Ein Panel aus Fellows des Thomas Mann House wirft historische, philosophische und gesellschaftskritische Blicke auf geistige Heimat und Arbeiten in der Fremde, damals und heute.
Fr 18.9.2026
19.30 Uhr, Beethovenhalle, Studio
Brittany J. Green & Alarm Will Sound
- Kammerorchester
- € 29
Mitwirkende
- Alarm Will Sound
- Brittany J. Green Komposition
- Alan Pierson Dirigent
- Eli Stine Software-Entwickler
Programm
Hasta que no pueda
Vermillion Glare
Hanabi
gLitchED dreams//invisible BEINGS (Uraufführung)
You Are A Topological Donut
Auf einen Blick
Was erwartet mich?
Wie klingt das?
Hier ein Live-Auftritt von Alarm Will Sound u. a. mit den Werken von Christian Quiñones, Elijah Daniel Smith und Chris P. Thompson:
Heute im Festival Salon
Öffnungszeiten: 16–23 Uhr
18 Uhr: Happy Hour – mit allem, was glücklich macht
19–20.30 Uhr: Meet Your Hobby – mit Freizeitgruppen aller Art
21.30–22.30 Uhr: Listening Session – mit Rebekka Salomea
Beschreibung
Das amerikanische Neue-Musik-Kollektiv Alarm Will Sound beherrscht die Kunst, das moderne Menschsein in Klänge zu fassen, wie kaum ein anderes Ensemble. Durch die Verbindung aktueller Kompositionen aus den 2020er-Jahren mit einer Uraufführung von Brittany J. Green (Beethovenfest Fellow) entsteht ein Klangpanorama unseres digitalen Zeitalters: »the technological new frontier in which we find ourselves«, wie Green es beschreibt. Mit einer Wandlungsfähigkeit, die herkömmliche Instrumente wie Geige oder Klarinette vergessen lässt, vertont Alarm Will Sound das Unmögliche: vom unerbittlichen Ticken eines Metronoms bei Chris P. Thompson über Elijah Daniel Smiths Zeitlupe eines Motorradunfalls bis hin zum verschwommenen Hören tauber Menschen bei Christian Quiñones.
Mit Brittany J. Green verbindet Alarm Will Sound eine langjährige Zusammenarbeit. Im Rahmen ihres Fellowships komponiert sie erstmals mit selbst entwickelten KI-Algorithmen. Der zusammengesetzte Titel ihres neuen Werks gLitchED dreams//invisible BEINGS verweist auf Kontexte aus dem Afrofuturismus, dem Posthumanismus und dem Feminismus – allen voran dem einflussreichen Buch Glitch Feminism. Dieses Manifest feiert den glitch, den Systemfehler, als Chance zur Befreiung und Selbstbestimmung. Mit Textcollagen daraus, Musik und Videokunst erzählt Green die Geschichte des Androiden Eye, der versucht, aus seiner digitalen Realität auszubrechen und sich selbst zu finden. Die Funktionsfehler übersetzt sie in rhythmische Brüche: »Welche neuen klanglichen Räume entstehen, wenn ich der Spur der glitches innerhalb eines Stücks folge?« Zusätzlich greift die KI in die Spielanweisungen ein – und wird selbst vom Live-Geschehen beeinflusst. »Die Ausführenden ›glitchen‹ sich selbst, nehmen das komponierte Material an oder nicht – und erzeugen so jedes Mal eine andere Version des Stücks«, erklärt Green.


