Dresdner Philharmonie
Lisa Batiashvili Violine
(Beethovenfest Residenz 2026)
Sandro Nebieridze Klavier
Alexej Bröse Schlagwerk
Dalia Stasevska Dirigentin
3.9.– 3.10. 2026

Dresdner Philharmonie
Lisa Batiashvili Violine
(Beethovenfest Residenz 2026)
Sandro Nebieridze Klavier
Alexej Bröse Schlagwerk
Dalia Stasevska Dirigentin
Gija Kantscheli (1935–2019)
Sio für Streicher, Klavier und Schlagwerk (1998)
Jean Sibelius (1865–1957)
Violinkonzert d-Moll op. 47
I. Allegro moderato
II. Adagio di molto
III. Allegro ma non tanto
Pause
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)
Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 »Italienische«
I. Allegro vivace
II. Andante con moto
III. Con moto moderato
IV. Saltarello. Presto
Konzertdauer: ca. 110 Minuten
Gastronomisches Angebot vor Ort
Zusätzlich zu Blumen schenken wir den Künstler:innen Blüh-Patenschaften, mit deren Hilfe in der Region Bonn Blumenwiesen angelegt werden.
Für ein ungestörtes Konzerterlebnis bitten wir Sie, auf Foto- und Videoaufnahmen zu verzichten.
18.45 Uhr, Großer Saal
Hannah Schmidt im Gespräch mit Dalia Stasevska
Unser Festival Salon steht vor und nach dem Konzert zum gemütlichen Verweilen offen – auch ohne Ticket. Kommen Sie vorbei!
Öffnungszeiten: 16–23 Uhr
Programm:
18 Uhr: Happy Hour – Lassen Sie sich verwöhnen! Ein Abend im Geiste Italiens
19–20.30 Uhr: Meet Your Hobby – Improtheater Ungebügelt Faltenfrei
21.30–22.30 Uhr: Listening Session – mit Rebekka Salomea und Elina Albach
Ort: Im Ausstellungsraum zwischen Haupt- und Südfoyer
Ohne Zweifel sind die Klangwelten der heute zu hörenden Werke sehr verschieden. Wie nun einen Rahmen schaffen, ohne die Musik mit Bedeutung zu überfrachten?
Vielleicht lohnt sich eine assoziative Annäherung über die Entstehungskontexte der Stücke: Gija Kantscheli mit seinem zwiegespaltenen Verhältnis zu seiner Geburtsheimat Georgien. Jean Sibelius, der sich mit dem Landhaus Ainola ein neues Zuhause und einen Zufluchtsort fernab von Helsinki suchte. Felix Mendelssohn Bartholdy, der zu einer langen Reise nach Italien aufbrach, um die Fremde zu entdecken.
Da liegen einige Fragen nahe: Was ist eigentlich (m)ein Zuhause? Wodurch ist es charakterisiert? Kann Musik ein Zuhause sein? Was bedeutet das dann für den Begriff »Heimat«? Oder wie es Max Frisch in seinem »Fragebogen« in Worte fasste: »Haben Sie eine zweite Heimat? Und wenn ja: Können Sie sich eine dritte oder vierte Heimat vorstellen oder bleibt es dann wieder bei der ersten?«
Gija Kantscheli: Sio
Komponiert: 1998
Uraufgeführt: 22.12.1998 in Dresden, Sächsische Staatskapelle Dresden, Dirigent: Johannes Fritzsch
Besetzung: Streicher, Klavier, Schlagwerk
Beauftragt von: Sächsische Staatskapelle Dresden anlässlich des 450-jährigen Jubiläums
In einem Interview während seiner letzten Lebensjahre sprach Gija Kantscheli über sein künstlerisches Arbeiten in der Sowjetunion. Als freischaffender Komponist, der sich im gesamten Spektrum von zeitgenössischer Komposition über Film- bis hin zu Unterhaltungsmusik bewegte, tanzte er ideologisch aus der Reihe und wurde deshalb wiederholt kritisiert. Sein Verhältnis zu seinem Geburtsland Georgien beschrieb er als zwiespältig. Dennoch blieb die Faszination für die reiche georgische Musikkultur für ihn stets ein Anker, der ihn immer wieder aufs Neue inspirierte – auch nachdem er 1991 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs in den Westen übersiedelte.
Fun Fact:
Lisa Batiashvili und Gija Kantscheli teilen sich Geburtsstadt und -land: Tbilisi (Tiflis) in Georgien.
