Wie plant man eigentlich eine Stunde Glück? Genau diese Aufgabe hat der Junge Freundeskreis des Beethovenfests in diesem Jahr bekommen. Für eine der Happy Hours im Festival Salon, am 18.9., dürfen wir ein Format entwickeln, das Menschen glücklich macht. Klingt zunächst erstaunlich einfach, denn schließlich gibt es unzählige Dinge, die Freude bereiten. Doch schon nach dem ersten Treffen merkten wir: Glück lässt sich nicht einfach planen. Oder vielleicht doch?
Wer zu einer Happy Hour kommt, weiß vorher nie genau, was sie oder ihn erwartet – und genau das macht ihren besonderen Charme aus. Das einstündige Format vor den Konzerten in der Beethovenhalle ist dazu da, sich gemütlich im Festival Salon auf den Konzertbesuch einzustimmen. Wir Mitglieder des Jungen Freundeskreises waren natürlich sofort dabei, unsere eigene Happy Hour zu kreieren. Unsere erste Idee war ein Tanzworkshop zu einem Beethoven-Techno-Remix. Doch schon bald wurde uns klar, dass wir nicht für uns selbst planen, sondern für ein ganz vielfältiges Publikum: Menschen, die gerade aus einer Konzerteinführung oder einer Podiumsdiskussion kommen, Konzertbesucher:innen in Abendgarderobe, Stammgäste des Festivals, Neugierige, Leute, die allein unterwegs sind, und andere, die den Abend gemeinsam verbringen. Manche bleiben eine Stunde, andere nur ein paar Minuten. Wie entwickelt man ein Format, das ihnen allen offensteht?
Mit jeder Besprechung entstanden neue Fragen. Soll es eher Raum für kurze Begegnungen geben oder für längere Gespräche? Wie spricht man Menschen an, ohne sie unter Druck zu setzen? Welche kleinen Gesten können ausreichen, damit Fremde miteinander ins Gespräch kommen? Und wie schafft man eine Atmosphäre, in der sich alle willkommen fühlen?




