Wir haben in diesem Jahr ein tolles Angebot für alle, die beim Besuch des Beethovenfest neben unvergesslichen Konzerten auch Bonn seine Umgebung näher kennen lernen wollen.

Zusammen mit der Tourismus und Congess haben wir sechs attraktive Pakete geschnürt, die neben einer Konzertkarte noch die kostenfreie Nutzung des Nahverkehrs innerhalb des Bonner Stadtgebiets und kostenlosen Eintritt in verschiedene Museen Bonns bieten. (z.B. die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, das Museum Koenig, das Deutsches Museum u.v.m.)

Die Pakete im Überblick:

© Michael Niesemann

Rheinische Musikfeste

Am 5. September wird ein Programm für Freunde der rheinischen Musikkultur geboten: Im Geiste der Rheinischen Musikfeste werden Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Ferdinand Ries und natürlich Ludwig van Beethoven von einem Spezialensemble, dem Orchester Rheinton unter der Leitung von Christoph Spering aufgeführt.

Visionäre Sonaten

András Schiff hat einen Zögling, mit dem er auch Kammermusik macht. Es ist die »next generation« der hochbegabten Pianisten aus Ungarn – Dénes Várjon gehört dazu, und er hat längst Karriere gemacht. Nun hat ihn sein Lehrer eingeladen, mit ihm das Sonaten-Wochenende rund um die späten Klaviersonaten Beethovens zu gestalten. Die »visionären Sonaten« machen den Auftakt, am 9. September.

© Nagyfelbontasu
 

Zeitreise zu Beethoven

Liszt, Berg, Kurtág! Haben sie nicht alle an den Formexperimenten von Beethovens späten Klaviersonaten weitergearbeitet? Eine gewagte Behauptung, die der Pianist Dénes Várjon aber sinnfällig machen wird. Er nimmt sein Publikum mit auf eine Reise quer durch die Klavierliteratur – mit Beethovens monumentaler »Hammerklavier- Sonate« als erklärtes Ziel.

Begegnungen 2018: Letzte Worte

Er glaubte nicht an den Herrgott, aber er bat ihn um ein weiteres Lebensjahr. Dann würde er »mit allem fertig werden«, so der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf. In seinem Blog »Arbeit und Struktur« hat der Autor von »Tschick« ein bewegendes Abschiedsprotokoll geschaffen. Schwankend zwischen Irrsinn und Normalität, Düsternis und Euphorie, Freundschaft und Isolation, zeugen die Texte des unheilbar Erkrankten von radikaler Schaffenskraft. Birgit Minichmayr liest Auszüge aus diesem Werk und stellt sie den »Sieben letzten Worten unseres Erlösers am Kreuze«

© William Minke
© Kris Hellemans

Alte und neue Schicksalslieder

Mit Spannung erwartet das Beethovenfest das Auftragswerk an Dieter Schnebel, einen Komponisten, der genaueste Kenntnis der Tradition mit permanentem Experimentieren verbindet – zugleich ist er Theologe und Christ. Dem aktuellen Motto folgend, trägt sein neues Werk den Titel »(BSH) Schicksalslied. Beethoven – Hölderlin« und wird neben der live gespielten Musik auch Zuspielungen aus Beethovens Werken enthalten. Brahms’ Vertonung von Hölderlins »Schicksalslied« wird gleichsam als Ouvertüre dazu fungieren. Im zweiten Teil des Konzerts erklingt die »Glagolitische Messe« von Leós Janáček, einzigartig innerhalb der geistlichen Musik.

Himmel und Hölle

Der Dirigent des Konzerts ist mit dem Rheinland und dem Beethovenfest bestens Vertraut — es ist der Dirigent des Gürzenich Orchesters, François-Xavier Roth. Diesmal kommt er allerdings mit dem Originalklangorchester Les Siècles, die neben historischen Instrumenten auch das Repertoire und die Konzertform je nach Programm variieren. Am 22. September spielen sie, zusammen mit ausgezeichneten Solisten und Chor »La damnation de Faust«, eine dramatische Legende von Hector Berlioz.

© Michele Crosera