Auf die Frage, weshalb er häufig so extreme Lautstärke-Kontraste in seiner Musik verwende, antwortete er doppelbödig:
»So habe ich mein Leben gelebt ... Und Sie fragen mich, warum es in meiner Musik so viele dynamische Wechsel gibt?! Ich habe mir eine scherzhafte Antwort ausgedacht: Wenn ich spüre, dass das Publikum einschlafen könnte, wecke ich es mit lauten Episoden wieder auf. Und dann schläfere ich es wieder ein. Das ist ein Scherz, aber vielleicht ist darin auch ein Körnchen Wahrheit.«
In seinem Werk Sio (georgisch: »Wind«) finden wir eine zerklüftete Musikwelt vor: Es dominieren extreme Klangfarben, die zwar manchmal zusammenkommen, sich aber auch schnell wieder voneinander trennen. Mehrmals werden Höhepunkte angesteuert, jedoch nicht eingelöst oder mit herben Einschnitten regelrecht abgewürgt. Das Stück ist auf vielen Ebenen von scharfen Kontrasten geprägt. Das gilt nicht nur für die Lautstärken, sondern ebenso für die klanglichen Texturen – diese werden schroff gegenübergestellt, klaffen zuweilen geradezu auseinander und wechseln permanent: Spitze, metallische, holzige, aber auch sanfte, beinahe schon farblos-geisterhafte Momente.
Es ist schwer von der Hand zu weisen, dass Sio einen gewissen Zwiespalt widerspiegelt. Doch inwieweit und auf welche Art Biografie und Komposition letztlich zusammenhängen, ist vielleicht am Ende eine Frage, die für das Konzerterlebnis nicht zentral ist. Kantschelis Rat war diesbezüglich: »Jeder muss sich sein eigenes Programm zusammenstellen. Darin liegt der ganze Reiz der Musik – in ihrer Abstraktheit.«

Jean Sibelius: Violinkonzert d-Moll op. 47
Komponiert: Erste Fassung 1903, Überarbeitungen nach der Uraufführung
Uraufgeführt: 8.2.1904 in Helsinki, Solist: Victor Nováček, Helsinki Philharmonic unter der Leitung des Komponisten
Besetzung: Solo-Violine, 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Pauken, Streicher
Der Beginn des Violinkonzerts (Allegro moderato) von Jean Sibelius ist, im ursprünglichen Sinne des Worts, traumhaft: Es ist charakteristisch für Träume, dass deren Anfang nicht so recht greifbar ist. Hier ist es ähnlich: Plötzlich ist man mitten im Klang. Die ersten Takte sind so sanft und subtil, dass man sie beinahe nicht bemerkt und gleichzeitig vergisst, dass die Musik erst vor wenigen Augenblicken eingesetzt hat.
Von Sibelius’ Violinkonzert wird heute häufig geschwärmt – ganz im Gegensatz zur Entstehungszeit. Je nach Perspektive wäre damals ›albtraumhaft‹ vielleicht eine bessere Umschreibung gewesen, denn die erste Fassung des 1903 entstandenen Werks kam bei den Kritiker:innen überhaupt nicht gut an. Aufgrund von finanziellem Druck entschied sich Sibelius für eine eher ungewöhnliche Vorverlegung der Uraufführung. Das erwies sich jedoch als Fehler: Durch die Verschiebung war eine Umbesetzung des Solisten nötig und die noch verbleibende Zeit reichte schlichtweg nicht für eine solide Einstudierung. Die Uraufführung war ein Flop.
Das Konzert gilt schon immer als technisch äußerst anspruchsvoll: Während es bereits im ersten Satz von Konstruktionen mit großen Sprüngen und komplizierten Rhythmen nur so wimmelt, ist die Musik im mittleren Satz (Adagio di molto) insgesamt weitaus gesetzter, aber auch dunkler in den Klangfarben. Das hält allerdings nicht allzu lange: Der ikonische letzte Satz (Allegro, ma non tanto) mit der markanten rhythmischen Melodie der Solo-Violine ist musikalisch codierte Rastlosigkeit. Sie scheint unermüdlich in Bewegung zu sein und überträgt sich auf alle Tonlagen und -register des Orchesters.
Die Solo-Violine fiedelt wie aberwitzig und das Spektrum ist beeindruckend: Sie grätscht in die Saiten, springt in halsbrecherischem Tempo hinauf und wieder hinunter, von vollen, tiefen bis hin zu flötenden, höchsten, fahlen Klangfarben. Da verwundert es nicht, dass Sibelius seinen Finalsatz selbst mit einem »Danse macabre« – einem Totentanz – verglichen hat.
