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Sa 3.10.2026

19.30 Uhr, Beethovenhalle, Großer Saal

Abschlusskonzert: Brahms-Requiem

  • Orchester, Vokal
  • Vergangene Veranstaltung
  • € 129 / 109 / 79 / 59 / 39 / 19
  • Eine Frau mit kurzen Haaren in einem roten Anzug posiert für die Kamera. Sie stützt den Kopf auf ihre Hand und lächelt.
    Anja Bihlmaier © Marco Borggreve
  • Julia Grüter © Christian Palm
  • Joshua Hopkins © Simon Pauly
  • BBC Philharmonic Orchestra & Anja Bihlmaier © Chris Payne
  • Audio Jugendchorakademie © Foto Zapf

Mitwirkende

  • BBC Philharmonic Orchestra
    • Audi Jugendchorakademie
      • Julia Grüter Sopran
      • Joshua Hopkins Bariton
      • Anja Bihlmaier Dirigentin

      Programm

      Lili Boulanger

      Psalm 24 La terre appartient à l’Éternel für Tenor, gemischten Chor, Orgel, Harfe, Pauke und Blechbläser

      Johannes Brahms

      Ein deutsches Requiem nach Worten der heiligen Schrift für Sopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester op. 45

      Auf einen Blick

      Was erwartet mich?

      Das Abschlusskonzert mit Brahms: Er schrieb die wohl versöhnlichste Requiemvertonung. Wie kaum eine andere Musik vermittelt sie das Gefühl von Angekommen-Sein und Urvertrauen im Angesichts von Tod und Verlust.

      Wie klingt das?
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      Konzerteinführung

      18.45 Uhr, Großer Saal:
      Dr. Christoph Vratz im Gespräch mit Anja Bihlmaier

      Heute im Festival Salon

      Öffnungszeiten: 15–23.30 Uhr

      • 18 Uhr: Happy Hour – Feiern Sie mit uns!
      • 19–21 Uhr: Meet Your Band – Bonnerboeuf mit Balfolk (Seminarraum B/C)
      • 21.15–22.30 Uhr: Open Stage
      Hier zur Open Stage anmelden

      Beschreibung

      Dirigentin Anja Bihlmaier kehrt im dritten Jahr in Folge zum Beethovenfest Bonn zurück, um am Tag der Deutschen Einheit das Requiem von Brahms aufzuführen – mit dem Orchester der BBC und der Audi Jugendchorakademie in phänomenaler Besetzung. Brahms wählte Texte aus der Lutherbibel, um mit ergreifender Tiefe und Trost von der Versöhnung des Menschen mit dem Tod zu erzählen. Als Requiem in deutscher Sprache war es ein Novum – und als klingende Heimat bringt es unser Festivalthema »Zuhause« zum Abschluss. Lili Boulangers kurze Psalmvertonung mit Pomp und Pauken bildet zum Einstieg einen reizvollen Kontrast.
       

      Konzertmitschnitt durch den WDR

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          Dirigentin Anja Bihlmaier
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        Mit freundlicher Unterstützung

        Eine Frau mit kurzen Haaren in einem roten Anzug posiert für die Kamera. Sie stützt den Kopf auf ihre Hand und lächelt.

        Digitales Programmheft

        Sa 3.10.

        19.30 Uhr, Beethovenhalle, Großer Saal

        Abschlusskonzert: Brahms-Requiem

        Mitwirkende

        BBC Philharmonic Orchestra

        Audi Jugendchorakademie

        Martin Steidler Einstudierung

        Julia Grüter Sopran

        Joshua Hopkins Bariton

        Anja Bihlmaier Dirigentin

        Programm

        Lili Boulanger (1893–1918)
        Psalm 24 La terre appartient à l’Éternel für Tenor, gemischten Chor, Orgel, Harfe, Pauke und Blechbläser

        Begrüßung
        Guido Déus, Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn
        Steven Walter, Intendant Beethovenfest Bonn

        Johannes Brahms (1833–1897)
        Ein deutsches Requiem nach Worten der heiligen Schrift für Sopran, Bariton, gemischten Chor und Orchester op. 45

        I. »Selig sind, die da Leid tragen«. Ziemlich langsam und mit Ausdruck
        II. »Denn alles Fleisch, es ist wie Gras«. Langsam, marschmäßig
        III. »Herr, lehre doch mich«. Andante moderato
        IV. »Wie lieblich sind deine Wohnungen«. Mäßig bewegt
        V. »Ihr habt nun Traurigkeit«. Langsam
        VI. »Denn wir haben hie keine bleibende Statt«. Andante
        VII. »Selig sind die Toten«. Feierlich

        Über den Konzertabend

        Konzertdauer: ca. 100 Minuten

        Gastronomisches Angebot vor Ort

        Für ein ungestörtes Konzerterlebnis bitten wir Sie, auf Foto- und Videoaufnahmen zu verzichten.

        Zusätzlich zu Blumen schenken wir den Künstler:innen Blüh-Patenschaften, mit deren Hilfe in der Region Bonn Blumenwiesen angelegt werden.

        Einführungsgespräch

        18.45 Uhr, Großer Saal: 
        Dr. Christoph Vratz im Gespräch mit Anja Bihlmaier

        Festival Salon

        Unser Festival Salon steht vor und nach dem Konzert zum gemütlichen Verweilen offen – auch ohne Ticket. Kommen Sie vorbei!
        Öffnungszeiten: 15–23.30 Uhr

        Programm:
        18 Uhr: Happy Hour – Feiern Sie mit uns! Die Abschluss-Happy-Hour des Festivals 2026
        19–21 Uhr: Meet Your Band – Bonnerboeuf mit Balfolk (Seminarraum B/C)
        21.15–22.30 Uhr: Open Stage

        Ort: Im Ausstellungsraum zwischen Haupt- und Südfoyer

        Grußwort
        Bechtle GmbH & Co. KG
        Waldemar Zgrzebski © Bechtle GmbH & Co. KG

        Liebes Publikum,

        mit dem Abschlusskonzert des Beethovenfests 2026 kehrt die Musik noch einmal dorthin zurück, wo sie in diesem Jahr auf besondere Weise zuhause war. Unter dem Motto »Nach Hause/Daheim« wurde die Beethovenhalle neu erlebbar als offenes Haus der Stadt, als Ort der Begegnung, des Austauschs und gemeinsamer Resonanz.

        Dass dieses Festival am Tag der Deutschen Einheit mit Brahms’ Deutschem Requiem endet, ist ein starkes Zeichen. Brahms richtet den Blick nicht auf das Jenseits, sondern auf die Lebenden: auf ihre Trauer, ihre Sehnsucht nach Halt, ihre Fähigkeit zur Versöhnung. In dieser Musik wird Heimat zu einem inneren Raum. 

