Beethoven Festival Fellow and kora player Momi Maiga performs together with the musicians who have been important to him – an evening combining West African tradition, flamenco, jazz, and classical.
Sun. 6.9.2026
19:30, Telekom Forum
Momi Maiga & Friends
- Cross-Genre
- Past Event
- € 39 / 29 / 19
Contributors
- Momi Maiga Quartet
- Momi Maiga kora, vocals & composition
- Aleix Tobías drumset & percussion
- Ramon Rodríguez violin & vocals
- Marçal Ayats cello & vocals
- FRIENDS:
- Streichquartett of Ensemble Resonanz
- Chor of Collegium musicum Bonn
- Adama Foune Cissokho vocals
- Karen Lugo dance
- Aly Keïta balafon
- Sorvina spoken word
- Yazz Ahmed trumpet
- SPECIAL GUEST:
- Sona Jobarteh kora
Programme
Kaira
»Casamance«, »Mansani«, »Ocean« & »Dadje« from the album Nio
»Fonyo«, »Kele«, »Mbolo« & »Kairo« from the album Kairo
Turco
»Meeya« & »Musolou« from the album Badinyaa Kumoo
A journey through the musical homes of Momi Maiga. All songs in new arrangements by Momi Maiga.
The concert at a glance
What can I expect?
What does it sound like?
Here are a few tracks that have been released – the specially curated concert for Bonn is set to be even more varied:
Description
Beethoven Festival Fellow and kora virtuoso Momi Maiga celebrates his musical and cultural homelands, from West African tradition to flamenco and classical: the Senegalese musician who has adopted Spain as his home invites his favorite artists to a concert without limits. He and his quartet join together with his mother Adama Foune Cissokho, a well-known singer of Jali music, a classical ensemble, and many more.
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More info
Mitwirkende
Momi Maiga Quartet
Momi Maiga Kora, Gesang & Komposition (Beethovenfest Fellow 2026)
Aleix Tobías Schlagzeug & Percussion
Ramon Rodríguez Violine & Gesang
Marçal Ayats Violoncello & Gesang
FRIENDS:
Adama Foune Cissokho Gesang
Karen Lugo Tanz
Aly Keïta Balafon
Sorvina Spoken Word
Yazz Ahmed Trompete
Chor des Collegium musicum Bonn
Streichquartett des Ensemble Resonanz
Barbara Bultmann Violine
Benjamin Spillner Violine
Tim-Erik Winzer Viola
Saerom Park Violoncello
SPECIAL GUEST:
Sona Jobarteh Kora
Programm
Sorvina
The Origins and the Roots. Spoken Word
Momi Maiga (*1997)
Kaira
»Casamance« aus dem Album Nio
Sorvina
Spoken Word
Momi Maiga
»Mansani« aus dem Album Nio
»Fonyo« aus dem Album Kairo
Sorvina
Ocean and Migration. Spoken Word
Momi Maiga
»Ocean« aus dem Album Nio
»Kele« & »Mbolo« aus dem Album Kairo
Sorvina
Kairo and Peace. Spoken Word
Momi Maiga
»Kairo« aus dem Album Kairo
Turco
Sona Jobarteh (*1983)
»Meeya« aus dem Album Badinyaa Kumoo
Sorvina
What Is Home? Spoken Word
Sona Jobarteh
»Musolou« aus dem Album Badinyaa Kumoo
Momi Maiga
»Dadje« aus dem Album Nio
Sorvina
Identity & the Collective Voice. Spoken Word
Alle Songs in neuen Arrangements von Momi Maiga
Über den Konzertabend
Konzertdauer: ca. 90 Minuten ohne Pause
Nach dem Konzert: CD-Verkauf und Signierstunde mit den Künstler:innen
Gastronomisches Angebot vor Ort
Für ein ungestörtes Konzerterlebnis bitten wir Sie, auf Foto- und Videoaufnahmen zu verzichten.
Zusätzlich zu Blumen schenken wir den Künstler:innen Blüh-Patenschaften, mit deren Hilfe in der Region Bonn Blumenwiesen angelegt werden.
Grußwort
Liebe Musikfreundinnen und Musikfreunde,
herzlich willkommen im Telekom Forum! Das Beethovenfest steht in diesem Jahr unter dem Motto »Nach Hause/Daheim«. Kaum ein Künstler verkörpert die Vielfalt eines Zuhauses so eindrucksvoll wie Momi Maiga. Seine Musik verbindet unterschiedliche kulturelle Wurzeln und Erfahrungen und kreiert etwas Neues: westafrikanische Tradition, Flamenco, Jazz und klassische Musik treten miteinander in einen lebendigen Dialog.
Gemeinsam mit seinen musikalischen Weggefährtinnen und Gefährten baut Momi Maiga Brücken zwischen Kontinenten, Generationen und musikalischen Welten. Besonders bewegend ist dabei die Verbindung von Herkunft und Tradition der Griot-Musikerfamilie, aus der er stammt. Zugleich zeigt seine Kunst, wie aus Begegnung, Offenheit und Neugierde neue kreative Räume entstehen können.
Als langjähriger Partner des Beethovenfests freuen wir uns, Künstlerinnen und Künstlern im Telekom Forum eine Bühne zu bieten, die Grenzen überwindet und Menschen miteinander verbindet. Gerade in einer Zeit, in der Fragen nach Herkunft, Zugehörigkeit und Identität viele Menschen bewegen, kann Musik ein Ort des gemeinsamen Ankommens sein.
Ich wünsche Ihnen einen inspirierenden Konzertabend und unvergessliche musikalische Begegnungen.
Ihr
Tim Höttges
Deutsche Telekom AG
Das Fellowship-Programm wird gefördert durch
Mit freundlicher Unterstützung
Einführung
Momi Maiga & Friends
Momi Maiga ist einer der vier diesjährigen Fellows, die das Beethovenfest Bonn 2026 fördert, um im Rahmen des Fellowship-Programms jungen Künstler:innen zu ermöglichen, neuartige Musikprojekte zu schaffen und aufzuführen. Der gefeierte westafrikanische Kora-Spieler, Sänger und Komponist zeichnet gemeinsam mit zahlreichen Musiker:innen verschiedener Länder und Kulturen in diesem außergewöhnlichen Konzert seine musikalische Entwicklung nach. Mit langjährigen Kolleg:innen und neuen Freund:innen schafft der Virtuose der traditionellen, in Westafrika beheimateten Stegharfe eine einzigartige Klangwelt, in der die Musiktradition aus dem Süden des Senegals auf andere Musikkulturen trifft. Darunter sind traditionelle mediterrane Klänge sowie Musikformen wie Jazz, Klassik und Spoken Word. Über all diese Genres vermittelt Momi Maiga, wie er sein Zuhause über Grenzen immer neu findet.

