Künstlerbiographien
Gächinger Kantorei
Die Gächinger Kantorei wurde 1954 von Helmuth Rilling gegründet und ist nach dem Gründungsort, einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb, benannt. Der Schwerpunkt des Repertoires lag zunächst auf a-cappella-Literatur des 16., 17. und 20. Jahrhunderts. Nach der Gründung des Bach-Collegiums im Jahre 1965 wurde auch die oratorische Literatur des 18., 19. und 20. Jahrhunderts ins Repertoire aufgenommen – darunter viele Uraufführungen wie z. B. „Litany“ von Arvo Pärt (1994), „Requiem der Versöhnung“ (1995), „Deus passus“ (Passionsstücke nach Lukas, 2000) und „Creatio“ von Wolfgang Rihm (2009).
Helmuth Rilling und die Gächinger Kantorei waren immer wieder Gäste bei Musikfestivals in aller Welt – u. a. traten sie im Rahmen der Salzburger Festspiele, der Festwochen in Wien und Berlin, der Luzerner Musikfestwochen, des Prager Frühlings und zahlreicher Bachfeste in London, Berlin, Leipzig, Straßburg, Ansbach und anderen Städten auf. 2004 feierte die Gächinger Kantorei Stuttgart ihr 50-jähriges Bestehen und reiste aus diesem Anlass zum ersten Mal zum Oregon Bach Festival, dem amerikanischen Partner der Bachakademie.
Als wichtigster instrumentaler Partner des Chores wurde 1965 das Bach-Collegium Stuttgart durch Helmuth Rilling ins Leben gerufen. Neben seiner tragenden Rolle bei der Gesamtaufnahme Bachscher Oratorien und Kirchenkantaten begleitet das Orchester viele Tourneen des Chores im In- und Ausland. In Israel gastiert die Gächinger Kantorei seit 1976 regelmäßig und tritt dort gemeinsam mit dem Israel Philharmonic Orchestra auf. Im März 2009 feierten die Gächinger im Rahmen ihrer zehnten Israel-Tournee das 100. gemeinsame Konzert mit den Musikern aus Tel Aviv.
Von der großen künstlerischer Vielfalt des Chores zeugen zahlreiche Schallplattenaufnahmen unter dem Label „hänssler CLASSIC“. Neben der Einspielung des gesamten Vokalwerks Johann Sebastian Bachs, veröffentlicht in der EDITION BACHAKADEMIE, liegen die Schwerpunkte auf vokalsymphonischen Raritäten des 18. und 19. Jahrhunderts sowie Musik unseres Jahrhunderts, darunter etliche Uraufführungen. Der Chor singt immer wieder auch unter der Leitung von Gastdirigenten wie Masaaki Suzuki, Krzysztof Penderecki, Sir Roger Norrington, Stefan Parkman sowie, erstmals im Juni 2009, Ton Koopman.
Stand: Januar 2010
Auftritte beim
Beethovenfest 2010
-
MO 20.9.2010, 20 Uhr
Gesprächskonzert -
DI 21.9.2010, 20 Uhr
Schumanns Faust
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