Seitdem Kit Armstrong vor zwanzig Jahren die internationalen Bühnen betrat, fasziniert er die Musikwelt. Kaum ein:e andere:r junge:r Künstler:in ist auf derart vielen Gebieten versiert und universell ausgebildet wie er. Von der New York Times als »brillanter Pianist« gefeiert, der »musikalische Reife und jugendliche Kühnheit in seinem exzeptionellen Spiel verbindet«, hat Kit Armstrong eine ganz eigene künstlerische Handschrift ausgeprägt. Die intensive Beschäftigung mit der Musik steht bei ihm auf selbstverständliche Art und Weise in enger Beziehung mit anderen Künsten sowie mit Naturwissenschaften und Mathematik.
Großes Aufsehen erregte Kit Armstrong in jüngster Zeit mit dem von ihm konzipierten Zyklus über 500 Jahre Klaviermusik u. a. beim Klavier-Festival Ruhr und dem Tokyo Spring Festival. In fünf Rezitalprogrammen nimmt er seine Zuhörer mit auf eine Reise von 1520 bis 2020, von William Byrd bis ins 21. Jahrhundert.
Armstrong arbeitete bereits mit vielen bedeutenden Dirigent:innen zusammen, darunter Christian Thielemann, Herbert Blomstedt, Kent Nagano, Manfred Honeck und Esa-Pekka Salonen. Er ist mit einigen der weltbesten Orchester aufgetreten, darunter die Wiener Philharmoniker, die Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Gewandhausorchester Leipzig und das NHK Symphony Orchestra. Als leidenschaftlicher Kammermusiker pflegt Kit Armstrong enge künstlerische Verbindungen zu Sänger:innen wie Marina Viotti, Christiane Karg, Äneas Humm und Benjamin Appl, zum Armida sowie Schumann Quartett und dem Geiger Renaud Capuçon, mit dem er 2023 eine Gesamteinspielung aller Sonaten für Klavier und Violine von Mozart vorgelegt hat.
Sein Debütalbum bei der Deutschen Grammophon mit Werken von William Byrd und John Bull, den Gründungsvätern der Musik für Tasteninstrumente, erschien 2021 und wurde als Gewinner der Kategorie »Tasteninstrumente« für die Bestenliste 04/21 des Preises der Deutschen Schallplattenkritik ausgewählt.
Geboren 1992 in Los Angeles, studierte Armstrong am Curtis Institute of Music und an der Royal Academy of Music in London. Mit 7 Jahren begann er ein Kompositionsstudium an der Chapman University und ein Physikstudium an der California State University, später auch Chemie und Mathematik an der University of Pennsylvania und Mathematik am Imperial College London. Er erwarb einen Master in Mathematik an der Universität Paris VI. Die Autorin Inge Kloepfer hat eine Biografie über Kit Armstrong verfasst. Das Buch »Metamorphosen eines Wunderkinds« erschien im Frühjahr 2024 beim Berlin Verlag.
