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Mi 20.9.2023

19.30 Uhr, Festivalzentrale an der Kreuzkirche

Mittendrin

  • Vergangene Veranstaltung
  • € 38
  • © Yago Partal
  • © Martin Maier
  • © Beate Wätzel

Mitwirkende

  • Kammerakademie Potsdam
    • Miguel Pérez Iñesta Dirigent

    Programm

    Igor Strawinsky

    Suite zur Ballettmusik »Pulcinella«

    Richard Strauss

    »Metamorphosen« für 23 Solostreicher

     

    Einlass 19:15 Uhr

    18:45 Uhr, Festivalzentrale Kreuzkirche, Vorplatz
    Konzerteinführung
    Michael Struck-Schloen im Gespräch mit Iñigo
     Giner Miranda

     

    Saalöffnung: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn

    Auf einen Blick

    Was erwartet mich?

    Ein immersives und inszeniertes Orchesterkonzert mit Musik von zwei Komponisten des 20. Jahrhunderts, die auf völlig verschiedene Weise das Erbe der musikalischen Vergangenheit aufgreifen.

    Was ist das Besondere am Konzert?

    Mittendrin ist ein Konzertformat, bei dem das Publikum ganz nah an die Musiker:innen herankommen darf. Lassen Sie sich überraschen!

    Wie klingt das?
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    Beschreibung

    »Mittendrin« ist ein Konzerterlebnis der außergewöhnlichen Art. Das Publikum darf mit den Musiker:innen der Kammerakademie Potsdam auf Tuchfühlung gehen: Konzertgestalter Iñigo Giner Miranda hebt in seiner Raumdisposition die räumliche Trennung von Orchester und Publikums auf. Dirigent Miguel Pérez Iñesta leitet das unter dem Publikum verteilte Orchester mit zwei Werken des 20. Jahrhunderts, die sich mit dem musikalischen Erbe der Vergangenheit auseinandersetzen. So entwickelt die Musik für die Zuhörer:innen in nächster Nähe zu den Musiker:innen eine fesselnde Intensität.

    Richard Strauss’ »Metamorphosen« und Igor Strawinskys Ballettmusik »Pulcinella« lassen sich beide als Abgesänge auf die Musikgeschichte vergangener Epochen verstehen, doch mit völlig unterschiedlicher Haltung. Die »Metamorphosen« lehnen sich in der Besetzung an das barocke Concerto grosso an. Strauss schreibt den 23 Solostreichern eine große Klage über das Ende der klassisch-romantischen Musikperiode in die Saiten, die ihm 1945 sinnbildlich in den Ruinen des zerstörten Münchens aufschien. Tief resignativ endet er mit einem Zitat des Trauermarschs aus Beethovens »Eroica«.

    Strawinsky sucht dagegen in der Alten Musik des 18. Jahrhunderts nach Impulsen für ein zeitgemäßes Komponieren. Er findet in den klaren Strukturen und harmonischen Melodien des Barock eine Nüchternheit, die sich von allem übersteigerten Pathos des 19. Jahrhunderts verabschiedet. Für das Ballett »Pulcinella« bearbeitete und verfremdete er Arien und Triosonaten von Giovanni Battista Pergolesi und weiteren barocken Komponisten. Strawinsky charakterisiert sein Werk so: »Dass das Ergebnis bis zu einem gewissen Grad witzig-ironischen, satirischen Charakter haben würde, war vielleicht unumgänglich, denn wer hätte im Jahre 1919 ein solches Material ohne satirische Distanz behandeln können?«

    Ein Konzert zum Start des Fellowship-Projekts

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