Nat Bartsch ist eine Pianistin, Komponistin, Produzentin und Aktivistin aus Melbourne, Australien, die zweimal für den ARIA Award nominiert wurde. Sie ist bekannt für ihre beruhigende, wunderschöne Musik, in der sie neoklassische Kompositionen mit Jazzharmonien, Improvisationen und ätherischen Ambient-Effekten verbindet. Ihr Klavierspiel ist unverwechselbar sanft und warm und wird durch lyrische Melodien bereichert. Damit erreicht sie ein weltweites Publikum.
Nat Bartsch hat neun Alben veröffentlicht, ist im In- und Ausland auf Tournee gewesen und hat mit vielen führenden australischen Künstler:innen zusammengearbeitet, darunter Luke Howard, die Grigoryan Brothers, das Back to Back Theatre, das Inventi Ensemble, die Teeny Tiny Stevies, Playschool und das Plexus Collective. Vor Kurzem gründete sie ihr eigenes Plattenlabel Amica Records, zu dem auch Amica Familia gehört – eine Einrichtung für Mentoring und die Entwicklung von Branchenkompetenzen für aufstrebende Künstler:innen. Sie ist stolz darauf, neurodivergent zu sein.
Nat Bartsch ist vor allem für ihre Wiegenlieder bekannt geworden, in denen sie während ihrer frühen Mutterschaft ihre sanfte Ästhetik in Musik umsetzte. Nat schuf eine Reihe von Stücken, die Babys in den Schlaf wiegen sollen, die aber auch für Erwachsene einen Genuss darstellen. Nach Interviews mit Musiktherapeuten komponierte sie eine Reihe von Stücken, in die sie so viele der empfohlenen Parameter wie möglich einfließen ließ: Tempi ähnlich dem Herzschlag einer Mutter, sanfte Klänge, einfache Melodien und Harmonien, Ostinati und Wiederholungen. Jedes Stück ist nach einer Entwicklungsphase ihres neugeborenen Sohnes benannt. Das daraus resultierende Album Forever, and No Time At All wurde 2018 bei ABC Classic veröffentlicht. Es wird regelmäßig von vielen Familien, aber auch von Menschen aus allen Gesellschaftsschichten gespielt, darunter Frauen in den Wehen, Menschen mit Autismus und Menschen, die unter psychischen Erkrankungen oder Trauer leiden.
Nat Bartsch komponierte außerdem Kammermusik für die Grigoryan Brothers, das Inventi Ensemble, das Plexus Collective, das Solstice Trio, das Muses Trio, das Stonnington Symphony Orchestra sowie für Matt Withers und Sally Whitwell. Sie besitzt einen Master-Abschluss in klassischer Komposition vom Melbourne Conservatorium of Music sowie einen Honours-Abschluss in Jazzimprovisation vom Victorian College of the Arts. Außerdem war sie viele Jahre lang Bandleaderin ihres eigenen Jazz-Piano-Trios.
Dank dieser vielfältigen Erfahrungen bewegt sie sich mühelos zwischen den Genres und hinterfragt dabei die gängigen Vorstellungen davon, was eine ›klassische‹ oder ›Jazz‹-Künstlerin sein sollte. Nat ist eine der wenigen Künstler:innen, die sowohl in der Jazz- als auch in der Klassik-Kategorie für den ARIA Award nominiert wurde.
