Motto - Götterfunken

Das Beethovenfest 2014 steht unter dem Motto »Götterfunken«. Dass damit die Freude – »Tochter aus Elysium« – gemeint ist, die blitzend und funkelnd überspringt, wenn sich eine Gemein- schaft zusammenfindet, weiß jeder Beethoven-Freund. Die Ode »An die Freude« – die in diesem Jahr zweimal beim Beethovenfest erklingt – ist nicht zufällig zu Breitenwirkung gelangt.
Dass Funken sprühen mögen, gilt für die insgesamt 60 Veran- staltungen der Festival-Saison 2014. Dafür stehen wunderbare Künstler und bedeutende Werke. Der eigenwillige Sir John Eliot Gardiner kommt mit dem London Symphony Orchestra und Semyon Bychkov mit den Münchner Philharmonikern, der brillante Yannick Nézet-Séguin dirigiert ein Kultwerk wie Dvořáks »Aus der Neuen Welt« und der mitreißende Andris Nelsons gibt uns »alle Neune« Beethovens mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra. Außerdem erklingen alle seine Violinsonaten und sämtliche Klavierkonzerte. Funkeln werden Stars wie Arcadi Volodos, Waltraud Meier, Thomas Zehetmair und Herbert Schuch – und gleichsam eine Milchstraße bilden unsere Streichquartette: das Kuss Quartett, das Tetzlaff Quartett und das Borodin Quartet. Nordische Orchester werden Nordlicht verbreiten und ein türkisches Jugendorchester strahlt an der Spitze unserer vielfachen »Education«-Bemühungen.
Und viele weitere Götterfunken bevölkern unseren Kosmos. Ich präsentiere Ihnen dieses reichhaltige Programm im Namen meiner Vorgängerin Ilona Schmiel; sie hat es noch konzipiert, bevor sie das Beethovenfest nach zehnjähriger Intendanz verließ. Wir danken ihr dafür.
Zwei kleine Zeichen nur wollte ich setzen als Vorboten »meines« Beethovenfestes 2015: eine Eröffnungsmatinee mit »zeitgenössischem Beethoven« und eine Zusammenarbeit mit dem Theater Bonn.
Mein herzlichster Dank geht an alle Förderer, Sponsoren und Stiftungen sowie an unsere Schirmherrin Ministerpräsidentin Hannelore Kraft.

Ihre Nike Wagner
Intendantin des Beethovenfestes Bonn