Flex Ensemble
Kana Sugimura Violine
Nora Romanoff-Schwarzberg Viola
Martha Bijlsma Violoncello (Beethovenfest Fellow 2026)
Johannes Nies Klavier
Jonas Urbat Live-Elektronik
3.9.– 3.10. 2026

Flex Ensemble
Kana Sugimura Violine
Nora Romanoff-Schwarzberg Viola
Martha Bijlsma Violoncello (Beethovenfest Fellow 2026)
Johannes Nies Klavier
Jonas Urbat Live-Elektronik
Jonas Urbat (*1991)
Prolog
Gordon Williamson (*1974)
Couverture
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Sinfonia eroica«, arr. von Ferdinand Ries für Klavierquartett
I. Allegro con brio
Jonas Urbat: Interludium
II. Marcia funebre – Adagio assai
Jonas Urbat: Interludium
III. Menuett Scherzo – Allego vivace
IV. Finale. Allegro Molto – Poco andante – Presto
Jonas Urbat: Epilog
Gordon Williamson
Encore
Konzertdauer: ca. 80 Minuten ohne Pause
Gastronomisches Angebot vor Ort
Nach dem Konzert: CD-Verkauf der Künstler:innen
Zusätzlich zu Blumen schenken wir den Künstler:innen Blüh-Patenschaften, mit deren Hilfe in der Region Bonn Blumenwiesen angelegt werden.
Für ein ungestörtes Konzerterlebnis bitten wir Sie, auf Foto- und Videoaufnahmen zu verzichten.
Mit der »Eroica« warf Beethoven nicht nur die musikalischen Konventionen seiner Zeit über Bord, in ihr spiegelte sich auch ein persönlicher Konflikt wider: der Schmerz über das Scheitern jener Ideale, die er einst in Napoleon verkörpert sah. Bereits zum 250. Geburtstag des Komponisten (2020) widmete sich das Flex Ensemble dieser berühmten Sinfonie, die sie nun auch beim Beethovenfest in der reduzierten Fassung für Klavierquartett interpretieren. Martha Bijlsma ist in diesem Jahr Fellowship-Künstlerin des Beethovenfests und gestaltet einen Abend, an dem Beethovens »Eroica« und zeitgenössische Musik von Gordon Williamson erstmals mit elektronischen Zwischenspielen von Jonas Urbat verschmelzen: zu einer einzigen, durchgehenden Reise in das digitale Zeitalter und der Frage: Was bedeutet Held:in sein heute?
Zur neuen Rahmung von Beethovens Sinfonie gab das Flex Ensemble zwei Werke beim Komponisten Gordon Williamson in Auftrag: Couverture und Encore. Seine zeitgenössische Musik steht nicht zusammenhangslos neben dem klassischen Repertoire: Williamson setzte sich für das einleitende Stück einerseits mit der Form der klassischen Ouvertüre auseinander und stellt andererseits innere musikalische Bezüge zu Beethovens »Eroica« her. Die Instrumente werden dabei auf unkonventionelle Weise zum Klingen gebracht: Die Streicher streichen ganz nah am Steg für hohe metallische Töne, tippen mit dem Bogenholz auf die Saiten oder erzeugen hauchzarte, flötenartige Obertöne. Beim Klavier wird nicht nur auf den Tasten, sondern auch direkt im Korpus gespielt – Saiten werden mit den Fingern abgedämpft, gezupft oder gestrichen. So entstehen Klänge, die für Beethoven zwar ungewöhnlich gewesen wären, seine Musik aber dennoch schemenhaft andeuten – wie zum Beispiel den prägnanten Anfangsrhythmus der Sinfonie. Das Ergebnis: Ein neuer Blick auf musikalische Fragmente eines altbekannten Werks.
Der Titel Couverture ist dabei nicht nur ein humorvoller Verweis auf die traditionelle Gattung der Ouvertüre. Er bedeutet im Französischen so viel wie ›Deckel‹. So verpasste der kanadische Komponist dem Werk also einen neuen metaphorischen Einband aus zeitgenössischem Blickwinkel, oder wie er selbst schmunzelnd sagt, einen »süßen Kommentar« – Kuvertüre eben.

