Maria Kalesnikava ist eine belarussische Flötistin, Dirigentin, Kulturmanagerin und Demokratieaktivistin. Sie studierte in Minsk und Stuttgart und schloss zwei Masterstudiengänge in Alter Musik und Neuer Musik ab.
Als Mitbegründerin der InterAKT Initiative in Stuttgart und künstlerische Leiterin des Kulturzentrums OK16 in Minsk entwickelte sie zahlreiche internationale Projekte in den Bereichen Kultur, Bildung und soziale Innovation. Ihre künstlerische Arbeit verbindet zeitgenössische Musik mit Fragen kultureller Identität, gesellschaftlicher Verantwortung, Freiheit und politischer Reflexion.
International bekannt wurde Kalesnikava im Jahr 2020 als eine der prägenden Persönlichkeiten der belarussischen demokratischen Bewegung. Für ihr Engagement verbrachte sie mehr als fünf Jahre als politische Gefangene in Haft.
Für ihren Einsatz für Demokratie und Menschenrechte erhielt sie zahlreiche internationale Auszeichnungen, darunter den Sacharow-Preis für geistige Freiheit, den International Women of Courage Award, den Václav-Havel-Menschenrechtspreis und den Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen. Sie wurde außerdem zur Honorarprofessorin ernannt und in Österreich mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.
Nach ihrer Freilassung setzt Maria Kalesnikava ihre künstlerische und gesellschaftliche Arbeit fort. Sie ist Stipendiatin der Martin Roth-Initiative und der Akademie Schloss Solitude.
