Christoph Keller

Christoph Keller, geboren 1950 in Schwanden GL (Schweiz), lebt seit 1971 in Zürich. Er absolvierte sein Klavierstudium hauptsächlich bei Sava Savoff am Konservatorium und an der Musikhochschule in Zürich.

Seit 1971 ist Christoph Keller international als Pianist tätig. Auftritte führten ihn in die meisten europäischen Ländern, nach Japan, in die USA und nach Venezuela. Er gab Konzerte bei renommierten Festivals, u. a. den Salzburger Festspielen, beim Lucerne Festival und beim Musikfest Berlin.

Bis heute hat er über 30 teils preisgekrönte CDs herausgegeben, darunter Gesamtaufnahmen der Klavier- und Kammermusik von Hanns Eisler und Albéric Magnard.

Von 1997 bis 2014 wirkte Christoph Keller als Pianist im Collegium Novum Zürich (CNZ) und in der Saison 2004/05 als dessen interimistischer künstlerischer Leiter. Zusammen mit Christoph Homberger hat er die künstlerische Leitung des vom CNZ veranstalteten Musiksalons im Zürcher Brockenhaus inne, seit 2008 organisiert er außerdem die kurzfristig angesagten »Spontankonzerte« an ungewöhnlichen Orten wie einer Autohalle, einer Schlosserei oder einem Hallenbad inne.

Darüber hinaus übernahm Christoph Keller mehrfach die musikalische Leitung von Theaterproduktionen, u. a. mit den Regisseuren Christoph Marthaler (»Die schöne Müllerin«) und Frank Castorf (»Die Meistersinger«), aber auch bei eigenen Projekten wie »Von Hollywood nach Pankow – Hanns Eisler und die Frauen«.

Bemerkenswert sind auch seine langjährige Medienarbeit und publizistische Tätigkeit. So war Christoph Keller von 1984 bis 2000 Chefredakteur der schweizerischen Musikzeitschrift »Dissonanz/Dissonance« und von 1986 bis 2010 Musikproduzent bei dem Schweizer Radio DRS2 (heute SRF2 Kultur). 2012 kuratierte er die Tage für Neue Musik Zürich, 2015 gab er die Klaviermusik (Band I) von Hanns Eisler im Rahmen der von Breitkopf & Härtel verlegten Gesamtausgabe heraus.

2016 erhielt Christoph Keller den Kulturpreis des Kantons Zürich zusammen mit Christoph Homberger.

Christoph Keller beim Beethovenfest