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Do 17.9.2026

19.30 Uhr, Pantheon Theater

Martha Bijlsma & Flex Ensemble

  • Kammermusik, Pop & Electronica
  • Vergangene Veranstaltung
  • € 29
  • Martha Bijlsma © Patrick Essex
  • Flex Ensemble © Suzanna Special
  • Ein Mann mit Kopfhörern steht an einem elektronischen Musikpult. Er trägt ein Hemd und einen weißen T-Shirt.
    Jonas Urbat © Oliver Borchert

Mitwirkende

  • Flex Ensemble
    • Kana Sugimura Violine
    • Nora Romanoff-Schwarzberg Viola
    • Martha Bijlsma Violoncello, Konzept
    • Johannes Nies Klavier
  • Jonas Urbat Live-Elektronik

Programm

Gordon Williamson
Couverture
Ludwig van Beethoven

Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«, arr. von Ferdinand Ries für Klavierquartett

Gordon Williamson
Encore

 

 

Auf einen Blick

Was erwartet mich?

Inside Eroica – die Musiker:innen um Fellowship-Künstlerin Martha Bijlsma wollen erlebbar machen, wie revolutionär Beethovens »Eroica« eigentlich wirkte: mit moderner instrumentaler und elektronischer Umrahmung.

Wie klingt das?
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Beschreibung

Beethovens revolutionäre dritte Sinfonie hat das Publikum 1804 mit ihrer formsprengenden Energie geradezu überwältigt. Dieses Erlebnis will die Cellistin Martha Bijlsma mit ihrem Klavierquartett nachempfinden. Zum Beethovenjahr 2020 legte das Flex Ensemble ein vielgelobtes Album mit einer re-kontextualisierten »Eroica« vor. Als Fellowship-Künstlerin beim diesjährigen Beethovenfest bringt Bijlsma das CD-Projekt auf die Bühne.

Das Ensemble hat ein Vor- und ein Nachspiel zur Sinfonie bei dem kanadischen Komponisten Gordon Williamson in Auftrag gegeben. Er überträgt Beethovens Motive in ein heutiges Klangbild mit geschlagener Bogenstange und gerupften Saiten. Die Sinfonie selbst spielen die Künstler:innen in der Quartett-Bearbeitung von Ferdinand Ries, Beethovens Bonner Freund und Klavierschüler. So wollen sie möglichst »dicht an die Essenz dieser Musik herankommen« – hier klingt alles spritzig, direkt und kompromisslos. Diese mitreißende Kraft lässt Jonas Urbat in elektronische Klangwelten einfließen.

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    Digitales Programmheft

    Do 17.9.

    19.30 Uhr, Pantheon Theater

    Martha Bijlsma & Flex Ensemble

    Mitwirkende

    Flex Ensemble

    Kana Sugimura Violine
    Nora Romanoff-Schwarzberg Viola
    Martha Bijlsma Violoncello (Beethovenfest Fellow 2026)
    Johannes Nies Klavier

    Jonas Urbat Live-Elektronik

    Programm

    Jonas Urbat (*1991)
    Prolog


    Gordon Williamson (*1974)
    Couverture


    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Sinfonia eroica«, arr. von Ferdinand Ries für Klavierquartett

    I. Allegro con brio

    Jonas Urbat: Interludium

    II. Marcia funebre – Adagio assai

    Jonas Urbat: Interludium

    III. Menuett Scherzo – Allego vivace
    IV. Finale. Allegro Molto – Poco andante – Presto

    Jonas Urbat: Epilog


    Gordon Williamson
    Encore

    Über den Konzertabend

    Konzertdauer: ca. 80 Minuten ohne Pause

    Gastronomisches Angebot vor Ort

    Nach dem Konzert: CD-Verkauf der Künstler:innen

    Zusätzlich zu Blumen schenken wir den Künstler:innen Blüh-Patenschaften, mit deren Hilfe in der Region Bonn Blumenwiesen angelegt werden.

    Für ein ungestörtes Konzerterlebnis bitten wir Sie, auf Foto- und Videoaufnahmen zu verzichten.

    Das Fellowship-Programm wird gefördert durch

    Einleitung

    In ein neues musikalisches Zuhause

    Mit der »Eroica« warf Beethoven nicht nur die musikalischen Konventionen seiner Zeit über Bord, in ihr spiegelte sich auch ein persönlicher Konflikt wider: der Schmerz über das Scheitern jener Ideale, die er einst in Napoleon verkörpert sah. Bereits zum 250. Geburtstag des Komponisten (2020) widmete sich das Flex Ensemble dieser berühmten Sinfonie, die sie nun auch beim Beethovenfest in der reduzierten Fassung für Klavierquartett interpretieren. Martha Bijlsma ist in diesem Jahr Fellowship-Künstlerin des Beethovenfests und gestaltet einen Abend, an dem Beethovens »Eroica« und zeitgenössische Musik von Gordon Williamson erstmals mit elektronischen Zwischenspielen von Jonas Urbat verschmelzen: zu einer einzigen, durchgehenden Reise in das digitale Zeitalter und der Frage: Was bedeutet Held:in sein heute?