        Als Bechtle begleiten wir Menschen und Organisationen dabei, Zukunft gemeinsam zu gestalten. Umso mehr freuen wir uns, diesen besonderen Abend zu unterstützen – als musikalischen Ausklang eines Festivals, das zeigt, wie sehr Kultur verbinden kann. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit gelingt es Kultur, Dialog, Zusammenhalt und Zuversicht weit über den Konzertsaal hinaus zu stiften.

        Ihr
        Waldemar Zgrzebski 
        Bechtle GmbH & Co. KG

        Rundfunkmitschnitt

        Medienpartner

        Das Konzert findet im Rahmen der Kulturpartnerschaft mit dem Westdeutschen Rundfunk statt und wird vom WDR aufgezeichnet. Der WDR sendet es am 2.4.2027 ab 20.03 Uhr.

        Gefördert durch

        Einleitung

        Trauer, Trost und Menschlichkeit

        Beim Abschlusskonzert des diesjährigen Beethovenfests erklingen zwei sehr moderne Werke, die aber schon mehr als 100 Jahre alt sind.

        Ein Requiem ist traditionell eine Bitte für das Seelenheil der Verstorbenen. Johannes Brahms komponierte es jedoch humanistisch und schenkt den Menschen dadurch Trost, statt Höllen-Angst einzuflößen. Es ist ein Stück von »überwältigender Schönheit« – so schwärmt die Dirigentin und Brahms-Fan Anja Bihlmaier. Lili Boulangers Vertonung des Psalms 24 ist für Anja Bihlmaier wie »ein Hilferuf an die Menschheit: Besinnt euch, was tut ihr?«. Boulanger spricht unsere Menschlichkeit an und ist damit in der heutigen Zeit relevanter denn je.

        Beide Kompositionen haben auch eine große Sinnlichkeit. »Ich bin sicher: Die Musik wird die Zuhörenden auf ganz verschiedene Art und Weise berühren und auch erfüllen«, so die Dirigentin.
        Brahms und Boulanger haben die Werke jeweils in jungen Jahren geschrieben. Nun werden sie von jungen Stimmen gesungen.

        Boulanger: Psalm 24

        Zahlen und Fakten

        Lili Boulanger: Psalm 24 La terre appartient à l’Éternel

        Besetzung: Tenor, gemischter Chor, Orgel, 4 Hörner, 3 Trompeten, 4 Posaunen, Tuba, 2 Harfen und Pauken

        Komposition: 1916

        Widmung: Psalm 24 ist dem Industriellen und Chorleiter Jules Griset (1854–1915) gewidmet
        Veröffentlichung: Erstdruck 1924 

        Weitere Fassungen: Chor und Klavier von Lili Boulanger, Chor und Orchester ohne Orgel von Nadia Boulanger

        Anja Bihlmaier © Sophia Hegewald

        »Radikal und wagemutig«

        Lili Boulanger wurde 1893 in Paris in einer Musikerfamilie geboren und gelangte trotz ihrer kurzen Lebenszeit zu großer künstlerischer Reife.

        »Lili Boulanger war eine eine mutige Frau und eine radikale, stilistisch vielfältige Komponistin, moderner als viele andere zu ihrer Zeit. Sie brach aus den impressionistischen Farben ihrer Epoche aus und suchte andere Ausdrucksformen«, sagt Anja Bilhmaier über die Komponistin.

        Als kleines Kind erkrankte Boulanger an einer Lungenentzündung und erholte sich davon nie richtig. Wenig später kamen Beschwerden der chronischen Darmerkrankung Morbus Crohn hinzu. Beides sorgte für viele Einschränkungen und forderte lange Ruhezeiten von ihr. Auch ihren Kompositionsunterricht musste sie deshalb oft aussetzen. Dennoch gewann sie 1913 mit nur 19 Jahren (als erste Frau) den begehrten »Prix de Rome« mit ihrer Kantate Faust et Hélène, im selben Jahr außerdem zwei weitere renommierte Preise. Dadurch war sie schlagartig berühmt, als Komponistin anerkannt und finanziell unabhängig.

        Ihre Musik: religiös und ein feministisches Symbol

        Wissend, dass sie nicht mehr lange leben würde, bemühte sich Boulanger, begonnene Kompositionen fertigzustellen. Ihr gesamtes Schaffen war dabei von tiefer Religiosität geprägt. Sie schrieb sehr klangfarbenreich – mal heroisch, mal lyrisch. Obwohl sie im Alter von nur 24 Jahren starb, hinterließ sie mehr als 60 Werke.

        Ihre ältere Schwester Nadia Boulanger, eine der wichtigsten Musikpädagoginnen des 20. Jahrhunderts, setzte sich nach Lilis Tod für die Verbreitung ihrer Stücke ein. Ihre Musik wurde zunächst zum Symbol französischer Kunst im Zeitraum um den Ersten Weltkrieg und später zum Symbol des Feminismus in der französischen Musik schlechthin.

        Joshua Hopkins © Simon Pauly

        Psalm 24: ein archaischer Weckruf

        Den Psalm 24 vertonte Lili Boulanger während des Ersten Weltkriegs. Dabei spielte der Text eine große Rolle. Sie interpretierte ihn musikalisch als Weckruf an die Menschen und als Aufforderung zu verantwortungsbewusstem Handeln.

        Dafür wählte sie eine ungewöhnliche Besetzung: gemischter Chor (meistens singen jedoch nur die tiefen Stimmen), Tenor solo, Blechbläser, Pauken, Harfe und Orgel. Der Charakter ist archaisch, fast rituell und durch seinen unnachgiebigen Rhythmus aufrüttelnd. Kompositorisch ist der Psalm 24 einfacher gehalten als ihre anderen Werke. Er klingt etwas sperrig, will nicht schön sein.

         »Man ist so irdisch dabei, man kämpft, bittet und appelliert. Es braucht sehr viel Kraft und eine große Kompaktheit« – so beschreibt Anja Bihlmaier ihre Erfahrung mit dem Stück.

        Appell und Versprechen: zum Aufbau

        Ohne Umwege, fanfarenartig, wachrüttelnd – so beginnt das Stück mit Orgel und Blechbläsern. Im Wechsel mit den Instrumenten skandieren Tenöre und Bässe des Chors, dass Gott die Erde und alles auf ihr geschaffen hat. Noch eindringlicher tönt die Frage, wer zum Berg Gottes gehen kann, also nach dem Tod vor ihn treten darf. Die Dramatik dieses ersten Abschnitts vermittelt bereits den Appell des gesamten Werks, das eigene Handeln zu überdenken.