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 4 in A-Dur op. 90 »Italienische«
Komponiert: Konzipiert ab 1831, komponiert 1833, mehrere Überarbeitungen nach der Uraufführung
Uraufgeführt: 13.5.1833, London, unter der Leitung des Komponisten
Besetzung: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher
Zugegebenermaßen wirken sie heute in unserem digitalisierten Leben etwas verstaubt: Reiseführer. Im Internet finden wir im Grunde zu beinahe jedem Fleckchen auf diesem Planeten nicht nur aktuelle Informationen und Daten, sondern auch Fotos, Videos oder gar Livestreams. Die Organisation einer Reise braucht ebenfalls oft nur wenige Klicks.
Als Felix Mendelssohn Bartholdy Ende 1829 von den britischen Inseln auf den Kontinent zurückgekehrt war, ließ die nächste Reise nicht lange auf sich warten: Gleich im Frühling des Folgejahrs brach er in Richtung Italien auf. Reisen dieser Dimension waren aufwendig, teuer, beschwerlich und – je abgelegener das Ziel – oft auch eine Fahrt ins Ungewisse, die solide geplant werden musste. Hier brauchte es eine hilfreiche Orientierung: die über ein Jahrzehnt zuvor erschienene Italienische Reise von Goethe, die Mendelssohn ausgiebig konsultierte.

Die »Italienische« Sinfonie ist ein Ergebnis von Mendelssohns anderthalbjähriger Reise und gilt als ein Klassiker der Konzertliteratur, der regelmäßig in den Programmen zu finden ist. Doch die besondere Wirkung des Eröffnungssatzes (Allegro vivace) scheint sich nicht im Geringsten abzunutzen: Der Beginn ist ein bisschen wie die Anspannung im Augenblick kurz vor einem ersehnten Ereignis, die dann schlagartig abfällt – wie bei einer Konfettikanone: Vorfreude, es knallt und plötzlich regnet es Farben.
Nach der Energie des Anfangs kommt das Geschehen im Andante con moto ein wenig zur Ruhe – die Konturen sind nun runder, die Musik getragener. Im Gegensatz zum Eröffnungssatz wirkt sie in sich gekehrt, fast schon kontemplativ. Häufig fungiert der zweite Satz einer Sinfonie als eine Art Ruhepol, auf den ein belebterer dritter Satz folgt. Mendelssohn setzte an diese Stelle aber erneut ein eher moderat bewegtes Menuett, um die Satzbezeichnung aufzugreifen (Con moto moderato). Dieses ist allerdings schon mit subtilen Vorgriffen auf den letzten Satz (Presto) gespickt, die immer wieder wie kleine rhythmische Blitze aufleuchten.
Im Finale wird noch einmal richtig an Fahrt aufgenommen: Mendelssohn griff hier den Saltarello auf, einen italienischen Springtanz mit Wurzeln im Mittelalter. Auch wenn die Energie dem ersten Satz in nichts nachsteht, scheint die Leichtigkeit verflogen zu sein. Es dominieren dunkle Klangfarben und Harmonien in Moll. Aber Hand aufs Herz: Wer ist auf der Rückreise nach einer schönen Zeit in Italien nicht ein bisschen geknickt?
Robert Eisinger
Gründungsmitglieder Arndt und Helmut Andreas Hartwig
Dr. Michael Buhr und Dr. Gabriele Freise-Buhr
Godesberg Gastronomie & Event GmbH
LTS Lohmann Therapie-Systeme AG
Andrea und Ekkehard Gerlach
Hans-Joachim Hecek und Klaus Dieter Mertens
Dr. Thomas und Rebecca Ogilvie
Albert Tonger Immobilien e. K.