Heimkehr über Grenzen hinweg
Mit dem westafrikanischen Lied Kaira nimmt Momi Maiga bei seiner autobiografischen Musikreise Fahrt auf. »Dazu habe ich meine Mutter eingeladen. Mit ihr beginne ich das Konzert, weil das Beethovenfest dieses Jahr unter dem Motto Heimat steht«, erläutert der 29-Jährige. »Meine Mutter ist eine sehr traditionelle Sängerin, deshalb führen wir zusammen einen mündlich überlieferten Song auf, der in Westafrika zu den Klassikern gehört. Es ist ein Lied aus der südsenegalesischen Region Casamance, in der ich aufgewachsen bin. Wir haben es schon oft gemeinsam gespielt. Mit meiner Mutter musiziere ich, seitdem ich klein bin. Von ihr habe ich viel gelernt«, erzählt er. Während Adama Cissokhos Gesang wie üblich mit dem perlenden Klang seines 22-saitigen Instruments begleitet wird, bereichert das Spiel der beiden erstmals Aly Keïta am Balafon. Der ivorische Meister des traditionellen Xylofons Westafrikas lebt in Berlin und ist Preisträger des Deutschen Jazzpreis 2022 in der Kategorie »Besondere Instrumente«.

Familienerbe der Griots und deren Ahnen
Eine Hommage an seine Heimat und seine Musikerfamilie ist unmittelbar darauf die zeitgenössische Komposition Casamance. Das Stück hat Momi Maiga gemeinsam mit seinem Cousin Seckou Keita komponiert, der schon seit 25 Jahren als Kora-Spieler und Sänger international bekannt ist. Das Stück der beiden schöpft aus ihrem Erbe als Griots, die nach westafrikanischer Tradition seit Generationen in der Familie beruflich mittels Musik alte und neue Geschichten erzählen sowie Nachrichten und Botschaften weitertragen. Der eindringliche und treibende Song erschien 2022 auf dem Debütalbum Nio von Maiga, wo Keita gemeinsam mit dem Quartett des Bandleaders zu hören ist. Das Momi Maiga Quartet gründete der Namensgeber in seiner Wahlheimat Spanien, wo er seit 2019 in Girona lebt. Zusammen mit seinen katalanischen Kollegen an Violine, Cello und Schlagzeug/Perkussion bringt Momi Maiga das Stück dann auch in Bonn auf die Bühne.

Die Geschichte in Spoken Word
Als eine der vielen Besonderheiten des Konzerts leitet die afro-amerikanische Singer-Songwriterin und Spoken-Word-Künstlerin Sorvina mit stimmungsvollen poetischen Zwischentexten alle musikalischen Lebensabschnitte und Karrierestationen des weltoffenen Protagonisten ein. Auch die Zusammenarbeit der gebürtigen New Yorkerin und des Senegalesen ist eine Premiere. Exklusiv für das Beethovenfest stimmt Sorvina das Publikum zunächst darauf ein, wie Momi Maiga die spirituelle Schönheit der Musik seiner Vorfahren aus dem Mandinka-Volk würdigt, bevor sie dazu überleitet, wie er in Katalonien anfängt, seine Musik mit iberischen Klängen und Flamenco-Elementen zu verschmelzen.

Der Weg ans Mittelmeer
Die Phase, in der Momi Maiga den Dialog zwischen der Musiktradition seiner alten Heimat und seinem neuen Zuhause aufnimmt, repräsentiert das Stück Mansani. Dazu hat der experimentierfreudige Musiker die mexikanische Tänzerin Karen Lugo eingeladen. »Sie ist eine Flamenco-Tänzerin, mit der ich seit 2023 Konzerte gebe. Wir sind gute Freunde«, sagt Momi Maiga und fügt hinzu: »Ich habe es schon immer geliebt, musikalische Fusionen einzugehen. In Mansani verknüpfe ich ein wichtiges Stück aus dem traditionellen Kora-Repertoire mit dem Flamenco-Genre Bulería. Dafür bin ich 2024 mit dem katalanischen Musikpreis Premís Alícia ausgezeichnet worden.«

Die Kora
Die Stegharfe Kora ist das typische Begleitinstrument der Griots. In diesen Familien wird das Musikerhandwerk mündlich über zahlreiche Generationen weitergegeben. Traditionell ist die Kora den männlichen Familienmitgliedern vorbahalten, heute gibt es aber auch Kora-Spielerinnen wie Sona Jobarteh. Das Instrument entstand vermutlich im 16. oder 17. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Gambia, Südsenegal und Guinea-Bissau. Es hat einen Resonanzkörper aus einer Kalebasse, ein ausgehöhlter halber Flaschenkürbis, der mit Rinderhaut bespannt ist. Meist hat die Kora 21 Saiten, in Casamance sind 22 üblich. Die Seiten sind auf beiden Seiten des Halses gespannt und weisen regional unterschiedliche Stimmungen auf. Sie werden mit beiden Daumen und Zeigefingern gezupft. Momi Maiga spielt eine moderne, eigens für ihn angefertigte Kora aus Fiberglas.
Offen für Dialoge und Improvisation
Momi Maigas Aufgeschlossenheit für Dialoge, künstlerische Freiheit und Improvisation spiegelt sich anschließend in seinem Stück Fonyo wider. »Der Titel bedeutet ›Wind‹ auf Mandinka und symbolisiert seine belebende Kraft. Das Lied verkörpert aber auch den Ruf nach Freiheit, das Sprengen der Fesseln kolonialer Unterdrückung und einer neuen Ära der Gerechtigkeit in Afrika.« So beschreibt Momi Maiga es im Booklet seines zweiten Albums Kairo, das er zusammen mit seinem Quartett 2024 herausgebracht hat. Den Song im unregelmäßigen Siebener-Takt führt er mit seinem Momi Maiga Quartet beim Beethovenfest zum ersten Mal im Zusammenspiel mit der bahrainisch-britischen Jazz-Trompeterin Yazz Ahmed auf. 2020 wurde die Musikerin aus London mit dem Jazz FM Award als »UK Jazz Act des Jahres« ausgezeichnet. Yazz Ahmed ist bekannt dafür, dass sie Jazz gerne mit arabischen Skalen und Rhythmen mischt. Gemeinsam zeigen das Momi Maiga Quartet und die innovative Brückenbauerin, dass Jazz als Weltsprache Musik der verschiedensten Kulturen zusammenführt.

Die klassische Essenz – Vereinigung der Welten
Nachdem Momi Maiga erfrischend natürlich und elegant sein Kora-Spiel mit Jazz verbunden hat, schlagen er und sein Quartett mit dem leicht düsteren und melancholischen Instrumentalstück Ocean das Kapitel Migration auf, welches das Meer als einen Ort zwischen Welten, Schwelle und Überfahrt darstellt, aber auch als Moment der Ruhe und Weite vor einer Ankunft. Es folgen die Anti-Kriegs-Hymne Kele und das Stück Mbolo, dessen Titel auf Mandinka »Union« bedeutet und bei dem Momi Maiga den Rhythmus Konkoba, der traditionell auf der westafrikanischen Trommel Djembé und dem Balafon gespielt wird, mit Flamenco und mediterranen Einflüssen kombiniert. Bei beiden Stücken klingen außerdem Elemente der klassischen westlichen Musik durch. Dazu kommt das Streichquartett des Ensemble Resonanz ins Spiel: vier Mitglieder des renommierten deutschen Streichensembles aus Hamburg, dessen umfangreiches Repertoire von Alter bis zeitgenössischer Musik reicht und Werke von Komponist:innen aus aller Welt mit einschließt.
