Der Beginn einer neunteiligen Reise durch Beethovens Leben mit den Spezialist:innen von Le Concert Olympique unter der künstlerischen Leitung zweier sich ergänzender Geister.
Sa 12.9.2026
19.30 Uhr, Beethovenhalle, Großer Saal
Kit Armstrong & Le Concert Olympique I
- Orchester, Klavier
- Vergangene Veranstaltung
- € 69 / 59 / 49 / 39 / 29 / 19
Mitwirkende
- Le Concert Olympique
- Kit Armstrong Klavier
- Jan Caeyers Dirigent
Programm
***
Präludium und Fuge Nr. 21 B-Dur BWV 890 aus Das wohltemperierte Klavier Bd. II
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19
Klaviersonate Nr. 8 c-Moll op. 13 »Pathétique«
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Auf einen Blick
Was erwartet mich?
Wie klingt das?
Heute im Festival Salon
Öffnungszeiten: 12–23 Uhr
- 12–18 Uhr geöffnet während »Halle frei für Beethoven«
- 18 Uhr: Happy Hour – Stein auf Stein
- 19–20.30 Uhr: Meet Your Band – Man No Run (Seminarraum D)
- 21.30–22.30 Uhr: Open Stage
Beschreibung
»Unser Zyklus vollzieht einen Paradigmenwechsel der Beethoven-Interpretation«, sagt Dirigent Jan Caeyers. Er gründete Le Concert Olympique, um seine Vision eines Beethoven-Klangs zu verwirklichen. Im Pianisten Kit Armstrong fand er einen idealen Partner, um Beethovens Schaffen zwischen Sinfonie, Solokonzert und Klaviersonate in neun Etappen zu durchlaufen. Ihr Projekt mit dem Namen »Beethoven27« gipfelt im Gedenkjahr zum 200. Todestag des Komponisten. Die beiden Künstler sind sicher: »Diese Reise wird uns alle verändern!«
Beim diesjährigen Festival sind die ersten drei Konzerte des Zyklus zu erleben: »Konzentriert binnen 26 Stunden – dafür sind wir dem Beethovenfest sehr dankbar«. Diese Trilogie, so Caeyers, verdichtet Beethovens Entwicklung zum ›heroischen Stil‹ wie unter einem Brennglas. Teil eins, »Der Beginn einer Ära«, präsentiert das früheste Klavierkonzert, das später die Nummer zwei erhielt, sowie die erste Sinfonie – Werke an der Schwelle zum 19. Jahrhundert. Ergänzt wird das Programm durch die Klaviersonate Nr. 8, in der Beethovens romantisches Pathos so richtig ausbricht. »Wer die Sprache der Sinfonien verstehen will, muss die der Klaviersonaten begreifen – und umgekehrt«, erklären Caeyers und Armstrong ihr Konzept. Um gesammelt in das Klavierkonzert hineinzukommen, spielt der Pianist vorab ein Satz-Paar in passender Tonart aus Bachs Wohltemperiertem Klavier.
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Mitwirkende
Le Concert Olympique
Kit Armstrong Klavier
Jan Caeyers Dirigent
Programm
»Beethoven-Zyklus: Der Beginn einer Ära«
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Präludium und Fuge Nr. 21 B-Dur BWV 890 aus Das Wohltemperierte Klavier Bd. II
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19
I. Allegro con brio
II. Adagio
III. Rondo. Molto Allegro
Pause
Ludwig van Beethoven
Klaviersonate Nr. 8 c-Moll op. 13 »Pathétique«
I. Grave – Allegro di molto e con brio
II. Adagio cantabile
III. Rondo Allegro
Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
I. Adagio molto – Allegro con brio
II. Andante cantabile con moto
III. Menuetto (Allegro molto e vivace)
IV. Adagio – Allegro molto e vivace
Über den Konzertabend
Konzertdauer: ca. 120 Minuten
Gastronomisches Angebot vor Ort
Das Konzert wird vom Orchester aufgezeichnet.
Zusätzlich zu Blumen schenken wir den Künstler:innen Blüh-Patenschaften, mit deren Hilfe in der Region Bonn Blumenwiesen angelegt werden.
Für ein ungestörtes Konzerterlebnis bitten wir Sie, auf Foto- und Videoaufnahmen zu verzichten.
Festival Salon
Unser Festival Salon steht vor und nach dem Konzert zum gemütlichen Verweilen offen – auch ohne Ticket. Kommen Sie vorbei!
Öffnungszeiten: 12–23 Uhr
Programmm:
- 12–18 Uhr geöffnet während »Halle frei für Beethoven«
- 18 Uhr: Happy Hour – Stein auf Stein: Lego bauen und ins Gespräch kommen!
- 19–20.30 Uhr: Meet Your Band – Man No Run (Seminarraum D)
- 21.30–22.30 Uhr: Open Stage
Ort: Im Ausstellungsraum zwischen Haupt- und Südfoyer
Wir danken Bechstein für die Bereitstellung des Konzertflügels.
