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  • Beethoven Frühling
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Di 22.9.2026

19.30 Uhr, Beethoven-Haus Bonn

Rothko String Quartet

  • Kammermusik
  • Vergangene Veranstaltung
  • € 29
Ein Streichquartett spielt in einem dunklen Raum, umgeben von sitzendem Publikum. Stimmungsvolle Lichter beleuchten die Musiker von oben.
Rothko String Quartet © Diana Lim

Mitwirkende

  • Rothko String Quartet
    • Joosten Ellée Violine
    • Skaistė Dikšaitytė Violine
    • Marc Kopitzki Viola
    • Jakob Nierenz Violoncello

Programm

Florence Price
Five Folk Songs in Counterpoint
Coleridge-Taylor Perkinson
Streichquartett Nr. 1 »Calvary«
Jessie Montgomery
Break Away
Joseph Bologne Chevalier de Saint-Georges

Quartetto Concertans Nr. 5 G-Dur

Eleanor Alberga
Streichquartett Nr. 2

Auf einen Blick

Was erwartet mich?

Das Rothko String Quartet stellt fünf Schwarze Komponist:innen verschiedener Epochen vor – mit Wort und Musik.

Wie klingt das?
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Beschreibung

Schwarze Komponist:innen aus drei Jahrhunderten: Das innovative Rothko String Quartet präsentiert fünf spannende Persönlichkeiten. Joseph Bologne Chevalier de Saint-Georges, Geigenvirtuose und Fechtmeister, glänzte im Frankreich des 18. Jahrhunderts auch als Pionier der noch jungen Streichquartett-Gattung. Florence Price verwob in den USA des mittleren 20. Jahrhunderts Spirituals in ihr Werk – eines von ihnen griff auch der amerikanische Dirigent und Komponist Coleridge-Taylor Perkinson in seinem Quartett auf. Die heute einflussreiche britische Komponistin Eleanor Alberga steht mit ihrem Quartett in der Tradition von Bartók und Schostakowitsch. Jessie Montgomery aus den USA ermöglicht dem Ensemble, sich vom Notentext zu lösen.

Das vielschichtige Programm erläutern Künstler:innen des in Lüneburg gegründeten Rothko String Quartet im Konzert selbst – vorab verraten sie: »Dieser Abend liegt uns ganz besonders am Herzen: 250 Jahre Musikgeschichte, ein Beitrag zu einem neuen Kanon, einer neuen Kathedrale des Streichquartetts – mit breiterer Perspektive! Denn für uns gehört es nach wie vor zu den spannendsten Besetzungen ›ever‹, zeitlos und unendlich facettenreich.«
 

Konzertmitschnitt durch den WDR. Der WDR sendet es am 19.11.2026.

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    • Ein Mann spielt das Violoncello in einem Konzert. Sein Rücken ist zur Kamera, und sein Kopf ist nach rechts gedreht, sodass sein Gesicht im Profil ist.
      5 Fragen an ...
      Jakob Nierenz vom Rothko String Quartet
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    Ein Streichquartett spielt in einem dunklen Raum, umgeben von sitzendem Publikum. Stimmungsvolle Lichter beleuchten die Musiker von oben.

    Digitales Programmheft

    Di 22.9.

    19.30 Uhr, Beethoven-Haus Bonn

    Rothko String Quartet

    Mitwirkende

    Rothko String Quartet

    Joosten Ellée Violine
    Skaistė Dikšaitytė Violine
    Marc Kopitzki Viola
    Jakob Nierenz Violoncello 

    Programm

    Florence Price (1887–1953)
    aus Five Folk Songs in Counterpoint

    I. »Calvary«
    III. »Drink To Me Only With Thine Eyes«
     

    Coleridge-Taylor Perkinson (1932–2004)
    Streichquartett Nr. 1 »Calvary«

    I. Allegro
    II. Adagio
    III. Rondo: Allegro vivace
     

    Jessie Montgomery (*1981)
    Break Away

    I. Lilting
    II. Song Bird
    III. Smoke
    IV. Quick Pass
    V. Break Away
     

    Florence Price
    aus Negro Folk Songs in Counterpoint

    I. »Go Down, Moses«
     

    Florence Price
    aus Five Folk Songs in Counterpoint

    V. »Swing Low Sweet Chariot«
     

    Joseph Bologne Chevalier de Saint-Georges (1756–1799)
    Quartetto Concertans Nr. 5 G-Dur

    I. Allegro assai 
    II. Gratioso 
     

    Eleanor Alberga (*1949)
    Streichquartett Nr. 2

    Über den Konzertabend

    Konzertdauer: ca. 80 Minuten ohne Pause

    Zusätzlich zu Blumen schenken wir den Künstler:innen Blüh-Patenschaften, mit deren Hilfe in der Region Bonn Blumenwiesen angelegt werden.