        In ruhigerem Gestus folgt die Antwort wie ein Versprechen: Wer unschuldig und reinen Herzens ist, wird den Segen Gottes empfangen. Nach einem kurzen Solo des Tenors klingt dieser Teil mit Melodien aus, die an traditionelle Psalmrezitation erinnern, wie sie in Klöstern täglich gesungen wird.

        Im letzten Abschnitt kommen erstmals die Sopran- und Altstimmen dazu, wobei der Chor erst solistisch einsetzt und kräftig und bewegt den letzten Textabschnitt beginnt: »Macht die Tore weit und die Türen in der Welt hoch.« Nach und nach kommen alle Instrumente dazu und das Stück endet im wahrsten Sinne mit Pauken und Trompeten, wobei die ewige Größe Gottes gelobt wird.

        Brahms: Requiem

        Zahlen und Fakten

        Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem nach Worten der Heiligen Schrift op. 45

        Besetzung: Sopran, Bariton, gemischter Chor, 3 Flöten (auch Piccolo), 2 Oboen, 2 Klarinetten, 3 Fagotte (auch Kontra­fagott), 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Tuba, Pauken, Orgel, Harfe

        Komposition: 1865 bis 1868

        Veröffentlichung: Zwischen Oktober 1868 und Januar 1869 erschienen nach und nach die Chorstimmen, Partitur und Klavierauszug, die solistischen Vokalstimmen sowie die Orchesterstimmen im Druck.

        Audio Jugendchorakademie © Foto Zapf

        Ein zauberhaftes Requiem

        Im Gegensatz zu Boulangers Vertonung des Psalms 24 ist Brahms’ Ein deutsches Requiem poetischer. »Man tritt etwas zurück und lässt die Poesie in sich wirken, während man es singt oder dirigiert. Es muss aus einem mit einer großen Liebe und mit einem großen Vertrauen herauswachsen«, sagt Anja Bihlmaier. Die Komposition wird als das wichtigste Chorwerk von Brahms angesehen. Im Vergleich zu Requiem-Vertonungen anderer Komponist:innen strahlt seine Fassung für Bihlmaier den größten Zauber aus:

        »Dieses Stück ist ganz ehrlich.«

        Für einen Freund und seine Mutter

        Als erster Anstoß für die Komposition wird oft der Tod von Brahms’ Freund Robert Schumann im Jahr 1856 vermutet. Fünf Jahre später fertige er erste Skizzen an. Der entscheidende Auslöser für die Umsetzung war 1865 jedoch der Tod seiner Mutter. 1866 schloss Brahms die erste Fassung des Requiems ab. Zwei Jahre danach wurde diese in Bremen unter seiner Leitung uraufgeführt. 1869 ergänzte Brahms den fünften Satz (»Ihr habt nun Traurigkeit«).

        Den Menschen gewidmet

        Das klassische Requiem enthält mit dem Dies irae (»Tag des Zorns«) einen furchterregenden Abschnitt über das Jüngste Gericht. Die Hinterbliebenen bitten um Erlösung für die Seele der Verstorbenen. Brahms distanzierte sich – nicht nur durch den Titel und die gewählte Sprache – von der lateinischen Totenmesse. Sein Werk ist voller Hoffnung und Trost für die Lebenden. In einem Brief schrieb er, dass er den Titel gerne – statt »Ein deutsches Requiem« – »Des Menschen Requiem« genannt hätte.

        Jeder Satz thematisiert zu Beginn das Leiden und Sehnen der Menschen und führt zu einem Lobpreis, der das Vertrauen der Gläubigen auf künftige Freude bei Gott bekräftigt. Das Requiem kann also auch so interpretiert werden, dass es Brahms darum ging, trauernd auszuharren und gleichzeitig auf eine Zukunft bei Gott zu schauen.

        Nahaufnahme der Tiefbleche eines Orchester von oben.
        BBC Philharmonic Orchestra © Chris Payne

        Ein Pseudo-Requiem

        Brahms, der sehr bibelfest war, stellte den Text für sein Requiem aus verschiedenen Passagen der deutschen Lutherbibel zusammen und wich dadurch von der liturgischen Form der Gattung ab. Daher ist sein Werk zu den sogenannten Pseudo-Requiem-Vertonungen zu zählen. Es hat keinen klaren Bezug zur Liturgie mehr und kann nicht im Gottesdienst eingesetzt werden.

        Symmetrischer Aufbau

        Das Requiem hat mit seinen sieben Sätzen einen symmetrischen Aufbau:

        I. Es beginnt dunkel und mit einer ungewöhnlichen Streicherbesetzung ohne Geigen. Ganz irdisch geht es um die Trauernden und das Leiden.

        II. Mit beinahe schicksalhaften Paukenschlägen zeigt der zweite Satz die Unausweichlichkeit der menschlichen Sterblichkeit. Der Trauermarsch schwenkt jedoch immer wieder in Zuversicht um und klingt in »ewiger Freude« aus. Dieser Teil geht auf musikalisches Material zurück, das Brahms für eine Sinfonie angedacht hatte, die er aber wieder verwarf. 

        III. Der dritte Satz ist eine Bitte – nicht etwa für die Seele eines Verstorbenen, sondern dafür, dass das »Leben ein Ziel hat«. Wieder richtet sich der Blick vom unruhigen Menschenleben zur Hoffnung und (Selbst-)Versicherung: »Der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand und keine Qual rühret sie an.«

        IV. Nach der anfänglichen Dunkelheit strahlt der lyrische Mittelsatz »Wie lieblich sind deine Wohnungen« als Herzstück des Werks Helligkeit, Frieden und Heimat aus.

        V. Im fünften Satz wird die Traurigkeit der Menschen durch das Sopransolo in luftige Höhen getragen und damit von der Erdenschwere losgelöst.

        VI. »Denn wir haben hie keine bleibende Statt« bildet einen dramatischen Höhepunkt des Werks. Die Musik gibt einen kurzen (Vor-)Eindruck vom bebenden Aufbrechen der Gräber und der Auferstehung der Toten. Nach diesem triumphierenden Sieg über Tod und Hölle wird Gottes Macht in einer großen Fuge besungen.

        VII. Nach diesem pompösen Satz(ende) schließt Brahms mit erneuten Seligpreisungen an den Beginn des Requiems an. Im Vertrauen auf Erlösung nach einem gerechten Leben kommt das Stück zu einem meditativen, friedlichen Ziel.