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Sinfonia eroica«
Erstaufführung: 9. Juni 1804 im privaten Rahmen des Fürsten Joseph Lobkowitz (auch Ferdinand Ries war unter den Gästen). Erstmals öffentlich: 7. April 1805 im Theater an der Wien
Gut zu wissen: »Sinfonia eroica composta per festeggiare il sovvenire di un grand’uomo« (»Sinfonia Eroica komponiert zur Feier des Todes eines Helden«) lautet die Überschrift der ersten Partiturausgabe von 1806.
Ohne jegliche Zurückhaltung und voller Energie beginnt Beethovens Sinfonie im ersten Satz und holt die Zuhörer:innen ohne Umschweife in das musikalische Geschehen. Und das funktioniert nicht nur mit großem Orchester, für das die Sinfonie eigentlich geschrieben wurde. Gleich zu Beginn des Arrangements für Klavier und drei Streichinstrumente wird klar: Auch im Quartett überträgt sich die Klanggewalt, mit der Beethoven seinerzeit – vor mehr als 200 Jahren – gewohnte Konzertdimensionen sprengte. Einigen Zeitgenoss:innen war die Sinfonie zu Beginn noch zu grell und unzumutbar lang, aber bald schon galt sie als eines seiner ›kunstreichsten‹ Werke. Beethoven ebnete mit diesem Ausnahmestück, in dem er sich weder an die formalen Kompositionsregeln noch an die harmonischen Gepflogenheiten seiner Zeit hielt, den Weg in das neue musikalische Zuhause der nächsten Generation: die Epoche der Romantik!

In drei Interludien klingen die Sätze der »Eroica« im Laufe dieses Konzerts erstmals in Form elektronischer Resonanzen nach oder bereiten durch neue Klanginterpretationen bereits den nächsten Satz vor. Musiker und Klangkünstler Jonas Urbat erklärt, dabei entstehe fast alles, was elektronisch zu hören ist, im Konzert selbst oder werde aus Probenaufnahmen generiert. Vorab nahm er Samples des mikrofonierten Klavierquartetts auf, die er etwa mit Looping verarbeitete. Bei der Aufführung tragen die Musiker:innen Sensoren und nehmen selbst Einfluss auf die elektronischen Klänge.
Jonas Urbat und Martha Bijlsma haben sich für diese Vorstellung auf Vorschlag des Beethovenfests zusammengetan. Die Neugier auf das Projekt teilten sie von Anfang an und experimentierten mit verschiedenen Ideen, wodurch sich die Zusammenarbeit ganz dynamisch entwickelte. »Für mich fühlt sich die Einbeziehung von Elektronik wie ein natürlicher nächster Schritt an«, erzählt die Cellistin. Und auch der nach immer neuen Klängen suchende Musiker Urbat meint, man solle sich nicht der Bequemlichkeit hingeben: »Wir müssen uns aus eigenen Stücken bewegen und antreiben und flexibel bleiben.« Wie schließlich Beethoven selbst schon sagte: »Die Kunst will von uns, dass wir nicht stehen bleiben.«

Wie zwei energische Paukenschläge wirken die ersten Akkorde, die das Ensemble anfangs unmittelbar gemeinsam spielt. Nahtlos klingt sodann das erste Thema an, das bald wieder von der musikalisch vorantreibenden Entschlossenheit der folgenden Takte unterbrochen wird. Gleich zu Beginn wird so der heroische Charakter hörbar, der dem Werk einst seinen Beinamen »sinfonia eroica« verlieh. Die dritte Sinfonie widmete Beethoven zunächst niemand geringerem als Napoleon Bonaparte. Zwar war der Komponist kein offener Bekenner der französischen Revolution, aber er verehrte die humanistischen Werte, also die Ideale um Freiheit und Fortschritt. So schrieb er 1793 noch: »Wohltun, wo man kann. Freiheit über alles lieben, Wahrheit nie (auch am Throne nicht) verleugnen.« Die aristokratische Tyrannei verachtete Beethoven; völlig entrüstet war er der Erzählung seines Schülers Ferdinand Ries (von dem die Quartettfassung der Sinfonie Nr. 3 stammt) nach, als Napoleon sich selbst zum Kaiser krönte – und entfernte daraufhin die Widmung aus der Partitur.