    Für ein ungestörtes Konzerterlebnis bitten wir Sie, auf Foto- und Videoaufnahmen zu verzichten.

    Rundfunkmitschnitt

    Medienpartner

    Das Konzert findet im Rahmen der Kulturpartnerschaft mit dem Westdeutschen Rundfunk statt und wird vom WDR aufgezeichnet. Der WDR sendet es am 19.11.2026 im WDR3.

    Einleitung

    Nach Hause kommen heißt Erinnern

    Wer nicht gerade Musikwissenschaft studiert hat, denkt bei dem Wort ›Kanon‹ vermutlich als erstes an das gemeinsame, oft etwas klägliche, versetzte Singen von Liedern wie Bruder Jakob oder Oh du Fröhliche. Musikhistorisch hingegen meint der Kanon die ›All-Time-Hits‹ der ›klassischen‹ Musik – also den Stücken, die immer wieder, ständig und exklusiv, durch die Jahrzehnte hindurch und hinweg, erlernt, gespielt und aufgeführt werden. Bach, Beethoven, Mozart und Co., die immer gleichen Namen, die immer gleichen Gesichter – die Etablierten, die ›Genies‹ – kurz: die weißen Männer, die haben’s drauf (so der Kanon). Das Rothko Quartet hat es sich zur Aufgabe gemacht, besagten Kanon mit voller Kraft voraus aufzubrechen. Platz zu schaffen für diejenigen, denen bis dato kein Zuhause im Mainstream-Repertoire zuteilwurde. In ihrem heutigen Programm spielen sie ausschließlich Musik Schwarzer Komponist:innen. Freuen Sie sich auf einen 250 Jahre überspannenden kammermusikalischen Ohrenschmaus der Spitzenklasse.

    Interview: Jakob Nierenz

    Ein Plädoyer fürs Zuhören – Im Gespräch mit Jakob Nierenz

    Julia Grabe: »Ah ja, das ist von einem:r Schwarzen Komponist:in, aber das ist trotzdem wirklich gute Musik!«, heißt es oft, als wäre das ein Ding der Unmöglichkeit. Als Schwarze Person, als Frau und insbesondere als Schwarze Frau ernst genommen zu werden und dieselbe Anerkennung und Erinnerungen an das eigene musikalische Werk zugestanden zu bekommen, wie als weiße Person, insbesondere als weißer cis-Mann, scheint historisch betrachtet ein Ding der Unmöglichkeit. 

    Jakob Nierenz: Es ist wirklich Wahnsinn... Unsere Kultur, wie wir über Komponist:innen allgemein sprechen – wo vom Genie gesprochen wird und wo nicht – ist alles höchst fragwürdig und drückt sich dann in so etwas aus, wenn man ein Konzert mit Schwarzen Komponist:innen macht und keiner sie kennt. 

    Musstest du persönlich auch schon Erfahrungen mit diesem Druck machen, immer einen Schritt mehr gehen zu müssen, um am selben Ziel anzukommen? 

    Schwer für mich zu sagen, weil ich super dankbar bin für alles, was ich mache und dass ich überhaupt in der Position bin, dass ich so ein Programm bei einem großen Festival mit meinem Quartett spielen darf. Von daher will ich mich da nicht beschweren, aber ich kann das nachempfinden. Und habe das auch schon gefühlt – ja, das ist normal. Es bleibt enorm, das ganze Rassismusthema. Ich glaube, dass den meisten nicht bewusst ist, wie verheerend es ist.

    Für mich als Musiker hat es sich also sehr sinnvoll angefühlt, zu sagen, ich will Experte auf dem Gebiet sein. Ich will Schwarze Komponist:innen kennen, lebend oder tot. Und ich will die Musik präsentieren. Es fühlt sich immer sehr erfüllend an, als Künstler mit dem Programm Aussagen zu treffen. Wir haben das Glück, das jetzt auch in Bonn machen zu dürfen, um dem Publikum einen neuen Gesprächsraum zu eröffnen.

    Jakob Nierenz © Dovile Sermokas

    Gab es Herausforderungen für euch bei der Erarbeitung des Programms?