        Lena Frömmel

      • Gruppe von Menschen bei einer eleganten Outdoor-Veranstaltung. Titel ist "Beethovenfest Freundeskreis" mit Text zur Mitgliedschaft.
        © Nekame Klasohm
      • Wir danken den Mitgliedern des Freundeskreises

        MÄZEN

        Gründungsmitglieder Arndt und Helmut Andreas Hartwig

        PLATIN

        Dr. Michael Buhr und Dr. Gabriele Freise-Buhr

        Godesberg Gastronomie & Event GmbH

        GOLD

        LTS Lohmann Therapie-Systeme AG

        Andrea und Ekkehard Gerlach

        Hans-Joachim Hecek und Klaus Dieter Mertens

        Dr. Thomas und Rebecca Ogilvie 

        Albert Tonger Immobilien e. K.

        Braunschweiger Privatbank, Köln

        SILBER

        Maria und Christoph Bader

        Bernd Böcking 

        Dr. Sigrun Eckelmann† und Johann Hinterkeuser

        Dr. Hiltrud Kastenholz und Herbert Küster

        Dr. Stefanie Montag und Dr. Stephan Herberhold

        Dr. Luciano und Ulrike Pizzulli

        Julia Rabus und Mirko Klemm 

        Jannis Ch. Vassiliou und Maricel de la Cruz

        AUF EMPFEHLUNG unserer Mäzene Arndt und Helmut Andreas Hartwig

        Tim Achtermeyer MdL

        Judith und Tobias Andreae

        Dr. Frank Asbeck und Susanne Birkenstock

        Bettina Böttinger und Martina Wziontek

        Anja Bröker

        Philipp Buhr und Marie-Madeleine Zenker

        Tim und Jessi Buhr

        Katja Burkard und Hans Mahr

        Claudia Cieslarczyk und Heiko von Dewitz

        Rüdiger und Andrea Depkat

        Guido Déus

        Prof. Dr. Udo und Bettina Di Fabio

        Walter Droege und Hedda im Brahm-Droege

        Ralf und Antje Firmenich

        Tobias Grewe und Dr. Jan Hundgeburth

        Jörg Großkopf und Peter Daubenbüchel

        Prof. Monika Grütters

        Lothar und Martha Harings

        Dr. Bernhard Helmich und Mai Hong

        Dr. Eckart und Ulla von Hirschhausen

        Dr. Sabine Hoeft und Thomas Geitner

        Prof. Dr. Frank G. und Ulrike Holz

        Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Brigitte Holzgreve

        Martin Hubert und Martina und Martha Marzahn

        Stephan und Sirka Huthmacher

        Dirk und Viktoria Kaftan

        Dr. Christos Katzidis MdL und Ariane Katzidis

        Andrea, Tim und Jan Kluit

        Dr. Eva Kraus

        Dr. Markus Leyck Dieken und Peter Kraushaar

        Peter und Katharina Limbourg

        Nathanael Liminski MdL und Hanna Liminski

        Horst und Katrin Lingohr

        Marianne und Stefan Ludes

        Dr. Peter Lüsebrink und Karl-Heinz von Elern

        Barbara Massing

        Michael Mronz und Markus Felten

        Prof. Dr. Georg und Doris Nickenig

        Dr. Solveig Palm

        Alexandra Pape und Malte von Tottleben

        Christian A. und Rita Rast

        Hans-Arndt und Julia Riegel

        Prof. Dr. Manuel und Aila Ritter

        Ilona Schmiel

        Matthias und Steffi Schulz

        Moritz Seibert

        Stephan Schwarz und Veronika Smetackova

        Annette Schwolen-Flümann und Thomas Flümann

        Prof. Walter Smerling und Beatrice Blank

        Elisabeth Sobotka und Prof. Dr. Hans Peter Wehrli

        Peter und Annette Storsberg

        Prof. Burkhard und Friederike Sträter

        Prof. Dr. Hendrik Streeck MdB und Paul Zubeil

        Ulrich und Petra Voigt

        Oliver und Diane Welke

        Dr. Vera Westermann und Michael Langenberg

        Dr. Matthias Wissmann und Francisco Rojas

        Christian van Zwamen und Gerd Halama

        BRONZE

        Jutta und Ludwig Acker * Prof. Dr. Wolfgang Angerstein * Alexandra Asbeck * Dr. Rainer und Liane Balzien * Munkhzul Baramsai * Christina Barton van Dorp und Dominik Barton * Christoph Becker und Ursula Baierl-Becker * Christoph Beckmanns * Prof. Dr. Christa Berg * Prof. Dr. Arno und Angela Berger * Christoph Berghaus * Klaus Besier * Ingeborg Bispinck-Weigand * Christiane Bless-Paar und Dr. Dieter Paar * Frank-Michael Böhle und Elvira Pietzka-Böhle * Dr. Ulrich und Barbara Bongardt * Anastassia Boutsko * Anne Brinkmann * Ingrid Brunswig * Lutz Caje * Gabriele und Robert Carl * Elmar Conrads-Hassel und Dr. Ursula Hassel * Ingeborg und Erich Dederichs * Geneviève Desplanques * Irene Diederichs * Michael Eckhardt und Birgit Wolter * Christel Eichen und Ralf Kröger * Elisabeth Einecke-Klövekorn * Dr. Martina Endepohls-Ulpe und Alexander Ulpe * Heike Fischer und Carlo Fischer-Peitz * Dr. Gabriele und Ulrich Föckler * Prof. Dr. Eckhard Freyer * Johannes Geffert * Silke und Andree Georg Girg * Dr. Helga-Maleen Gerresheim * Margareta Gitizad * Carsten Gottschalk * Ulrike und Axel Groeger * Marta Gutierrez und Simon Huber * Cornelia und Dr. Holger Haas * Sylvia Haas * Christina Ruth Elise Hendges * Renate und L. Hendricks * Peter Henn * Prof. Ingeborg Henzler und Dr. Mathias Jung * Heidelore und Prof. Werner P. Herrmann * Dr. Monika Hörig * Georg Peter Hoffmann und Heide-Marie Ramsauer * Dr. Francesca und Dr. Stefan Hülshörster * Karin Ippendorf * Angela Jaschke * Dr. Michael und Dr. Elisabeth Kaiser * Elisabeth und Rolf-Dieter Kaißer * Agnieszka Maria und Jan Kaplan * Dr. Reinhard Keller * Dr. Ulrich und Marie Louise Kersten * Rolf Kleefuß und Thomas Riedel * Dr. Gerd Knischewski * Norbert König und Clotilde Lafont-König * Sylvia Kolbe * Peter Kreutzer * Sigrid Kümmerlein * Gisela Kunz * Dr. Hans Dieter und Ursula Laux * Ute und Dr. Ulrich Kolck * Manfred Koschnick und Arne Siebert * Lilith Matthiaß-Küster und Norbert Küster * Thea Kutzscher * Ruth und Bernhard Lahres * Renate Leesmeister * Gernot Lehr und Dr. Eva Sewing * Traudl und Reinhard Lenz * Florian H. Luetjohann * Moritz Magdeburg * Dr. Charlotte Mende * Heinrich Meurs * Heinrich Mevißen * Dr. Dr. Peter und Dr. Ines Miebach * Karl-Josef Mittler * Dr. Josef Moch * Esther und Laurent Montenay * Friedrich Wilhelm Moog und Vera Walther-Moog * Katharina und Dr. Jochen Müller-Stromberg * Dr. Nicola und Dr. Manuel Mutschler * Dr. Gudula Neidert-Buech und Dr. Rudolf Neidert * Gerald und Vanessa Neu * Lydia Niewerth * Wolfram Nolte * Mark und Rita Opeskin * Céline Oreiller * Dieter und Brigitta Penning * Carol Ann Pereira * Gabriele Poerting * Dr. Manfred und Dorothee van Rey * Ruth Schmidt-Schütte und Hans Helmuth Schmidt * Dr. Andreas und Bettina Rohde * Prof. Dr. Tilman und Astrid Sauerbruch * Ingrid Scheithauer * Monika Schmuck * Markus Schubert * Simone Schuck * Petra Schürkes-Schepping * Dr. Manfred und Jutta von Seggern * Prof. Dr. Norma Selve * Prof. Dr. Wolfram Steinbeck * Dr. Andreas Stork * Michael Striebich * Dr. Corinna ten Thoren und Martin Frevert * Verena und Christian Thiemann * Dr. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. Bernd Voigt * Hermann und Bettina Ude * Katrin Uhlig * Carrie Walter und Gabriel Beeby * Susanne Walter * Aino Ritva Weyers und Nadeem Hajouj * Ruth Winterwerp-van den Elzen und Jürgen Winterwerp * Dr. Bettina und Dr. Matthias Wolfgarten