Braunschweiger Privatbank, Köln
Maria und Christoph Bader
Bernd Böcking
Dr. Sigrun Eckelmann† und Johann Hinterkeuser
Dr. Hiltrud Kastenholz und Herbert Küster
Dr. Stefanie Montag und Dr. Stephan Herberhold
Dr. Luciano und Ulrike Pizzulli
Julia Rabus und Mirko Klemm
Jannis Ch. Vassiliou und Maricel de la Cruz
Tim Achtermeyer MdL
Judith und Tobias Andreae
Dr. Frank Asbeck und Susanne Birkenstock
Bettina Böttinger und Martina Wziontek
Anja Bröker
Philipp Buhr und Marie-Madeleine Zenker
Tim und Jessi Buhr
Katja Burkard und Hans Mahr
Claudia Cieslarczyk und Heiko von Dewitz
Rüdiger und Andrea Depkat
Guido Déus
Prof. Dr. Udo und Bettina Di Fabio
Walter Droege und Hedda im Brahm-Droege
Ralf und Antje Firmenich
Tobias Grewe und Dr. Jan Hundgeburth
Jörg Großkopf und Peter Daubenbüchel
Prof. Monika Grütters
Lothar und Martha Harings
Dr. Bernhard Helmich und Mai Hong
Dr. Eckart und Ulla von Hirschhausen
Dr. Sabine Hoeft und Thomas Geitner
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Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Brigitte Holzgreve
Martin Hubert und Martina und Martha Marzahn
Stephan und Sirka Huthmacher
Dirk und Viktoria Kaftan
Dr. Christos Katzidis MdL und Ariane Katzidis
Andrea, Tim und Jan Kluit
Dr. Eva Kraus
Dr. Markus Leyck Dieken und Peter Kraushaar
Peter und Katharina Limbourg
Nathanael Liminski MdL und Hanna Liminski
Horst und Katrin Lingohr
Marianne und Stefan Ludes
Dr. Peter Lüsebrink und Karl-Heinz von Elern
Barbara Massing
Michael Mronz und Markus Felten
Prof. Dr. Georg und Doris Nickenig
Dr. Solveig Palm
Alexandra Pape und Malte von Tottleben
Christian A. und Rita Rast
Hans-Arndt und Julia Riegel
Prof. Dr. Manuel und Aila Ritter
Ilona Schmiel
Matthias und Steffi Schulz
Moritz Seibert
Stephan Schwarz und Veronika Smetackova
Annette Schwolen-Flümann und Thomas Flümann
Prof. Walter Smerling und Beatrice Blank
Elisabeth Sobotka und Prof. Dr. Hans Peter Wehrli
Peter und Annette Storsberg
Prof. Burkhard und Friederike Sträter
Prof. Dr. Hendrik Streeck MdB und Paul Zubeil
Ulrich und Petra Voigt
Oliver und Diane Welke
Dr. Vera Westermann und Michael Langenberg
Dr. Matthias Wissmann und Francisco Rojas
Christian van Zwamen und Gerd Halama
Jutta und Ludwig Acker * Prof. Dr. Wolfgang Angerstein * Alexandra Asbeck * Dr. Rainer und Liane Balzien * Munkhzul Baramsai * Christina Barton van Dorp und Dominik Barton * Christoph Becker und Ursula Baierl-Becker * Christoph Beckmanns * Prof. Dr. Christa Berg * Prof. Dr. Arno und Angela Berger * Christoph Berghaus * Klaus Besier * Ingeborg Bispinck-Weigand * Christiane Bless-Paar und Dr. Dieter Paar * Frank-Michael Böhle und Elvira Pietzka-Böhle * Dr. Ulrich und Barbara Bongardt * Anastassia Boutsko * Anne Brinkmann * Ingrid Brunswig * Lutz Caje * Gabriele und Robert Carl * Elmar Conrads-Hassel und Dr. Ursula Hassel * Ingeborg und Erich Dederichs * Geneviève Desplanques * Irene Diederichs * Michael Eckhardt und Birgit Wolter * Christel Eichen und Ralf Kröger * Elisabeth Einecke-Klövekorn * Dr. Martina Endepohls-Ulpe und Alexander Ulpe * Heike Fischer und Carlo Fischer-Peitz * Dr. Gabriele und Ulrich Föckler * Prof. Dr. Eckhard Freyer * Johannes Geffert * Silke und Andree Georg Girg * Dr. Helga-Maleen Gerresheim * Margareta Gitizad * Carsten Gottschalk * Ulrike und Axel Groeger * Marta Gutierrez und Simon Huber * Cornelia und Dr. Holger Haas * Sylvia Haas * Christina Ruth Elise Hendges * Renate und L. Hendricks * Peter Henn * Prof. Ingeborg Henzler und Dr. Mathias Jung * Heidelore und Prof. Werner P. Herrmann * Dr. Monika Hörig * Georg Peter Hoffmann und Heide-Marie