    Die Musik von Florence Price ist wahnsinnig farbenreich, zwischen Wagner und Debussy. Alles scheint ganz leicht, aber die Instrumentierung ist sehr vielschichtig. Es dauert, da den richtigen Sound und das richtige Pacing, das richtige Tempo zu finden. Es gibt einfach keine Aufführungspraxis, an der man sich orientieren kann. Das macht es spannend, weil die Musik, die sie schreibt so unglaublich dicht werden kann. Sich in diesem Dickicht noch transparent zu bewegen und alles durchzuhören, das ist allerdings sehr herausfordernd. So simpel ihre Musik vielleicht klingen mag, ich finde es richtig schwer. 

    Gab es Besonderheiten, die euch bei der Arbeit mit diesen Stücken aufgefallen sind?

    Ich muss sagen, was ich als Schwarze Person bei all diesen Komponist:innen fühle, ist ein Bezug zur nicht-europäischen-Kultur. Da gibt es Themen aus Spirituals. In Eleanor Albergas Musik spürt man karibische Elemente. Die Identität ist Teil dieser Stücke, würde ich sagen. Das finde ich auch so spannend, dass es für alle Komponist:innen irgendwie darum geht, Schwarze Kultur zu präsentieren und wirklich in den Konzertsaal zu bringen.

    Einführung

    Spirituals

    Wer aufmerksam das Programm gelesen hat, dem ist aufgefallen, dass zwei Stücke am heutigen Abend den Titel »Calvary« tragen (dt. Kalvarienberg, der Hügel, an dem Jesus gekreuzigt wurde). Auch wenn die Versionen von Florence Price und Coleridge-Taylor Perkinson musikalisch kaum unterschiedlicher sein könnten, teilen sie sich doch einen gemeinsamen Ursprung: das sogenannte Black Spiritual »Calvary«.

    Diese Gattung stammt aus den Zeiten der Sklaverei und steht damit für den dunklen Teil der Geschichte, in dem Menschen kein eigenes Zuhause haben und ihrem eigenen Zuhause gewaltsam entrissen wurden – trauriger Teil des diesjährigen Festivalmottos »Nach Hause/Daheim«. Parallel zur Kolonialisierung des nordamerikanischen Kontinents durch europäische Einwander:innen zu Beginn des 17. Jahrhunderts begann die brutale Verschleppung und Versklavung von Menschen aus Afrika im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia. Auf großen Plantagen, vor allem in den Südstaaten, wurden Schwarze Menschen in Scharen zu Zwangsarbeiter:innen degradiert. Bis 1860 waren es etwa vier Millionen, die Opfer dieser Verbrechen der Kolonialist:innen wurden. 1865 wurde die Sklaverei in den USA offiziell abgeschafft – bis heute finden sich noch Spuren und Überreste im Land.

    1750 begannen die europäischen Einwander:innen die religiöse Bekehrung der versklavten Menschen zum Christentum. Bei mehrtägigen Zusammenkünften hunderter Menschen verschiedener Glaubenszugehörigkeiten, sogenannten ›camp-meetings‹, entstanden dabei neue geistliche Lieder: Spirituals, abgeleitet vom englischen »spirit«, auf Deutsch (heiliger) Geist. Daraus entwickelten sich zwei ähnliche, aber doch von Grund auf verschiedene Formen – Schwarze, damals abwertend »Negro-Spirituals« genannte Gesänge und Hymnen der weißen Bevölkerung. 

    Distinktive Charakterzüge der Schwarzen Spirituals waren etwa umgangssprachliche Texte sowie musikalische Besonderheiten, etwa Synkopen (gegen den Takt verschobene Akzente), Blues-Terzen oder Blues-Septimen (charakteristische Tonschritte, die leicht von der Standard-Stimmung abweichen) und das Praktizieren des Call & Response-Prinzips, bei dem ein:e Vorsänger:in eine Zeile vorsingt und die Gemeinde diese wiederholt oder mit einer anderen dazu passenden antwortet. Inhaltlich beschäftigten sich die Spirituals häufig mit Geschichten aus dem Alten Testament, welche mit Erfahrungen der versklavten Menschen verknüpft wurden. 

    Neben den Spirituals entstand im 19. Jahrhundert die heutzutage bekanntere Gattung der Gospel-Songs, welche auf den Evangelien des Neuen Testaments basieren. Während das Komponieren von Gospel-Songs bis heute fortgeführt und weiterentwickelt wird, wurde das Schreiben der Spirituals Ende des 19. Jahrhunderts eingestellt. In den 1930er-Jahren wurden sie als Widerstandssymbol in Europa populär.

