Künstlerbiographien
Raschèr Saxophone Orchestra
Christine Rall, Sopran
Steffen Hass, Sopran
Harry K. White, Alt
Olaf Mühlenhardt, Alt
Elmar Frey, Alt
Elliot Riley, Alt
Volker Ax, Tenor
Bruce Weinberger, Tenor
Kenneth Coon, Bariton
Noah Bedrin, Bariton
Andreas van Zoelen, Bass
David Glenn, Bass
Als Adolphe Sax 1841 das Saxophon erfand, träumte er vom einem Instrument das die Vielseitigkeit eines Saiteninstrumentes, die Kraft eines Blech- und die Klangfarbe eines Holzblasinstrumentes besitzt. Seine Erfindung kam diesem Klangideal so nahe, dass er es nach sich selbst benannte! Er beabsichtigte eine ganze Familie von Saxophonen zu bauen. Diese aufregende Idee inspirierte den Komponisten Georges Kastner bereits 1844 ein Werk für Saxophon-Ensemble zu komponieren, bevor die Herstellung der kompletten Instrumentenfamilie abgeschlossen war. Er hatte nicht damit gerechnet, dass Komponisten wie Berlioz, Donizetti, Liszt und Meyerbeer dieses neue Instrument enthusiastisch aufnehmen würden.
Das international renommierte „Raschèr Saxophone Quartet“ hat sich mit anderen professionellen Musikern zusammengetan, um ein Saxophon-Ensemble mit einer Kerngruppe von 12 Spielern zu bilden,: 2 Sopran-, 4 Alt-, 2 Tenor-, 2 Bariton-, und 2 Bass-Saxophone.
Der Klang eines Saxophon-Ensembles in dieser Konstellation von Instrumenten ist recht ungewöhnlich. Er kann gleichzeitig ausserordentlich zart und schlank sein, verliert dabei nie seinen kraftvollen Grundcharakter. Zuhörer sind beeindruckt von dem unerwarteten Reichtum an Klangfarben, den dieses Saxophon-Orchester zu präsentieren versteht.
Das Program des Ensembles verbindet die Musik vergangener Jahrhunderte u.a. J. S. Bach, F. Mendelssohn, J. Brahms oder E. Grieg mit Werken zeitgenössischer Komponisten wie Karel Husa und Charles Wuorinen (beide Gewinner des Amerikanischen Pulitzer Prize), Cristobal Halffter, Chen Yi, Werner Wolf Glaser, Walter Hartley, Otto Ketting, Miklos Maros, Steve Reich, Michael Denhoff, Stefan Thomas, Daniel Börtz, Bernd Franke, Olga Kroupova, Joby Talbot, Lance Hulme, Leo Samama und Sidney Corbett. Eine sorgfältige Programmauswahl aus Ensemblestücken und Quartettliteratur passt sich den verschiedenen Erfordernissen, Konzertsituationen und Orten an.
Seit seiner Gründung 2000 trat das Raschèr Saxophon Orchester regelmäßig in den bedeutendsten Konzertreihen und Festivalen Europas auf (Musikhalle Hamburg, Tonhalle Düsseldorf, Ludwigsburger Schlossfestspielen, MDR Musiksommer, Nürnberg, Bach-Tagen Würzburg, Europäischen Musikfest Passau, Frühlingsfestival Budapest, Schwarzwald Musikfestival, Zeltfestival Freiburg, Musica Bayreuth, Kaustinen Chamber Music Festival, Finland, usw.).
Das Ensemble hat beim preisgekrönten schwedischen Label BIS eine CD mit Werken von Steve Reich, J. S. Bach, Edvard Grieg, Michael Denhoff und Georges Kastner (das erste Werk für ein Saxophon-Ensemble aus dem Jahre 1844) veröffentlicht.
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