Koka Nikoladze

Koka Nikoladze, geboren 1989 in Tiflis, ist ein georgischer Künstler mit Wohnsitz in Norwegen. Ausgebildet als Geiger und Komponist, mit guten Fähigkeiten auch im Programmieren und dem Entwickeln von Technologien, glaubt er, dass der schöpferische Wille einer der dominierendsten menschlichen Instinkte ist, komponiert Musik und ist die ganze Zeit dabei, Dinge zu erfinden.

Im Rahmen seiner Doktorarbeit an der Norwegischen Musikakademie zum Thema »How to hack performers« entstand sein erstes selbstgebautes Instrument. Als Fingerübung gedacht, ging die »Beat Machine No. 1« nach Veröffentlichung einiger Fotos über die sozialen Netzwerke viral.

Wie kleine Maschinen aus dem Labor eines genialen Erfinders in einer Steam-Punk-Geschichte wirken seine Instrumente. Die »Beatmachine No. 2« etwa, erinnert an einen alten hölzernen Guckkasten, wie sie früher auf Jahrmärkten ausgestellt waren. Mit Sprungfedern, seltsamen Röhrchen und Hebeln auf dem Deckel, im Inneren glimmt eine Glühbirne im Takt.

Wenn der georgische Komponist auf der »Beatmachine No. 2« zu spielen beginnt, wird klar, warum die elektromechanische Erfindung diesen Namen trägt. Vier Magnetspulen im Inneren der Kiste treffen auf vier Elemente auf dem Deckel: einen Metallstab, ein Plastikröhrchen, eine Sprungfeder an einem Lötkolbenablageständer und einer Snare-Feder. So erzeugt jedes Teil seinen eigenen Ton. Verstärkt wird der Resonanzkörper – die hölzerne Kiste – durch ein Mikrofon, das Nikoladze neben die Maschine legt.

Nikoladze wird oft als Post-Komponist betrachtet. Dieser Begriff deckt vieles ab, wie traditionelle Komposition, Musikinstrumentenbau, Performance, Installationskunst usw. Er arbeitet mit einer Reihe internationaler Künstler zusammen und hält weltweit Vorträge über Komposition und Computermusik.

 

Koka Nikoladze beim Beethovenfest

2019

42

September

27

Fr

20:00

»Beatmachines«

  • Tom Thum Beatboxing
  • Gordon Hamilton Komposition, Dirigent
  • Koka Nikoladze Komposition, Beatmachines
  • PODIUM Strings
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