»Es ist nicht das erste Mal, dass ich mit klassischen Musiker:innen auftrete«, erklärt Momi Maiga und lacht, als er sagt: »Da wir meine Songs spielen, ist es für mich eigentlich ganz einfach.« Der Bratschist vom Streichquartett des Ensemble Resonanz Tim-Erik Winzer verrät dagegen, dass Momi Maigas Stücke für ihn und seine drei Kolleg:innen durchaus anspruchsvoll sind: »Die rhythmische Welt dieser westafrikanischen Tradition ist für uns natürlich eine Herausforderung. Das sind teilweise schon sehr komplexe Rhythmen.« Mit den Musiker:innen des Ensemble Resonanz hat Maiga sich erst im Juni 2026 zum ersten Mal getroffen. Sie gehören definitiv erst seit kurzem zu seiner musikalischen Familie.

Doppelte Kora-Power
Majestätisch lässt Momi Maiga danach mit seinem Quartett das Titelstück seines aktuellen Albums Kairo anklingen. Darin ruft er, gemäß der Bedeutung des Wortes, das in seiner Herkunftssprache Mandinka für Frieden steht, zu einem Gebet für den Weltfrieden auf. Im nächsten Konzertabschnitt erkundet er dann zusammen mit der einflussreichen Kora-Spielerin Sona Jobarteh die Frage ›Was ist Heimat?‹ Gemeinsam spielen sie zwei Kompositionen, die seine bekannte Kollegin aus Gambia auf ihren bisherigen Alben veröffentlicht hat. »Es ist das erste Mal, dass ich mit ihr zusammenspiele, obwohl ich sie schon länger kenne – nicht persönlich, aber ich verfolge ihre Arbeit und mag, was sie macht. Wir sind uns bei einem Festival begegnet, schätzen einander sehr und haben beschlossen, uns im Mai 2026 bei ihr zu Hause in Gambia zu treffen. Dort hat sie mir einige ihrer Lieder vorgespielt, die wir zusammen beim Beethovenfest spielen könnten. In Gambia haben wir uns ihre Songs lediglich angehört. Erstmals zusammen proben werden wir sie erst kurz vor dem Konzert.«
Eins der beiden Stücke von Sona Jobarteh, das gemeinsam mit dem Momi Maiga Quartet beim Beethovenfest aufgeführt werden soll, heißt Meeya. In diesem Song von ihrem Album Badinyaa Kumoo (2022) singt die Griotte auf Mandinka von der schmerzhaften Trennung von einem geliebten Menschen. Dabei zielt sie ebenso auf den Partner oder die Partnerin ab wie auf ein Familienmitglied, das aus wirtschaftlichen Gründen emigriert ist, um die Verwandtschaft zu ernähren. Sie und Momi Maiga spielen dabei ihre zwei Koras gleichzeitig – was ihn an sein Zuhause im Senegal erinnert: In seiner Familie gibt es etliche Kora-Spieler, die miteinander auf ihren Instrumenten musizieren.

Sona Jobarteh über ihr Lied »Musolou« (»Frauen«)
»Dieses Lied ist eine Hommage an die Tatsache, dass die gesamte Menschheit von einer Frau geboren wird und dass nichts mit der Liebe einer Mutter vergleichbar ist, die gegen alle Widrigkeiten kämpft und Opfer bringt, um die nächste Generation zu schützen. Ich danke unseren geschätzten Frauen auf der ganzen Welt für all ihre Opfer und ihre harte Arbeit. Ich frage mich jedoch, wie die Gesellschaft den Frauen etwas zurückgibt als Gegenleistung für ihre harte Arbeit und ihre Opfer für die Menschheit. Frauen werden kontrolliert, zum Schweigen gebracht, unterdrückt, geschlagen und verstümmelt … Ich frage mich, was für Menschen denjenigen Schaden zufügen, die uns in diese Welt bringen und uns großziehen? Ich fordere die Menschen dieser Welt auf, sich hinter die Frauen zu stellen, für Frauen und ihre Würde zu kämpfen. Ich appelliere direkt an die Männer, für Veränderungen zu kämpfen und junge Jungen zu erziehen, die unsere zukünftige Generation von Männern sein werden. Ich appelliere direkt an die Frauen, sich gegenseitig großzügig im Erfolg zu unterstützen und Eifersucht zu verbannen. Wir müssen Frauen umfassend ausbilden, um alle unsere Bürger dazu befähigen zu können, aktive Teilnehmer an der Entwicklung unserer Nationen zu sein. Ich würdige hier nur einige wenige ikonische weibliche Vorbilder afrikanischer Herkunft aus Vergangenheit und Gegenwart, die für sozialen Wandel gekämpft haben: Maya Angelou, Königin Nanny der Maroons, Yaa Asantewaa, Königin Nzinga von Ndongo und Matamba, Angela Davis, Ellen Johnson Sirleaf, Harriet Tubman, Mbuya Nehanda, Giséle Rabesahala, Miriam Makeba, Rose Chibambo, Margaret Ekpo, Sejourner Truth, Andrea Lua, die Kriegerinnen von Dahomey. Frauen dieser Welt, ich danke euch.«
– Sona Jobarteh
Chorales Finale – Die gemeinsame Stimme
Mit seiner Komposition Dadje leitet das Momi Maiga Quartet den offiziellen Abschluss des Konzertes ein. Der Titel des Instrumentalstücks bedeutet in der westafrikanischen Sprache Wolof »Treffen«, »Begegnung« oder »Zusammenkunft«. Beim Beethovenfest plant Momi Maiga, das Publikum in das Stück miteinzubeziehen, um so mit den Besucher:innen noch intensiver zusammenzukommen. Mit dem studentischen Chor des Collegium musicum Bonn, seiner Mutter Adama Cissokho, Sona Jobarteh und seinem Quartett stimmt der westafrikanische Ausnahmekünstler zuletzt noch Miniyamba an. Das alte mündlich überlieferte Lied hat in all jenen Ländern Westafrikas Tradition, die einst zum Mande-Reich gehörten, das zu den wohlhabendsten und mächtigsten Imperien in der Geschichte Westafrikas zählt.
Damit geht ein faszinierend abwechslungsreicher Konzertabend zu Ende, in dem Momi Maiga über die Musik zeigt, wo er in der Welt überall zu Hause ist.