    Williamson: Couverture

    Zur neuen Rahmung von Beethovens Sinfonie gab das Flex Ensemble zwei Werke beim Komponisten Gordon Williamson in Auftrag: Couverture und Encore. Seine zeitgenössische Musik steht nicht zusammenhangslos neben dem klassischen Repertoire: Williamson setzte sich für das einleitende Stück einerseits mit der Form der klassischen Ouvertüre auseinander und stellt andererseits innere musikalische Bezüge zu Beethovens »Eroica« her. Die Instrumente werden dabei auf unkonventionelle Weise zum Klingen gebracht: Die Streicher streichen ganz nah am Steg für hohe metallische Töne, tippen mit dem Bogenholz auf die Saiten oder erzeugen hauchzarte, flötenartige Obertöne. Beim Klavier wird nicht nur auf den Tasten, sondern auch direkt im Korpus gespielt – Saiten werden mit den Fingern abgedämpft, gezupft oder gestrichen. So entstehen Klänge, die für Beethoven zwar ungewöhnlich gewesen wären, seine Musik aber dennoch schemenhaft andeuten – wie zum Beispiel den prägnanten Anfangsrhythmus der Sinfonie. Das Ergebnis: Ein neuer Blick auf musikalische Fragmente eines altbekannten Werks. 

    Der Titel Couverture ist dabei nicht nur ein humorvoller Verweis auf die traditionelle Gattung der Ouvertüre. Er bedeutet im Französischen so viel wie ›Deckel‹. So verpasste der kanadische Komponist dem Werk also einen neuen metaphorischen Einband aus zeitgenössischem Blickwinkel, oder wie er selbst schmunzelnd sagt, einen »süßen Kommentar« – Kuvertüre eben.

    Eine Frau steht mit einem Cello in einem Raum mit grauen Wänden. Sie trägt ein weißes Hemd und Jeans.
    »Gordon hat mithilfe wunderschöner erweiterter Spieltechniken eine Klangwelt geschaffen, die in meinen Ohren elektronischen Klängen sehr nahekommt. Sie schaffen einen Dialog zwischen diesen unterschiedlichen musikalischen Welten.« – Martha Bijlsma © Patrick Essex

    Beethoven: Eroica

    Zahlen & Fakten

    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Sinfonia eroica«

    Erstaufführung: 9. Juni 1804 im privaten Rahmen des Fürsten Joseph Lobkowitz (auch Ferdinand Ries war unter den Gästen). Erstmals öffentlich: 7. April 1805 im Theater an der Wien

    Gut zu wissen: »Sinfonia eroica composta per festeggiare il sovvenire di un grand’uomo« (»Sinfonia Eroica komponiert zur Feier des Todes eines Helden«) lautet die Überschrift der ersten Partiturausgabe von 1806.

    Beethoven in neuem Licht

    Ohne jegliche Zurückhaltung und voller Energie beginnt Beethovens Sinfonie im ersten Satz und holt die Zuhörer:innen ohne Umschweife in das musikalische Geschehen. Und das funktioniert nicht nur mit großem Orchester, für das die Sinfonie eigentlich geschrieben wurde. Gleich zu Beginn des Arrangements für Klavier und drei Streichinstrumente wird klar: Auch im Quartett überträgt sich die Klanggewalt, mit der Beethoven seinerzeit – vor mehr als 200 Jahren – gewohnte Konzertdimensionen sprengte. Einigen Zeitgenoss:innen war die Sinfonie zu Beginn noch zu grell und unzumutbar lang, aber bald schon galt sie als eines seiner ›kunstreichsten‹ Werke. Beethoven ebnete mit diesem Ausnahmestück, in dem er sich weder an die formalen Kompositionsregeln noch an die harmonischen Gepflogenheiten seiner Zeit hielt, den Weg in das neue musikalische Zuhause der nächsten Generation: die Epoche der Romantik!

    Eine Gruppe von vier Musikern sitzt lachend auf dem Boden vor einer weißen Wand. Einer hält ein Streichinstrument.
    »Wir haben das Gefühl, mit der Quartettfassung tief in diese Musik eingetaucht zu sein und hoffen, unserem Publikum eine andere Perspektive darauf bieten zu können. Selbst Zuhörer:innen, die glauben, die ›Eroica‹ in- und auswendig zu kennen, könnten neue Details entdecken und vertraute Passagen in einem völlig neuen Licht erleben.« – Martha Bijlsma © Suzanna Special

    Live! Einzigartige elektronische Zwischenspiele

    In drei Interludien klingen die Sätze der »Eroica« im Laufe dieses Konzerts erstmals in Form elektronischer Resonanzen nach oder bereiten durch neue Klanginterpretationen bereits den nächsten Satz vor. Musiker und Klangkünstler Jonas Urbat erklärt, dabei entstehe fast alles, was elektronisch zu hören ist, im Konzert selbst oder werde aus Probenaufnahmen generiert. Vorab nahm er Samples des mikrofonierten Klavierquartetts auf, die er etwa mit Looping verarbeitete. Bei der Aufführung tragen die Musiker:innen Sensoren und nehmen selbst Einfluss auf die elektronischen Klänge.