        JUNGER FREUNDESKREIS

        Iklim Arikan * Linda Dahn * Lasse Frings * Ricci Frosio * Lin Golenia * Emilia Hecke * Victoria Emilia Holz * M Hornauer * Zsolt Máté Kiss * Jonas Kotulla * Marie Meißner * Felix Mennicken * Linus Neunkirchen * Felix Schuck * Hannah Speckmann * Charlotte Speckmann * Nelly Sophia Stach * Till Steinert * Johanna von Bargen * Florens Windelen * Yolanda Winter * Akichika Yukawa * Tom Ziese

        Vokaltexte

        Boulanger

        Psalm 24

        1 La terre appartient à l’Éternel et tout ce qui s’y trouve,
        la terre habitable et ceux qui l’habitent.

        2 Car Il l’a fondée sur les mers,
        et l’a établie sur les fleuves.

        3 Qui est-ce qui montera à la montagne de l’Éternel, 
        et qui est-ce qui demeurera au lieu de sa sainteté,

        4 ce sera l’homme qui a les mains pures, et le cœur net, 
        dont l’âme n’est point portée à la fausseté 
        et qui ne jure point pour tromper.

        5 Il recevra la bénédiction de l’Éternel 
        et la justice de Dieu son sauveur.

        6 Telle est la génération de ceux qui Le cherchent, 
        qui cherchent Ta face en Jacob.

        7 Portes, élevez vos têtes,
        portes éternelles, 
        haussez-vous, et le Roi de gloire entrera.

        8 Qui est ce Roi de gloire ? 
        C’est l’Éternel fort 
        et puissant dans les combats.

        9 Portes, élevez vos têtes,
        élevez-vous aussi, portes éternelles; 
        Et le Roi de gloire entrera.

        10 Qui est ce Roi de gloire ? C’est l’Éternel des armées,
        c’est Lui qui est le Roi de gloire. Éternel.

        Boulanger: Psalm 24 (deutsche Übersetzung)

        1 Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, 
        der Erdkreis und seine Bewohner.

        2 Denn er hat ihn auf Meere gegründet,
        ihn über Strömen befestigt.

        3 Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn, 
        wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?

        4 Der reine Hände hat und ein lauteres Herz, 
        der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.

        5 Er wird Segen empfangen vom Herrn 
        und Heil von Gott, seinem Helfer.

        6 Das sind die Menschen, die nach ihm fragen,
        die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs.

        7 Ihr Tore, hebt euch nach oben, 
        hebt euch, ihr uralten Pforten; 
        denn es kommt der König der Herrlichkeit.

        8 Wer ist der König der Herrlichkeit?
        Der Herr, stark und gewaltig, 
        der Herr, mächtig im Kampf.

        9 Ihr Tore, hebt euch nach oben,
        hebt euch, ihr uralten Pforten; 
        denn es kommt der König der Herrlichkeit.

        10 Wer ist der König der Herrlichkeit? Der Herr der Heer-
        scharen, er ist der König der Herrlichkeit.

        Brahms

        Requiem
        I. »Selig sind, die da Leid tragen«. Ziemlich langsam und mit Ausdruck

        Selig sind, die da Leid tragen,
        Denn sie sollen getröstet werden.

        (Matthäus 5, 4)

        Die mit Tränen säen,
        Werden mit Freuden ernten.
        Sie gehen hin und weinen
        Und tragen edlen Samen,
        Und kommen mit Freuden
        Und bringen ihre Garben.

        (Psalm 126, 5.6.)

        II. »Denn alles Fleisch, es ist wie Gras«. Langsam, marschmäßig

        Denn alles Fleisch, es ist wie Gras
        Und alle Herrlichkeit des Menschen
        Wie des Grases Blumen.
        Das Gras ist verdorret
        Und die Blume abgefallen.

        (1. Petrus 1, 24)

        So seid nun geduldig, liebe Brüder,
        Bis auf die Zukunft des Herrn.
        Siehe, ein Ackermann wartet
        Auf die köstliche Frucht der Erde
        Und ist geduldig darüber,
        Bis er empfahe den Morgenregen und Abendregen.
        So seid geduldig.

        (Jakobus 5, 7)

        Denn alles Fleisch, es ist wie Gras
        Und alle Herrlichkeit des Menschen
        Wie des Grases Blumen.
        Das Gras ist verdorret
        Und die Blume abgefallen.

        Aber des Herren Wort bleibet in Ewigkeit.