Ramsauer * Dr. Francesca und Dr. Stefan Hülshörster * Karin Ippendorf * Angela Jaschke * Dr. Michael und Dr. Elisabeth Kaiser * Elisabeth und Rolf-Dieter Kaißer * Agnieszka Maria und Jan Kaplan * Dr. Reinhard Keller * Dr. Ulrich und Marie Louise Kersten * Rolf Kleefuß und Thomas Riedel * Dr. Gerd Knischewski * Norbert König und Clotilde Lafont-König * Sylvia Kolbe * Peter Kreutzer * Sigrid Kümmerlein * Gisela Kunz * Dr. Hans Dieter und Ursula Laux * Ute und Dr. Ulrich Kolck * Manfred Koschnick und Arne Siebert * Lilith Matthiaß-Küster und Norbert Küster * Thea Kutzscher * Ruth und Bernhard Lahres * Renate Leesmeister * Gernot Lehr und Dr. Eva Sewing * Traudl und Reinhard Lenz * Florian H. Luetjohann * Moritz Magdeburg * Dr. Charlotte Mende * Heinrich Meurs * Heinrich Mevißen * Dr. Dr. Peter und Dr. Ines Miebach * Karl-Josef Mittler * Dr. Josef Moch * Esther und Laurent Montenay * Friedrich Wilhelm Moog und Vera Walther-Moog * Katharina und Dr. Jochen Müller-Stromberg * Dr. Nicola und Dr. Manuel Mutschler * Dr. Gudula Neidert-Buech und Dr. Rudolf Neidert * Gerald und Vanessa Neu * Lydia Niewerth * Wolfram Nolte * Mark und Rita Opeskin * Céline Oreiller * Dieter und Brigitta Penning * Carol Ann Pereira * Gabriele Poerting * Dr. Manfred und Dorothee van Rey * Ruth Schmidt-Schütte und Hans Helmuth Schmidt * Dr. Andreas und Bettina Rohde * Prof. Dr. Tilman und Astrid Sauerbruch * Ingrid Scheithauer * Monika Schmuck * Markus Schubert * Simone Schuck * Petra Schürkes-Schepping * Dr. Manfred und Jutta von Seggern * Prof. Dr. Norma Selve * Prof. Dr. Wolfram Steinbeck * Dr. Andreas Stork * Michael Striebich * Dr. Corinna ten Thoren und Martin Frevert * Verena und Christian Thiemann * Dr. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. Bernd Voigt * Hermann und Bettina Ude * Katrin Uhlig * Carrie Walter und Gabriel Beeby * Susanne Walter * Aino Ritva Weyers und Nadeem Hajouj * Ruth Winterwerp-van den Elzen und Jürgen Winterwerp * Dr. Bettina und Dr. Matthias Wolfgarten
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Die georgisch-stämmige deutsche Violinistin Lisa Batiashvili ist eine vielfach ausgezeichnete Musikerin und hat Beziehungen zu den weltbesten Orchestern, Dirigent:innen und Solist:innen aufgebaut. Sie spielt eine Joseph Guarneri del Gesu Violine aus dem Jahre 1739. Batiashvili spielt und tourt regelmäßig mit verschiedenen Ensembles, etwa mit dem Oslo Philharmonic Orchestra, der Filarmonica della Scala, dem City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Los Angeles Philharmonic Orchestra. Kammermusikalisch ist sie auf Tourneen im Klaviertrio mit Jean-Yves Thibaudet und Gautier Capuçon sowie im Duo mit Giorgi Gigashvili zu erleben.
2021 gründete sie die Lisa Batiashvili Foundation, in der sie sich für die Unterstützung junger, hochtalentierter georgischer Musiker:innen engagiert. 2006 erhielt sie für ihre herausragende Beethoven-Interpretation beim Beethovenfest Bonn den Beethoven-Ring der Bürger für Beethoven. 22025 wurde Batiashvili mit dem Kaiser-Otto-Preis der Stadt Magdeburg für ihren Einsatz gegen Krieg und Antisemitismus und für die Förderung des europäischen Gedankens sowie mit dem Pro Meritis Scientiae et Litterarum des Bayerischen Staatsministeriums geehrt.

Die in Finnland lebende Dirigentin Dalia Stasevska hat sich als eine führende musikalische Stimme und furchtlose Aktivistin für Wandel etabliert. Sie hat die Rolle der Ersten Gastdirigentin des BBC Symphony Orchestra inne und tritt mit führenden Orchestern wie dem New York Philharmonic, den Berliner Philharmonikern und dem Česká filharmonie auf.
