Ein Abend auf den Spuren des jungen Bonner Beethovens mit Weltstar Daniil Trifonov, der erstmals am historischen Hammerklavier zu erleben ist.
Do 24.9.2026
19.30 Uhr, Beethovenhalle, Großer Saal
Daniil Trifonov & Berliner Barock Solisten
- Klavier, Kammerorchester
- € 89 / 69 / 49 / 39 / 29 / 19
Mitwirkende
- Berliner Barock Solisten
- Daniil Trifonov Hammerklavier
- Gottfried von der Goltz Violine & Leitung
Programm
Adagio und Fuge c-Moll für Streicher KV 546
Klavierkonzert Es-Dur WoO 4 »Das Nullte«
Große Fuge für Streichquartett B-Dur op. 133, Fassung für Streichorchester
Sinfonie e-Moll Wq 178 H. 653
Rondo für Klavier und Orchester B-Dur WoO 6
Auf einen Blick
Was erwartet mich?
Wie klingt das?
Konzerteinführung
18.45 Uhr, Großer Saal: Einführungsgespräch
Heute im Festival Salon
Öffnungszeiten: 18–23 Uhr
18–19 Uhr: Happy Hour – mit allem, was glücklich macht
19–20.30 Uhr: Meet and Sing – mit der Beethovenfest Community Music
21.30–22.30 Uhr: Open Stage – mit Festivalkünstler:innen und allen, die wollen
Beschreibung
Der tastenstürmende Superstar erstmals am Hammerklavier: Daniil Trifonov schließt sich für dieses neue Kapitel seiner Pianistenkarriere den Berliner Barock Solisten und dem versierten Barockgeiger Gottfried von der Goltz an. Das virtuose Ensemble, bestehend aus Mitgliedern der Berliner Philharmoniker, vereint das beste aus beiden Welten: Darmsaiten auf modernen Instrumenten und viel Leidenschaft für historische Klang-Gestik. Zu entdecken gibt es zwei Stücke aus Beethovens Bonner Zeit. Eins davon ist das oft als »nulltes« Klavierkonzert bezeichnete Jugendwerk, von dem nur die Solostimme vollständig erhalten blieb. Der dreizehnjährige Beethoven vermerkte darin zahlreiche Lautstärke-Angaben: ein Zeichen, dass er es bereits auf dem damals modernen Pianoforte, dem Hammerklavier, spielte. Auch das Rondo geht auf Bonner Vorarbeiten zurück. Es war ursprünglich als Finale des zweiten Klavierkonzerts vorgesehen. Erst Carl Czerny holte es aus dem Nachlass seines verstorbenen Lehrers wieder ans Licht.
Die Berliner Barock Solisten ergänzen das Programm mit dramatischen Orchesterstücken, die aus der barocken Tradition heraus in die Zukunft weisen. Mozarts Adagio und Fuge sowie Beethovens Große Fuge sind Spätwerke. Die beiden Komponisten kehrten am Ende ihres Lebens zu den alten kontrapunktischen Techniken zurück und nutzten sie auf innovative Art. Der berühmteste Bach-Sohn, Carl Philipp Emanuel, schrieb schon in der Mitte des 18. Jahrhunderts Musik, die ihrer Zeit voraus war.