    Elektronik für das Beethovenfest

    Jonas Urbat und Martha Bijlsma haben sich für diese Vorstellung auf Vorschlag des Beethovenfests zusammengetan. Die Neugier auf das Projekt teilten sie von Anfang an und experimentierten mit verschiedenen Ideen, wodurch sich die Zusammenarbeit ganz dynamisch entwickelte. »Für mich fühlt sich die Einbeziehung von Elektronik wie ein natürlicher nächster Schritt an«, erzählt die Cellistin. Und auch der nach immer neuen Klängen suchende Musiker Urbat meint, man solle sich nicht der Bequemlichkeit hingeben: »Wir müssen uns aus eigenen Stücken bewegen und antreiben und flexibel bleiben.« Wie schließlich Beethoven selbst schon sagte: »Die Kunst will von uns, dass wir nicht stehen bleiben.«

    Ein DJ steht an einem Mischpult mit Laptop, trägt Kopfhörer und ist in ein musikalisches Set vertieft.
    »Mich interessiert die Erweiterung des Klangspektrums der physischen Instrumente: Das Klavier kann zur Klangwolke werden, ein einzelner Streicherton zur Fläche, ein Nebengeräusch zum eigentlichen Material.« – Jonas Urbat © Oliver Borchert

    Freiheit über alles liebend und ein bisschen revolutionär

    Wie zwei energische Paukenschläge wirken die ersten Akkorde, die das Ensemble anfangs unmittelbar gemeinsam spielt. Nahtlos klingt sodann das erste Thema an, das bald wieder von der musikalisch vorantreibenden Entschlossenheit der folgenden Takte unterbrochen wird. Gleich zu Beginn wird so der heroische Charakter hörbar, der dem Werk einst seinen Beinamen »sinfonia eroica« verlieh. Die dritte Sinfonie widmete Beethoven zunächst niemand geringerem als Napoleon Bonaparte. Zwar war der Komponist kein offener Bekenner der französischen Revolution, aber er verehrte die humanistischen Werte, also die Ideale um Freiheit und Fortschritt. So schrieb er 1793 noch: »Wohltun, wo man kann. Freiheit über alles lieben, Wahrheit nie (auch am Throne nicht) verleugnen.« Die aristokratische Tyrannei verachtete Beethoven; völlig entrüstet war er der Erzählung seines Schülers Ferdinand Ries (von dem die Quartettfassung der Sinfonie Nr. 3 stammt) nach, als Napoleon sich selbst zum Kaiser krönte – und entfernte daraufhin die Widmung aus der Partitur.

    Eine musikalische Unabhängigkeitserklärung

    Im Verlaufe des Konzerts kommen die Musiker:innen zur Sprache: Sie zitieren Fragmente aus der »Declaration of the Independence of Cyberspace« von John Perry Barlow aus den 1990er-Jahren. Damals betonte der amerikanische Bürgerrechtler die Utopie des freien, ortlosen Internets und kritisierte den zunehmenden staatlichen Einfluss auf diesen virtuellen Raum. Die Antwort auf die Frage, was sein revolutionärer Idealismus nun mit Beethoven zu tun hat, findet sich auf der Suche nach der verborgenen Bedeutung seiner »Eroica«. Denn auch der Komponist prangerte die verratenen Ideale seiner Zeit an.

    John Perry Barlow: A Declaration of the Independence of Cyberspace

    (Auszug)

    »You claim there are problems among us that you need to solve. You use this claim as an excuse to invade our precincts. Many of these problems don’t exist. Where there are real conflicts, where there are wrongs, we will identify them and address them by our means. We are forming our own Social Contract. This governance will arise according to the conditions of our world, not yours. Our world is different. 

    Cyberspace consists of transactions, relationships, and thought itself, arrayed like a standing wave in the web of our communications. Ours is a world that is both everywhere and nowhere, but it is not where bodies live. 

    We are creating a world that all may enter without privilege or prejudice accorded by race, economic power, military force, or station of birth. 

    We are creating a world where anyone, anywhere may express his or her beliefs, no matter how singular, without fear of being coerced into silence or conformity.«

    »Der ›Held‹ ist gestorben, aber das Ideal lebt weiter.«

    Von wem der heldenhafte Inhalt der »Eroica« eigentlich handelt, darum ranken sich verschiedene Erzählungen. Klar ist: Die Sinfonie entstand in der napoleonischen Ära. Im zweiten Satz erklingen immer wieder Andeutungen an Motive aus Festhymnen und Trauermärschen der Ersten Französischen Republik. Das kann durchaus als eine Huldigung Napoleons – oder eben Trauer über dessen Verrat am Ideal – verstanden werden. Manche sprechen aber auch von der ›Prometheus-Sinfonie‹, weil im letzten Satz ein Thema erklingt, das Beethoven bereits für seine Ballettmusik Die Geschöpfe des Prometheus komponiert hatte.

    Eine Frau befindet sich im Gespräch und gestikuliert mit ihren Händen. Sie trägt ein gemustertes Kleid.
    Martha Bijlsma © Beethovenfest Bonn & Deutsche Welle

    Eine weitere Erzählung bringt den preußischen Prinzen Louis Ferdinand ins Spiel, der kurz vor Drucklegung der Sinfonie im Befreiungskampf gegen Frankreich gefallen war. Beethoven hatte ihn zur Aufführung der Sinfonie bei deren Widmungsträger Fürst Lobkowitz kennengelernt – der Prinz wollte die »Eroica« dort gleich drei Mal hintereinander hören! Und schließlich heißt es in der ersten Partiturausgabe dann, »komponiert zur Feier des Todes eines Helden«. Aber wer weiß schon, ob Beethoven sich nicht auch selbst als Helden einer Ära verstand? »Der ›Held‹ ist gestorben, aber das Ideal lebt weiter«, so Jonas Urbat über die Lesart seiner Interludien. Mit ihnen vertont er in gewisser Weise seine Suche nach den Idealen von heute – den personenbezogenen Heldenbegriff löst er dabei auf, im Zentrum stehen nur noch die Ideale.

