Campus 2015
China

Bundesjugendorchester und Zulan

2015 stand eine Komponistin im Mittelpunkt des neuen Campus von Deutscher Welle und Beethovenfest. Es war die aus der Inneren Mongolei stammende chinesische Komponistin Zulan, die im Auftrag der Deutschen Welle ein neues Werk komponierte, das vom Bundesjugendorchester unter der Leitung von Patrick Lange am 25. September in Bonn uraufgeführt wurde. Anfang Januar, bei einem ersten Aufenthalt der chinesischen Komponistin in der Geburtsstadt Ludwig van Beethovens, haben die jungen Musiker einander bereits kennengelernt. Ein zweiter Austausch fand während der Sommertournee des Orchesters auf seiner durch China statt. Dort trafen die deutschen Nachwuchsmusiker auf Zulans Ensemble »Mongolism«. Dieses Ensemble war im Herbst ebenfalls nach Bonn kommen, um an der Uraufführung des neuen Werkes von Zulan mitzuwirken. Die Komponistin hat bereits zahlreiche Werke und Bearbeitungen für »Mongolism« geschrieben, einige davon erklangen auch im Campus-Konzert.


Die in Peking lebende Künstlerin Zulan studierte Komposition am dortigen renommierten Musikkonservatorium und setzte ihre Studien bei einem der bekanntesten zeitgenössischen chinesischen Komponisten, Tang Jianping, sowie Yoshihisa Taira und Edith Lejet an der »École Normale de Musique« in Paris fort. Zulans Kompositionen sind stets beeinflusst von ihren Wurzeln, greifen Stilmittel, Instrumente und Elemente ihrer Heimat auf. Mit »Mongolism« schafft Zulan zudem eine authentische und eigenwillige Klangwelt. Ihre Arbeit für das Campus-Konzert wird die zweite für groß besetztes Orchester sein.