Im Verlaufe des Konzerts kommen die Musiker:innen zur Sprache: Sie zitieren Fragmente aus der »Declaration of the Independence of Cyberspace« von John Perry Barlow aus den 1990er-Jahren. Damals betonte der amerikanische Bürgerrechtler die Utopie des freien, ortlosen Internets und kritisierte den zunehmenden staatlichen Einfluss auf diesen virtuellen Raum. Die Antwort auf die Frage, was sein revolutionärer Idealismus nun mit Beethoven zu tun hat, findet sich auf der Suche nach der verborgenen Bedeutung seiner »Eroica«. Denn auch der Komponist prangerte die verratenen Ideale seiner Zeit an.
»You claim there are problems among us that you need to solve. You use this claim as an excuse to invade our precincts. Many of these problems don’t exist. Where there are real conflicts, where there are wrongs, we will identify them and address them by our means. We are forming our own Social Contract. This governance will arise according to the conditions of our world, not yours. Our world is different.
Cyberspace consists of transactions, relationships, and thought itself, arrayed like a standing wave in the web of our communications. Ours is a world that is both everywhere and nowhere, but it is not where bodies live.
We are creating a world that all may enter without privilege or prejudice accorded by race, economic power, military force, or station of birth.
We are creating a world where anyone, anywhere may express his or her beliefs, no matter how singular, without fear of being coerced into silence or conformity.«
Von wem der heldenhafte Inhalt der »Eroica« eigentlich handelt, darum ranken sich verschiedene Erzählungen. Klar ist: Die Sinfonie entstand in der napoleonischen Ära. Im zweiten Satz erklingen immer wieder Andeutungen an Motive aus Festhymnen und Trauermärschen der Ersten Französischen Republik. Das kann durchaus als eine Huldigung Napoleons – oder eben Trauer über dessen Verrat am Ideal – verstanden werden. Manche sprechen aber auch von der ›Prometheus-Sinfonie‹, weil im letzten Satz ein Thema erklingt, das Beethoven bereits für seine Ballettmusik Die Geschöpfe des Prometheus komponiert hatte.

Eine weitere Erzählung bringt den preußischen Prinzen Louis Ferdinand ins Spiel, der kurz vor Drucklegung der Sinfonie im Befreiungskampf gegen Frankreich gefallen war. Beethoven hatte ihn zur Aufführung der Sinfonie bei deren Widmungsträger Fürst Lobkowitz kennengelernt – der Prinz wollte die »Eroica« dort gleich drei Mal hintereinander hören! Und schließlich heißt es in der ersten Partiturausgabe dann, »komponiert zur Feier des Todes eines Helden«. Aber wer weiß schon, ob Beethoven sich nicht auch selbst als Helden einer Ära verstand? »Der ›Held‹ ist gestorben, aber das Ideal lebt weiter«, so Jonas Urbat über die Lesart seiner Interludien. Mit ihnen vertont er in gewisser Weise seine Suche nach den Idealen von heute – den personenbezogenen Heldenbegriff löst er dabei auf, im Zentrum stehen nur noch die Ideale.