        (1. Petrus 1, 24. 25)

        Die Erlöseten des Herrn werden wiederkommen,
        Und gen Zion kommen mit Jauchzen;
        Freude, ewige Freude,
        Wird über ihrem Haupte sein;
        Freude und Wonne werden sie ergreifen,
        Und Schmerz und Seufzen wird weg müssen.

        (Jesaja 35, 10)

        III. »Herr, lehre doch mich«. Andante moderato

        Herr, lehre doch mich,
        Dass ein Ende mit mir haben muss.
        Und mein Leben ein Ziel hat,
        Und ich davon muss.
        Siehe, meine Tage sind
        Einer Hand breit vor Dir,
        Und mein Leben ist wie nichts vor Dir.

        Ach wie gar nichts sind alle Menschen,
        Die doch so sicher leben.
        Sie gehen daher wie ein Schemen
        Und machen ihnen viel vergebliche Unruhe;
        Sie sammeln und wissen nicht,
        Wer es kriegen wird.
        Nun Herr, wes soll ich mich trösten?

        Ich hoffe auf Dich.

        (Psalm 39, 5-8)

        Der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand
        Und keine Qual rühret sie an.

        (Weisheit Salomos 3, 1)

        IV. »Wie lieblich sind deine Wohnungen«. Mäßig bewegt

        Wie lieblich sind Deine Wohnungen,
        Herr Zebaoth!
        Meine Seele verlanget und sehnet sich
        Nach den Vorhöfen des Herrn;
        Mein Leib und Seele freuen sich
        In dem lebendigen Gott.
        Wohl denen, die in Deinem Hause wohnen,
        Die loben Dich immerdar.

        (Psalm 84, 2.3.5)

        V. »Ihr habt nun Traurigkeit«. Langsam

        Ihr habt nun Traurigkeit;
        Aber ich will euch wiedersehen,
        Und euer Herz soll sich freuen,
        Und eure Freude soll niemand von euch nehmen.

        (Johannes 16, 22)

        Ich will euch trösten,
        Wie einen seine Mutter tröstet.

        (Jesaja 66, 13)

        Sehet mich an: Ich habe eine kleine Zeit
        Mühe und Arbeit gehabt
        Und habe großen Trost gefunden.

        (Jesus Sirach 51, 35)

        VI. »Denn wir haben hie keine bleibende Statt«. Andante

        Denn wir haben hie keine bleibende Statt,
        Sondern die zukünftige suchen wir.

        (Hebräer 13, 14)

        Siehe, ich sage Euch ein Geheimnis:
        Wir werden nicht alle entschlafen,
        Wir werden aber alle verwandelt werden;
        Und dasselbige plötzlich in einem Augenblick,
        Zu der Zeit der letzten Posaune.

        Denn es wird die Posaune schallen
        Und die Toten werden auferstehen unverweslich;
        Und wir werden verwandelt werden.
        Dann wird erfüllet werden das Wort,
        Das geschrieben steht.
        Der Tod ist verschlungen in den Sieg.
        Tod, wo ist dein Stachel?
        Hölle, wo ist dein Sieg?

        (1 Korinther 15, 51.52.54.55.)

        Herr, Du bist würdig
        Zu nehmen Preis und Ehre und Kraft,
        Denn Du hast alle Dinge erschaffen,
        Und durch Deinen Willen haben sie das Wesen
        Und sind geschaffen.

        (Offenbarung Johannis 4, 11)

        VII. »Selig sind die Toten«. Feierlich

        Selig sind die Toten,
        Die in dem Herrn sterben,
        Von nun an.
        Ja, der Geist spricht,
        Dass sie ruhen von ihrer Arbeit;
        Denn ihre Werke folgen ihnen nach.

        (Offenbarung Johannis 14, 13)

        Biografien

        Julia Grüter

        Sopran
        Christian Palm
        Julia Grüter © Christian Palm

        Die Sopranistin Julia Grüter ist seit der Spielzeit 2018/19 festes Ensemblemitglied am Staatstheater Nürnberg. Dort überzeugte sie unter anderem in der Titelpartie von La Calisto sowie als Micaëla (Carmen), Mélisande (Pelléas et Mélisande) und Sophie (Der Rosenkavalier). Gastspiele führten sie an das Aalto-Theater Essen und zu den Bayreuther Festspielen 2023.

        Im Sommer 2024 gastierte sie an der Komischen Oper Berlin in Händels Messiah. Ihr Nordamerika-Debüt gab sie im Mai 2025 mit Beethovens Missa solemnis unter Nathalie Stutzmann. Grüter konzertierte europaweit mit Dirigent:innen wie Joana Mallwitz oder Vladimir Jurowski.

        Die Preisträgerin des ARD-Musikwettbewerbs 2021 studierte an der Musikhochschule Münster bei Zelotes Edmund Toliver. Vor ihrem Engagement in Nürnberg war sie Mitglied im Opernstudio des Landestheaters Linz. Ihr breites Konzertrepertoire umfasst Werke von Bach bis Mahler.

        Joshua Hopkins

        Bariton
        Simon Pauly
        Joshua Hopkins © Simon Pauly

        Der kanadische Bariton Joshua Hopkins, ausgezeichnet mit dem JUNO Award und nominiert für den Grammy, wird für seine wandlungsfähige Stimme und außergewöhnliche Technik gepriesen. In der Saison 2025/26 kehrte er in zwei seiner Paraderollen zurück: als Papageno (Die Zauberflöte) an die Metropolitan Opera sowie die Semperoper Dresden und als Figaro (Il Barbiere di Sevilla) an die San Francisco Opera. Konzertverpflich­tungen führten ihn unter anderem zum Chicago Symphony Orchestra und zum Philadelphia Orchestra.

        Ein persönlichstes Projekt ist sein Liederzyklus Songs for Murdered Sisters von Jake Heggie und Margaret Atwood. Hopkins konzipierte das Werk im Gedenken an seine Schwester, um für das Thema Gewalt in Partnerschaften zu sensibilisieren. Zuletzt feierte er Erfolge an der Staatsoper Berlin und der Bayerischen Staatsoper. Als Graf Almaviva (Le nozze di Figaro) an der Metro­po­litan Opera war er weltweit in der Reihe Live in HD zu erleben.

        Anja Bihlmaier

        Dirigentin
        Marco Borggreve
        Anja Bihlmaier © Marco Borggreve

        »Anja Bihlmaier ist als Dirigentin eine Offenbarung«, urteilte die Süddeutsche Zeitung im Juni 2025. Seit September 2024 wirkt sie als Erste Gastdirigentin des BBC Philharmonic Orchestra und ist regelmäßig zu Gast bei den BBC Proms. In der Saison 2025/26 debütierte sie beim Gürzenich-Orchester Köln sowie dem London Symphony Orchestra. Zudem vollendet sie 2026 ihre dreijährige Residenz beim Beethovenfest Bonn.

