Was passiert, wenn junge Musiker:innen aus Deutschland und Georgien zusammenkommen, einem Land, das an einem historischen Scheideweg steht? Musik wird dann zu weit mehr als reine Unterhaltung – sie wird zu einer gemeinsamen Sprache aus Identität, Hoffnung und europäischer Verbundenheit. Diese Dokumentation wirft einen Blick hinter die Kulissen des Campus-Projekts Georgien 2026.
Zwei Länder, eine gemeinsame Basis
Campus-Projekt Georgien 2026
Seit 2001 bringt das Campus-Projekt Nachwuchstalente aus aller Welt mit jungen deutschen Musiker:innen zusammen. Oft richtet es den Fokus auf Länder, die sich in tiefgreifenden Transformationsprozessen befinden. Mit Georgien rückt es (zum zweiten Mal nach 2003) ein Land in den Mittelpunkt, in dem über die demokratische und pro-europäische Zukunft debattiert wird. In Tbilisi haben sich 16 junge Instrumentalist:innen des Bundesjugendorchesters und des Tbilisi Youth Orchestra gemeinsam mit einem binationalen Vokalensemble aus Mitgliedern des Bundesjugendchors und georgischen Sänger:innen zusammengefunden, um für das Campus Konzert am 23. September in Bonn zu proben.
Das Zusammenführen zweier so unterschiedlicher Musiktraditionen beginnt lange vor dem ersten Ton. Sowohl im Orchester als auch im Chor berichten die Beteiligten von Herausforderungen wie Sprachbarrieren oder den unterschiedlichen Gesangstechniken. Trotz all dieser Hürden fanden die jungen Künstler:innen Schritt für Schritt zu einem gemeinsamen Klang.

»My Georgian piece is a new possibility for me to show different people, what Georgia is and what Georgia has. I am very happy to represent my country in this way.«
– Tsotne Zedginidze
Die Dokumentation gibt außerdem persönliche Einblicke in das Leben des 17-jährigen Pianisten und Komponisten Tsotne Zedginidze. In einem Interview erzählt seine Großmutter, die ihn im Klavierspiel unterrichtet, wie Tsotne schon als Kind ganz von selbst zur Musik fand. Sie gibt Einblicke in das Schaffen des jungen Künstlers und betont, dass er eigentlich immer Musik macht und immer von ihr umgeben ist.
Unter der musikalischen Leitung von Mirian Khukhunaishvili spannt das Programm den Bogen vom späten Beethoven und Schütz-Chorälen aus dem 17. Jahrhundert bis hin zu georgischen Werken der Moderne. Es gipfelt im Auftragswerk des jungen Komponisten Tsotne Zedginidze für Klavier und Kammerorchester.
Die Dokumentation zeigt, wie aus Fremden ein Ensemble wird und wie Musik über alle Grenzen hinweg gemeinsame Räume schafft.
Zu den Konzerten
- , Beethovenhalle, Studio
Campus-Konzert: Georgien
Kammerorchester, VokalMitglieder des Tbilisi Youth Orchestra, Tsotne Zedginidze, Mirian Khukhunaishvili
Beethoven, Sulkhanishvili, Zedginidze
- , James-Simon-Galerie, Auditorium
Campus-Konzert Georgien in Berlin
Kammerorchester, VokalMitglieder des Tbilisi Youth Orchestra, Tsotne Zedginidze, Mirian Khukhunaishvili
Beethoven, Sulkhanishvili, Zedginidze



