Sechs junge deutsche Orchestermusiker:innen reisen nach Nigeria und proben dort mit sechs Gleichaltrigen. Zunächst geben sie ein Konzert in Lagos, dann in Bonn und Berlin. Es ist für alle Beteiligten eine unglaubliche Erfahrung. Beethoven trifft auf Afrobeat – dieser Dokumentarfilm der Deutschen Welle erzählt eine Geschichte, die Brücken zwischen den Kontinenten schlägt.
Das Campus-Projekt ist seit seiner Gründung ein zentraler Bestandteil des Beethovenfests Bonn. Jedes Jahr soll es Begegnungen und den Austausch zwischen jungen Musiker:innen aus Deutschland und einem Gastland – sei es nah oder fern – fördern. Ziel ist es, Horizonte zu erweitern, Techniken, Hörgewohnheiten und Herangehensweisen zu hinterfragen und so die künstlerische Entwicklung junger Musiker auf beiden Seiten zu fördern.
Im Mittelpunkt jeder Ausgabe steht ein Hauptwerk Beethovens, das in einen Dialog mit Kompositionen aus dem Gastland gebracht wird, die das Werk auf unerwartete Weise beleuchten, aufbrechen oder erweitern. In diesem Jahr reist das Projekt nach Nigeria. Lagos erlebt derzeit eine rasante Entwicklung, verfügt über ein pulsierendes Musikleben und gilt als Afrikas inoffizielle Kulturhauptstadt. Der nigerianisch-deutsche Musiker Adé Bantu ist künstlerischer Leiter der diesjährigen Ausgabe und seit langem für seine ›Musik mit Botschaft‹ bekannt. Er lädt die Musiker:innen ein, eigene Songs aufzuführen, die von einer klaren politischen Haltung geprägt sind. Die nigerianisch-britische Komponistin Cassie Kinoshi steuert eine Hommage an die Yorùbá-Kultur bei, während zwischendurch Beethovens Egmont-Ouvertüre aufblitzt – eine universelle Botschaft der Freiheit und des Widerstands gegen alle Formen der Tyrannei.