    Ein Streichquartett spielt in einem dunklen Raum, umgeben von sitzendem Publikum. Stimmungsvolle Lichter beleuchten die Musiker von oben.
    Rothko String Quartet © Diana Lim

    Die Werke

    Florence Price

    Five Folk Songs in Counterpoint
    Zahlen und Fakten

    Dauer: 19 Minuten

    Komposition: ca. 1951 

    Anmerkung: Ursprünglicher Titel Negro Folksongs in Counterpoint. Aus dieser Fassung spielt das Rothko Quartet zusätzlich den ersten Satz »Go Down, Moses«. Die verschiedenen Fassungen entstanden zwischen 1949 und 1951, Price könnte die Komposition allerdings schon vorher begonnen haben.

    Florence Price war sich der strukturellen Hürden bewusst, denen sie als Schwarze Komponistin und Frau begegnete, und kämpfte zeitlebens um Anerkennung. Obwohl sie zu Lebzeiten nur begrenzten Erfolg hatte, unterstützten Dirigenten wie Frederick Stock ihre Arbeit und trugen dazu bei, ihr Werk für spätere Generationen zu bewahren. Ein Großteil ihres Œuvres galt lange als verschollen und wurde erst 2009 wiederentdeckt, darunter bedeutende Orchesterwerke.

    Das eröffnende Stück basiert auf dem Black Spiritual Calvary aus den Südstaaten der USA. Die zweite Nummer greift Clementine auf, eine Ballade, die nach dem Bürgerkrieg Ende des 19. Jahrhunderts in San Francisco große Beliebtheit erlangte und bis heute häufig von Chören an amerikanischen Colleges gesungen wird. Drink To Me Only With Thine Eyes wurde wenige Tage vor der amerikanischen Revolution von Siedler:innen an der Ostküste gesungen; der Text stammt aus dem Jahr 1616 von Ben Jonson, während die Herkunft der Melodie unbekannt ist. Heute ist das Lied als Volkslied weit verbreitet. Die vierte Nummer basiert auf mehreren Volksliedern. Die fünfte und letzte Nummer ist Swing Low, Sweet Chariot, ein sehr bekanntes und beliebtes Schwarzes Volkslied.

    Colridge-Taylor Perkinson

    Streichquartett Nr. 1 »Calvary«
    Zahlen und Fakten

    Komposition: 1956

    Colridge-Taylor Perkinson fand: »Jazzmusik ist das zeitgenössische Pendant zu Kammermusik«

    Colridge-Taylor Perkinson war Teil einer Gruppe junger aufsteigender Schwarzer Komponist:innen in den USA in den 1950er-Jahren, u. a. mit Thomas Jefferson Anderson (*1928), die alle ein ähnlicher Hintergrund prägte: Sie erlernten bereits im Kindesalter ihre Instrumente, spielten während ihrer Jugend in Jazzensembles und begannen sowohl Arrangements für ihre Ensembles als auch Eigenkompositionen anzufertigen. Sie inkorporierten vielfältige Elemente aus der Schwarzen Musiktradition, kombinierten sie nach Lust und Laune mit afroamerikanischen sowie europäischen Formen und Stilen wie Aleatorik (Zufallsmusik), serieller Musik und weiteren.

    Perkinson beschreibt sein Streichquartett »Calvary« als ein Werk, das aus persönlicher Erfahrung heraus entstand, ohne bewusst auf ›Schwarze‹ Identität abzuzielen. Er war ein genreübergreifender Komponist mit Verbindungen zur Jazz- und Popwelt und arbeitete mit bedeutenden Künstler:innen zusammen. Das Werk wurde 2020 im Kontext der Würdigung Schwarzer Komponisten aufgeführt.

    Jessie Montgomery

    Break Away
    Zahlen und Fakten

    Komposition: 2013

    Geschrieben für: PUBLIQuartet (PQ) in 2013 für die Uraufführung beim Music of Now festival im Symphony Space.

    Uraufführung: 2013

    Jessie Montgomery ist eine mit GRAMMY-Award ausgezeichnete Komponistin, Violinistin und Lehrerin. Mit »Break Away« kombiniert sie komponierte und improvisierte Elemente basierend auf stilübergreifenden Experimenten des PUBLIQuartet. Es ist als fünfsätziges Werk angelegt, in dem sich feste Partitur und freie Improvisation ständig überlagern und weiterentwickeln. Jeder Satz hat eine eigene musikalische Idee, die von Webern-inspirierter Struktur bis hin zu jazz- und improvisationsbasierten Ansätzen reicht.