»Als wir zum ersten Mal auf Ferdinand Ries’ Bearbeitung von Beethovens Dritter Sinfonie für Klavierquartett stießen, waren wir natürlich sehr neugierig. Es schien spannend (und vielleicht auch ein wenig verrückt), eine ganze Sinfonie nur zu viert aufzuführen.« – Martha Bijlsma
Martha Bijlsma und das Flex Ensemble versuchen mit ihrer Aufführung nicht, ein Orchester zu ersetzen: Die Quartettfassung ermögliche es ihnen, »die Struktur des Werks auf eine sehr intime, direkte, fast ›nackte‹ Weise offen zu legen«, so die Cellistin. Eine Beethoven-Sinfonie in Quartettfassung ist ein Vorhaben, das einige Herausforderungen bereithält. Zumal Beethovens »Eroica« gerne mit großen Attributen beschrieben wird: Sie ist ›monumental‹ im Vergleich zu anderen Sinfonien der Zeit, ›pathosgeladen‹ und spürbar ›erhaben‹ im Klang, ja da werden gar ›rhythmische Urkräfte‹ ins Spiel gebracht. Ferdinand Ries, der das Arrangement zu verantworten hat, begegnete diesem Wagnis nicht etwa mit flacher Reduktion, sondern mit schlichter, auf die Essenz konzentrierter Kompromisslosigkeit. Ein zentrales Element bleiben somit auch im Klavierquartett die rhythmische Durchschlagkraft und die dynamischen Ausbrüche der »Eroica«. Fehlender Klangmasse begegnet Ries im Notensatz mit gewandter Artikulation und erfinderischen Wechseln im Register. Die Besetzung mit nur drei Streichern und einem Klavier forderte ihn heraus, den Rahmen der Instrumente auszureizen. Da werden die sinfonischen Streicherstimmen auch mal vom Klavier gespielt, damit die drei Streicher die nunmehr fehlenden Bläser übernehmen können. Durch die geschickte Verarbeitung der Melodielinien und harmonischen Verflechtungen gehen also trotz der Reduktion auf nur vier Instrumente kaum Stimmlinien des Orchesters verloren. Vielmehr noch: Wo das Orchester opulent und mächtig daherkommt, wirkt das Klavierquartett glasklar in jeder nach wie vor provokanten musikalischen Wendung.
»Obwohl die Transkription von Sinfonien nichts Neues war, eröffnete uns diese Bearbeitung eine völlig neue Perspektive auf ein Werk, das wir eigentlich so gut zu kennen glaubten. Das Wissen, dass sie von Ferdinand Ries stammte, der sowohl ein Schüler als auch ein enger Freund Beethovens war, gab uns die Gewissheit, mit der Aufführung keinerlei musikalisches Sakrileg zu begehen.« – Martha Bijlsma
Im Jahr 1801 schickte Beethovens Bonner Geigenlehrer Franz Anton Ries seinen Sohn Ferdinand zum Komponisten nach Wien, denn er sollte sein Klavierschüler werden. Er wurde nicht nur sein Schüler und selbst Komponist – die beiden verband auch eine Freundschaft. Die »Eroica« konnte Ferdinand Ries schon während einer privaten Uraufführung im Jahr 1804 bei Fürst Lobkowitz erleben. Die Fassung für Quartett fertigte er allerdings erst nach Beethovens Tod 1827 an und sie wurde gar erst 1857 (nach Ries eigenem Tod) gedruckt und veröffentlicht.
›Was da noch zu sagen wäre‹ oder so ähnlich könnte man das französische ›encore‹, das eigentlich ›außerdem‹ oder ›noch einmal‹ bedeutet, wohl auch übersetzen. Eigentlich als Zugabe zur Aufführung des Flex Ensembles 2020 geschrieben, hat sich Encore als fester Bestandteil des Programms bewährt. Diesmal noch deutlicher zu hören: der zeitgenössische und durchaus humorvolle Umgang mit Beethovens viertem Satz aus der »Eroica«-Sinfonie.
2023 hob das Beethovenfest ein Projekt aus der Taufe, mit dem in Bonn musikalische Zukunft erfunden wird: das Fellowship-Programm. Seitdem bietet das Festival Künstler:innen, Komponist:innen und Ensembles einen Freiraum für Experimente und Innovationen. Die Ergebnisse der mehrmonatigen Projektphasen werden im Festival präsentiert. Zusätzlich werden verschiedene Leuchtturm- und Sonderprojekte realisiert. Martha Bijlsma ist eine von insgesamt vier Fellows 2026.
Noomi J. Bacher
Founding members Arndt and Helmut Andreas Hartwig
Dr. Michael Buhr und Dr. Gabriele Freise-Buhr
Godesberg Gastronomie & Event GmbH
LTS Lohmann Therapie-Systeme AG
Andrea und Ekkehard Gerlach
Hans-Joachim Hecek und Klaus Dieter Mertens
Dr. Thomas und Rebecca Ogilvie
Albert Tonger Immobilien e. K.