Beethoven27
Einleitung
Neun Sinfonien und neun konzertante Werke – Beethoven27 ist nicht nur ein großes Projekt, sondern auch ein umfassendes. Ein Komponistenleben in einer Welt des Umbruchs, konzentriert in neun Konzerten. Die ersten drei sind Teil des Beethovenfests 2026, an zwei Tagen am 12. und 13. September. Fortgesetzt wird der Zyklus im Jubiläumsjahr 2027 beim Osterfestival zum Todestag und beim Beethovenfest im September.
Der belgische Dirigent Jan Caeyers präsentiert gemeinsam mit dem Pianisten Kit Armstrong sämtliche Beethoven-Sinfonien und alle neun konzertanten Werke, ergänzt durch sinnreich ausgewählte Klavier- und Kammermusik. Ein Projekt voller Zahlensymbolik und mit europäisch-gemeinschaftlichem Grundgedanken.
Natürlich geht es vor allem um die Musik, und sie kommt in den opulenten Konzerten wahrlich nicht zu kurz. Aber Jan Caeyers ist nicht nur Dirigent, sondern auch Musikwissenschaftler – sozusagen ein Beethoven-Universalist: Mit dem Ensemble Le Concert Olympique hat er ein eigenes Orchester gegründet, das ganz auf die Aufführung von Beethovens Œuvre spezialisiert ist. 2009 veröffentlichte er zudem eine Biografie des Komponisten, die mit ihrem lebendigen Tonfall neue Maßstäbe gesetzt hat.
Kit Armstrong als Pianisten zu bezeichnen ist eigentlich zu kurz gegriffen, denn er ist so etwas wie die moderne Variante des Universalgelehrten. Seine Leistungen und Verdienste aufzuzählen, könnte Seiten füllen; besser ist es, ihn zu erleben.
Und auch die Solistenriege kann sich sehen lassen: Neben Kit Armstrong sind Ilya Gringolts (Violine) und Christian Poltéra (Cello) zu hören.
»Willkommen Zuhause!« – so heißt es beim Beethovenfest 2026. Der Prophet galt immer etwas im eigenen Lande und auch wenn Beethovens Komponisten-Karriere sich überwiegend in seiner Wahlheimat Wien abspielte, wird er mit Beethoven27 in seine Geburtsstadt Bonn zurückgeholt, in die frisch renovierte Beethovenhalle.
»Ein Projekt über den Künstler, über die Kunst, über den Menschen« – für Jan Caeyers geht Beethoven27 über die Aufführung großer Musik hinaus. Vor allem geht es um den Menschen. Um den Menschen Ludwig van Beethoven, dessen Tod sich 2027 zum 200. Mal jährt, aber nicht nur um ihn: Es geht um den Menschen im Allgemeinen und schlechthin, mit jeglichen Bedeutungsebenen des Begriffs. Es geht um alle Menschen, die im Sinne Beethovens eigentlich nicht erst mit der neunten Sinfonie Brüder werden sollten. Schwestern natürlich auch.
Wenn man Beethoven im Internet sucht – eine Warnung
Viel Kluges wurde schon über Beethoven geschrieben – aber auch viel Zweifelhaftes. Wahrscheinlich legte der Komponist selbst mit seinem Ordnungs- oder Unordnungssinn den Grundstein. Sein vermeintlicher Sekretär und erster Biograf Anton Schindler setzte dies kreativ fort. Der Rest ist Legende. Heute bildet die Künstliche Intelligenz nach dem Mehrheitsprinzip ihren eigenen Extrakt aus dieser Informations-Ursuppe. Das bringt mitunter skurrile Blüten hervor und ist in jedem Fall mit Vorsicht zu genießen!
Einführung
Der Beginn einer Ära
Als der 22-jährige Ludwig van Beethoven 1792 nach Wien zog, war dies der Anfang einer großen Karriere. Der herausragende Klaviervirtuose, der auch brillant improvisieren konnte, machte sich in kurzer Zeit einen Namen als Pianist und beliebter Klavierlehrer der adligen Oberschicht. Als junger Mann entsprach er noch lange nicht dem heutigen Bild eines knorrigen Kauzes, und man bescheinigte ihm allgemein ein gewinnendes Wesen und eine angenehme Erscheinung. Bald nahm ihn der Fürst Karl von Lichnowsky als Mäzen unter seine Fittiche und sorgte nicht nur für Kost und Logis, sondern auch für materielle Absicherung durch eine Art bedingungsloses Grundeinkommen.

Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge Nr. 21 B-Dur BWV 890 aus Das Wohltemperierte Klavier Bd. II – Zahlen und Fakten
Entstehung: um 1739/1742
Uraufführung: unbekannt
Besetzung: Tasteninstrument (Cembalo, Clavichord oder Orgel)
»Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen!« Der berühmte Ausspruch von Beethoven ist nicht belegt, könnte aber definitiv von ihm stammen. Er war ein großer Verehrer von Bach und besonders von dessen Kontrapunktik. Auch in Beethovens Gesamtwerk spielen Fugen eine wichtige Rolle.