    Ein Mann spielt das Violoncello in einem Konzert. Sein Rücken ist zur Kamera, und sein Kopf ist nach rechts gedreht, sodass sein Gesicht im Profil ist.
    Jakob Nierenz © Beethovenfest Bonn

    Joseph Bologne Chevalier de Saint-Georges

    Quartetto Concertans Nr. 5 G-Dur
    Zahlen und Fakten

    Komposition: 1777 (alle)

    Gut zu wissen: Nr. 5 von 6 Quartetto Concertans, davon nur Quartett Nr. 2 in (g-)Moll, sonst alle in Dur

    Geboren als unehelicher Sohn einer versklavten Frau und eines französischen Kolonialisten wurde Joseph Bologne Chevalier de Saint-Georges von seinem Vater offiziell anerkannt und kam gemeinsam mit seinen Eltern nach Paris, wo man ihm eine vielversprechende Zukunft eröffnen wollte. Bologne entwickelte sich zu einer der herausragenden Persönlichkeiten seiner Zeit: Neben seiner Tätigkeit als Komponist war er ein virtuoser Geiger und ein Fechter von Weltrang. Heute wird er häufig aufgrund seines musikalischen Stils als »Schwarzer Mozart« bezeichnet, wobei man davon ausgehen kann, dass die Beeinflussung der künstlerischen Entwicklung eher in die andere Richtung geschah.

    Eleanor Alberga

    Streichquartett Nr. 2
    Zahlen und Fakten

    Komposition: 1994

    Dauer: 14’30

    Auftragskomposition für The Smith Quartet

    Uraufführung: 1994 beim Greenwich Festival von The Smith Quartet

    Gut zu wissen: Nr. 2 von 3 Quartetten Albergas, besteht aus nur einem Satz, während ihr erstes aus drei und ihr drittes aus vier Sätzen besteht; Alberga bezeichnet das Werk als »gestauchte Sonatenform«.

    Eleanor Alberga wurde in Kingston (Jamaika) geboren und zeigte bereits früh Interesse an Musik, zunächst als Pianistin und später als Komponistin. Nach ihrer Ausbildung in Jamaika studierte sie an der Royal Academy of Music in London und war zunächst als Konzertpianistin tätig, bevor sie sich ab 2001 vollständig der Komposition widmete. Ihre Werke verbinden tonale Strukturen mit rhythmischer Vielfalt und sind häufig von ihrer karibischen Herkunft geprägt, zugleich zeigen spätere Kompositionen eine stärkere Hinwendung zu Dissonanz.

    Julia Grabe

  • Gruppe von Menschen bei einer eleganten Outdoor-Veranstaltung. Titel ist "Beethovenfest Freundeskreis" mit Text zur Mitgliedschaft.
    © Nekame Klasohm
  • Wir danken den Mitgliedern des Freundeskreises

    MÄZEN

    Gründungsmitglieder Arndt und Helmut Andreas Hartwig

    PLATIN

    Dr. Michael Buhr und Dr. Gabriele Freise-Buhr

    Godesberg Gastronomie & Event GmbH

    GOLD

    LTS Lohmann Therapie-Systeme AG

    Andrea und Ekkehard Gerlach

    Hans-Joachim Hecek und Klaus Dieter Mertens

    Dr. Thomas und Rebecca Ogilvie 

    Albert Tonger Immobilien e. K.