Braunschweiger Privatbank, Köln
Maria und Christoph Bader
Bernd Böcking
Dr. Sigrun Eckelmann† und Johann Hinterkeuser
Dr. Stefanie Montag und Dr. Stephan Herberhold
Dr. Luciano und Ulrike Pizzulli
Julia Rabus und Mirko Klemm
Jannis Ch. Vassiliou und Maricel de la Cruz
Tim Achtermeyer MdL
Judith und Tobias Andreae
Dr. Frank Asbeck und Susanne Birkenstock
Bettina Böttinger und Martina Wziontek
Anja Bröker
Philipp Buhr und Marie-Madeleine Zenker
Tim und Jessi Buhr
Katja Burkard und Hans Mahr
Claudia Cieslarczyk und Heiko von Dewitz
Rüdiger und Andrea Depkat
Guido Déus
Prof. Dr. Udo und Bettina Di Fabio
Walter Droege und Hedda im Brahm-Droege
Ralf und Antje Firmenich
Tobias Grewe und Dr. Jan Hundgeburth
Jörg Großkopf und Peter Daubenbüchel
Prof. Monika Grütters
Lothar und Martha Harings
Dr. Bernhard Helmich und Mai Hong
Dr. Eckart und Ulla von Hirschhausen
Dr. Sabine Hoeft und Thomas Geitner
Prof. Dr. Frank G. und Ulrike Holz
Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Brigitte Holzgreve
Martin Hubert und Martina und Martha Marzahn
Stephan und Sirka Huthmacher
Dirk und Viktoria Kaftan
Dr. Christos Katzidis MdL und Ariane Katzidis
Andrea, Tim und Jan Kluit
Dr. Eva Kraus
Dr. Markus Leyck Dieken und Peter Kraushaar
Peter und Katharina Limbourg
Nathanael Liminski MdL und Hanna Liminski
Horst und Katrin Lingohr
Marianne und Stefan Ludes
Dr. Peter Lüsebrink und Karl-Heinz von Elern
Michael Mronz und Markus Felten
Prof. Dr. Georg und Doris Nickenig
Dr. Solveig Palm
Alexandra Pape und Malte von Tottleben
Christian A. und Rita Rast
Hans-Arndt und Julia Riegel
Prof. Dr. Manuel und Aila Ritter
Matthias und Steffi Schulz
Moritz Seibert
Stephan Schwarz und Veronika Smetackova
Annette Schwolen-Flümann und Thomas Flümann
Prof. Walter Smerling und Beatrice Blank
Elisabeth Sobotka und Prof. Dr. Hans Peter Wehrli
Peter und Annette Storsberg
Prof. Burkhard und Friederike Sträter
Prof. Dr. Hendrik Streeck MdB und Paul Zubeil
Ulrich und Petra Voigt
Oliver und Diane Welke
Dr. Vera Westermann und Michael Langenberg
Dr. Matthias Wissmann und Francisco Rojas
Christian van Zwamen und Gerd Halama
Jutta und Ludwig Acker * Prof. Dr. Wolfgang Angerstein * Alexandra Asbeck * Dr. Rainer und Liane Balzien * Munkhzul Baramsai * Christina Barton van Dorp und Dominik Barton * Christoph Beckmanns * Prof. Dr. Christa Berg * Prof. Dr. Arno und Angela Berger * Christoph Berghaus * Klaus Besier * Ingeborg Bispinck-Weigand * Christiane Bless-Paar und Dr. Dieter Paar * Frank-Michael Böhle und Elvira Pietzka-Böhle * Dr. Ulrich und Barbara Bongardt * Anastassia Boutsko * Anne Brinkmann * Ingrid Brunswig * Lutz Caje * Gabriele und Robert Carl * Elmar Conrads-Hassel und Dr. Ursula Hassel * Ingeborg und Erich Dederichs * Geneviève Desplanques * Irene Diederichs * Michael Eckhardt und Birgit Wolter * Christel Eichen und Ralf Kröger * Elisabeth Einecke-Klövekorn * Dr. Martina Endepohls-Ulpe und Alexander Ulpe * Heike Fischer und Carlo Fischer-Peitz * Dr. Gabriele und Ulrich Föckler * Prof. Dr. Eckhard Freyer * Johannes Geffert * Silke und Andree Georg Girg * Dr. Helga-Maleen Gerresheim * Margareta Gitizad * Carsten Gottschalk * Ulrike und Axel Groeger * Marta Gutierrez und Simon Huber * Cornelia und Dr. Holger Haas * Sylvia Haas * Christina Ruth Elise Hendges * Renate und L. Hendricks * Peter Henn * Prof. Ingeborg Henzler und Dr. Mathias Jung * Heidelore und Prof. Werner