Mit Lichnowsky verband Beethoven die Liebe zur Musik im Allgemeinen und besonders zu den Werken von Johann Sebastian Bach. Für den Komponisten waren sie eine wertvolle Inspirationsquelle – wenn er am Beginn einer neuen Komposition stand, nahm er oft das Wohltemperierte Klavier zur Hand. Daher wird jedes Konzert des Zyklus’ Beethoven27 mit einer Bach-Fuge samt dazugehörigem Präludium eröffnet, die auf die Tonart des folgenden Hauptwerks verweisen und wie ein Türöffner in Beethovens Welt einladen.
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur op. 19 – Zahlen und Fakten
Entstehung: 1786–1792, Umarbeitung 1793, weitere Revisionen 1794/1795, 1798, 1801
Uraufführung: Verschiedene Fassungen ab 1793
Besetzung: Solo-Klavier, Flöte, 2 Oboen, 2 Fagotte, 2 Hörner und Streicher
Komponieren für den Eigenbedarf
Für einen gefeierten Virtuosen war es unerlässlich, mit großen Solokonzerten Aufmerksamkeit zu erregen. Beethoven machte da keine Ausnahme und nutzte die Chance, sowohl als Pianist als auch als Komponist zu brillieren. Wenn man seine Werke chronologisch sortiert, dann ist sein Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur eigentlich das erste: Frühe Entwürfe stammen schon aus seiner Bonner Zeit, später hat er sie mehrfach überarbeitet. Aufführungen des Konzerts sind von 1793 an dokumentiert, vermutlich in unterschiedlichen und teilweise improvisierten Fassungen.
Das B-Dur-Konzert steht noch ganz unter dem Einfluss der Wiener Klassiker Haydn und Mozart und spiegelt den berühmten Wunsch des Bonner Förderers Graf von Waldstein wider. Dieser hatte Beethoven 1792 vor dessen Abreise nach Wien ins Stammbuch geschrieben, er möge »Mozarts Geist aus Haydns Händen« empfangen. Das Konzert gehörte jedoch nicht zu Beethovens Lieblingswerken; vielleicht sah er darin sein Streben nach Erneuerung zu wenig verwirklicht, das eine wesentliche Triebfeder seines gesamten Schaffens war. Verlegt wurde das B-Dur-Konzert jedenfalls erst 1801, nach dem höchst erfolgreichen C-Dur-Konzert, das Beethoven als Nr. 1 betrachtete.

Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21 – Zahlen und Fakten
Entstehung: 1799/1800
Uraufführung: 2. April 1800 im k. u. k. Nationalhoftheater, Wien, unter Beethovens Leitung
Besetzung: 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, Streicher
Der Star als Ticketverkäufer: Uraufführung der ersten Sinfonie
Auch heute veranstalten Klassik-Stars eigene Festivals, auf denen sie, meist mit guten Musik-Freund:innen, in entspannter Atmosphäre ihre Lieblingsstücke zu Gehör bringen. Jedoch ist es undenkbar, dass in der öffentlichen Ankündigung ihre komplette Adresse angegeben wird, verbunden mit der Einladung, man möge sich doch beim Meister persönlich seine Eintrittskarte abholen. Bei Beethoven war dies der Fall – und es wurde gern angenommen.
Auch Kit Armstrong hat einen Raum für Heimspiele: Im nordfranzösischen Hirson ergriff er die Gelegenheit, eine ehemalige Kirche mit ausgezeichneter Akustik zu kaufen, um dort nicht nur eigene Konzerte zu veranstalten, sondern auch ein soziokulturelles Zentrum einzurichten.
Am 2. April 1800 veranstaltete Beethoven im k. u. k. Nationalhoftheater, dem heutigen Wiener Burgtheater, seine erste »Akademie«, wie man die großen Konzertabende seinerzeit nannte. Die Breitenwirkung war erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es die heutigen Massenmedien noch nicht gab und die Bildung der Bevölkerung längst nicht so demokratisiert war. Trotzdem war ein hoher Grad an musikalischen Kenntnissen vorhanden, und das Bürgertum genoss es, an der Kultur teilhaben zu können, die früher dem Adel vorbehalten gewesen war.
Das Programm war wie damals üblich lang, es dauerte über drei Stunden, wobei eine gewisse Unruhe und sogar Fluktuation im Publikum in Kauf genommen wurde. Der Applaus war bei weitem nicht so streng geregelt – wenn man mitgerissen wurde, war es jederzeit legitim, das auch kundzutun. Die Stücke stellte Beethoven geschickt zusammen: Eine Sinfonie von Mozart, dazu Arien aus der beliebten Schöpfung von Haydn. Doch seine eigenen Werke standen im Zentrum: das Klavierkonzert Nr. 1, die Premiere seines Septetts, eine Improvisation sowie als Höhepunkt die Uraufführung der ersten Sinfonie. Es war ein denkwürdiges Konzert, das in die Musikgeschichte einging. Der Kritiker der Allgemeinen Musikalischen Zeitung bezeichnete es als »die interessanteste Akademie seit langer Zeit«.
