Ein Netzwerktreffen der klassischen Musikszene in Deutschland mit spannenden Talks rund um die Frage, wie Politik und Kultur sich beeinflussen. Und eine Keynote mit Maria Kalesnikava, kürzlich freigelassene belarussische Oppositionelle und Musikerin.
Fr 2.10.2026
10 Uhr, Beethovenhalle
Konferenz: Kulturveranstaltungen als politische Orte?
- Diskurs
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Eintritt frei

Programm
»Ein garstig Lied! Pfui! Ein politisch Lied!« –
Wie politisch sollen oder müssen Kulturveranstaltungen heute sein?
10–16 Uhr: Diskussionen, Workshops & Showcases mit Künstler:innen, Kulturakteur:innen, Wissenschaftler:innen & Kulturpolitiker:innen. Impulsvortrag: Maria Kalesnikava
Moderation: Leonie Reineke u. a.
17–18.30 Uhr: Konzert »Nichts ist heilig« mit Marc Sinan
Mehr Details werden bekannt gegeben
Auf einen Blick
Was erwartet mich?
Heute im Festival Salon
Öffnungszeiten: 16–23 Uhr
18 Uhr: Happy Hour – mit allem, was glücklich macht
19–20.30 Uhr: Meet Your Hobby – mit Freizeitgruppen aller Art: Urban skechers
21.30–22.30 Uhr: Listening Session – mit Rebekka Salomea
Beschreibung
Wie politisch sollten Kulturveranstaltungen sein? Welche Verantwortung haben Kulturschaffende, mutig zum gesellschaftlichen Diskurs beizutragen und dabei die Freiheit der Kunst zu respektieren? Das Beethovenfest widmet sich diesen Fragen mit einer Konferenz zum Abschluss des vierjährigen Förderprojektes »tuned – Netzwerk für zeitgenössische Klassik« der Kulturstiftung des Bundes.
Künstler:innen und Kurator:innen greifen die zunehmenden gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen vielfach in ihrer Arbeit auf und setzen sich damit oft heftiger Kritik aus. Doch kann Kunst überhaupt unpolitisch sein – heute oder in der Vergangenheit? Wie verhält sich das zur Offenheit von Kunstwerken für Interpretationen und ihrer wechselnden politischen Vereinnahmung? Und wie balancieren Kunstschaffende zwischen künstlerischer Freiheit und wirtschaftlicher Abhängigkeit? Ein Thema mit vielen Facetten und Fragezeichen.
Künstler:innen, Veranstalter:innen, Wissenschaftler:innen, Politiker:innen und die interessierte Stadtgesellschaft diskutieren in Gesprächen und Workshops darüber. Sie vertiefen dabei Themen, die das »tuned«-Netzwerk in den letzten Jahren behandelt hat. Für einen Impulsvortrag konnten wir die belarussische Musikerin und Widerstands-Ikone Maria Kalesnikava gewinnen, die erst im Dezember aus einer fünfjährigen Haft entlassen wurde. 2020 war sie eines der Gesichter der Demonstrationen für mehr Freiheit und Demokratie in ihrem Land. Den Tag beschließt der Komponist Marc Sinan mit seiner humorvollen Lecture-Performance »Nichts ist heilig« – eine gelungene Kooperation dreier Festivals des Netzwerks.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen von »tuned – Netzwerk für zeitgenössische Klassik«