P. Herrmann * Dr. Monika Hörig * Georg Peter Hoffmann und Heide-Marie Ramsauer * Dr. Francesca und Dr. Stefan Hülshörster * Karin Ippendorf * Angela Jaschke * Dr. Michael und Dr. Elisabeth Kaiser * Elisabeth und Rolf-Dieter Kaißer * Agnieszka Maria und Jan Kaplan * Dr. Hiltrud Kastenholz und Herbert Küster * Dr. Reinhard Keller * Dr. Ulrich und Marie Louise Kersten * Rolf Kleefuß und Thomas Riedel * Dr. Gerd Knischewski * Norbert König und Clotilde Lafont-König * Sylvia Kolbe * Sigrid Kümmerlein * Gisela Kunz * Dr. Hans Dieter und Ursula Laux * Ute und Dr. Ulrich Kolck * Manfred Koschnick und Arne Siebert * Lilith Matthiaß-Küster und Norbert Küster * Thea Kutzscher * Ruth und Bernhard Lahres * Renate Leesmeister * Gernot Lehr und Dr. Eva Sewing * Traudl und Reinhard Lenz * Florian H. Luetjohann * Moritz Magdeburg * Dr. Charlotte Mende * Heinrich Meurs * Heinrich Mevißen * Dr. Dr. Peter und Dr. Ines Miebach * Karl-Josef Mittler * Dr. Josef Moch * Esther und Laurent Montenay * Friedrich Wilhelm Moog und Vera Walther-Moog * Katharina und Dr. Jochen Müller-Stromberg * Dr. Nicola und Dr. Manuel Mutschler * Dr. Gudula Neidert-Buech und Dr. Rudolf Neidert * Gerald und Vanessa Neu * Lydia Niewerth * Wolfram Nolte * Mark und Rita Opeskin * Céline Oreiller * Dieter und Brigitta Penning * Carol Ann Pereira * Gabriele Poerting * Dr. Manfred und Dorothee van Rey * Ruth Schmidt-Schütte und Hans Helmuth Schmidt * Dr. Andreas und Bettina Rohde * Prof. Dr. Tilman und Astrid Sauerbruch * Ingrid Scheithauer * Monika Schmuck * Markus Schubert * Simone Schuck * Petra Schürkes-Schepping * Dr. Manfred und Jutta von Seggern * Prof. Dr. Norma Selve * Prof. Dr. Wolfram Steinbeck * Dr. Andreas Stork * Michael Striebich * Dr. Corinna ten Thoren und Martin Frevert * Verena und Christian Thiemann * Dr. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. Bernd Voigt * Hermann und Bettina Ude * Katrin Uhlig * Carrie Walter und Gabriel Beeby * Susanne Walter * Aino Ritva Weyers und Nadeem Hajouj * Ruth Winterwerp-van den Elzen und Jürgen Winterwerp * Dr. Bettina und Dr. Matthias Wolfgarten
Iklim Arikan * Linda Dahn * Lasse Frings * Ricci Frosio * Lin Golenia * Emilia Hecke * Victoria Emilia Holz * M Hornauer * Zsolt Máté Kiss * Jonas Kotulla * Marie Meißner * Felix Mennicken * Linus Neunkirchen * Felix Schuck * Hannah Speckmann * Charlotte Speckmann * Nelly Sophia Stach * Till Steinert * Johanna von Bargen * Florens Windelen * Yolanda Winter * Akichika Yukawa * Tom Ziese
Das Flex Ensemble begeistert seit 2012 mit raffinierten, energiegeladenen Auftritten in ganz Europa. Ihre Programme verbinden klassisch-romantische Tradition mit Innovation und interdisziplinären Kooperationen mit Tanz, Theater und bildender Kunst. Durch Kompositionsaufträge an Komponist:innen wie Márton Illés oder Brigitta Muntendorf erweitert das Quartett kontinuierlich sein Repertoire. In der 2016 gegründeten Reihe »imPULS« erforscht das Ensemble neue Performanceformen. Musikvermittlung und Projekte für junges Publikum sind fester Bestandteil der Arbeit. Als Preisträger des Internationalen Schumann-Kammermusikpreises gastieren die vier Musiker:innen in Häusern wie dem Concertgebouw Amsterdam oder der Alten Oper Frankfurt. Mit innovativen Projekten wie der 2022 entwickelten mobilen Open-Air-Bühne »reFLEX« setzt sich das Ensemble durch fantasievolle Formate für zeitgenössische Musik ein.
