Eine Aufführung für taube und hörende Menschen: Drei Musikerinnen und eine Gebärdensolistin erkunden ein Zwischenreich von Neuer Musik, Gebärdenpoesie und Tanz.
Mi 9.9.2026
19.30 Uhr, Brotfabrik
Ensemble in Transition
- Kammermusik, Tanz, Performance & Musiktheater
-
VVK ab 1.5.
- € 19

Mitwirkende
- ensemble in transition
- Désirée Hall Flöte
- Maren Schwier Sopran
- Larissa Nagel Violoncello
- Kassandra Wedel Gebärdenpoesie & Tanz
Programm
Echo:Reflexion für Sopran, Flöte, Violoncello und tanzende Gebärdensolistin
D.D. Elf Skizzen für Stimme und Violoncello (Auszüge), Fassung mit Gebärdensprache
Hüllung für Sopran, Flöte, Violoncello, tanzende Gebärdensolistin und vier Taschenlampen
Dauer: 50 Minuten. Im Anschluss Nachgespräch mit den Künstlerinnen.
Auf einen Blick
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Deutsche Gebärdensprache
Dolmetscher:innen für Deutsche Gebärdensprache sind beim Einlass und beim Nachgespräch vor Ort. In der Aufführung kommt Deutsche Gebärdensprache zum Einsatz.
Leichte Sprache
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Ensemble in Transition
So spricht man es aus:
On·som·bel in trän·si·schen.
Das ist Englisch und bedeutet:
Eine Gruppe in Bewegung.
Wer ist in der Gruppe?
Taube und hörende Musikerinnen machen zusammen Musik.
Die Musikerinnen sind:
Désirée Hall,
Maren Schwier,
Larissa Nagel,
und Kassandra Wedel.
Die Gruppe macht Musik auf verschiedene Arten.
Die Musikerinnen benutzen Instrumente auf eine un·gewöhnliche Weise.
Zum Beispiel:
Es gehören Geräusche dazu.
Oder zur Musik gehört auch Stille.
Das ist in allen Musik-Stücken wichtig:
Das Publikum erlebt Musik auf neue Arten.
Es gibt die Musik nämlich auch zum An·sehen:
Kassandra Wedel ist Teil der Gruppe.
Sie tanzt und zeigt Gebärden·po·e·sie.
Poesie ist eine besondere Art von Texten.
Zum Beispiel: Gedichte.
Gebärden sind Zeichen.
Taube Menschen verständigen sich durch Zeichen.
Deshalb nennt man die Sprache mit Zeichen:
Gebärden·sprache.
Die Gebärden·poesie sind also
Gedichte und Texte in Gebärden·sprache.
Musik zum Hören und Sehen passt gut zusammen.
Es ist Musik für taube Menschen.
Und für hörende Menschen.
Die Musik-Stücke sind spannend und vielfältig.
Musik-Stücke
Das wichtigste Musik-Stück heißt:
Echo:Reflexion.
Es ist von Alexander Reiff.
Worum geht es bei Echo:Reflexion?
Reflexion bedeutet:
Man denkt über etwas nach.
Und versucht etwas zu verstehen.
Im Musik-Stück Echo:Reflexion geht es um Gedanken.
Und es geht um Träume.
Sie kommen immer wieder zurück.
Zum Beispiel:
Ein Gedanke oder Traum kommt immer wieder.
Dann kann man ihn los·werden.
Oder etwas ganz anders sehen.
Darum geht es auch im Musik-Stück:
Wie der Gedanke oder Traum wieder weg·geht.
Diese Stücke spielt ensemble in transition noch:
Ein Stück von Gerhard Müller-Hornbach.
Es heißt:
D.D. Elf Skizzen für Stimme und Vio·lon·cello.
Das wird so ausgesprochen:
Wio-lonn Tschel-lo.
Man kann auch sagen: Ein Cello.
Ein Cello ist ein großes Streich-Instrument.
Es sieht aus wie eine große Geige.
Aber das Cello steht auf dem Boden.
Die Gruppe spielt das Stück mit Gebärden·sprache.
Ein Stück ist noch von Alexander Reiff:
Es heißt: Hüllung.
Der Text ist von einem Gedicht von Christiane El-Nah·ry.
In allen Stücken erlebt das Publikum die Musik
zum Sehen und zum An·hören.
Die Aufführung ist also ein besonderes Erlebnis
für ein taubes und hörendes Publikum.
Impressum:
Leichte Sprache: 2026, Kirsten Czerner-Nicolas,
www.leichte-sprache-inklusiv.de; Prüferin: Sieglinde Didier Rabe.
Beschreibung
Das ensemble in transition in hörend-tauber Besetzung bietet ein spannendes und vielfältiges Programm für taube und hörende Menschen. In dem zentralen Werk Echo:Reflexion von Alexander Reiff geht es um eine zeitverzögerte, unendliche Reflexion: Etwa, wenn ein Gedanke oder ein Traum, den man neu interpretieren oder auch loswerden möchte, immer wiederkehrt. Der mehrdeutige Titel ist inspiriert vom ersten Kapitel der Kurzgeschichten-Sammlung Der Spiegel im Spiegel: Ein Labyrinth von Michael Ende. Außerdem spielt das Ensemble ein Stück von Gerhard Müller-Hornbach: D.D. Elf Skizzen für Stimme und Violoncello in einer überarbeiteten Fassung mit Gebärdensprache. Als dritte Musikperformance folgt Hüllung von Alexander Reiff nach einem Gedicht von Christiane El-Nahry. Visuelle und akustische Elemente stehen in allen Kompositionen in einem ausgewogenen Verhältnis und wirken wie Katalysatoren aufeinander. Ein besonderes Aufführungserlebnis mit neuartigen Wahrnehmungsebenen für beide Publikumsgruppen.