Antje Hollunder
Fellowship
»Die Kunst will von uns, dass wir nicht stehenbleiben« – L. v. Beethoven
Das Fellowship-Programm2023 hob das Beethovenfest ein Projekt aus der Taufe, mit dem in Bonn musikalische Zukunft erfunden wird: das Fellowship-Programm. Seitdem bietet das Festival Künstler:innen, Komponist:innen und Ensembles einen Freiraum für Experimente und Innovationen. Die Ergebnisse der mehrmonatigen Projektphasen werden im Festival präsentiert. Zusätzlich werden verschiedene Leuchtturm- und Sonderprojekte realisiert. Momi Maiga ist einer von insgesamt vier Fellows 2026.
Vokaltexte
Momi Maiga: Kaira
»Kaira« bedeutet »Frieden« auf Mandinka. Dieses Lied ist eines der ältesten in Momis Repertoire — ein traditionelles Gebet verwurzelt in der Mandinkatradition der Griots in Casamance, in vielen verschiedenen Versionen durch die Welt der Mandé über Generationen weitergegeben.
Laila ila ila, fama laila ila ila
Oh mein Gott
Kubena tumana Kaira
Alles entwickelt sich in seiner eigenen Zeit. Wir beten um Frieden.
Sontila alale djon disso Kaira ite wili sinoro narena
Wach auf. Lebe dein Leben in Frieden.
Ite wili sinoro, djaliba itema djali kema ite wili sinoro, narena
Wach auf. Die Griots singen für Frieden. Steht gemeinsam auf und heißt ihn willkommen.
Kora fola te sinola
Derjenige, der die Kora spielt, schläft nicht, er hält den Geist des Friedens am Leben.
Buray madja, yemmaro buray madja
Buray Madja ist ein afrikanischer Mann, der sich nach Frieden sehnt.
Ye toubabou kele
Mögen die Menschen von Europa auch den Frieden wählen anstatt den Krieg.
Wulé kurimani kasso golema toubabou keo djamani
Die Afrikaner streben nach Frieden. Die Europäer streben nach Frieden.
Kuma dansori dansori man alalong fa
Wer Gewalt wählt, hat Gott aus dem Blick verloren.
Imankusala morula, suassi ké imankusala morula
Wer in Frieden aufwächst, weiß nicht, wie man ein Messer führt.
Imankusala morula, suassi mussu, imankusala morula
Eine Frau, die in Frieden aufwächst, weiß nicht, wie man ein Messer führt.
Ah mouru golema, mouru soro mandi golema
Es gibt große und kleine Messer.
Ah moru golema mouru koleara golema
Lege das Messer nieder. Verschließe es sorgfältig und räume es weg, dass niemand verletzt wird.
Iman djigui iman yele suassi mouru goleara Kaira
Möge Frieden und Glück jedem Menschen gehören.
Laila ila ila, fama laila ila ila
Oh mein Gott.
Kubena tumana Kaira
Alles entwickelt sich in seiner eigenen Zeit. Wir beten um Frieden.
Momi Maiga: Casamance
Samayo lé
(Samayo: Traditionelle Maske der ethnischen Gruppe der Diola)
Birin nte tata tamola Casamanci yem meya le
Seit ich meine Heimat verlassen habe, vermisse ich Casamance.
Jambadon, Kankuran, Kumpolé, Samayo lé
(Jambadon: eine Zeremonie der Mandinka zur Feier der Rückkehr der Kinder aus dem heiligen Wald nach dem Übergangsritual von Junge zu Mann. Kankouran: eine Maske der Mandinka. Kumpo & Samayo: Masken der Diola)
Menta djé lé, nkaranta djé lé, nkuluta djé le, na musico karan djé le
Ich bin dort aufgewachsen, Ich habe dort gelernt, wurde dort erzogen, Ich habe dort Musik erlernt.
Casamanci le, bunia banko, Casamanci le, kaira bankolong
Casamance ist ein Land des Respekts, Casamance ist ein Land des Friedens.
Si djama la saté, mbe la saté ye ye
Land vieler Ethnien und Kulturen, es ist unser Land.
Djama djama akan meya le
Ich vermisse es oft.
Birin nte tata tamola Casamanci yem meya le
Seit ich meine Heimat verlassen habe, vermisse ich Casamance.
Jambadon, Kankuran, Kumpolé, Samayo lé
Menta djé lé, nkaranta djé lé, nkuluta djé le, na musico karan djé le
Momi Maiga: Mansani
Der Titel bezieht sich auf das Erbe der Cissé-Familie — eine der Griotfamilien der Welt der Mandé — und das Lied fungiert als ein Lobgedicht für dieses Erbe. Momi Maiga hat diesese traditionelle Stück mit einer Bulería verbunden, einer der rhythmisch komplexesten Formen des Flamenco.
Bitan bolontada Mansani cise,
Bitan bolontada Mansani Ciséee
Momi Maiga: Fonyo
»Fonyo« bedeutet »Wind« auf Mandinka. Das Lied symbolisiert seine belebende Kraft, gibt Hoffnung und neue Perspektiven. Es steht für eine Kritik an kolonialer Politik, die afrikanische Nationen beeinflusst, und spricht sich für nachhaltige Entwicklung aus. Es verkörpert einen Ruf nach Freiheit, um die Ketten der kolonialen Unterdrückung zu brechen und eine neue Ära der Gerechtigkeit für Afrika einzuläuten.
Fonyo ba fonyo ba le nata
Es ist ein Wind, ein starker Wind (der Wind der Veränderung)
Ntel la Afrique Africa
der Afrika erreicht hat.
Aling mbe nga kafu ngomma
Lasst uns zusammenstehen.
fo dakjha si ké,
Lasst uns unsere Kräfte vereinigen, damit Afrika erblühe.
Africain africainne yi yewlen
Afrikaner:innen, erhebt euch. Wacht auf.
Dagnu warra mom sugnu bopp
Wir müssen unser Schicksal in die Hand nehmen.
Djel le fi politicien yi bon yi
Lasst uns korrupte Anführer:innen verbannen, und diejenigen, die ihr Volk verraten
Ndakh Afrique meune nexx
damit Afrika wirklich gedeihen kann.
Ngellow bu bess mo warra souflé Africa
Damit Afrika der florierende Kontinent werden kann, der er immer sein sollte.
Kai kai kai, Kai kai kai
Kommt, kommt, kommt.
Momi Maiga: Kele
»Kele« ist eine Antikriegshymne, die den Dialog statt Gewalt fordert und dazu aufruft, unsere gemeinsame Menschlichkeit anzuerkennen. Sie erinnert eindringlich an die Zerbrechlichkeit des Friedens und die tragischen Folgen des Krieges.
Nte te kele la katu kele manyin nte te kele la
Kele manyin de
Kele ye kide kamale, Kele ye yanfo kamale, Kele ye diakalo kamale, Kele ye saya kamale, Kele ye badia tinyale
Eheeeee, Kele manyin de
A manyin de Kele ba a manyin de A manyin manyin manyin manyin de A manyin de Yo kele manyin manyin manyin
Momi Maiga: Mbolo
»Mbolo« bedeutet »Einheit« auf Mandinka. Das Lied schlägt musikalische Brücken zwischen senegalesischer Musik, Flamenco und Einflüssen des Mittelmeerraums. Es symbolisiert einen Schnittpunkt, wo scheinbar unterschiedlicher Kulturen sich bereichern.