In New York als Kind japanischer Eltern geboren, studierte Kana Sugimura Violine u. a. in Tokio, London und Hannover. Sie erhielt Auszeichnungen bei vielen internationalen Wettbewerben wie etwa der International Violin Competition in Qingdao, dem Premio Trio di Trieste Kammermusikwettbewerb sowie beim Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb in Hannover.
Im Jahr 2007 spielte sie zusammen mit dem Linos Ensemble die Uraufführung des Violinkonzerts von Alban Berg in der Bearbeitung für Kammerensemble von Andreas Tarkmann. Als Gastkonzertmeisterin spielte sie u. a. bei dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Sinfonieorchester St. Gallen und der NDR Radiophilharmonie.
Sie ist Mitgründerin des Klavierquartetts Flex Ensemble und konzentriert sich in den letzten Jahren auf den Bereich der Kammermusik. Viele Konzerte des Ensembles wurden live übertragen. 2014 veröffentlichte es seine CD-Debüt The Arrival of Night, 2019 folgte die Einspielung Au Suivant und 2020 dann Inside Eroica.
Geboren in New York und aufgewachsen in Wien führt Nora Romanoff-Schwarzberg die musikalische Tradition ihrer Familie in der vierten Generation fort. Als Bratschistin sticht sie durch ihre mitreißende künstlerische Ausstrahlung hervor und ist eine gefragte Kammermusikerin. Sie gastiert regelmäßig auf internationalen Bühnen wie etwa dem Wiener Konzerthaus, der Salle Pleyel in Paris, deSingel in Antwerpen, dem Progetto Martha Argerich in Lugano und den Salzburger Festspielen.
Zu ihren Kammermusik-Partner:innen zählten Martha Argerich, Mischa Maisky, Alexander Lonquich, Banabás Kelemen und viele andere. CD-Einspielungen erfolgten für Naxos, Gramola AVI Classics sowie im Rahmen der Reihe »Martha Argerich and Friends« bei EMI und Warner Classics und wurden mehrfach für die GRAMMY Awards nominiert. Nora Romanoff-Schwarzberg ist Mitglied des auf Musik des 20. und 21. Jahrhunderts fokussierten ensemble LUX, des trio l’après-midi sowie des von ihr begründeten AllStringsAttached Collective.
Ein besonderer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit liegt auf der Entwicklung und Kuratierung innovativer kammermusikalischer Konzertformate und interdisziplinärer Projekte. Sie war Mitbegründerin und künstlerische Leiterin des preisgekrönten PODIUM Festival Mödling sowie Initiatorin der Konzertreihe #musikbefreit, für die sie mit dem Frauenpreis »Wiedner Rosa« für Kultur ausgezeichnet wurde.
Martha Bijlsma ist eine Cellistin, die international in renommierten Sälen und bei Festivals auftritt und mehrere CDs veröffentlichte. Als Cellistin des Klavierquartetts Flex Ensemble wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie unterrichtete Cello am Hamburger Konservatorium und ist Dozentin für Kammermusik in Hannover. Im Rahmen des Dorothea Erxleben-Stipendiums übernahm sie dort 2022 und 2024 die künstlerische Leitung des Kammermusikfestivals.
