Schwerpunkte 2017

Wege zu Beethoven

Die Symphonien und Konzerte sowie die Kammermusik Ludwig van Beethovens bilden die Herzstücke in unserem Programm. Oft geistert seine Musik auch als inspirierendes Moment herum oder sie erklingt in verschiedenen Fassungen und Formen. Eine spannende Spurensuche!

Foto: Michael Sondermann, Bundesstadt Bonn

Liedkunst

Das Lied ist die intimste Gattung der Kammermusik. Hier verbünden sich Lyrik und Musik, um von Liebe und Leid, Natur und Sehnsucht zu erzählen. Im Mittelpunkt steht Beethovens Liederzyklus »An die ferne Geliebte«. Aber auch die Liebeslieder anderer Komponisten erklingen – ohne Schubert und Schumann, Brahms und Hugo Wolf geht es nicht. Und auch die Zeitgenossen intervenieren ...

Foto: Michael Sondermann, Bundesstadt Bonn

Streichquartett-Wochenende

Später Beethoven und frühe Moderne. Der späte Beethoven bleibt ungewöhnlich, bleibt »modern«. Also kombinieren wir seine fünf späten Streichquartette mit Werken der frühen Moderne und mit zwei Uraufführungen. Es spielen herausragende junge und bereits etablierte Ensembles, darunter das Quatuor Diotima, deren Interpretation von Luigi Nonos Musik auf die »ferne Geliebte« von Friedrich Hölderlin legendär geworden ist.

Foto: Fotoatelier Hermann und Clärchen Baus

Originalklang

Wie hat es »damals« wirklich geklungen? Die Begeisterung über den »authentischen« Klang, die »authentischen« Spielweisen hält an, unsere Hörgewohnheiten haben sich verändert. Der »Originalklang« vermittelt Frische, Tempo und Transparenz – von der Vorklassik bis in die Spätromantik. Darunter auch ein Original-Programm aus Alt-Wiener Zeiten: Beethoven pur.

Foto: Marco Borggreve

Tanz / Performance

Beethoven ist zeitlose Gegenwart. Die Kunst der Gegenwart hat tänzerische und performative Formen entwickelt. Wie passt das zusammen? Was geschieht, wenn sich drei der berühmtesten  Choreographinnen unserer Zeit Beethovens »Große Fuge« vornehmen? Auch Beethovens »Geistertrio« wird durch das Sensorium der Gegenwart getrieben. Und das fulminante Schlagzeug-Werk »Pleïades«  von Iannis Xenakis musste irgendwann für den Tanz wiederentdeckt werden – französisch-griechische Präzision und Eleganz ...

Foto: Michael Cavalca

Open Air / Jazz / Crossover

Das politische Europa kämpft um seine fortschrittlichen Errungenschaften: die offenen Grenzen. Die Musik hat es da leichter, Grenzen gibt es längst nicht mehr. Hier verändert ein PIANODROM unsere Wahrnehmung von außen und innen, dort mischen sich die musikalischen Genres: Afroamerikanische Folk Music, Jazz oder das Fremdgehen einer Osttiroler Musicbanda – alles geht, vorausgesetzt, man »kann« es. Hinzu kommt eine Verbeugung vor dem Grenzen sprengenden Beethoven am Eröffnungswochenende: die Neunte unter Herbert von Karajan auf Großleinwand.

Foto: Barbara Frommann