en Escena (Coyhaique, sel 2012).

    Pablo Garretón, Tontechnik
    Dovile Sermokas
    Pablo Garretón © Dovile Sermokas

    Pablo Garretón ist Komponist und Klangregisseur mit Schwerpunkten in Kammermusik mit Elektronik, Klangkunst, Videoinstallation und Performance. In all diesen Formaten verbindet er eine präzise Liebe zum Detail mit einem starken Interesse an den gesellschaftlichen und ökologischen Dimensionen von Klang.

    Er studierte Komposition in Santiago de Chile und absolvierte anschließend einen Master für Elektronische Musik bei Michael Beil sowie das Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. 2018 erhielt Garretón den Kompositionspreis für elektronische Musik des Acht Brücken Festivals in Köln. 2019 war er Artist in Residence an der Cité des Arts in Paris. 2021 wurde er für ein Masterstipendium für zeitgenössische Musik an der International Ensemble Modern Akademie in Frankfurt ausgewählt.

    Seit 2017 lebt er in Köln und ist seit 2021 Vorstandsmitglied der Kölner Gesellschaft für Neue Musik.

    Mariama Bah, Moderation
    Mila Neissner
    Mariama Bah © Mila Neissner

    Mariama Bah (sie/ihr) hat Kulturwissenschaften studiert und ist Gründungsmitglied des Jungen-Afro-Kollektivs in Lüneburg. Ihre Expertise zu anti-rassistischer Arbeit vermittelt sie in Workshops, Podcasts und auf Podiumsdiskussionen. Zuletzt war sie Teil eines Forschungsprojekts zu deutschem Kolonialismus in Namibia.

    Konzerttipps

    Mitch Stoehring
    Conic Rose © Mitch Stoehring
    Fr 26.9., 19.30 Uhr, Harmonie Bonn

    Conic Rose

    Die Berliner Band Conic Rose zaubert das Flair der Großstadt in entspannte Klanggewebe.
    Tickets
    Marco Giannavola
    Brooklyn Rider © Marco Giannavola
    Sa 27.9., 16 Uhr, Pantheon Theater

    Brooklyn Rider: Citizenship Notes

    Das New Yorker Streichquartett Brooklyn Rider denkt musikalisch über (amerikanische) Bürgerschaft nach: Ein Thema, das aktueller nicht sein könnte. Mit Musik von Haydn, Beethoven und lebenden amerikanischen Komponist:innen.
    Tickets

    Awareness

    Awareness

    Wir – das Beethovenfest Bonn – laden ein, in einem offenen und respektvollen Miteinander Beethovenfeste zu feiern. Dafür wünschen wir uns Achtsamkeit im Umgang miteinander: vor, hinter und auf der Bühne.

    Für möglicherweise auftretende Fälle von Grenzüberschreitung ist ein internes Awareness-Team ansprechbar für Publikum, Künstler:innen und Mitarbeiter:innen.  

    Wir sind erreichbar über eine Telefon-Hotline (+49 (0)228 2010321, im Festival täglich von 12–20 Uhr) oder per E-Mail (awareness@beethovenfest.de).

    Werte und Überzeugungen unseres Miteinanders sowie weitere externe Kontaktmöglichkeiten können hier auf unserer Website aufgerufen werden.

  • Das Beethovenfest Bonn 2025 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.

    Programmheftredaktion:
    Sarah Avischag Müller
    Julia Grabe

    Die Interviews sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.

    • Mitwirkende
    • Programm
    • Lyrik zu den Sätzen
    • Einleitung
    • Interview
    • Music – Musics
    • Biografien
    • Konzerttipps
    • Awareness
    Ticket–Hotline +49 228 2010344 Mo, Mi–Fr, 10–14 Uhr
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