Die von Bijlsma mitgegründete Konzertreihe »imPULS« realisiert interdisziplinäre Projekte und kreative Kooperationen wie mit dem Post Theater und farout artistic research. Gemeinsam mit dem Flex Ensemble entwickelte sie die mobile Konzertbühne reFLEX und war künstlerische Leiterin des Kammermusikfestes Rheinhessen. Zu ihren Kammermusikpartner:innen zählen u. a. das Kuss Quartett und Albrecht Mayer und sie arbeitet mit zeitgenössischen Komponist:innen, etwa bei Projekten mit Gordon Williamson, Brigitta Muntendorf und Gérard Pesson.
2026 ist sie Fellow beim Beethovenfest Bonn und präsentiert in diesem Rahmen einige von ihr konzipierte Konzertformate.
Johannes Nies erhielt mit 10 Jahren ersten Klavier-Unterricht. Er studierte an der Musikhochschule Hannover bei Karl-Heinz Kämmerling und später bei Prof. Markus Becker, bei dem er 2014 sein Konzertexamen absolvierte. Meisterkurse bei Sheila Arnold, Alfred Brendel, Vassilia Efstathiadou, Pavel Gililov und Robert Levin rundeten seine musikalischen Erfahrungen ab.
Er ist Gewinner des internationalen Prix d’Amadéo de Piano-Wettbewerbs Aachen und Stipendiat zahlreicher Stiftungen wie beispielsweise der Deutschen Stiftung Musikleben, der Villa Musica und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit seinem Debüt im Jahr 1998 führten ihn Solo-Auftritte mit Orchester, Kammerkonzerte und solistische Rezitals ins In- und Ausland. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen entstanden für den NDR, SWR, WDR, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur.
Seit 2018 ist er der Pianist im aufstrebenden, international konzertierenden Flex Ensemble. Ebenfalls arbeitet er regelmäßig mit Mitgliedern der NDR Radiophilharmonie sowie der Staatsoper Hannover zusammen. Seit 2015 ist er Dozent für Klavier und Klavier-Kammermusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, 2022/23 zusätzlich auch an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim.
Ausgebildet an der Musikhochschule Stuttgart, nutzt Jonas Urbat Alltagsumgebungen als Rohstoff für Komposition und Ausdruck. Er schuf Werke für Live-Elektronik und Orchester, u. a. für die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und das Stuttgarter Kammerorchester. In seinem Projekt »SoundWERK« verwandelt er Fabrikklänge installativ in elektromechanische Instrumente. Hierfür wurde er als Kultur- und Kreativpilot des Bundeswirtschaftsministeriums sowie beim Deutschen Wirtschaftsfilmpreis ausgezeichnet. Als musikalischer Leiter gestaltete er partizipative Projekte, etwa für das UFO der Deutschen Oper am Rhein mit über 100 Düsseldorfer Sänger:innen. Mit seinem Studiovan reist er als @InTubaWild durch Europa, um Musiker:innen zu treffen. Als Mitgründer des Stegreif Orchesters verbindet er klassische Komposition und Improvisation mit Choreografie und neuen Technologien im Raum.
Wir – das Beethovenfest Bonn – laden ein, in einem offenen und respektvollen Miteinander Beethovenfeste zu feiern. Dafür wünschen wir uns Achtsamkeit im Umgang miteinander: vor, hinter und auf der Bühne.
Für möglicherweise auftretende Fälle von Grenzüberschreitung ist eine interne Ansprechstelle erreichbar für Publikum, Künstler:innen und Mitarbeiter:innen.
Wir sind ansprechbar über eine Telefon-Hotline (+49 228 2010321, im Festival täglich von 13–21 Uhr) oder per E-Mail (awareness@beethovenfest.de).
Werte und Überzeugungen unseres Miteinanders sowie weitere externe Kontaktmöglichkeiten können hier auf unserer Website aufgerufen werden.
Das Beethovenfest Bonn 2026 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.
Programmheftredaktion:
Sarah Avischag Müller
M Hornauer
Die Texte von Noomi J. Bacher sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.