    Braunschweiger Privatbank, Köln

    SILBER

    Maria und Christoph Bader

    Bernd Böcking 

    Dr. Sigrun Eckelmann† und Johann Hinterkeuser

     Dr. Hiltrud Kastenholz und Herbert Küster

    Dr. Stefanie Montag und Dr. Stephan Herberhold

    Dr. Luciano und Ulrike Pizzulli

    Julia Rabus und Mirko Klemm 

    Jannis Ch. Vassiliou und Maricel de la Cruz

    AUF EMPFEHLUNG unserer Mäzene Arndt und Helmut Andreas Hartwig

    Tim Achtermeyer MdL

    Judith und Tobias Andreae

    Dr. Frank Asbeck und Susanne Birkenstock

    Bettina Böttinger und Martina Wziontek

    Anja Bröker

    Philipp Buhr und Marie-Madeleine Zenker

    Tim und Jessi Buhr

    Katja Burkard und Hans Mahr

    Claudia Cieslarczyk und Heiko von Dewitz

    Rüdiger und Andrea Depkat

    Guido Déus

    Prof. Dr. Udo und Bettina Di Fabio

    Walter Droege und Hedda im Brahm-Droege

    Ralf und Antje Firmenich

    Tobias Grewe und Dr. Jan Hundgeburth

    Jörg Großkopf und Peter Daubenbüchel

    Prof. Monika Grütters

    Lothar und Martha Harings

    Dr. Bernhard Helmich und Mai Hong

    Dr. Eckart und Ulla von Hirschhausen

    Dr. Sabine Hoeft und Thomas Geitner

    Prof. Dr. Frank G. und Ulrike Holz

    Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Brigitte Holzgreve

    Martin Hubert und Martina und Martha Marzahn

    Stephan und Sirka Huthmacher

    Dirk und Viktoria Kaftan

    Dr. Christos Katzidis MdL und Ariane Katzidis

    Andrea, Tim und Jan Kluit

    Dr. Eva Kraus

    Dr. Markus Leyck Dieken und Peter Kraushaar

    Peter und Katharina Limbourg

    Nathanael Liminski MdL und Hanna Liminski

    Horst und Katrin Lingohr

    Marianne und Stefan Ludes

    Dr. Peter Lüsebrink und Karl-Heinz von Elern

    Barbara Massing

    Michael Mronz und Markus Felten

    Prof. Dr. Georg und Doris Nickenig

    Dr. Solveig Palm

    Alexandra Pape und Malte von Tottleben

    Christian A. und Rita Rast

    Hans-Arndt und Julia Riegel

    Prof. Dr. Manuel und Aila Ritter

    Ilona Schmiel

    Matthias und Steffi Schulz

    Moritz Seibert

    Stephan Schwarz und Veronika Smetackova

    Annette Schwolen-Flümann und Thomas Flümann

    Prof. Walter Smerling und Beatrice Blank

    Elisabeth Sobotka und Prof. Dr. Hans Peter Wehrli

    Peter und Annette Storsberg

    Prof. Burkhard und Friederike Sträter

    Prof. Dr. Hendrik Streeck MdB und Paul Zubeil

    Ulrich und Petra Voigt

    Oliver und Diane Welke

    Dr. Vera Westermann und Michael Langenberg

    Dr. Matthias Wissmann und Francisco Rojas

    Christian van Zwamen und Gerd Halama

    BRONZE

    Jutta und Ludwig Acker * Prof. Dr. Wolfgang Angerstein * Alexandra Asbeck * Dr. Rainer und Liane Balzien * Munkhzul Baramsai * Christina Barton van Dorp und Dominik Barton * Christoph Becker und Ursula Baierl-Becker * Christoph Beckmanns * Prof. Dr. Christa Berg * Prof. Dr. Arno und Angela Berger * Christoph Berghaus * Klaus Besier * Ingeborg Bispinck-Weigand * Christiane Bless-Paar und Dr. Dieter Paar * Frank-Michael Böhle und Elvira Pietzka-Böhle * Dr. Ulrich und Barbara Bongardt * Anastassia Boutsko * Anne Brinkmann * Ingrid Brunswig * Lutz Caje * Gabriele und Robert Carl * Elmar Conrads-Hassel und Dr. Ursula Hassel * Ingeborg und Erich Dederichs * Geneviève Desplanques * Irene Diederichs * Michael Eckhardt und Birgit Wolter * Christel Eichen und Ralf Kröger * Elisabeth Einecke-Klövekorn * Dr. Martina Endepohls-Ulpe und Alexander Ulpe * Heike Fischer und Carlo Fischer-Peitz * Dr. Gabriele und Ulrich Föckler * Prof. Dr. Eckhard Freyer * Johannes Geffert * Silke und Andree Georg Girg * Dr. Helga-Maleen Gerresheim * Margareta Gitizad * Carsten Gottschalk * Ulrike und Axel Groeger * Marta Gutierrez und Simon Huber * Cornelia und Dr. Holger Haas * Sylvia Haas * Christina Ruth