Walter Nußbaum

Walter Nußbaum studierte Kirchenmusik und Dirigieren, war bis 1992 Kantor in Heidelberg und danach bis 2015 Professor für Chorleitung und Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

1992 gründete er die SCHOLA HEIDELBERG und das ensemble aisthesis. Seine Schwerpunkte reichen von der frühen Vokalmusik bis zu Vokal- und Instrumentalwerken der Gegenwart. Mit Komponisten wie Heinz Holliger, Helmut Lachenmann, Bernhard Lang, Caspar Johannes Walter, Hans Zender, Johannes Kalitzke, Carola Bauckholt, Rebecca Saunders, Georg Friedrich Haas, Peter Eötvös, Salvatore Sciarrino u. a. arbeitete er eng zusammen und entdeckte das kompositorische Œuvre von René Leibowitz (Doppel-CD, Divox).

Neben den zahlreichen Uraufführungen widmete und widmet sich Walter Nußbaum verschiedenen Musiktheater-Produktionen (Bregenzer Festspiele, Nationaltheater Mannheim) und Kooperationen, darunter Aufführungen von Nonos »Prometeo« bei den Salzburger Festspiele. Als Dirigent war er zu Gast bei internationalen Festivals wie der Biennale Venedig, Luzerner Festspiele, Salzburg Biennale, Steirischer Herbst, Milano Musica, Musica viva München, Ultraschall Berlin, Wittener Tage für neue Kammermusik, Schwetzinger Festspiele, Tongyeong Festival u.v.a.

Für seine CD-Aufnahmen hat Walter Nußbaum nationale und internationale Auszeichnungen wie Diapason d'or, Choc u. a. erhalten.

 

Walter Nußbaum beim Beethovenfest