    Vom Orchesterapparat zum Klavierquartett

    »Als wir zum ersten Mal auf Ferdinand Ries’ Bearbeitung von Beethovens Dritter Sinfonie für Klavierquartett stießen, waren wir natürlich sehr neugierig. Es schien spannend (und vielleicht auch ein wenig verrückt), eine ganze Sinfonie nur zu viert aufzuführen.« – Martha Bijlsma

    Martha Bijlsma und das Flex Ensemble versuchen mit ihrer Aufführung nicht, ein Orchester zu ersetzen: Die Quartettfassung ermögliche es ihnen, »die Struktur des Werks auf eine sehr intime, direkte, fast ›nackte‹ Weise offen zu legen«, so die Cellistin. Eine Beethoven-Sinfonie in Quartettfassung ist ein Vorhaben, das einige Herausforderungen bereithält. Zumal Beethovens »Eroica« gerne mit großen Attributen beschrieben wird: Sie ist ›monumental‹ im Vergleich zu anderen Sinfonien der Zeit, ›pathosgeladen‹ und spürbar ›erhaben‹ im Klang, ja da werden gar ›rhythmische Urkräfte‹ ins Spiel gebracht. Ferdinand Ries, der das Arrangement zu verantworten hat, begegnete diesem Wagnis nicht etwa mit flacher Reduktion, sondern mit schlichter, auf die Essenz konzentrierter Kompromisslosigkeit. Ein zentrales Element bleiben somit auch im Klavierquartett die rhythmische Durchschlagkraft und die dynamischen Ausbrüche der »Eroica«. Fehlender Klangmasse begegnet Ries im Notensatz mit gewandter Artikulation und erfinderischen Wechseln im Register. Die Besetzung mit nur drei Streichern und einem Klavier forderte ihn heraus, den Rahmen der Instrumente auszureizen. Da werden die sinfonischen Streicherstimmen auch mal vom Klavier gespielt, damit die drei Streicher die nunmehr fehlenden Bläser übernehmen können. Durch die geschickte Verarbeitung der Melodielinien und harmonischen Verflechtungen gehen also trotz der Reduktion auf nur vier Instrumente kaum Stimmlinien des Orchesters verloren. Vielmehr noch: Wo das Orchester opulent und mächtig daherkommt, wirkt das Klavierquartett glasklar in jeder nach wie vor provokanten musikalischen Wendung.

    »Obwohl die Transkription von Sinfonien nichts Neues war, eröffnete uns diese Bearbeitung eine völlig neue Perspektive auf ein Werk, das wir eigentlich so gut zu kennen glaubten. Das Wissen, dass sie von Ferdinand Ries stammte, der sowohl ein Schüler als auch ein enger Freund Beethovens war, gab uns die Gewissheit, mit der Aufführung keinerlei musikalisches Sakrileg zu begehen.« – Martha Bijlsma

    Ferdinand Ries (1784–1838)

    Im Jahr 1801 schickte Beethovens Bonner Geigenlehrer Franz Anton Ries seinen Sohn Ferdinand zum Komponisten nach Wien, denn er sollte sein Klavierschüler werden. Er wurde nicht nur sein Schüler und selbst Komponist – die beiden verband auch eine Freundschaft. Die »Eroica« konnte Ferdinand Ries schon während einer privaten Uraufführung im Jahr 1804 bei Fürst Lobkowitz erleben. Die Fassung für Quartett fertigte er allerdings erst nach Beethovens Tod 1827 an und sie wurde gar erst 1857 (nach Ries eigenem Tod) gedruckt und veröffentlicht.

    Williamson: Encore

    ›Was da noch zu sagen wäre‹ oder so ähnlich könnte man das französische ›encore‹, das eigentlich ›außerdem‹ oder ›noch einmal‹ bedeutet, wohl auch übersetzen. Eigentlich als Zugabe zur Aufführung des Flex Ensembles 2020 geschrieben, hat sich Encore als fester Bestandteil des Programms bewährt. Diesmal noch deutlicher zu hören: der zeitgenössische und durchaus humorvolle Umgang mit Beethovens viertem Satz aus der »Eroica«-Sinfonie.

    Fellowship

    »Die Kunst will von uns, dass wir nicht stehenbleiben«

    – L. v. Beethoven

    2023 hob das Beethovenfest ein Projekt aus der Taufe, mit dem in Bonn musikalische Zukunft erfunden wird: das Fellowship-Programm. Seitdem bietet das Festival Künstler:innen, Komponist:innen und Ensembles einen Freiraum für Experimente und Innovationen. Die Ergebnisse der mehrmonatigen Projektphasen werden im Festival präsentiert. Zusätzlich werden verschiedene Leuchtturm- und Sonderprojekte realisiert. Martha Bijlsma ist eine von insgesamt vier Fellows 2026.

    Noomi J. Bacher

  • Gruppe von Menschen bei einer eleganten Outdoor-Veranstaltung. Titel ist "Beethovenfest Freundeskreis" mit Text zur Mitgliedschaft.
    © Nekame Klasohm
  • Wir danken den Mitgliedern des Freundeskreises

    MÄZEN

    Gründungsmitglieder Arndt und Helmut Andreas Hartwig

    PLATIN

    Dr. Michael Buhr und Dr. Gabriele Freise-Buhr

    Godesberg Gastronomie & Event GmbH

    GOLD

    LTS Lohmann Therapie-Systeme AG

    Andrea und Ekkehard Gerlach

    Hans-Joachim Hecek und Klaus Dieter Mertens

    Dr. Thomas und Rebecca Ogilvie 

    Albert Tonger Immobilien e. K.