Die Sinfonie – von der Abendunterhaltung zum anspruchsvollen Kunstwerk
Gespannte Aufmerksamkeit sicherte sich Beethoven für seine neue Sinfonie nicht nur durch einen klugen Programmaufbau beim Uraufführungskonzert, sondern auch durch sein Zögern, überhaupt eine zu schreiben. Obwohl er nach acht Jahren in Wien eine Berühmtheit war, hatte er sich mit dieser Gattung Zeit gelassen – ein Indiz für ihre gewandelte Bedeutung: Früher dienten Sinfonien der adligen Oberschicht zur Zerstreuung und zur Repräsentation, gern auch im Freien. Jetzt wurde sie zum Ereignis für eine breitere bürgerliche Bevölkerung, die begierig auf Neues wartete. Das war Wasser auf die Mühlen des Komponisten.
Experimente in der Musik-Kammer
Die Uraufführung von Beethovens Erster war ein Meilenstein, was jedoch nicht heißt, dass die Begeisterung einhellig war. Zwar wurde der Wert des Werks schnell erkannt; immerhin stand Beethoven in ausreichendem Maße auf dem festen Boden der Tradition. Allerdings dehnte er die Konventionen weit aus: Schon die Eröffnung der Sinfonie war eine Revolution. Üblich war es, mit einem Ausrufezeichen zunächst klarzustellen, dass man jetzt anfängt und in welcher Tonart man zu Hause ist. Das Ausrufezeichen setzt Beethoven zwar auch, doch die Harmonik mäandert erst durch entlegene Gegenden, bevor sie ins eindeutige C-Dur heimkehrt. Auch die stürmischen Tempi, die Extreme in der Lautstärke und die ungewohnte Dauer von einer halben Stunde waren für die Zuhörer:innen eine Herausforderung.
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 8 c-Moll op. 13 »Pathétique« – Zahlen und Fakten
Entstehung: 1798
Uraufführung: unbekannt
An anderer Stelle trieb Beethoven dieses experimentelle Prinzip auf die Spitze: Kurz vor der Sinfonie Nr. 1 arbeitete er 1798 an der berühmten »Pathétique« in c-Moll. Diese Klaviersonate ist eines der wenigen Werke, bei denen der Beiname bereits zu Beethovens Zeit geläufig war. Er wurde zwar vom Verleger geprägt, aber vom Komponisten ausdrücklich gebilligt.
Für die langsame Einleitung ist »pathetisch« die passende Bezeichnung. Der Aufbau scheint logisch zu sein, aber wer einmal Tonsatzunterricht gehabt hat, musste ihn höchstwahrscheinlich analysieren und staunte über die Komplexität der vielschichtigen Harmonik. Im Rahmen der kleineren Klaviersonate konnte Beethoven seine Experimentierlust noch mehr ausleben als in der großen Sinfonie – und er nutzte diesen Freiraum bewusst.
Kaja Engel
Interview

»Das größte Problem von Beethoven ist der Mythos Beethoven.«
Das anschließende Interview hat in dieser Form nie stattgefunden. Trotzdem haben die Beteiligten alles so gesagt. Dies ist gewissermaßen der Versuch eines konzentrierten Extrakts aus drei einstündigen Podcast-Sitzungen mit Jan Caeyers und Kit Armstrong sowie einem umfassenden Gespräch des Beethovenfest-Intendanten Steven Walter mit den beiden Künstlern.
Jan: Die Initiative zu unserem ersten Kennenlernen kam vom Konzerthaus Wien. Sie hatten das Gefühl, dass wir auf irgendeine Weise zusammengehören. Aber wegen Corona wurde dieser Auftritt leider abgesagt. Dann haben wir das im Januar 2023 mit drei Konzerten in Belgien nachgeholt. In der Probe spürten wir sofort, dass wir einen sehr ähnlichen Zugang zu Musik haben. Das zeigte sich auch im Konzert, wo dann doch etwas anderes passieren kann, als man vorher besprochen hat. Und es hat sich in unseren Gesprächen zwischendurch bestätigt. Ich erinnere mich sehr gut: Nach dem zweiten Konzert sind wir anderthalb Stunden mit dem Auto gefahren und haben über Musik geredet. Und ich bedauere noch immer, dass dieses Gespräch nicht aufgenommen wurde, weil es eine tiefe Auseinandersetzung darüber war, was Musik ist, was gute Musik ist, welche Gesetze es gibt und wie wir damit umgehen. Und der nächste Schritt, ein gemeinsames und auf verschiedene Jahre aufgeteiltes Projekt zu machen, war im Grunde eine natürliche Konsequenz.
Kit: Jetzt machen wir zusammen das Projekt Beethoven27, bei dem wir alle neun Sinfonien, alle konzertanten Werke und etliche Klaviersonaten zu Gehör bringen werden.
Jan: Die neun Sinfonien von Beethoven haben eigentlich am Anfang des 19. Jahrhunderts die ganze Musikwelt verändert. Seitdem ist die Sinfonie die wichtigste Gattung – und sein Wirken der Maßstab für alle anderen Komponist:innen.
Kit: Ich glaube, es zeichnet Beethoven aus, dass da dieses stetige Verlangen nach Neuem war. Er war nie damit zufrieden, einfach sein ganzes Leben lang in einem Stil zu schreiben. Aber in erster Linie war er ja Klavierkomponist, da er Pianist war und wunderbar improvisieren konnte. Das Schreiben für das Klavier war für ihn logisch. Er hat dann sozusagen in jedem Stil die Gattungen großflächig bedient. Er hat sich von der Klaviersonate zur Kammermusik und dann zur Sinfonie vorgearbeitet, doch irgendwann war der Stil für ihn offensichtlich erschöpft und er musste etwas Neues finden.
