Musik, die von Verlust und Heimat erzählt – Trio d’Iroise spielt Stücke eines in Theresienstadt internierten Tschechen, eines emigrierten Syrers und eines Franzosen mit unstetem Leben auf See.
Mi 16.9.2026
19.30 Uhr, Historischer Gemeindesaal Bad Godesberg
Trio d’Iroise
- Kammermusik
- € 29

Mitwirkende
- Trio d’Iroise
- Sophie Pantzier Violine
- François Lefèvre Viola
- Johann Caspar Wedell Violoncello
Programm
Streichtrio
Streichtrio »Salat Al-Amal«
Streichtrio
Auf einen Blick
Was erwartet mich?
Wie klingt das?
Beschreibung
Das deutsch-französische Trio d’Iroise gründete sich im Pays d’Iroise, dem westlichsten Zipfel der Bretagne. Es liebt das abseitige Terrain – davon zeugt dieses Programm dreier selten gespielter Komponisten, die ihre Heimat in Musik fassten. Neun Tage vor seiner Deportation nach Auschwitz vollendete Gideon Klein 1944 im Ghetto Theresienstadt sein Streichtrio – ein kraftvolles Werk voller Humor, Traurigkeit und mährischer Volkslieder. Vielleicht wollte er damit das Überleben der slawischen Musikkultur im Angesicht der Vernichtung beschwören. Wassim Ibrahim schrieb sein brandaktuelles Streichtrio mit dem Titel »Gebet für Hoffnung« 14 Jahre nach Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Exil – eigens für das Trio d’Iroise. Durch die Vierteltöne arabischer Tonarten wirkt der Streicherklang wie aufgespalten. Jean Cras,ein komponierender Kapitän aus der Bretagne, bereiste die Welt und brachte Melodien fremder Länder zurück. Sein Trio von 1926 schließt mit einem traditionellen bretonischen Volkstanz und hinterlässt beste Laune.
Konzertmitschnitt durch den WDR