    Braunschweiger Privatbank, Köln

    SILBER

    Maria und Christoph Bader

    Bernd Böcking 

    Dr. Sigrun Eckelmann† und Johann Hinterkeuser

    Dr. Stefanie Montag und Dr. Stephan Herberhold

    Dr. Luciano und Ulrike Pizzulli

    Julia Rabus und Mirko Klemm 

    Jannis Ch. Vassiliou und Maricel de la Cruz

    AUF EMPFEHLUNG unserer Mäzene Arndt und Helmut Andreas Hartwig

    Tim Achtermeyer MdL

    Judith und Tobias Andreae

    Dr. Frank Asbeck und Susanne Birkenstock

    Bettina Böttinger und Martina Wziontek

    Anja Bröker

    Philipp Buhr und Marie-Madeleine Zenker

    Tim und Jessi Buhr

    Katja Burkard und Hans Mahr

    Claudia Cieslarczyk und Heiko von Dewitz

    Rüdiger und Andrea Depkat

    Guido Déus

    Prof. Dr. Udo und Bettina Di Fabio

    Walter Droege und Hedda im Brahm-Droege

    Ralf und Antje Firmenich

    Tobias Grewe und Dr. Jan Hundgeburth

    Jörg Großkopf und Peter Daubenbüchel

    Prof. Monika Grütters

    Lothar und Martha Harings

    Dr. Bernhard Helmich und Mai Hong

    Dr. Eckart und Ulla von Hirschhausen

    Dr. Sabine Hoeft und Thomas Geitner

    Prof. Dr. Frank G. und Ulrike Holz

    Prof. Dr. Wolfgang und Dr. Brigitte Holzgreve

    Martin Hubert und Martina und Martha Marzahn

    Stephan und Sirka Huthmacher

    Dirk und Viktoria Kaftan

    Dr. Christos Katzidis MdL und Ariane Katzidis

    Andrea, Tim und Jan Kluit

    Dr. Eva Kraus

    Dr. Markus Leyck Dieken und Peter Kraushaar

    Peter und Katharina Limbourg

    Nathanael Liminski MdL und Hanna Liminski

    Horst und Katrin Lingohr

    Marianne und Stefan Ludes

    Dr. Peter Lüsebrink und Karl-Heinz von Elern

    Michael Mronz und Markus Felten

    Prof. Dr. Georg und Doris Nickenig

    Dr. Solveig Palm

    Alexandra Pape und Malte von Tottleben

    Christian A. und Rita Rast

    Hans-Arndt und Julia Riegel

    Prof. Dr. Manuel und Aila Ritter

    Matthias und Steffi Schulz

    Moritz Seibert

    Stephan Schwarz und Veronika Smetackova

    Annette Schwolen-Flümann und Thomas Flümann

    Prof. Walter Smerling und Beatrice Blank

    Elisabeth Sobotka und Prof. Dr. Hans Peter Wehrli

    Peter und Annette Storsberg

    Prof. Burkhard und Friederike Sträter

    Prof. Dr. Hendrik Streeck MdB und Paul Zubeil

    Ulrich und Petra Voigt

    Oliver und Diane Welke

    Dr. Vera Westermann und Michael Langenberg

    Dr. Matthias Wissmann und Francisco Rojas

    Christian van Zwamen und Gerd Halama

    BRONZE

    Jutta und Ludwig Acker * Prof. Dr. Wolfgang Angerstein * Alexandra Asbeck * Dr. Rainer und Liane Balzien * Munkhzul Baramsai * Christina Barton van Dorp und Dominik Barton * Christoph Beckmanns * Prof. Dr. Christa Berg * Prof. Dr. Arno und Angela Berger * Christoph Berghaus * Klaus Besier * Ingeborg Bispinck-Weigand * Christiane Bless-Paar und Dr. Dieter Paar * Frank-Michael Böhle und Elvira Pietzka-Böhle * Dr. Ulrich und Barbara Bongardt * Anastassia Boutsko * Anne Brinkmann * Ingrid Brunswig * Lutz Caje * Gabriele und Robert Carl * Elmar Conrads-Hassel und Dr. Ursula Hassel * Ingeborg und Erich Dederichs * Geneviève Desplanques * Irene Diederichs * Michael Eckhardt und Birgit Wolter * Christel Eichen und Ralf Kröger * Elisabeth Einecke-Klövekorn * Dr. Martina Endepohls-Ulpe und Alexander Ulpe * Heike Fischer und Carlo Fischer-Peitz * Dr. Gabriele und Ulrich Föckler * Prof. Dr. Eckhard Freyer * Johannes Geffert * Silke und Andree Georg Girg * Dr. Helga-Maleen Gerresheim * Margareta Gitizad * Carsten Gottschalk * Ulrike und Axel Groeger * Marta Gutierrez und Simon Huber * Cornelia und Dr. Holger Haas * Sylvia Haas * Christina Ruth Elise Hendges * Renate und L. Hendricks * Peter Henn * Prof. Ingeborg Henzler und Dr. Mathias Jung * Heidelore und Prof. Werner P. Herrmann * Dr. Monika Hörig * Georg Peter Hoffmann und Heide-Marie Ramsauer * Dr. Francesca und Dr. Stefan Hülshörster * Karin Ippendorf * Angela Jaschke * Dr. Michael und Dr. Elisabeth Kaiser * Elisabeth und Rolf-Dieter Kaißer * Agnieszka Maria und Jan Kaplan * Dr. Hiltrud Kastenholz und Herbert Küster * Dr. Reinhard Keller * Dr. Ulrich und Marie Louise Kersten * Rolf Kleefuß und Thomas Riedel * Dr. Gerd Knischewski * Norbert König und Clotilde Lafont-König * Sylvia Kolbe * Sigrid Kümmerlein * Gisela Kunz * Dr. Hans Dieter und Ursula Laux * Ute und Dr. Ulrich Kolck * Manfred Koschnick und Arne Siebert * Lilith Matthiaß-Küster und Norbert Küster * Thea Kutzscher * Ruth und Bernhard Lahres * Renate Leesmeister * Gernot Lehr und Dr. Eva Sewing * Traudl und Reinhard Lenz * Florian H. Luetjohann * Moritz Magdeburg * Dr. Charlotte Mende * Heinrich Meurs * Heinrich Mevißen * Dr. Dr. Peter und Dr. Ines Miebach * Karl-Josef Mittler * Dr. Josef Moch * Esther und Laurent Montenay * Friedrich Wilhelm Moog und Vera Walther-Moog * Katharina und Dr. Jochen Müller-Stromberg * Dr. Nicola und Dr. Manuel Mutschler * Dr. Gudula Neidert-Buech und Dr. Rudolf Neidert * Gerald und Vanessa Neu * Lydia Niewerth * Wolfram Nolte * Mark und Rita Opeskin * Céline Oreiller * Dieter und Brigitta Penning * Carol Ann Pereira * Gabriele Poerting * Dr. Manfred und Dorothee van Rey * Ruth Schmidt-Schütte und Hans Helmuth Schmidt * Dr. Andreas und Bettina Rohde * Prof. Dr. Tilman und Astrid Sauerbruch * Ingrid Scheithauer * Monika Schmuck * Markus Schubert * Simone Schuck * Petra Schürkes-Schepping * Dr. Manfred und Jutta von Seggern * Prof. Dr. Norma Selve * Prof. Dr. Wolfram Steinbeck * Dr. Andreas Stork * Michael Striebich * Dr. Corinna ten Thoren und Martin Frevert * Verena und Christian Thiemann * Dr. Sabine Trautmann-Voigt und Dr. Bernd Voigt * Hermann und Bettina Ude * Katrin Uhlig * Carrie Walter und Gabriel Beeby * Susanne Walter * Aino Ritva Weyers und Nadeem Hajouj * Ruth Winterwerp-van den Elzen und Jürgen Winterwerp * Dr. Bettina und Dr. Matthias Wolfgarten

    JUNGER FREUNDESKREIS

    Iklim Arikan * Linda Dahn * Lasse Frings * Ricci Frosio * Lin Golenia * Emilia Hecke * Victoria Emilia Holz * M Hornauer * Zsolt Máté Kiss * Jonas Kotulla * Marie Meißner * Felix Mennicken * Linus Neunkirchen * Felix Schuck * Hannah Speckmann * Charlotte Speckmann * Nelly Sophia Stach * Till Steinert * Johanna von Bargen * Florens Windelen * Yolanda Winter * Akichika Yukawa * Tom Ziese

    Biografien

    Flex Ensemble
    Suzanna Special
    Flex Ensemble © Suzanna Special
    Kana Sugimura | Nora Romanoff-Schwarzberg | Martha Bijlsma | Johannes Nies

    Das Flex Ensemble begeistert seit 2012 mit raffinierten, energiegeladenen Auftritten in ganz Europa. Ihre Programme verbinden klassisch-romantische Tradition mit Innovation und interdisziplinären Kooperationen mit Tanz, Theater und bildender Kunst. Durch Kompositionsaufträge an Komponist:innen wie Márton Illés oder Brigitta Muntendorf erweitert das Quartett kontinuierlich sein Repertoire. In der 2016 gegründeten Reihe »imPULS« erforscht das Ensemble neue Performanceformen. Musikvermittlung und Projekte für junges Publikum sind fester Bestandteil der Arbeit. Als Preisträger des Internationalen Schumann-Kammermusikpreises gastieren die vier Musiker:innen in Häusern wie dem Concertgebouw Amsterdam oder der Alten Oper Frankfurt. Mit innovativen Projekten wie der 2022 entwickelten mobilen Open-Air-Bühne »reFLEX« setzt sich das Ensemble durch fantasievolle Formate für zeitgenössische Musik ein.

    Kana Sugimura, Violine
    Zuzanna Specjal
    Kana Sugimura © Zuzanna Specjal

    In New York als Kind japanischer Eltern geboren, studierte Kana Sugimura Violine u. a. in Tokio, London und Hannover. Sie erhielt Auszeichnungen bei vielen internationalen Wettbewerben wie etwa der International Violin Competition in Qingdao, dem Premio Trio di Trieste Kammermusikwettbewerb sowie beim Internationalen Joseph Joachim Violinwettbewerb in Hannover. 