Jan: Ja, und diese neue Zeit war auch eine Herausforderung für das Publikum. Mit der dritten Sinfonie fing er an, tatsächlich Neuland zu betreten. Da erreichte er als Komponist wirklich eine prinzipiell höhere Stufe – wobei viele Leute mit Nostalgie an die erste Sinfonie zurückgedacht haben.
Kit: Und dann kamen Künstler wie Berlioz und Wagner, die gesagt haben, die erste Sinfonie wäre noch kein Beethoven …
Jan: Das größte Problem von Beethoven ist der Mythos Beethoven. Aber das damalige Publikum etwa der Uraufführung der Sinfonie Nr. 1 kannte diesen Mythos noch nicht. Heute ist es sehr schwer, sowohl für die Interpret:innen als auch für die Zuhörer:innen, Beethoven mit dieser Art jungfräulicher Naivität oder Offenheit zu betrachten. Aber weißt Du, es ist bekannt, dass Beethoven auf die Frage, welche seine beste oder die am meisten gelungene Sinfonie war, die dritte genannt hat.
Kit: Das hat er ziemlich am Ende seines Lebens behauptet.
Jan: Ja, eben, also in dem Moment, wo er den Überblick hatte. Und ich glaube, dass er das so empfunden hat, weil er selbst konsequent die Spielregeln des Komponierens bestimmte. Er spielte sozusagen zum ersten Mal Fußball mit anderen Regeln. Dieser Mut, sich diese Freiheit zu schaffen, war einzigartig. Dass die anderen Komponist:innen dies nicht imitiert haben, liegt wahrscheinlich daran, dass es nicht zu imitieren ist, ohne ein Plagiat zu sein.
Kit: Ist das ein gutes Schlusswort?
Jan: Ja. Das Einzige, was wir noch vergessen haben … Also ich hab’ da noch ein oder zwei Gedanken …
Kaja Engel
Beethoven for Nature
Kit Armstrong über die Gründung seines Beethoven Nature Trust
Beethoven hinterließ eine Botschaft an die Menschheit, die weit über die Musik hinausgeht. Er war von der Hoffnung auf eine bessere und gerechtere Gesellschaft erfüllt und davon überzeugt, dass der Mensch die Banalität der materiellen Realität durch den ständigen Kontakt mit der Schönheit überwinden kann. Beethoven glaubte fest daran, dass er mit seiner Musik zu einer besseren Welt beitragen konnte.
Dabei betrachtete Beethoven die Natur als die wichtigste Quelle seiner Kreativität. Seine in Musik gegossene Geisteshaltung gegenüber der Natur und der Schöpfung symbolisiert das wachsende Bewusstsein, dass die seit der Aufklärung gepflegte Arroganz der Vernunft und der Glaube an die Gestaltbarkeit der materiellen Welt nicht nur ihre Grenzen erreicht haben, sondern sogar zum Untergang dieser materiellen Welt und der Menschen, die sie bewohnen, führen werden.

2026 gründete ich den Beethoven Nature Trust, eine gemeinnützige Treuhandstiftung, die finanzielle Mittel von Privatpersonen und Unternehmen entgegennimmt und gezielt Projekten zuführt, die einen weitreichenden Beitrag zum Schutz und zur Regeneration unserer natürlichen Lebensgrundlagen leisten. Dabei arbeitet der Beethoven Nature Trust mit Partnern wie der Nature Wealth Foundation, die wissenschaftliche und finanzielle Innovationen unterstützt mit dem Ziel, Natur nachhaltig investierbar zu machen, und Goodcarbon, einer Gesellschaft, die Unternehmen ermöglicht, ihre Naturziele zu erreichen und gleichzeitig Milliardenbeträge dem Schutz und der Wiederherstellung der Natur zu widmen.
Der Konzertzyklus in Bonn, den ich gemeinsam mit Jan Caeyers und Le Concert Olympique gestalte, bildet zugleich den Auftakt der Initiative BEETHOVEN FOR NATURE des Beethoven Nature Trust. Während es seit Beginn die Grundlage unserer Zusammenarbeit ist, Beethoven durch das Musizieren mit Herz und Geist stets neu zu entdecken, zu verstehen und zu vermitteln, widmen wir unsere Konzerte fortan der Idee, dass sie gleichzeitig Ausdruck einer Vision des Menschseins sind – eines Menschseins, das mit der Natur im Einklang steht und eng der Schönheit und der Schöpfung verbunden ist.
Beethovens Werk erinnert uns daran, dass das Erleben von Schönheit und Sinnhaftigkeit allen Menschen zusteht. Wir sind überzeugt, dass jeder Moment dieses Erlebens die Aufmerksamkeit des Menschen für seine Haltung gegenüber der Natur schärft. Mit unserer Initiative setzen wir uns für die bewusste Wahrnehmung immaterieller Werte ein und begreifen diese als unmittelbare Inspiration, Verantwortung zu übernehmen.