Iye Malissadio, ba fulabe Malissa,
Malissadio, ba fulabe Malile
Momi Maiga: Kairo
»Kairo« bedeutet »Frieden« auf Mandinka. Diese majestätische Komposition ist der Titelsong des Albums und ist ein Gebet für den Weltfrieden. Der Titel bringt die tiefgründige Absicht auf den Punkt, die dem künstlerischen Ausdruck dieses Albums zugrunde liegt.
Kairo binala kairo ba nala Kairo binala kairo ba nala
Kaira, dua nion ye, Kaira, dua nion ye
Na Kaira, Na Kaira, dua nion ye, Na Kaira, Na Kaira, dua nion ye
Kairo binala kairo ba nala Kairo binala kairo ba nala
Sona Jobarteh: Meeya
»Meeya« (»Vermissen«)
In diesem Lied geht es um Gefühle der Liebe, die so tief sind, dass sie schmerzhaft wirken, und darum, wie sehr es wehtut, von jemandem getrennt zu sein, den man sehr liebt. Das Lied spielt auch auf erzwungene Trennungen durch soziale oder wirtschaftliche Gründe oder durch Pflichten an.
Sona Jobarteh: Musolou
»Musolou« (»Frauen«)
Das Lied feiert die unersetzliche Liebe der Mütter und dankt Frauen weltweit für ihre Opfer. Doch wie dankt die Gesellschaft ihnen? Frauen erfahren Unterdrückung, Gewalt und Stummheit. Der Appell richtet sich an alle: Männer müssen Jungen zu Respekt erziehen, Frauen einander unterstützen. Nur durch Bildung entsteht echte Gleichberechtigung.
N’tel mo wo monding, musoo le yeng wuluu
Hamadayaa loo ta musoo semboo le la
Al ning baara
Duniyaa musoolu, al mu sanoo le ti
Feng,
Musoo la kano la feng te laa la
Mmm, iye niyola
Purr ka saama hadamadingwolu tanka noo nyaameng
Al ning baara
Duniyaa musoolu n’ngaali buunyaa ye
N’be wassa la musoolu la nyaadi le?
Al la mool ye joo deema la, tanka la kuliyaa la noo ning silla jumaa
I’beh maroo le kono... je, je
I’kangwolu deyin di ta... je, je
I’bala jaatolu nama ta... je, je
Iye balool tilinbaliyaa
Afo n’nyeh moo sifaa jumaal
Wol le ka moolu torr-ra mennu iye naati nying duniyaa kono?
[Keloo ka aye]
Muso le kafuringwo
[Keloo ka aye]
Duniyaa moolu
[Keloo ka aye]
Ala ngayaa rangwo ye
[Keloo ka aye]
Musolou bee ye
Kewolu, faling watoo sii ta le
Kewolu, musoo marool maal semboo yita, bari al la lanfoo
Semboo fangwo
Wo lem nying ti ka nyoo maakoy
Siloo walang
Al ding kewol karandi
Yiro faa, i’baa dingwo faa la le
Musoolu
Al nyoo deama, faal si kutoo tey
Haasidiyaa
Alaa ke al jawoo ti
Ali al ding musool karandi
Purr ka bankoo yiriwandi
Fo nga banku dingwo bey parendi
[Keloo ka aye]
Muso le kafuringwo
[Keloo ka aye]
Duniyaa moolu
[Keloo ka aye]
Ala ngayaa rangwo ye
[Keloo ka aye]
Musolou bee ye
Musolou al na, a semben tunyaa baake
Musolou al na, eeeh
Musolou al na, al nyoo deema
Musolou al na, eeeh
Musolou al na, al kaney fonyo
Musolou al na, eeeh
Musolou al na, al loo nyoo la
Musolou al na, eeeh
Momi Maiga: Miniyamba
Dieses traditionelle Mandinkalied feiert das Land — die Erde, das Gebiet, den Ort von dem man stammt.
Miniyamba tungama lambelo,
saba miniamba saba ye kono lelo, saba miniamba
Miniyamba tunga ma lambe long
Saba miniyamba sava yé kono le long saba Miniyamba
Miniyamba, saba Miniyamba
Kubaleketa, koku le ketaa,
Kubaleketa, kubaleketa, kule ké, saba miniamba.
Miniyamba, saba Miniyamba
Wir danken den Mitgliedern des Freundeskreises
PATRON
Founding members Arndt and Helmut Andreas Hartwig
PLATINUM
Dr. Michael Buhr und Dr. Gabriele Freise-Buhr
Godesberg Gastronomie & Event GmbH
GOLD
LTS Lohmann Therapie-Systeme AG
Andrea und Ekkehard Gerlach
Hans-Joachim Hecek und Klaus Dieter Mertens
Dr. Thomas und Rebecca Ogilvie
Albert Tonger Immobilien e. K.
