Künstlerbiographien
Profeti della Quinta

»Renaissancemusik zum Verlieben!« titelten die »Potsdamer Neueste Nachrichten« im Juni 2014 und bestätigten damit, dass man mit dem Repertoire des 16. und 17. Jahrhunderts begeistern kann.

Das Vokalensemble Profeti della Quinta hat sich eben dieser Musik verschrieben und sein Ausgangspunkt ist das fundierte Musizieren nach der Aufführungspraxis der jeweiligen Zeit, gepaart mit dem Bewusstsein für das heutige Publikum und dessen Hörgewohnheiten.

Das Ensemble wurde in Galiläa in Israel von Elam Rotem gegründet. Mittlerweile ist es in der Schweiz ansässig, wo alle seine Mitglieder weiterführende Studien an der Schola Cantorum Basiliensis absolvieren. Wie der Name schon sagt, besteht das Ensemble im Kern aus fünf Sängern, die nach Bedarf mit befreundeten Instrumentalisten und Sängern zusammenarbeiten.

Erste Bekanntheit erlangten die Profeti durch Emilio de Cavalieris »Lamentaionen« (1600) sowie Salomone Rossis »Hashirim asher li'Shlomo« (1623), der ersten Veröffentlichung hebräischer, polyphoner Musik. Mit der CD-Einspielung dieses Werks und einem Dokumentarfilm über Salomone Rossi, gefilmt an den Originalorten in Mantua, wurde dann auch die internationale Presse auf das schweizerisch-israelische Ensemble aufmerksam. Und zusammen mit dem Preis des York Early Music Your Artists Competionen im Juli 2011 kamen dann die ersten wichtigen Einladungen zu internationalen Festivals und Reihen: dem Rheingau Musik Festival, den Musikfestspielen Potsdam, den Oude Muziek Festival in Utrecht oder dem Festival St. Michel en Thierarche in Frankreich. 2014 wurden die Musiker außerdem zum ersten Mal in die USA und nach Japan eingeladen.

Mittlerweile hat das Ensemble zwei weitere CDs mit Musik des frühbarocken jüdisch- italienischen Komponisten Salomone Rossi und Orlando di Lassos Bußpsalmen aufgenommen. Außerdem haben Profeti della Quinta zwei Werke uraufgeführt und aufgenommen, die Elam Rotem speziell für das Ensemble komponierte: »Rappresentatione di Giuseppe e i suoi fratelli« und »Quia amore langueo«.

Foto: Susanna Drescher Foto: Susanna Drescher

Auftritte beim
Beethovenfest 2017