Kit Armstrong, Stifter mit Jan Caeyers, Vorsitzender des Kuratoriums
Wir danken den Mitgliedern des Freundeskreises
MÄZEN
Gründungsmitglieder Arndt und Helmut Andreas Hartwig
PLATIN
Dr. Michael Buhr und Dr. Gabriele Freise-Buhr
Godesberg Gastronomie & Event GmbH
GOLD
LTS Lohmann Therapie-Systeme AG
Andrea und Ekkehard Gerlach
Hans-Joachim Hecek und Klaus Dieter Mertens
Dr. Thomas und Rebecca Ogilvie
Albert Tonger Immobilien e. K.
Braunschweiger Privatbank, Köln
SILBER
Maria und Christoph Bader
Bernd Böcking
Dr. Sigrun Eckelmann† und Johann Hinterkeuser
Dr. Stefanie Montag und Dr. Stephan Herberhold
Dr. Luciano und Ulrike Pizzulli
Julia Rabus und Mirko Klemm
Jannis Ch. Vassiliou und Maricel de la Cruz
AUF EMPFEHLUNG unserer Mäzene Arndt und Helmut Andreas Hartwig
Tim Achtermeyer MdL
Judith und Tobias Andreae
Dr. Frank Asbeck und Susanne Birkenstock
Bettina Böttinger und Martina Wziontek
Anja Bröker
Philipp Buhr und Marie-Madeleine Zenker
Tim und Jessi Buhr
Katja Burkard und Hans Mahr
Claudia Cieslarczyk und Heiko von Dewitz
Rüdiger und Andrea Depkat
Guido Déus
Prof. Dr. Udo und Bettina Di Fabio
Walter Droege und Hedda im Brahm-Droege
Ralf und Antje Firmenich
Tobias Grewe und Dr. Jan Hundgeburth
Jörg Großkopf und Peter Daubenbüchel
Prof. Monika Grütters
Lothar und Martha Harings
Dr. Bernhard Helmich und Mai Hong
Dr. Eckart und Ulla von Hirschhausen
Dr. Sabine Hoeft und Thomas Geitner
Prof. Dr. Frank G. und Ulrike Holz
Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Brigitte Holzgreve
Martin Hubert und Martina und Martha Marzahn
Stephan und Sirka Huthmacher
Dirk und Viktoria Kaftan
Dr. Christos Katzidis MdL und Ariane Katzidis
Andrea, Tim und Jan Kluit
Dr. Eva Kraus
Dr. Markus Leyck Dieken und Peter Kraushaar
Peter und Katharina Limbourg
Nathanael Liminski MdL und Hanna Liminski
Horst und Katrin Lingohr
Marianne und Stefan Ludes
Dr. Peter Lüsebrink und Karl-Heinz von Elern
Michael Mronz und Markus Felten
Prof. Dr. Georg und Doris Nickenig
Dr. Solveig Palm
Alexandra Pape und Malte von Tottleben
Christian A. und Rita Rast
Hans-Arndt und Julia Riegel
Prof. Dr. Manuel und Aila Ritter
Matthias und Steffi Schulz
Moritz Seibert
Stephan Schwarz und Veronika Smetackova
Annette Schwolen-Flümann und Thomas Flümann
Prof. Walter Smerling und Beatrice Blank
Elisabeth Sobotka und Prof. Dr. Hans Peter Wehrli
Peter und Annette Storsberg
Prof. Burkhard und Friederike Sträter
Prof. Dr. Hendrik Streeck MdB und Paul Zubeil
Ulrich und Petra Voigt
Oliver und Diane Welke
Dr. Vera Westermann und Michael Langenberg
Dr. Matthias Wissmann und Francisco Rojas
Christian van Zwamen und Gerd Halama
BRONZE
Jutta und Ludwig Acker * Prof. Dr. Wolfgang Angerstein * Alexandra Asbeck * Dr. Rainer und Liane Balzien * Munkhzul Baramsai * Christina Barton van Dorp und Dominik Barton * Christoph Beckmanns * Prof. Dr. Christa Berg * Prof. Dr. Arno und Angela Berger * Christoph Berghaus * Klaus Besier * Ingeborg Bispinck-Weigand * Christiane Bless-Paar und Dr. Dieter Paar * Frank-Michael Böhle und Elvira Pietzka-Böhle * Dr. Ulrich und Barbara Bongardt * Anastassia Boutsko * Anne Brinkmann * Ingrid Brunswig * Lutz Caje * Gabriele und Robert Carl * Elmar Conrads-Hassel und Dr. Ursula Hassel * Ingeborg und Erich Dederichs * Geneviève Desplanques * Irene Diederichs * Michael Eckhardt und Birgit Wolter * Christel Eichen und Ralf Kröger * Elisabeth Einecke-Klövekorn * Dr. Martina Endepohls-Ulpe und Alexander Ulpe * Heike Fischer und Carlo Fischer-Peitz * Dr. Gabriele und Ulrich Föckler * Prof. Dr. Eckhard Freyer * Johannes Geffert * Silke und Andree Georg Girg * Dr. Helga-Maleen Gerresheim * Margareta Gitizad * Carsten Gottschalk * Ulrike und Axel Groeger * Marta Gutierrez und Simon Huber * Cornelia und Dr. Holger Haas * Sylvia Haas * Christina Ruth Elise Hendges * Renate und L. Hendricks * Peter Henn * Prof. Ingeborg Henzler und