Braunschweiger Privatbank, Köln
SILVER
Maria und Christoph Bader
Bernd Böcking
Dr. Sigrun Eckelmann† und Johann Hinterkeuser
Dr. Stefanie Montag und Dr. Stephan Herberhold
Dr. Luciano und Ulrike Pizzulli
Julia Rabus und Mirko Klemm
Jannis Ch. Vassiliou und Maricel de la Cruz
ON THE RECOMMENDATION of our patrons Arndt and Helmut Andreas Hartwig
Tim Achtermeyer MdL
Judith und Tobias Andreae
Dr. Frank Asbeck und Susanne Birkenstock
Bettina Böttinger und Martina Wziontek
Anja Bröker
Philipp Buhr und Marie-Madeleine Zenker
Tim und Jessi Buhr
Katja Burkard und Hans Mahr
Claudia Cieslarczyk und Heiko von Dewitz
Rüdiger und Andrea Depkat
Guido Déus
Prof. Dr. Udo und Bettina Di Fabio
Walter Droege und Hedda im Brahm-Droege
Ralf und Antje Firmenich
Tobias Grewe und Dr. Jan Hundgeburth
Jörg Großkopf und Peter Daubenbüchel
Prof. Monika Grütters
Lothar und Martha Harings
Dr. Bernhard Helmich und Mai Hong
Dr. Eckart und Ulla von Hirschhausen
Dr. Sabine Hoeft und Thomas Geitner
Prof. Dr. Frank G. und Ulrike Holz
Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Brigitte Holzgreve
Martin Hubert und Martina und Martha Marzahn
Stephan und Sirka Huthmacher
Dirk und Viktoria Kaftan
Dr. Christos Katzidis MdL und Ariane Katzidis
Andrea, Tim und Jan Kluit
Dr. Eva Kraus
Dr. Markus Leyck Dieken und Peter Kraushaar
Peter und Katharina Limbourg
Nathanael Liminski MdL und Hanna Liminski
Horst und Katrin Lingohr
Marianne und Stefan Ludes
Dr. Peter Lüsebrink und Karl-Heinz von Elern
Michael Mronz und Markus Felten
Prof. Dr. Georg und Doris Nickenig
Dr. Solveig Palm
Alexandra Pape und Malte von Tottleben
Christian A. und Rita Rast
Hans-Arndt und Julia Riegel
Prof. Dr. Manuel und Aila Ritter
Matthias und Steffi Schulz
Moritz Seibert
Stephan Schwarz und Veronika Smetackova
Annette Schwolen-Flümann und Thomas Flümann
Prof. Walter Smerling und Beatrice Blank
Elisabeth Sobotka und Prof. Dr. Hans Peter Wehrli
Peter und Annette Storsberg
Prof. Burkhard und Friederike Sträter
Prof. Dr. Hendrik Streeck MdB und Paul Zubeil
Ulrich und Petra Voigt
Oliver und Diane Welke
Dr. Vera Westermann und Michael Langenberg
Dr. Matthias Wissmann und Francisco Rojas
Christian van Zwamen und Gerd Halama
BRONZE
Jutta und Ludwig Acker * Prof. Dr. Wolfgang Angerstein * Alexandra Asbeck * Dr. Rainer und Liane Balzien * Munkhzul Baramsai * Christina Barton van Dorp und Dominik Barton * Christoph Beckmanns * Prof. Dr. Christa Berg * Prof. Dr. Arno und Angela Berger * Christoph Berghaus * Klaus Besier * Ingeborg Bispinck-Weigand * Christiane Bless-Paar und Dr. Dieter Paar * Frank-Michael Böhle und Elvira Pietzka-Böhle * Dr. Ulrich und Barbara Bongardt * Anastassia Boutsko * Anne Brinkmann * Ingrid Brunswig * Lutz Caje * Gabriele und Robert Carl * Elmar Conrads-Hassel und Dr. Ursula Hassel * Ingeborg und Erich Dederichs * Geneviève Desplanques * Irene Diederichs * Michael Eckhardt und Birgit Wolter * Christel Eichen und Ralf Kröger * Elisabeth Einecke-Klövekorn * Dr. Martina Endepohls-Ulpe und Alexander Ulpe * Heike Fischer und Carlo Fischer-Peitz * Dr. Gabriele und Ulrich Föckler * Prof. Dr. Eckhard Freyer * Johannes Geffert * Silke und Andree Georg Girg * Dr. Helga-Maleen Gerresheim * Margareta Gitizad * Carsten Gottschalk * Ulrike und Axel Groeger * Marta Gutierrez und Simon Huber * Cornelia und Dr. Holger Haas * Sylvia Haas * Christina Ruth Elise Hendges * Renate und L. Hendricks * Peter Henn * Prof. Ingeborg Henzler und Dr. Mathias Jung * Heidelore und Prof. Werner P. Herrmann * Dr. Monika Hörig * Georg Peter Hoffmann und Heide-Marie Ramsauer * Dr. Francesca und Dr. Stefan Hülshörster * Karin Ippendorf * Angela Jaschke * Dr. Michael und Dr. Elisabeth Kaiser * Elisabeth und Rolf-Dieter Kaißer * Agnieszka Maria und Jan Kaplan * Dr. Hiltrud Kastenholz und Herbert Küster * Dr. Reinhard Keller * Dr. Ulrich und Marie Louise Kersten * Rolf Kleefuß und Thomas Riedel * Dr. Gerd Knischewski * Norbert König und Clotilde Lafont-König * Sylvia Kolbe * Sigrid Kümmerlein * Gisela Kunz * Dr. Hans Dieter und Ursula Laux * Ute und Dr. Ulrich Kolck * Manfred Koschnick und Arne Siebert * Lilith Matthiaß-Küster und Norbert Küster * Thea Kutzscher * Ruth und Bernhard Lahres * Renate Leesmeister * Gernot Lehr und Dr. Eva Sewing * Traudl und Reinhard Lenz * Florian H. Luetjohann * Moritz Magdeburg * Dr. Charlotte Mende * Heinrich Meurs * Heinrich Mevißen * Dr. Dr. Peter und Dr. Ines Miebach * Karl-Josef Mittler * Dr. Josef Moch * Esther und Laurent Montenay * Friedrich Wilhelm Moog und Vera Walther-Moog * Katharina und Dr. Jochen Müller-Stromberg * Dr. Nicola und Dr. Manuel Mutschler * Dr. Gudula Neidert-Buech und Dr. Rudolf Neidert * Gerald und Vanessa Neu * Lydia Niewerth * Wolfram Nolte * Mark und Rita Opeskin * Céline Oreiller * Dieter und Brigitta Penning * Carol Ann Pereira * Gabriele Poerting * Dr. Manfred und Dorothee van Rey * Ruth Schmidt-Schütte und Hans Helmuth Schmidt * Dr. Andreas und Bettina Rohde * Prof. Dr. Tilman und Astrid Sauerbruch * Ingrid Scheithauer * Monika Schmuck * Markus Schubert * Simone Schuck * Petra Schürkes-Schepping * Dr. Manfred und Jutta von Seggern * Prof. Dr. Norma Selve * Prof. Dr. Wolfram Steinbeck * Dr. Andreas Stork * Michael Striebich * Dr. Corinna ten Thoren und Martin Frevert * Verena und Christian Thiemann * Dr. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. Bernd Voigt * Hermann und Bettina Ude * Katrin Uhlig * Carrie Walter und Gabriel Beeby * Susanne Walter * Aino Ritva Weyers und Nadeem Hajouj * Ruth Winterwerp-van den Elzen und Jürgen Winterwerp * Dr. Bettina und Dr. Matthias Wolfgarten
YOUNG FRIENDS
Iklim Arikan * Linda Dahn * Lasse Frings * Ricci Frosio * Lin Golenia * Emilia Hecke * Victoria Emilia Holz * M Hornauer * Zsolt Máté Kiss * Jonas Kotulla * Marie Meißner * Felix Mennicken * Linus Neunkirchen * Felix Schuck * Hannah Speckmann * Charlotte Speckmann * Nelly Sophia Stach * Till Steinert * Johanna von Bargen * Florens Windelen * Yolanda Winter * Akichika Yukawa * Tom Ziese
Biografien
Momi Maiga, Kora, Gesang & Komposition
Momi Maiga ist ein virtuoser Kora-Spieler, fesselnder Sänger und autodidaktischer Komponist, der für seine Sensibilität und die Fähigkeit, Jazz, Flamenco und klassische Einflüsse zu verbinden, gefeiert wird. Er singt hauptsächlich in den Sprachen Mandinka und Wolof und seine Texte behandeln universelle Themen wie Migration, Bildung und soziale Gerechtigkeit.