        Ihr Repertoire reicht von Haydn über Schostakowitsch bis zu Unsuk Chin. Auf der Opernbühne leitete sie zuletzt Neuproduktionen an der Berliner Staatsoper und beim Glyndebourne Festival. Im Frühjahr 2026 dirigierte sie erstmals an der Hamburgischen Staatsoper (Elektra).

        Von 2021 bis 2025 war Bihlmaier Chefdirigentin des Residentie Orkest Den Haag und von 2020 bis 2024 Erste Gastdirigentin der Lahti Sinfonia. Mit beiden Orchestern entstanden erfolgreiche CD-Aufnahmen. Die ehemalige Stipendiatin des Dirigentenforums studierte in Freiburg und Salzburg bei Mentor:innen wie Dennis Russell Davies.

        Martin Steidler

        Einstudierung
        Thorsten Brieger
        Martin Steidler © Thorsten Brieger

        Martin Steidler ist Chorleiter, Dirigent und Professor für Chorleitung an der Hochschule für Musik und Theater München. Sein Wirken reicht von Meisterwerken der Musikgeschichte bis zur zeitgenössischen Musik. Werktreue und historische Aufführungspraxis stehen im Zentrum seines Selbstverständnisses.

        Steidler ist Gründer und Leiter der Audi Jugendchorakademie, des Heinrich-Schütz-Ensembles Vornbach und des Ensembles LauschWerk. Den Madrigalchor der Musikhochschule München führte er 2014 zum ersten Preis beim Deutschen Chorwettbewerb und 2015 zum Sieg bei Let the Peoples Sing. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem Kulturpreis Bayern geehrt. 

        Steidler arbeitet regelmäßig mit internationalen Spitzensinfonieorchestern, Barockensembles und Dirigent:innen wie Kent Nagano oder Marie Jacquot zusammen. Seine Ensembles gastieren in Häusern wie der Elbphilharmonie und der Carnegie Hall. Neben präziser Sprach-, Intonations- und Stimmbildungsarbeit setzt er auf innovative, genreübergreifende Konzertformate und eine wertschätzende Gemeinschaft als künstlerisches Fundament.

        Audi Jugendchorakademie

        Foto Zapf
        Audio Jugendchorakademie © Foto Zapf

        Die Audi Jugendchorakademie wurde 2007 gegründet, um Nachwuchssänger:innen das Chorsingen auf hohem künstlerischem Niveau zu ermöglichen. Unter der Leitung von Martin Steidler kooperiert das Ensemble mit namhaften Künstler:innen und Klangkörpern wie Christoph Prégardien, Sophie Harmsen oder dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin. Internationale Tourneen führten die rund 80 Sänger:innen bereits nach Rom, Singapur und Taiwan sowie auf Einladung von Kent Nagano zum Montréal Symphony Orchestra. 

        Das Repertoire umfasst Werke von der Klassik bis zur Moderne, was CD-Einspielungen von Schubert bis ­Strawinsky dokumentieren. Die Presse lobt die »artikulatorische Exaktheit« und »intonatorische Perfektion« des Chores. 

        Neben der Probenarbeit erhalten die Mitglieder zwischen 16 und 27 Jahren intensiven Einzelunterricht und Stimmbildung. Interessierte aus dem gesamten Bundesgebiet, Österreich und der Schweiz können sich jährlich über ein Vorsingen qualifizieren.

        Besetzung

        Sopran
        Luise Arndt
        Paulina Bergermeier
        Emma Berglund
        Friederike Biesterfeld
        Helena Bresser
        Sarah Döding
        Ruth Frank
        Paula Henze
        Katharina Hettrich
        Ella Kastner
        Lisa Köglmeier
        Zoe Köppen
        Jarah Labib
        Regina Lederer
        Antonia Lerchl
        Alex Johanna Ließmann
        Cäcilia Mang
        Karla Mehlich
        Julia Schmalzbauer
        Sophia Sievers
        Emily Springer
        Clara Suckart

        Alt
        Lisa Böffgen
        Jessica Burckhardt
        Rebecca Fischer
        Anna-Lucia Forck
        Anna-Carina Gehlisch
        Rixte Gerdes
        Anouk Großer
        Magdalena Hübner
        Amelie Peters
        Sophie Pfarrhofer
        Martha Pfündl
        Monika Reichhart
        Madeleine Rimlinger
        Karla Schrodi
        Nolwenn Tilly
        Theresa Ulbricht
        Johanna v. C.-Wantrup
        Julia Willemsen

        Tenor
        Rodrigo Alegre
        Can Bakir
        Peter Dirscherl
        Björn Ferber
        Magnus Gangey
        Johannes Haran
        Jonas Krarup
        Samuel Kühn
        Florian Popp
        Lukas Popp
        Jonathan Singer
        Finn Warlimont
        Samuel Woll
        Jonas Wrba

        Bass
        Lukas Aschenbrenner
        Bastian Bachleitner
        Hans Däubler
        Felix Dömling
        Jonas Eder
        Ingo Heide
        Philip Huber
        Lorenz Kaineder
        Jakob Karasek
        Jonas König
        Simon Michael
        Christopher Neale
        Martin Partheymüller
        Lukas Petraska
        David Peusch
        Paul Sagasser
        Jakob Stolte

        BBC Philharmonic Orchestra

        Chris Payne
        BBC Philharmonic Orchestra © Chris Payne

        Als eines der renommiertesten Rundfunkensembles der Welt begeistert das BBC Philharmonic Orchestra seit über 100 Jahren sein Publikum mit seiner Energie, seiner rasanten Spielweise und seinem unverwechselbaren musikalischen Charakter. Das 1922 als 2ZY Orchestra gegründete Orchester hat maßgeblich dazu beigetragen, die Region Manchester zu einem unverzichtbaren Kulturziel und zu einem Zentrum für Weltklasse-Talente im Bereich der Orchestermusik zu machen.

        Außerhalb des Philharmonic Studio, seiner Rundfunkheimat in MediaCityUK, präsentiert das Orchester eine Konzertreihe in der Bridgewater Hall in Manchester und tourt durch das gesamte Vereinigte Königreich, etwa zu den den BBC Proms. Ob im Konzertsaal, im Radio, im Fernsehen oder als Stream auf BBC Sounds und iPlayer – die Arbeit des Orchesters wird jedes Jahr von Millio­nen Menschen genossen. Chefdirigent des Orchesters ist John Storgårds, Anja Bihlmaier ist die Erste Gastdirigentin.

