Inside Artists – Tobias Zielony & Cana Bilir-Meier – Abteilung Kommunikation
Tobias Zielony & Cana Bilir-Meier
Auf den Spuren der Demokratie und Subkultur in Bonn
Gemeinsam mit der Kommunikationsabteilung des Beethovenfests begeben sich die Inside Artists Tobias Zielony und Cana Bilir-Meier passend zum diesjährigen Festivalmotto auf die Spuren der Demokratie in Bonn. Sie verfolgen dafür eine interdisziplinäre Recherchearbeit, in deren Zuge sie Audioquellen anhören, Museen besuchen, Orte und Gebäude der Demokratie aufspüren sowie mit Menschen in Bonn sprechen, die die Subkultur mitgestaltet haben. Das Projekt ist bisher noch nicht auf ein Endergebnis festgelegt, sondern verfolgt die verschiedenen Ideen und Quellenarten. Tobias Zielony und Cana Bilir-Meier lassen sich dabei bewusst und intensiv auf das Beethovenfest mit seinem diesjährigen Motto »Miteinander« und den Aspekten Demokratie und Teilhabe ein und versuchen, eine Symbiose zwischen der fotografischen Arbeit und dem Musikfestival zu finden.
Beteiligte:
- Sarah Avischag Müller – Team Kommunikation Beethovenfest Bonn
- Philipp Seliger – Team Kommunikation Beethovenfest Bonn
- Tobias Zielony – Fotograf
- Cana Bilir-Meier – Künstlerin, Filmemacherin, Autorin
Vita Tobias Zielony
Tobias Zielony (*1973 in Wuppertal) ist Künstler, Fotograf und Filmemacher. Er lebt und arbeitet in Berlin. Bekanntheit erlangte er für seine fotografischen Darstellungen von jungen Menschen, die am Rande der Wohlstandsgesellschaft leben. Seit 20 Jahren konzentriert sich Zielony auf Milieus, denen gemeinsam ist, dass sie aus den Versprechungen des Fortschritts der Moderne herausgefallen sind und sich in ihren eigenen kulturellen Nischen ein Leben auf Zeit bauen. Zu seinen zahlreichen institutionellen Ausstellungen gehört der Deutsche Pavillon in Venedig 2015 und eine Retrospektive 2021 im Museum Folkwang. Seit 2022 ist er Professor für Fotografie an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.
Vita Cana Bilir-Meier
Cana Bilir-Meier studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien Kunstpädagogik und bildende Kunst, sowie an der Schule für unabhängigen Film Friedl Kubelka in Wien und an der Sabancı-Universität in Istanbul. 2019 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis für Kunst im öffentlichen Raum, 2018 war sie Preisträgerin des ars viva Preises vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft. 2016 wurde sie mit dem Birgit-Jürgenssen Preis ausgezeichnet.
Sie arbeitet als Künstlerin, Filmemacherin, Autorin und in kulturpädagogischen Projekten. Ihr methodisches Vorgehen beinhaltet immer wieder eine kritische Beschäftigung mit Rassismus und Migration, wie auch mit (institutionalisierter) Gewalt. Dies manifestiert sich in Zeichnungen, Performances, in audiovisuellen Medien und im Film. Mitunter greift sie handelnd in den öffentlichen Raum ein.
Cana Bilir-Meier reflektiert in ihren Arbeiten die soziale und kulturelle, aber auch strukturelle Teilhabe aller in unserer Gesellschaft. Ihre Zeichnungen, Film- und Soundarbeiten bilden ein essayistisches Nachdenken, das die Konstruktion von Identitäten, Gesellschaft, Erinnerungen und Geschichten befragt und dabei öffentliches Archivmaterial mit privaten Dokumenten und gelebten Erinnerungen verbindet. Bilir-Meier geht es um das Erzählen als Mittel des Öffentlich-Machens zwischen ihrem biografischen Kontext (als Postmigrantin) und den großen gesellschaftlichen Narrativen.