Elise Hendges * Renate und L. Hendricks * Peter Henn * Prof. Ingeborg Henzler und Dr. Mathias Jung * Heidelore und Prof. Werner P. Herrmann * Dr. Monika Hörig * Georg Peter Hoffmann und Heide-Marie Ramsauer * Dr. Francesca und Dr. Stefan Hülshörster * Karin Ippendorf * Angela Jaschke * Dr. Michael und Dr. Elisabeth Kaiser * Elisabeth und Rolf-Dieter Kaißer * Agnieszka Maria und Jan Kaplan * Dr. Reinhard Keller * Dr. Ulrich und Marie Louise Kersten * Rolf Kleefuß und Thomas Riedel * Dr. Gerd Knischewski * Norbert König und Clotilde Lafont-König * Sylvia Kolbe * Peter Kreutzer * Sigrid Kümmerlein * Gisela Kunz * Dr. Hans Dieter und Ursula Laux * Ute und Dr. Ulrich Kolck * Manfred Koschnick und Arne Siebert * Lilith Matthiaß-Küster und Norbert Küster * Thea Kutzscher * Ruth und Bernhard Lahres * Renate Leesmeister * Gernot Lehr und Dr. Eva Sewing * Traudl und Reinhard Lenz * Florian H. Luetjohann * Moritz Magdeburg * Dr. Charlotte Mende * Heinrich Meurs * Heinrich Mevißen * Dr. Dr. Peter und Dr. Ines Miebach * Karl-Josef Mittler * Dr. Josef Moch * Esther und Laurent Montenay * Friedrich Wilhelm Moog und Vera Walther-Moog * Katharina und Dr. Jochen Müller-Stromberg * Dr. Nicola und Dr. Manuel Mutschler * Dr. Gudula Neidert-Buech und Dr. Rudolf Neidert * Gerald und Vanessa Neu * Lydia Niewerth * Wolfram Nolte * Mark und Rita Opeskin * Céline Oreiller * Dieter und Brigitta Penning * Carol Ann Pereira * Gabriele Poerting * Dr. Manfred und Dorothee van Rey * Ruth Schmidt-Schütte und Hans Helmuth Schmidt * Dr. Andreas und Bettina Rohde * Prof. Dr. Tilman und Astrid Sauerbruch * Ingrid Scheithauer * Monika Schmuck * Markus Schubert * Simone Schuck * Petra Schürkes-Schepping * Dr. Manfred und Jutta von Seggern * Prof. Dr. Norma Selve * Prof. Dr. Wolfram Steinbeck * Dr. Andreas Stork * Michael Striebich * Dr. Corinna ten Thoren und Martin Frevert * Verena und Christian Thiemann * Dr. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. Bernd Voigt * Hermann und Bettina Ude * Katrin Uhlig * Carrie Walter und Gabriel Beeby * Susanne Walter * Aino Ritva Weyers und Nadeem Hajouj * Ruth Winterwerp-van den Elzen und Jürgen Winterwerp * Dr. Bettina und Dr. Matthias Wolfgarten

    JUNGER FREUNDESKREIS

    Iklim Arikan * Linda Dahn * Lasse Frings * Ricci Frosio * Lin Golenia * Emilia Hecke * Victoria Emilia Holz * M Hornauer * Zsolt Máté Kiss * Jonas Kotulla * Marie Meißner * Felix Mennicken * Linus Neunkirchen * Felix Schuck * Hannah Speckmann * Charlotte Speckmann * Nelly Sophia Stach * Till Steinert * Johanna von Bargen * Florens Windelen * Yolanda Winter * Akichika Yukawa * Tom Ziese

    Biografie

    Rothko String Quartet

    Diana Lim
    Rothko String Quartet © Diana Lim
    Joosten Ellée | Skaistė Dikšaitytė | Marc Kopitzki | Jakob Nierenz

    Das Rothko String Quartet sieht es als Herzensaufgabe, die Musik marginalisierter Komponist:innen sowie weniger bekannte Werke der klassischen Musikgeschichte zu Gehör zu bringen und somit den Kanon der Streichquartettmusik aktiv weiter auszudehnen. Zusätzlich zur Aufführung neu komponierter Musik interessiert sich das Quartett für die Auflösung der Grenzen zwischen den (musikalischen) Genres und arbeitet mit Produzent:innen, Komponist:innen und Improvisator:innen und bildenden Künstler:innen zusammen.

    Das Quartett gestaltet innovative Konzertprogramme, die auf renommierten Festivals der klassischen Musik, wie etwa den Ludwigsburger Schlossfestspielen oder dem Düsseldorf Festival!, zur Aufführung kommen. 2025 folgte eine erste USA-Tournee nebst weiterer Festival-Debüts. In der Saison 2026/2027 wird das Rothko String Quartet u. a. beim Festival Liedstadt in der Elbphilharmonie Hamburg sowie dem Konzerthaus Berlin Gast sein; zudem stehen eine weitere USA-Tournee und die Veröffentlichung eines Albums an.

