Die norwegische Violinistin und Hardangerfiedlerin Ragnhild Hemsing ist eng mit der Musiktradition ihrer Heimat verbunden. Seit frühester Kindheit spielt sie beide Instrumente und hat dazu beigetragen, die Hardangerfiedel weit über die Grenzen Norwegens hinaus bekannt zu machen.
In der Saison 2025/26 spielt Ragnhild Hemsing die Uraufführungen von drei neuen Konzerten für Hardangerfiedel und Orchester der Komponisten Kim André Arnesen, Gordon Hamilton und Ola Kvernberg. Damit verfolgt sie ihre künstlerische Mission, das Repertoire und die stilistische Bandbreite dieses Instruments zu erweitern. Als Solistin arbeitete sie bereits mit renommierten Orchestern wie den Göteborger Symphonikern, dem Residentie Orkest Den Haag, dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks und dem Staatlichen Symphonieorchester Estlands zusammen. Sie trat unter anderem im Kennedy Center in Washington, in der Tonhalle Zürich, beim Beethovenfest Bonn, beim Risør Chamber Music Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, im Musée d’Orsay und im Mariinsky-Konzertsaal in St. Petersburg auf.
Auf ihren letzten bei Berlin Classics erschienenen Alben präsentiert sie meist beide Instrumente. Für ihr Album Røta (»Wurzeln«) erhielt sie 2021 den Opus-Klassik-Preis in der Kategorie »Klassik ohne Grenzen«. Ihre Einspielung von Griegs Bühnenmusik zu Peer Gynt mit den Trondheim Soloists in einer Bearbeitung für Violine und Hardangerfiedel wurde auf digitalen Plattformen sehr erfolgreich. Vetra (»Winter«) erschien 2023 und enthält unbekannte Werke aus ihrer Heimatregion Valdres sowie eigene Kompositionen. Ein Jahr später folgte The Norwegian Seasons, eine Bearbeitung von Vivaldis Vier Jahreszeiten für Hardangerfiedel, die sie mit dem norwegischen Barockensemble Barokkanerne aufnahm. Im April 2026 erscheint das Album Unbound, das sie mit ihrem Folk-Jazz-Ensemble Vetra aufnahm – ein weiteres Beispiel ihrer stilistischen Vielfalt.
