Motto 2012
»Eigensinn«

»Wahre Kunst ist eigensinnig, läßt sich nicht in schmeichelnde Formen zwängen«, notierte Beethoven 1820 in ein Konversationsheft. Ausgehend von diesem Zitat betrachten wir beim Beethovenfest 2012 unter dem Motto »Eigensinn« den Künstler in einem globalen Umfeld. Im Fokus stehen die Musiker, die wie Beethoven mit ihren Ideen der Zeit voraus sind und unbeirrt ihren Weg gehen. Dabei überschreiten sie Grenzen und geben durch ihre Programme sowie individuellen Ansätze Statements ab. Diese Grenzgänger engagieren wir beim Beethovenfest Bonn. Dazu zählen Martin Grubinger, Patricia Kopatchinskaja, Lisa Batiashvili, Andras Schiff, Daniel Hope, das Borodin Quartet, Kit Armstrong und Esa-Pekka Salonen. Salonen präsentiert mit seinem Philharmonia Orchestra zum olympischen Jahr in London exklusiv einen Beethoven-Symphonien-Zyklus, den er mit fünf zeitgenössischen Kompositionen aus jeweils einem der fünf Kontinente aufbricht. Mit vielen weiteren Musikern, zu denen wir seit Jahren intensive und fruchtbare Beziehungen pflegen, entwickeln wir eigene Programme.

Wir fühlen uns Beethovens Erbe verpflichtet und sind ebenso wie er unserer Zeit oft voraus. Schon 2009 organisierten 16 Schülermanager ein Beethovenfest-Konzert. Unser Schülermanagerprojekt ist inzwischen Vorbild für ähnliche Projekte deutschlandweit und vielfach ausgezeichnet worden. Durch die Ausbildung junger Menschen sichern wir unsere Zukunft und die des Konzert -Live-Erlebnisses.

Mit Kent Nagano und dem Bayerischen Staatsorchester, Michael Tilson Thomas mit dem London Symphony Orchestra, dem City of Birmingham Symphony Orchestra mit Andris Nelsons sowie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen mit Paavo Järvi und Herbert Blomstedt gastieren die besten Orchester bei uns.

Ich danke allen Förderern, Sponsoren und Stiftungen sowie unserer Schirmherrin, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, für das entgegengebrachte Vertrauen und ihre großartige Unterstützung!

Ihre Ilona Schmiel
Intendantin des Beethovenfestes Bonn