Stasevska ist eine leidenschaftliche Operndirigentin und dirigierte an der Glyndebourne Festival Opera, der Finnischen Nationaloper und der Norske Opera. Debüts hatte sie u. a. an der Los Angeles Opera mit Philip Glass’ Akhnaten sowie an der Deutschen Oper Berlin mit Brittens A Midsummer Night’s Dream. Weitere Engagements führten sie zur Metropolitan Opera und zum Royal Opera House in London.
Im Jahr 2025 wurde sie von European Voice in Anerkennung für ihren Einsatz für europäische Werte und Demokratie als »European of the Year« geehrt. Weitere Auszeichnungen sind »Personality of the Year« vom BBC Music Magazine, der Alfred Kordelin Preis, der Royal Philharmonic Society’s Conductor Award und der Orden der Fürstin Olga der Ukraine.
Die Dresdner Philharmonie steht für musikalische Bildung für alle Generationen und Offenheit für neue Ideen. Das Ensemble zeichnet sich durch eine stilistische Flexibilität aus, die vom Barock über die Wiener Klassik bis zur Gegenwart reicht – seine Diskografie umfasst über 330 Werke. Gastspiele auf fast allen Kontinenten und Kooperationen mit herausragenden Künstler:innen aus aller Welt prägen sein Profil.
Ein besonderes Anliegen des Orchesters ist die Förderung junger Talente. Zu diesem Zweck nimmt es hochbegabte Musiker:innen in seine Orchesterakademie, die Kurt Masur Akademie, auf. Darüber hinaus engagiert sich die Dresdner Philharmonie in der Musikvermittlung – mit Familien- und Schulkonzerten, innovativen Kurzkonzertreihen und digitalen Angeboten.
Seit seiner Gründung 1871 haben zahlreiche renommierte Dirigent:innen das Orchester geprägt – seit der Saison 2025/26 ist Sir Donald Runnicles Chefdirigent. Ebenfalls seit dieser Saison hat Tabita Berglund das Amt als Erste Gastdirigentin inne.
Violine I
Wolfgang Hentrich
Dalia Stulgyté-Richter
Julia Suslov-Wegelin
Ute Kelemen
Antje Becker
Johannes Groth
Alexander Teichmann
Annegret Teichmann
Deborah Kadenbach
Xianbo Wen
Yeeun Choi
Raúl González García
Violine II
Markus Gundermann
Adela Bratu
Andreas Hoene
Jörn Hettfleisch
Dorit Schwarz
Christiane Liskowsky
Annalena Kott
Pablo Aznarez Maeztu
Rosa Neßling-Fritsch
Divna Tontic
Bratsche
Hanno Felthaus
Beate Müller
Andreas Kuhlmann
Joanna Szumiel
Tilman Baubkus
Irena Dietze
Sonsoles Jouve del Castillo
Janeks Niklavics
Violoncello
Konstanze Pietschmann
Clemens Krieger
Daniel Thiele
Victor Meister
Oliwia Meiser
Lukas Barmann
Kontrabass
Prof. Benedikt Hübner
Prof. Tobias Glöckler
Gengpei Li
Junbin Hwang
Flöte
Kathrin Bäz
Lydia Küllinger
Oboe
Johannes Pfeiffer
Jens Prasse
Klarinette
Daniel Hochstöger
Ruben Mirzoian
Fagott
Felix Amrhein
Philipp Hösli
Horn
Michael Schneider
Prof. Friedrich Kettschau
Dietrich Schlät
Carsten Gießmann
Trompete
Andreas Jainz
Nikolaus von Tippelskirch
Posaune
Matthias Franz
Jonathan Böhm
Sebastian Rehrl
Schlagwerk
Gal Krajčič
Alexej Bröse
Wir – das Beethovenfest Bonn – laden ein, in einem offenen und respektvollen Miteinander Beethovenfeste zu feiern. Dafür wünschen wir uns Achtsamkeit im Umgang miteinander: vor, hinter und auf der Bühne.
Für möglicherweise auftretende Fälle von Grenzüberschreitung ist eine interne Ansprechstelle erreichbar für Publikum, Künstler:innen und Mitarbeiter:innen.
Wir sind ansprechbar über eine Telefon-Hotline (+49 228 2010321, im Festival täglich von 13–21 Uhr) oder per E-Mail (awareness@beethovenfest.de).
Werte und Überzeugungen unseres Miteinanders sowie weitere externe Kontaktmöglichkeiten können hier auf unserer Website aufgerufen werden.
Das Beethovenfest Bonn 2026 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.
Programmheftredaktion:
Sarah Avischag Müller
M Hornauer
Lektorat:
Heidi Rogge
Die Texte von Robert Eisinger sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.