Dr. Mathias Jung * Heidelore und Prof. Werner P. Herrmann * Dr. Monika Hörig * Georg Peter Hoffmann und Heide-Marie Ramsauer * Dr. Francesca und Dr. Stefan Hülshörster * Karin Ippendorf * Angela Jaschke * Dr. Michael und Dr. Elisabeth Kaiser * Elisabeth und Rolf-Dieter Kaißer * Agnieszka Maria und Jan Kaplan * Dr. Hiltrud Kastenholz und Herbert Küster * Dr. Reinhard Keller * Dr. Ulrich und Marie Louise Kersten * Rolf Kleefuß und Thomas Riedel * Dr. Gerd Knischewski * Norbert König und Clotilde Lafont-König * Sylvia Kolbe * Sigrid Kümmerlein * Gisela Kunz * Dr. Hans Dieter und Ursula Laux * Ute und Dr. Ulrich Kolck * Manfred Koschnick und Arne Siebert * Lilith Matthiaß-Küster und Norbert Küster * Thea Kutzscher * Ruth und Bernhard Lahres * Renate Leesmeister * Gernot Lehr und Dr. Eva Sewing * Traudl und Reinhard Lenz * Florian H. Luetjohann * Moritz Magdeburg * Dr. Charlotte Mende * Heinrich Meurs * Heinrich Mevißen * Dr. Dr. Peter und Dr. Ines Miebach * Karl-Josef Mittler * Dr. Josef Moch * Esther und Laurent Montenay * Friedrich Wilhelm Moog und Vera Walther-Moog * Katharina und Dr. Jochen Müller-Stromberg * Dr. Nicola und Dr. Manuel Mutschler * Dr. Gudula Neidert-Buech und Dr. Rudolf Neidert * Gerald und Vanessa Neu * Lydia Niewerth * Wolfram Nolte * Mark und Rita Opeskin * Céline Oreiller * Dieter und Brigitta Penning * Carol Ann Pereira * Gabriele Poerting * Dr. Manfred und Dorothee van Rey * Ruth Schmidt-Schütte und Hans Helmuth Schmidt * Dr. Andreas und Bettina Rohde * Prof. Dr. Tilman und Astrid Sauerbruch * Ingrid Scheithauer * Monika Schmuck * Markus Schubert * Simone Schuck * Petra Schürkes-Schepping * Dr. Manfred und Jutta von Seggern * Prof. Dr. Norma Selve * Prof. Dr. Wolfram Steinbeck * Dr. Andreas Stork * Michael Striebich * Dr. Corinna ten Thoren und Martin Frevert * Verena und Christian Thiemann * Dr. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. Bernd Voigt * Hermann und Bettina Ude * Katrin Uhlig * Carrie Walter und Gabriel Beeby * Susanne Walter * Aino Ritva Weyers und Nadeem Hajouj * Ruth Winterwerp-van den Elzen und Jürgen Winterwerp * Dr. Bettina und Dr. Matthias Wolfgarten
JUNGER FREUNDESKREIS
Iklim Arikan * Linda Dahn * Lasse Frings * Ricci Frosio * Lin Golenia * Emilia Hecke * Victoria Emilia Holz * M Hornauer * Zsolt Máté Kiss * Jonas Kotulla * Marie Meißner * Felix Mennicken * Linus Neunkirchen * Felix Schuck * Hannah Speckmann * Charlotte Speckmann * Nelly Sophia Stach * Till Steinert * Johanna von Bargen * Florens Windelen * Yolanda Winter * Akichika Yukawa * Tom Ziese
Biografien
Kit Armstrong
KlavierKit Armstrong (*1992) ist ein US-Amerikanischer Pianist, der für seinen frühen Karrierebeginn und seine weitgefächerte Versiertheit und Ausbildung bekannt ist. Die intensive Beschäftigung mit der Musik steht bei ihm auf selbstverständliche Art und Weise in enger Beziehung mit anderen Künsten sowie mit Naturwissenschaften und Mathematik.
Armstrong arbeitete bereits mit vielen bedeutenden Dirigent:innen wie Herbert Blomstedt, Kent Nagano, Christian Thielemann und Esa-Pekka Salonen zusammen. Er ist mit einigen der weltbesten Orchester aufgetreten, darunter die Wiener Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig und das NHK Symphony Orchestra. Sein Debütalbum bei der Deutschen Grammophon erschien 2021 und 2023 legte er mit dem Geiger Renaud Capuçon eine Gesamteinspielung aller Sonaten für Klavier und Violine von Mozart vor. Weiterhin erregte er mit dem von ihm konzipierten Zyklus über 500 Jahre Klaviermusik großes Aufsehen. 2018 erhielt er für seinen Auftritt beim Beethovenfest Bonn den Beethoven-Ring der Bürger für Beethoven.
Im Geiste Beethovens engagiert sich Armstrong mit dem 2026 von ihm gegründeten Beethoven Nature Trust für Projekte, die einen weitreichenden Beitrag zum Schutz und zur Regeneration unserer natürlichen Lebensgrundlagen leisten.