Maiga wurde im Süden Senegals geboren und gehört zur Griot-Musikerfamilie Cissokho. Seit seiner Kindheit ist er von den musikalischen Traditionen Westafrikas geprägt und verkörpert dieses jahrhundertealte Erbe, während er ihm seine eigene zeitgenössische Stimme verleiht. Mit sechs Jahren begann er, Kora zu spielen, und erlangte aufgrund seines Talents schnell Bekanntheit.
Maiga lebt in Spanien und hat sich als Bandleader, Sänger und Komponist international einen Namen gemacht. Mit seinen beiden Alben Nio (2022) und Kairo (2024) tourte er ausgiebig durch ganz Europa. Zudem arbeitete er mit renommierten Künstler:innen wie Jordi Savall, Youssou N’Dour, Amaro Freitas und Silvia Perez Cruz zusammen.
Aleix Tobías, Schlagzeug & Percussion
Aleix Tobías ist Perkussionist, Schlagzeuger, Sänger und Komponist und eine der vielseitigsten Persönlichkeiten der katalanischen Musikszene. Seine Karriere ist eng mit Roots-Musik, iberischer Percussion, Weltmusik und zeitgenössischem Schaffen verbunden. Als Gründer von Coetus, dem iberischen Percussion-Orchester, hat er mit Künstler:innen wie Marco Mezquida, Sílvia Pérez Cruz, Aziza Brahim, Judit Neddermann, Eliseo Parra, Maria del Mar Bonet und Raúl Rodríguez zusammengearbeitet. In Momi Maigas Quartett schafft er mit seinem rhythmischen Instrumentarium Energie, Tiefe und eine organische Verbindung zwischen afrikanischer Tradition, dem Mittelmeerraum und zeitgenössischen Musiksprachen.
Ramon Rodríguez, Violine & Gesang
Ramon Rodríguez ist Geiger, Lehrer und Komponist und engagiert sich in Projekten der zeitgenössischen Musik und der Roots-Musik. Er ist Teil des künstlerischen Universums von Momi Maiga, wo seine Geige und seine Stimme einen melodischen und ausdrucksstarken Klang beisteuern, der mit der Kora, der Percussion und dem Cello in Dialog tritt. Außerdem entwickelt er gemeinsam mit Elisabeth Pons das Projekt Espora, ein persönliches künstlerisches Konzept, das seine kreative Seite sowohl als Interpret als auch als Komponist unterstreicht. Sein Schaffen verbindet kammermusikalische Sensibilität, gemeinsames Hinhören und eine offene Haltung gegenüber musikalischen Experimenten.
Marçal Ayats, Violoncello & Gesang
Marçal Ayats ist Cellist, Komponist, Arrangeur und Pädagoge mit einer breit gefächerten Karriere, die von Kammermusik über Roots-Musik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen reicht. Er ist Mitglied des Quartetts Brossa, mit dem er musikalische Sprachen verbindet. 2023 erhielt das Ensemble für Les Transformacions den Alícia-Preis für die beste Tonträgerproduktion. Im Laufe seiner Karriere hat Marçal Ayats mit renommierten Künstler:innen und verschiedenen Orchestern u. a. bei verschiedenen Bühnenprojekten zusammengearbeitet, zum Beispiel der Sängerin Rosalía. Im Quartett von Momi Maiga verleiht sein Cello dem Dialog zwischen Kora, Percussion und Gesang Lyrik, Tiefe und eine wesentliche kammermusikalische Dimension.
Adama Foune Cissokho, Gesang
Adama Cissokho ist eine in Dakar geborene senegalesische Sängerin und Erbin einer langen Griot-Tradition – den Hüter:innen des mündlichen und musikalischen Gedächtnisses Westafrikas. Ihre tiefe, ausdrucksstarke Stimme verbindet die Wurzeln der Mandinka-Musik mit zeitgenössischer Sensibilität und macht den Gesang zu einer Brücke zwischen Erinnerung, Emotion und Gemeinschaft. Als Mutter von Momi Maiga und eine zentrale Figur der Mandé-Kultur bringt Adama Cissokho eine intime und kraftvolle Präsenz auf die Bühne, geprägt von mündlicher Überlieferung, familiärer Verbundenheit und der spirituellen Kraft traditioneller Lieder.
Sona Jobarteh, Kora
Sona Jobarteh ist eine Kora-Virtuosin, Sängerin und Komponistin. Sie ist die erste professionelle weibliche Kora-Virtuosin, die aus einer der westafrikanischen Griot-Dynastien stammt.
Jobarteh studierte klassische Komposition und belegte Kurse für Cello, Klavier und Cembalo. Ihre Musik kombiniert die Bewahrung ihres kulturellen Erbes mit einem modernen Stil, der ein Publikum aus aller Welt anspricht. Sie ist bekannt für ihr spielerisches Können, ihre unverwechselbare Stimme, mitreißenden Melodien und ihre Anmut auf der Bühne. Durch ihre Arbeit als Sängerin in Filmen sowie durch internationale Auftritte auf Festivals und renommierten Veranstaltungsorten erlangte sie rasch internationalen Erfolg.
Als Gründungsdirektorin der Gambia Academy engagiert Sona Jobarteh sich für humanitäre Arbeit in den Bereichen soziale Entwicklung und Bildungsreform auf dem afrikanischen Kontinent. Dieses Engagement macht sie zu einer Sozialaktivistin, Rednerin und Wegbereiterin, welche zu Vorträgen in aller Welt eingeladen wird. Weiterhin ist sie Wissenschaftlerin auf den Gebieten der Mande-Musik, Geschichte und Sozialanthropologie und legt einen Fokus auf eine kritische Hinterfragung gängiger Sichtweisen in den Afrikastudien.
Karen Lugo, Tanz
Die mexikanische Flamencotänzerin und Choreografin Karen Lugo verfügt über ein tiefes Verständnis für die Tradition und begegnet ihr mit großem Respekt. Sie kollaboriert international mit Kompanien und Künstler:innen, unter anderem Jorge Pardo, Amir Haddad und Hans Zimmer.
Sie inszeniert sowohl Solo- als auch Gemeinschaftsproduktionen, nimmt an Festivals teil und ist Gastchoreografin. Ihre bisherige Arbeit umfasst zum Beispiel AMORENTE, Golpe de Tierra oder auch Tres Piezas. Mit Unterstützung des Nationalen Systems für Kunstschaffende in Mexiko begann sie eine neue Phase künstlerischer Forschung für die Entstehung ihres neuesten Werks, El Ombligo de la Luna.
Derzeit ist sie als Gast-Leiterin für die Flamenco Vivo Company (Carlota Santana, New York) und das Flamenco Nómada Festival (Genf) tätig. Außerdem arbeitet sie als Choreografin und Tänzerin in den Produktionen Caminos von Juan Gómez »Chicuelo«, IO (mit Aleix Tobias, Momi Maiga, Carles Dénia und Guillem Aguilar) sowie CAYANA von Anna Colom.