        Besetzung

        Violine I
        Zoe Beyers (Konzertmeisterin)
        lison Fletcher
        Kevin Flynn
        Anna Banaszkiewicz-Maher
        Georgina Bloomfield
        Martin Clark
        Amy Huang
        Aleem Kandour
        Karen Mainwaring
        Catherine Mandelbaum
        Toby Tramaseur
        Eva Petrarca

        Violine II
        Lisa Obert
        Glen Perry
        Rachel Porteous
        William Chadwick
        Helen Evans
        Simon Gilks
        Rebecca Mathews
        Evie Rogers
        Claire Sledd
        Matthew Watson

        Viola
        Steven Burnard
        Duncan Anderson
        Laura Cooper
        Bernadette Anguige
        Fiona Dunkley
        Rachel Janes
        Ruth Montgomery
        Roisin Ni Dhuill

        Violoncello
        Peter Dixon
        Maria Zachariadou
        Lavinnia Rae
        Jessica Schaefer
        Rebecca Aldersea
        Elise Wild

        Kontrabass
        Ronan Dunne
        Catharina Feyen
        Alice Durrant
        Marcus da Silva

        Flöte
        Alex Jakeman
        Victoria Daniel
        Jennifer Hutchinson (Piccolo)

        Oboe
        Jennifer Galloway
        Charis Yan Yin Lai
        Charis Yan Yin Lai (Englischhorn)

        Klarinette
        John Bradbury
        Fraser Langton
        Elliot Gresty

        Fagott
        Luke Tucker
        Angharad Thomas
        Bill Anderson (Kontrafagott)

        Horn
        David Pyatt
        Rebecca Levis
        Phillip Stoker
        Tom Kane Sub
        Jonathan Barrett

        Trompete
        Thomas Fountain
        Gwyn Owen
        Tim Barber

        Posaune
        Richard Brown
        Gary MacPhee
        Gemma Riley
        Eddie Curtis (Bassposaune)

        Tuba
        Adrian Miotti

        Pauken
        Paul Turner 

        Harfe
        Richard Allen

        Orgel
        Darius Battiwalla

        Save the Date!

        18.3.–4.4.2027

        Beethoven Frühling: Das Festival zum Beethovenjahr 2027

        Noch erklingen die letzten Töne des diesjährigen Beethovenfests, doch wir schauen bereits nach vorn: Im Beethovenjahr 2027 veranstalten wir erstmals ein Festival rund um Ostern. Der Beethoven Frühling bringt in Kooperation mit dem Beethoven Orchester Bonn und dem Beethoven-Haus Bonn die große Klassik an den Rhein. Anlässlich des 200. Todestages von Ludwig van Beethoven treffen erneut fundamentale Meisterwerke auf zeitgenössische Impulse, grenzüberschreitende Formate und internationale Spitzenkünstler:innen. Der Vorverkauf beginnt am 29.10.2026. Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an, um keine Details zu verpassen.
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        Festival-Miteinander

        Festival-Miteinander

        Wir – das Beethovenfest Bonn – laden ein, in einem offenen und respektvollen Miteinander Beethovenfeste zu feiern. Dafür wünschen wir uns Achtsamkeit im Umgang miteinander: vor, hinter und auf der Bühne.

        Für möglicherweise auftretende Fälle von Grenzüberschreitung ist eine interne Ansprechstelle erreichbar für Publikum, Künstler:innen und Mitarbeiter:innen. 

        Wir sind ansprechbar über eine Telefon-Hotline (+49 228 2010321, im Festival täglich von 13–21 Uhr) oder per E-Mail (awareness@beethovenfest.de).

        Werte und Überzeugungen unseres Miteinanders sowie weitere externe Kontaktmöglichkeiten können hier auf unserer Website aufgerufen werden.

      • Ein Pianist spielt auf einer Bühne, angestrahlt von einem pinken Licht. Das Publikum sitzt in einem großen Konzertsaal. Aufschrift: Telekom-Logo, "Shine On, Bonn"
        © Deutsche Telekom AG
      • Illustration von drei Journalisten mit Mikrofon und Kamera. Schriftzug: "Viele Stimmen, ein Ensemble" und "Gemeinsam im Dialog, für Freiheit und Innovation".
        © Deutsche Welle
      • Plakat feiert 200 Jahre Kultur. Enthält Symbole für Musik, Literatur und Kunst. Hervorgehoben ist die Unterstützung für das Beethovenfest. Überschrift: "Große Kultur braucht mehr als Applaus." Logo Sparkasse 200-Jahre
        © Sparkasse KölnBonn
      • Gelbes Poster mit rotem Schallwellen-Motiv. Text: "Im Puls der Stadt" und Eventdetails für Veranstaltung von Deutsche Post und DHL.
        © DHL Group
      • Poster für Klavierrezitals 2026/27 im Beethoven-Haus Bonn. Enthält Termine und Namen der Künstler, mit Sicht auf Konzertsaal.
        © Beethoven-Haus Bonn
      • Frau mit Ukulele steht vor einem roten Hintergrund. Text beschreibt Bedeutung der Musik für Geflüchtete. UNO-Flüchtlingshilfe-Logo ist sichtbar.
        © UNO-Flüchtlingshilfe
      • Blaues Poster mit Beethoven-Illustration. Zitat von Ludwig van Beethoven über Talent und Fleiß. Logos von dhpg und CLA Global.
        © dhpg
      • Illustration: Eine Glühbirne leuchtet mit Beethovens Kopf. Schriftzug: "Bonn hat's in der Birne." und "Jetzt Neukundenbonus sichern!"
        © SWB
      • Werbung für das Beethoven Fest 2026 mit einer Illustration von Beethoven und dem Slogan "Musik. Bewegt. Verbindet." QR-Code enthalten.
        © Autohaus Thomas
      • Männer beladen einen LKW mit Hilfsgütern. Text: „Bonn hilft Cherson – Jetzt mitmachen!“ und Website-Link.
        © Help e. V.
      • Das Beethovenfest Bonn 2026 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.

        Programmheftredaktion:
        Sarah Avischag Müller
        M Hornauer

        Lektorat:
        Heidi Rogge

        Die Texte von Lena Frömmel sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.

        • Mitwirkende
        • Programm
        • Einleitung
        • Boulanger: Psalm 24
        • Brahms: Requiem
        • Vokaltexte
        • Biografien
        • Save the Date!
        • Festival-Miteinander
        Ticket–Hotline +49 228 2010344 Mo, Mi–Fr, 10–14 Uhr
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