Jan Caeyers
DirigentDer belgische Dirigent und Musikwissenschaftler Jan Caeyers (*1953) zählt zu den führenden Beethoven-Spezialist:innen Europas. Er begann seine Dirigierlaufbahn beim Gustav Mahler Jugendorchester. Mit dem von ihm gegründeten Beethoven-Orchester Le Concert Olympique tritt er in den größten Konzertsälen Europas auf. Darüber hinaus ist er Gastdirigent bei verschiedenen Orchestern, Chören und Opernhäusern in Europa. Ebenfalls leitete er die Beethoven-Akademie als Artist in Residence im deSingel in Antwerpen.
Jan Caeyers ist emeritierter Universitätsprofessor. Seine jahrelange Forschung über Beethoven und seine praktische Erfahrung als Dirigent inspirierten ihn zu einer Beethoven-Biografie. Er arbeitete an mehreren Dokumentarfilmen über Beethoven mit und hatte 2020 seine eigene Abendsendung auf dem Radiosender Klara.
Zwischen 2024 und 2027 konzentriert sich Jan Caeyers auf das Projekt Beethoven27. In dessen Rahmen wird er mit Kit Armstrong, Le Concert Olympique und dem Arnold-Schönberg-Chor aus Wien die 27 bedeutendsten Chor- und Orchesterwerke Beethovens in 27 EU-Städten aufführen. Darüber hinaus schreibt er ein Buch über Beethovens wichtigste Kompositionen.
Le Concert Olympique
Le Concert Olympique ist ein 45-köpfiges europäisches Orchester unter der Leitung von Jan Caeyers. Das Ensemble widmet sich den Werken Beethovens und seiner Zeitgenossen wie Haydn, Mozart, Schubert und Mendelssohn. Die Musiker:innen aus ganz Europa treten in klar definierten Projekten auf, was für besondere Schärfe und enorme Energie auf der Bühne sorgt.
Gegründet als Beethoven-Orchester, verbindet Le Concert Olympique tiefgründige Interpretationen mit historischer Aufführungspraxis auf modernem Instrumentarium. Das Orchester investiert in Forschung, Bildung und Zeitgenössisches. Komponist:innen wie Jeroen D’hoe und Jens Joneleit schufen Werke für das Ensemble, die von Beethovens Erbe inspiriert sind.
Der Name geht auf »Le Concert de la Société Olympique« zurück, eine Konzertorganisation der 1780er-Jahre in Paris, die Haydns Pariser Sinfonien in Auftrag gab. Im Geist dieser vorrevolutionären Innovationskraft vereint das Orchester traditionelle Meisterwerke mit modernem Pioniergeist.
Besetzung
Violine I
Friedemann Breuninger (Konzertmeister)
Liesbeth Baelus
Ludovic Bataillie
Verena Böckenhoff
Ludwig Duerichen
Nicoletta Ferrari
Cornelia Loercher
Alexander Olschewski
Violine II
Nonna Knuuttila
Cedric Allard
Ludwine Beuckels
Marie-Helene Leonhardi
Bert Van Laethem
Femke Verstappen
Marit Vliegenthart
Emily Wu
Viola
Riikka Repo
Manuel del Horno
Héctor Mira Ferriz
Lucilla Rudolph
Vagif Alekperov
Enrui Xia
Violoncello
Franz Ortner
Geert De Bievre
Pieter-Jan De Smet
Jule Hinrichsen
Agniezska Kolodziej
Kontrabass
Matthias Botzet
Josef Gilgenreiner
Lars Jakob
Ronald Vitzthum
Flöte
Anna Saha
Katelijne Franssens
Oboe
Luk Nielandt
Dorien Schrooten
Klarinette
Rita Karin Meier
Werner Meienberg
Fagott
Pablo Gonzales
Julia Gutschlhofer
Horn
Joannes Van Meensel
Grigory Yakubovich
Andreas Schuchter
Trompete
Paul Voet
Elena Torres
Pauken
Koen Wilmaers
Konzertempfehlungen
Festival-Miteinander
Festival-Miteinander
Wir – das Beethovenfest Bonn – laden ein, in einem offenen und respektvollen Miteinander Beethovenfeste zu feiern. Dafür wünschen wir uns Achtsamkeit im Umgang miteinander: vor, hinter und auf der Bühne.
Für möglicherweise auftretende Fälle von Grenzüberschreitung ist eine interne Ansprechstelle erreichbar für Publikum, Künstler:innen und Mitarbeiter:innen.
Wir sind ansprechbar über eine Telefon-Hotline (+49 228 2010321, im Festival täglich von 13–21 Uhr) oder per E-Mail (awareness@beethovenfest.de).
Werte und Überzeugungen unseres Miteinanders sowie weitere externe Kontaktmöglichkeiten können hier auf unserer Website aufgerufen werden.
Das Beethovenfest Bonn 2026 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.
Programmheftredaktion:
Sarah Avischag Müller
M Hornauer
Lektorat:
Heidi Rogge
Die Texte von Kaja Engel und Kit Armstrong sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.





















