Wahrnehmung und Lernen funktionieren stark über Unterschiede. Wir verstehen Dinge meist nicht für sich allein, sondern im Vergleich zu etwas anderem. Interessanterweise bemerkt unser Gehirn dabei nicht jeden kleinen Unterschied – sondern nur solche, die eine bestimmte Grenze überschreiten.
Diese Grenze nennt man Unterschiedsschwelle. Liegt ein Unterschied darunter, wirkt alles gleich. Liegt er knapp darüber, erkennen wir: Das ist nicht dasselbe.
Am Anfang beim Lernen helfen besonders klare Unterschiede – grobe Einteilungen, die Orientierung geben. Mit mehr Erfahrung verändert sich das: Man erkennt feinere Abstufungen, kleinere Nuancen innerhalb einer Gruppe.
Oder – an einem Beispiel gesagt: Aus ›Tier‹ wird ›Hund‹, aus ›Hund‹ wird ›Labrador‹.
