25.8.–17.9. 2022

Seit seinem spektakulären Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2012, bei dem das Armida Quartett mit dem ersten Preis, dem Publikumspreis sowie sechs weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, begann für das junge Berliner Ensemble eine einzigartige Karriere. Nach Konzerten und Rundfunkaufnahmen als BBC New Generation Artists (2014-16) sowie darauf folgend als ECHO Rising Stars (2016/17) haben sich die Musiker:innen als regelmäßige Gäste in den bekanntesten Kammermusiksälen Europas, Asiens und der USA etabliert. Neben wiederholten Auftritten bei europäischen Festivals feierte das Quartett unter anderem im Concertgebouw Amsterdam, in der Berliner Philharmonie sowie in der Londoner Wigmore Hall große Erfolge.

 

Geschätzt für ihr musikalisches Miteinander, das sich durch feinste Abstimmung in Klang und Timing sowie den gemeinsamen Atem zeigt, unterstreichen die Musiker:innen auch mit der Auswahl des Ensemblenamens ihr Bekenntnis zum Quartettspiel: Armida verweist auf eine Oper des als »Vater des Streichquartetts« geltenden Komponisten Joseph Haydn. Das Studium erfolgte bei ehemaligen Mitgliedern des Artemis Quartetts sowie bei Rainer Schmidt (Hagen Quartett); weitere wichtige Impulse verdanken sie unter anderem Reinhard Goebel, Alfred Brendel, Marek Janowski und Tabea Zimmermann.

Zu den Höhepunkten der Saison 2021/22 gehört die Uraufführung von Brett Deans »Madame ma bonne soeur« für Quartett und Mezzosopran mit der Sängerin Lotte Betts-Dean beim Festspielherbst Mecklenburg-Vorpommern. Als diesjährige Künstlerische Leitung ist das Armida Quartett auch an weiteren Konzerten der dortigen Festspielsaison beteiligt, unter anderem im Zusammenspiel mit Kit Armstrong, Benjamin Appl, Pauline Sachse, Eckart Runge, Brett Dean und Johannes Fischer. Darüber hinaus wird das Ensemble unter anderem bei der Schubertiade Hohenems und den Thüringer Bachwochen sowie in der Alten Oper Frankfurt und in der Queens Hall Edinburgh zu hören sein.

Ob in seinen kuratierenden Funktionen oder auf der Bühne – die Zusammenarbeit mit anderen Künstler:innen ist dem Armida Quartett ein großes Anliegen. Eine besondere Verbindung besteht zu dem serbischen Komponisten Marko Nikodijević, dessen erstes und zweites Streichquartett sie bereits zur Uraufführung brachten. Inzwischen gehören aber auch Musiker:innen wie Thomas Hampson, Martin Fröst, Tabea Zimmermann, Jörg Widmann, Julian Steckel, Sabine Meyer und Daniel Müller-Schott zu ihren regelmäßigen Partner:innen. Darüber hinaus gibt das Ensemble Meisterkurse im In- und Ausland und engagiert sich für soziale und pädagogische Einrichtungen, unter anderem für Initiativen wie Rhapsody in School und Yehudi Menuhin Live Music Now.

Concerts at the festival