Drei virtuose Solocellowerke mit östlichen Wurzeln, von der Folklore aus Ungarn und der Türkei beeinflusst.
Di 8.9.2026
19.30 Uhr, Beethoven-Haus Bonn
Jean-Guihen Queyras
- Recital
- € 29

Mitwirkende
- Jean-Guihen Queyras Violoncello
Programm
***
Partita für Violoncello solo op. 31
Roots op. 108
Sonate für Violoncello solo op. 8
Auf einen Blick
Was erwartet mich?
Wie klingt das?
Beschreibung
Musikalische Wurzeln bei den Volksgesängen und Tänzen aus Ungarn und der Türkei: Jean-Guihen Queyras spielt und moderiert ein Recital unter der Überschrift »Roots« mit heimatverbundenen Solowerken. Zoltán Kodály lässt 200 Jahre nach Bachs Cellosuiten ungarische Rhythmen aufstampfen. Gemeinsam mit Béla Bartók bereiste er Osteuropa, um die gefundenen Melodien in klassische Formen zu übertragen. Ahmed Adnan Saygun, Pionier der modernen Komposition in der Türkei, vereint in seiner Partita von 1955 Bachs Erbe mit dem türkischen Tonsystem Makam. Zugleich spürt man den Einfluss seiner Studienjahre inmitten der Pariser Avantgarde. Außerdem spielt Queyras ein Solostück von Fazıl Say, das er vor zwei Jahren uraufgeführt hat. Auch Say feiert die Zeitlosigkeit der Folklore und gibt seinen Sätzen Titel wie »Furchtlosigkeit«, »Unendliche Erinnerungen« und »Feier des Friedens«.