    Im Jahr 2007 spielte sie zusammen mit dem Linos Ensemble die Uraufführung des Violinkonzerts von Alban Berg in der Bearbeitung für Kammerensemble von Andreas Tarkmann. Als Gastkonzertmeisterin spielte sie u. a. bei dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, dem Sinfonieorchester St. Gallen und der NDR Radiophilharmonie. 

    Sie ist Mitgründerin des Klavierquartetts Flex Ensemble und konzentriert sich in den letzten Jahren auf den Bereich der Kammermusik. Viele Konzerte des Ensembles wurden live übertragen. 2014 veröffentlichte es seine CD-Debüt The Arrival of Night, 2019 folgte die Einspielung Au Suivant und 2020 dann Inside Eroica.

    Nora Romanoff-Schwarzberg, Viola
    Damian Posse
    Nora Romanoff-Schwarzberg © Damian Posse

    Geboren in New York und aufgewachsen in Wien führt Nora Romanoff-Schwarzberg die musikalische Tradition ihrer Familie in der vierten Generation fort. Als Bratschistin sticht sie durch ihre mitreißende künstlerische Ausstrahlung hervor und ist eine gefragte Kammermusikerin. Sie gastiert regelmäßig auf internationalen Bühnen wie etwa dem Wiener Konzerthaus, der Salle Pleyel in Paris, deSingel in Antwerpen, dem Progetto Martha Argerich in Lugano und den Salzburger Festspielen.

    Zu ihren Kammermusik-Partner:innen zählten Martha Argerich, Mischa Maisky, Alexander Lonquich, Banabás Kelemen und viele andere. CD-Einspielungen erfolgten für Naxos, Gramola AVI Classics sowie im Rahmen der Reihe »Martha Argerich and Friends« bei EMI und Warner Classics und wurden mehrfach für die GRAMMY Awards nominiert. Nora Romanoff-Schwarzberg ist Mitglied des auf Musik des 20. und 21. Jahrhunderts fokussierten ensemble LUX, des trio l’après-midi sowie des von ihr begründeten AllStringsAttached Collective.

    Ein besonderer Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit liegt auf der Entwicklung und Kuratierung innovativer kammermusikalischer Konzertformate und interdisziplinärer Projekte. Sie war Mitbegründerin und künstlerische Leiterin des preisgekrönten PODIUM Festival Mödling sowie Initiatorin der Konzertreihe #musikbefreit, für die sie mit dem Frauenpreis »Wiedner Rosa« für Kultur ausgezeichnet wurde.

    Martha Bijlsma, Violoncello
    Patrick Essex
    Martha Bijlsma © Patrick Essex

    Martha Bijlsma ist eine Cellistin, die international in renommierten Sälen und bei Festivals auftritt und mehrere CDs veröffentlichte. Als Cellistin des Klavierquartetts Flex Ensemble wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Sie unterrichtete Cello am Hamburger Konservatorium und ist Dozentin für Kammermusik in Hannover. Im Rahmen des Dorothea Erxleben-Stipendiums übernahm sie dort 2022 und 2024 die künstlerische Leitung des Kammermusikfestivals.

    Die von Bijlsma mitgegründete Konzertreihe »imPULS« realisiert interdisziplinäre Projekte und kreative Kooperationen wie mit dem Post Theater und farout artistic research. Gemeinsam mit dem Flex Ensemble entwickelte sie die mobile Konzertbühne reFLEX und war künstlerische Leiterin des Kammermusikfestes Rheinhessen. Zu ihren Kammermusikpartner:innen zählen u. a. das Kuss Quartett und Albrecht Mayer und sie arbeitet mit zeitgenössischen Komponist:innen, etwa bei Projekten mit Gordon Williamson, Brigitta Muntendorf und Gérard Pesson.

    2026 ist sie Fellow beim Beethovenfest Bonn und präsentiert in diesem Rahmen einige von ihr konzipierte Konzertformate.

    Johannes Nies, Klavier
    Zuzanna Specjal
    Johannes Nies © Zuzanna Specjal

    Johannes Nies erhielt mit 10 Jahren ersten Klavier-Unterricht. Er studierte an der Musikhochschule Hannover bei Karl-Heinz Kämmerling und später bei Prof. Markus Becker, bei dem er 2014 sein Konzertexamen absolvierte. Meisterkurse bei Sheila Arnold, Alfred Brendel, Vassilia Efstathiadou, Pavel Gililov und Robert Levin rundeten seine musikalischen Erfahrungen ab.

    Er ist Gewinner des internationalen Prix d’Amadéo de Piano-Wettbewerbs Aachen und Stipendiat zahlreicher Stiftungen wie beispielsweise der Deutschen Stiftung Musikleben, der Villa Musica und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Seit seinem Debüt im Jahr 1998 führten ihn Solo-Auftritte mit Orchester, Kammerkonzerte und solistische Rezitals ins In- und Ausland. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen entstanden für den NDR, SWR, WDR, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur.

    Seit 2018 ist er der Pianist im aufstrebenden, international konzertierenden Flex Ensemble. Ebenfalls arbeitet er regelmäßig mit Mitgliedern der NDR Radiophilharmonie sowie der Staatsoper Hannover zusammen. Seit 2015 ist er Dozent für Klavier und Klavier-Kammermusik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, 2022/23 zusätzlich auch an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim.

