Klangfarben, Rhythmen und Musik als Bindeglied zwischen Menschen. Das ist, was in Juliane Fehn große Begeisterung auslöst. Als Percussionistin trägt sie den Groove im Körper und nimmt auch gern mal Ukulele oder Gitarre zur Hand. Community Music bedeutet für sie, den Mut zum eigenen (musikalischen) Ausdruck zu finden – sei es mit Instrument oder Stimme.
Wie viele Musiker:innen wanderte sie lange auf den Pfaden der klassischen Musik, spielte aber nebenbei in verschiedenen Big Bands, Pop- und Folkbands und dirigierte ein Jugendblasorchester. Das Konzipieren und Organisieren eines Kinderkonzerts im Schulmusikstudium in Würzburg entfachte die Idee, das weite Feld der außerschulischen Musikvermittlung professionell zu erkunden. So bog sie nicht in das bayerische Referendariat ab, sondern vorerst nach Nizza, um dort als Fremdsprachenassistenz mit Schüler:innen kreativ zu arbeiten. In Österreich assistierte sie anschließend im Kinder- und Jugendprogramm der Bregenzer Festspiele. Ein Sommer, der bestätigte, dass das Vermitteln von Kunst und Kultur von nun an im beruflichen Vordergrund stehen sollte.
Das Volontariat im Westdeutschen Rundfunk in Köln ermöglichte ihr, Abläufe in Orchestermanagement und Musikvermittlung zu vertiefen und Einblicke in viele weitere Arbeitsbereiche des Rundfunks zu erhalten.
Von 2023 bis 2026 leitete sie als Musikpädagogin das Projekt Inside Out – PORTAL auf Achse am Theater Bonn, das Menschen kulturelle Teilhabe in ihrem direkten Umfeld ermöglicht. Durch Ansätze und Methoden der Community Music haben sich neue Wege für Gemeinschaft und Partizipation geöffnet, die sie nun zusammen mit Juri de Marco und Franziska Pieper beim Beethovenfest Bonn weiterführen kann.
Und sonst? Musik machen, natürlich: Mit der Kölner Indie-Rock Band umbra und dem Elektronik-Duo heya aus Bonn bastelt sie stetig an neuen Songs und Live-Shows.
