Wie hast Du Deine drei Mitstreiter:innen ausgewählt?
Gemeinsamkeit in Heterogenität, das erfordert ein hohes Maß an Offenheit und Flexibilität. Ich habe die drei nicht nur eingeladen, weil es sich bei ihnen um Menschen handelt, die ich für ihre Art, Musik zu machen und zu schreiben, sehr schätze –, sondern auch, weil sie alle sehr flexibel zwischen den verschiedenen Musikstilen und Genres wechseln können. Ich wollte Menschen dabei haben, von denen ich in diesem Prozess lernen kann, die aber auch offen und bereit sind, gemeinsam zu lernen, einen gemeinsamen Klang zu entwickeln, gemeinsam – und nicht nur allein – Kompositionen zu schreiben. Und, na klar, die Besetzung Cello, Saxofon, Tuba, Drums und Elektronik fand ich ebenso spannend wie ungewöhnlich.
Hanna Mbuya habe ich beim Chineke! Orchestra in London kennengelernt, wo mich ihr wunderschöner Ton auf der Tuba und die Art, wie sie die gesamte Bläsersektion trägt, immer sehr bewegen. Lukas Akintaya ist ein aus vielen Projekten sehr vertrauter Musiker und Freund, der seine ersten Schlagzeugstunden bei meinem älteren Bruder genommen hat. Es war auch schön, jemanden dabei zu haben, die ich noch nicht kannte, nämlich die Saxofonistin Cassie Kinoshi, eine Freundin und Bekannte von Lukas und Hanna. Einige ihrer Kompositionen, die mich faszinieren, habe ich natürlich schon vor unserer ersten persönlichen Begegnung gehört.
Doch neben uns vier Musiker:innen gehören weitere großartige Persönlichkeiten zu unserem Team: Ioannis Mihailidis macht atmosphärische Visual Arts zur Musik. Der in Köln lebende chilenische Komponist Pablo Garretón kümmert sich um die Tontechnik. Julio Escobar Mellado sorgt für die Bühne und das Lichtdesign.
Sehr dankbar für ihre Unterstützung bin ich auch der Kulturwissenschaftlerin Mariama Bah als Moderatorin. Mein ganz besonderer Dank geht an meine Mentorin bei diesem Projekt, die Regisseurin, Performerin und Choreografin Mable Preach, die mir im Entwicklungsprozess immer den Rücken gestärkt hat.