    Jonas Urbat, Live-Elektronik
    Oliver Borchert
    Jonas Urbat © Oliver Borchert

    Ausgebildet an der Musikhochschule Stuttgart, nutzt Jonas Urbat Alltagsumgebungen als Rohstoff für Komposition und Ausdruck. Er schuf Werke für Live-Elektronik und Orchester, u. a. für die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, die Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und das Stuttgarter Kammerorchester. In seinem Projekt »SoundWERK« verwandelt er Fabrikklänge installativ in elektromechanische Instrumente. Hierfür wurde er als Kultur- und Kreativpilot des Bundeswirtschaftsministeriums sowie beim Deutschen Wirtschaftsfilmpreis ausgezeichnet. Als musikalischer Leiter gestaltete er partizipative Projekte, etwa für das UFO der Deutschen Oper am Rhein mit über 100 Düsseldorfer Sänger:innen. Mit seinem Studiovan reist er als @InTubaWild durch Europa, um Musiker:innen zu treffen. Als Mitgründer des Stegreif Orchesters verbindet er klassische Komposition und Improvisation mit Choreografie und neuen Technologien im Raum.

    Konzertempfehlungen

    Patrick Essex
    Martha Bijlsma © Patrick Essex
    Sa/So 26./27.9.2026, 19.30 Uhr, Theater im Ballsaal

    Martha Bijlsma: Don’t Mention the War

    Eine Geschichte über die Vergangenheit, lange verschwiegen und doch lebendig geblieben: Martha Bijlsma erkundet die NS-Verfolgungsgeschichte ihrer Familie durch eine Verbindung von Kammermusik und historischen Dokumenten.
    Tickets
    Beethovenfest Bonn
    Aaron Schröer © Beethovenfest Bonn
    So 27.9.2026, 11 Uhr, Kulturzentrum Hardtberg

    Aaron Schröer & Yoko Kuwahara

    Unser Beethovenfest Talent Aaron Schröer erzählt mit dem Cello von romantischer Sehnsucht nach der Ferne – im Zentrum steht Beethovens einziger Liederzyklus An die ferne Geliebte im neuen Arrangement.
    Tickets

    Festival-Miteinander

    Festival-Miteinander

    Wir – das Beethovenfest Bonn – laden ein, in einem offenen und respektvollen Miteinander Beethovenfeste zu feiern. Dafür wünschen wir uns Achtsamkeit im Umgang miteinander: vor, hinter und auf der Bühne.

    Für möglicherweise auftretende Fälle von Grenzüberschreitung ist eine interne Ansprechstelle erreichbar für Publikum, Künstler:innen und Mitarbeiter:innen. 

    Wir sind ansprechbar über eine Telefon-Hotline (+49 228 2010321, im Festival täglich von 13–21 Uhr) oder per E-Mail (awareness@beethovenfest.de).

    Werte und Überzeugungen unseres Miteinanders sowie weitere externe Kontaktmöglichkeiten können hier auf unserer Website aufgerufen werden.

  • Illustration von drei Journalisten mit Mikrofon und Kamera. Schriftzug: "Viele Stimmen, ein Ensemble" und "Gemeinsam im Dialog, für Freiheit und Innovation".
    © Deutsche Welle
  • Plakat feiert 200 Jahre Kultur. Enthält Symbole für Musik, Literatur und Kunst. Hervorgehoben ist die Unterstützung für das Beethovenfest. Überschrift: "Große Kultur braucht mehr als Applaus." Logo Sparkasse 200-Jahre
    © Sparkasse KölnBonn
  • Ein Pianist spielt auf einer Bühne, angestrahlt von einem pinken Licht. Das Publikum sitzt in einem großen Konzertsaal. Aufschrift: Telekom-Logo, "Shine On, Bonn"
    © Deutsche Telekom AG
  • Gelbes Poster mit rotem Schallwellen-Motiv. Text: "Im Puls der Stadt" und Eventdetails für Veranstaltung von Deutsche Post und DHL.
    © DHL Group
  • Frau mit Ukulele steht vor einem roten Hintergrund. Text beschreibt Bedeutung der Musik für Geflüchtete. UNO-Flüchtlingshilfe-Logo ist sichtbar.
    © UNO-Flüchtlingshilfe
  • Blaues Poster mit Beethoven-Illustration. Zitat von Ludwig van Beethoven über Talent und Fleiß. Logos von dhpg und CLA Global.
    © dhpg
  • Werbung für das Beethoven Fest 2026 mit einer Illustration von Beethoven und dem Slogan "Musik. Bewegt. Verbindet." QR-Code enthalten.
    © Autohaus Thomas
  • Männer beladen einen LKW mit Hilfsgütern. Text: „Bonn hilft Cherson – Jetzt mitmachen!“ und Website-Link.
    © Help e. V.
  • Illustration: Eine Glühbirne leuchtet mit Beethovens Kopf. Schriftzug: "Bonn hat's in der Birne." und "Jetzt Neukundenbonus sichern!"
    © SWB
  • Das Beethovenfest Bonn 2026 steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst.

    Programmheftredaktion:
    Sarah Avischag Müller
    M Hornauer

    Die Texte von Noomi J. Bacher sind Originalbeiträge für dieses Programmheft.

    • Mitwirkende
    • Programm
    • Einleitung
    • Williamson: Couverture
    • Beethoven: Eroica
    • Williamson: Encore
    • Fellowship
    • Biografien
    • Konzertempfehlungen
    • Festival-Miteinander
    Ticket–Hotline +49 228 2010344 Mo, Mi–Fr, 10–14 Uhr
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