Maxime Pascal

Maxime Pascal ist ein leidenschaftlicher Verfechter der zeitgenössischen Musik und macht sie zu einer der Grundlagen seiner musikalischen Zusammenarbeit. So brachte er 2016 an der Mailänder Scala Salvatore Sciarrinos neueste Oper »Te vedo, ti sento, mi perdo« zur Uraufführung, die er auch an der Berliner Staatsoper dirigierte. Im September 2019 folgte als dritte Zusammenarbeit mit der Scala die Uraufführung von Luca Francesconis »Quartett«.

Von besonderer Bedeutung ist für ihn das französisches Opernrepertoire, dem er sich u. a. an der Opéra de Paris widmet. Unter seiner Leitung kamen dort bereits »Daphnis et Chloé«, »Boléro«, »L'heure espagnole« und »Gianni Schicchi« zur Aufführung.

2008 gründete Maxime Pascal mit Musikern, Sängern, Komponisten und weiteren Künstlern das Kollektiv Le Balcon, dessen musikalischer Leiter er bis heute ist. Mit »Le Balcon« realisierte er u. a. die Opernprojekte »Ariadne auf Naxos«, »Pierrot lunaire«, »The Rape of Lucretia« sowie Peter Eötvös’ Kammeroper »Le Balcon«. Darüber hinaus haben Maxime Pascal und Le Balcon mit Pierre Boulez, George Benjamin und Michaël Lévinas zusammengearbeitet.

Neben seinem Opernschaffen untersucht Maxime Pascal die Zusammenhänge zwischen symphonischer Musik aus dem Kernrepertoire und Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Mit dem ORF Radio-Sinfonieorchester Wien spielte er Griseys »Les Espaces Acoustiques« bei den Salzburger Festspielen und wirkte mit Les Siècles bei den Berlioz-Jubiläumskonzerten im Rahmen des Hong Kong Arts Festival mit. Im Jahr 2020 wird er mit Patricia Kopatchinskaja und dem Orchestra della Svizzera Italiana ein Programm um Debussy und Sibelius aufführen.

In Italien etabliert sich Maxime Pascal als führender Dirigent u. a. des Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI, in Deutschland arbeitete er mit den Münchner Philharmonikern, dem SWR Sinfonieorchester, dem Münchener Kammerorchester, dem Gustav Mahler Jugendorchester und dem Ensemble Musikfabrik zusammen. In seiner Heimat Frankreich dirigierte er u. a. das Orchestre National du Capitole de Toulouse, das Orchestre National Bordeaux Aquitaine und das Orchestre National de Lille.

In eine musikalische Familie hineingeboren, begann er in seiner Geburtsstadt Carcassonne schon früh ein Klavier- und Violinstudium. Im Jahr 2005 wurde er in das Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris aufgenommen, wo einer seiner Mentoren François-Xavier Roth war.

Maxime Pascal beim Beethovenfest

54

September

10

Fr

18:00

»Auferstehn, ja auferstehn«

(ursprünglich Konzert Nr. 44)

  • Léa Trommenschlager Sopran
  • Marianne Crebassa Mezzosopran
  • Prager Philharmonischer Chor
  • Mahler Chamber Orchestra
  • Maxime Pascal Dirigent
Werke von Gustav Mahler
World Conference Center Bonn, Saal »New York«