    Konzertempfehlungen

    Julien Mignot
    Quatuor Ébène © Julien Mignot
    Fr 25.9.2026, 19.30 Uhr, Kleine Beethovenhalle, Muffendorf

    Beethoven-Streichquartett-Zyklus I

    Quatuor Ébène beginnt seinen Zyklus sämtlicher Beethoven-Streichquartette in Bonn – das Markenzeichen: unverwechselbarer Samtklang und kompromisslose Freiheit im Zusammenspiel.
    Tickets
    Julien Mignot
    Quatuor Ébène © Julien Mignot
    Sa 26.9.2026, 19.30 Uhr, Kursaal Bad Honnef

    Beethoven-Streichquartett-Zyklus II

    Quatuor Ébène mit drei ganz unterschiedlichen Beethoven-Streichquartetten – ein Rundblick auf Beethovens geniales Schaffen in diesem Gebiet.
    Tickets

    Festival-Miteinander

    Festival-Miteinander

    Wir – das Beethovenfest Bonn – laden ein, in einem offenen und respektvollen Miteinander Beethovenfeste zu feiern. Dafür wünschen wir uns Achtsamkeit im Umgang miteinander: vor, hinter und auf der Bühne.

    Für möglicherweise auftretende Fälle von Grenzüberschreitung ist eine interne Ansprechstelle erreichbar für Publikum, Künstler:innen und Mitarbeiter:innen. 

    Wir sind ansprechbar über eine Telefon-Hotline (+49 228 2010321, im Festival täglich von 13–21 Uhr) oder per E-Mail (awareness@beethovenfest.de).

    Werte und Überzeugungen unseres Miteinanders sowie weitere externe Kontaktmöglichkeiten können hier auf unserer Website aufgerufen werden.

  • Illustration von drei Journalisten mit Mikrofon und Kamera. Schriftzug: "Viele Stimmen, ein Ensemble" und "Gemeinsam im Dialog, für Freiheit und Innovation".
    © Deutsche Welle
  • Plakat feiert 200 Jahre Kultur. Enthält Symbole für Musik, Literatur und Kunst. Hervorgehoben ist die Unterstützung für das Beethovenfest. Überschrift: "Große Kultur braucht mehr als Applaus." Logo Sparkasse 200-Jahre
    © Sparkasse KölnBonn
  • Ein Pianist spielt auf einer Bühne, angestrahlt von einem pinken Licht. Das Publikum sitzt in einem großen Konzertsaal. Aufschrift: Telekom-Logo, "Shine On, Bonn"
    © Deutsche Telekom AG
  • Gelbes Poster mit rotem Schallwellen-Motiv. Text: "Im Puls der Stadt" und Eventdetails für Veranstaltung von Deutsche Post und DHL.
    © DHL Group
  • Das Bild zeigt die Ankündigung der Kammerkonzerte im Beethoven-Haus Bonn für die Konzertsaison 2026/27. Darauf ist ein Konzertsaal mit Klavier zu sehen.
    © Beethoven-Haus Bonn
  • Frau mit Ukulele steht vor einem roten Hintergrund. Text beschreibt Bedeutung der Musik für Geflüchtete. UNO-Flüchtlingshilfe-Logo ist sichtbar.
    © UNO-Flüchtlingshilfe
  • Blaues Poster mit Beethoven-Illustration. Zitat von Ludwig van Beethoven über Talent und Fleiß. Logos von dhpg und CLA Global.
    © dhpg
  • Werbung für das Beethoven Fest 2026 mit einer Illustration von Beethoven und dem Slogan "Musik. Bewegt. Verbindet." QR-Code enthalten.
    © Autohaus Thomas
  • Männer beladen einen LKW mit Hilfsgütern. Text: „Bonn hilft Cherson – Jetzt mitmachen!“ und Website-Link.
    © Help e. V.
  • Illustration: Eine Glühbirne leuchtet mit Beethovens Kopf. Schriftzug: "Bonn hat's in der Birne." und "Jetzt Neukundenbonus sichern!"
    © SWB
  • Das Beethovenfest Bonn 2026 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.

    Programmheftredaktion:
    Sarah Avischag Müller
    M Hornauer

    Die Texte von Julia Grabe sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.

    • Mitwirkende
    • Programm
    • Einleitung
    • Interview: Jakob Nierenz
    • Einführung
    • Die Werke
    • Biografie
    • Konzertempfehlungen
    • Festival-Miteinander
    Ticket–Hotline +49 228 2010344 Mo, Mi–Fr, 10–14 Uhr
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