Aly Keïta, Balafon
Aly Keïta wurde in Abidjan (Elfenbeinküste) geboren und erlernte das Balafonspiel von seinem Vater, einem Mandingo-Griot. Später zog er nach Mali und setzte dort die Familientradition des Instrumentenbaus und -spiels fort. Schon mit 18 Jahren tourte er weltweit, fusionierte seine Musik mit dem Jazz und trat mit namhaften Künstler:innen auf.
Als Nachfolger des Meisters Kélétiguy Diabaté entwickelte Keïta das erste chromatische Balafon und etablierte das traditionell begleitende Perkussionsinstrument als Soloinstrument. Seine akustischen, technischen und visuellen Innovationen setzten neue Maßstäbe für nachfolgende Generationen. Der international anerkannte Musiker arbeitete mit Größen wie etwa Omar Sosa, Joe Zawinul, Jan Garbarek und dem Hans Lüdemann Trio Ivoire zusammen und nahm mehrere kollaborative, experimentelle Alben auf.
Heute lebt Aly Keïta in Berlin, wo er musikalische Welten verbindet. 2022 erhielt er den Deutschen Jazzpreis. Zuletzt veröffentlichte er mit seinem Berliner Trio das Album Balafon Evolution (2026).
Sorvina, Spoken Word
Sorvina ist eine in New York geborene und in Berlin lebende Künstlerin, deren Musik im Geschichtenerzählen verwurzelt ist und von Bewegung, Erinnerung und Identität geprägt wird. Ihr Sound verbindet Jazz, Rap, Neo-Soul, Gospel und alternativen Hip-Hop miteinander. Durch diese Grenzverwischung schafft Sorvina Songs, die sich zugleich persönlich und übergreifend anfühlen. Sie schöpft aus der emotionalen Kraft gelebter Erfahrungen und lädt die Zuhörenden dazu ein, sich in ihren Worten wiederzufinden.
In ihren Live-Auftritten bringt sie eine magnetische Energie auf die Bühne. Sie verbindet lyrische Komplexität mit gefühlvollem Vortrag, Humor mit Verletzlichkeit und Groove mit zum Nachdenken anregender Erzählkunst. Inspiriert von der Dynamik Schwarzer Musiktraditionen und dem Rhythmus ihrer eigenen Reise, beschäftigt sich Sorvina mit Themen wie Selbstfindung, Queerness, Heilung und Freude. Jeder Track ist eine Geschichte in Bewegung, fundiert in poetischen Details und vorgetragen mit einer Stimme, die unverkennbar ihre eigene ist.
Yazz Ahmed, Trompete
Yazz Ahmed eine mit dem Ivor Novella Award ausgezeichnete Komponistin und Trompeterin. Ihre Karriere ist durch Zusammenarbeiten mit Radiohead, Arturo O’Farrill und Obongjayar geprägt. Aufträge erhielt sie von Blue Note Records, Adult Swim und WOMAD. Mit ihren Ensembles ist sie weltweit auf Festivals und in Konzerthäusern zu erleben, etwa den Londoner Sälen Barbican oder Queen Elizabeth Hall.
Mit ihren Alben La Saboteuse (2017) und Polyhymnia (2019) erntete sie zahlreiche begeisterte Kritiken. Yazz Ahmeds viertes Album, A Paradise in the Hold, taucht tiefer in ihre gemischte kulturelle Herkunft ein und ist inspiriert von traditioneller Musik und Geschichten ihrer Kindheit. Downbeat Magazine benannte sie 2020 als eine Künstlerin, welche bereit sei, die Zukunft des Jazz im nächsten Jahrzehnt zu prägen.
Chor des Collegium musicum Bonn
Die Tradition des Collegium musicum Bonns als Teil der Bonner Universitätsensembles reicht zurück bis zu seiner Gründung durch Prof. Dr. Emil Platen im Jahr 1953. Der Chor, seit 2023 von Barbara Buncic geleitet, besteht aus etwa 140 aktiven Mitgliedern. Der Schwerpunkt des Musizierens liegt vor allem auf oratorischen Werken.
In den letzten Jahren standen Stücke wie Rossinis Petite Messe solennelle, Bachs Magnificat, Jenkins The Armed Man und Orffs Carmina Burana auf dem Programm. Ein besonderes Highlight waren Aufführungen der Misa Tango von Martín Palmeri, der den Chor selbst am Klavier begleitete, eine Kooperation mit dem Orchester des Collegium musicum für Mendelssohns Elias, oder Brahms Deutsches Requiem mit dem World Doctors Orchestra unter anderem in der Kölner Philharmonie.
Konzertreisen führten den Chor in den letzten Jahren beispielsweise mit einem reinen A-cappella-Programm zum Prague Choral Summer Meeting oder nach Paris, u. a. mit den Chichester Psalms von Bernstein. Im Januar 2027 wird der Chor mit Händels Messiah zu hören sein.
Ensemble Resonanz
Mit Spielfreude, Neugier und künstlerischer Eigenständigkeit zählt das Ensemble Resonanz zu den weltweit vielseitigsten Kammerorchestern. Das demokratisch organisierte, 21-köpfige Streichorchester arbeitet ohne feste Leitung und setzt klassisches Repertoire in Dialog mit zeitgenössischer Musik.
Wichtige Impulse setzen künstlerische Partner wie Riccardo Minasi (»Principal Guest Conductor & Partner in Crime«) sowie Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras. Das Ensemble arbeitet regelmäßig mit namhaften Solist:innen zusammen und bringt neue Werke internationaler Komponist:innen zur Uraufführung.
Seit Eröffnung der Elbphilharmonie ist das Ensemble dort Residenzorchester und prägt mit der Reihe »resonanzen« das Hamburger Musikleben. In St. Pauli betreibt es zudem den resonanzraum – einen europaweit einzigartigen Clubraum, der Klassik mit Clubkultur, Elektronik und Diskurs verbindet. Über Hamburg hinaus gastiert das Ensemble auf internationalen Festivals und in führenden Konzerthäusern weltweit.
Konzertempfehlungen
Festival-Miteinander
Festival-Miteinander
Wir – das Beethovenfest Bonn – laden ein, in einem offenen und respektvollen Miteinander Beethovenfeste zu feiern. Dafür wünschen wir uns Achtsamkeit im Umgang miteinander: vor, hinter und auf der Bühne.
Für möglicherweise auftretende Fälle von Grenzüberschreitung ist eine interne Ansprechstelle erreichbar für Publikum, Künstler:innen und Mitarbeiter:innen.
Wir sind ansprechbar über eine Telefon-Hotline (+49 228 2010321, im Festival täglich von 13–21 Uhr) oder per E-Mail (awareness@beethovenfest.de).
Werte und Überzeugungen unseres Miteinanders sowie weitere externe Kontaktmöglichkeiten können hier auf unserer Website aufgerufen werden.
Das Beethovenfest Bonn 2026 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.
Programmheftredaktion:
Sarah Avischag Müller
M Hornauer
Die Texte von Antje Hollunder sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.




























