Künstlerbiographien

Lichtfront

Lichtfront ist das Live-Alter Ego der in Köln ansässigen Designer von „Grosse8”. Das Designkollektiv um Svenja Kübler, Stephan Müller und Jörg Thommes wurde im Jahr 2001 gegründet. Aus der gemeinsamen Liebe für elektronische Musik und die Gestaltung bewegter Bilder entstand die erste gemeinsame Arbeit unter dem Label Lichtfront für die Electro-Künstlerin Miss Kittin, ein sechzigminütiger VJ- vs. DJ-Mix, der im Rahmen der Reihe „2step“ auf VIVA ausgestrahlt wurde.

Angefeuert durch das positive Feedback auf die Ausstrahlung, war von da an das nächste Etappenziel der künstlerischen Entwicklung schnell gefunden: Die Live-Umsetzung komplexer Grafiken zu Musik vor Publikum. Mit der Unterstützung in der Programmierung durch den ehemaligen Studienkollegen Ingo Pelmer entwickelten Stephan Müller und Jörg Thommes die Tools „Oskar“ und „Visualizer“, um 3D-Elemente und Flashanimationen in Echtzeit in ihre visuellen Sets einbauen zu können.
Lichtfront hat maßgeschneiderte visuelle Sets für u. a. folgende Künstler entworfen und umgesetzt: DJ Hell, Supermayer, David Carretta, Tiga, Nina Hagen, Sugababes, Paul van Dyk, 2Many DJ’s, Carl Cox, Travis, Sven Väth, Vitalic, Deep Dish und DePhazz.

Seit 2003 sind die VJ’s mit ihren bewegten Bildern Stammgäste auf diversen Musikfestivals rund um den Globus, von der Timewarp und Loveparade in Deutschland, über die spanischen Festivals FIB und Monegros, bis zum Zoukout in Singapur und Winterlove in Malaysia.
Mittlerweile beschränkt sich der Einsatzbereich nicht mehr nur auf das klassische VJing. Die Auftragsarbeiten erstrecken sich zunehmend auf die Bereiche visuelles und szenographisches Design für Messen, Events, Ausstellungen und Bühnenshows. Zu den bisher spannendsten szenographischen Arbeiten bisher zählen sicherlich die multimediale Inszenierung der Revue „Casanova“ für den Berliner Friedrichstadtpalast, das Design für den „Havana Night Club“ im Stardust in Las Vegas und die Bespielung der Beijing International Bookfair 2007.

Bei allen Arbeiten steht das Ziel im Vordergrund, die Zweidimensionalität von Leinwänden und Projektionsflächen aufzubrechen, eine Raumwirkung zu erzielen und somit nicht nur plakative Dekoration zu sein, sondern eine Annäherung an den Betrachter zu erreichen. Der Auftritt des Protagonisten der Veranstaltung, sei es DJ, Musiker oder gar ein Produkt, soll ein emotionales Umfeld aus Licht und Klang erhalten. Lichtfront setzt die Stimmung und Klangfarbe der Musik in Formen, Farben, Bewegung und Inhalte um.

Beim Beethovenfest ist Lichtfront nun zum zweiten Mal vertreten.
Im Jahr 2006 kreierten die Kölner in Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien das visuelle Erscheinungsbild der Veranstaltung „Percussive Planet“. Für die dreistündige Show des österreichischen Multipercussionisten Martin Grubinger produzierte das Kreativteam Visuals zu Grubingers Eigenkompositionen und Werken von Xenakis, John Cage, Tanaka und Schostakowitsch. In diesem Jahr freut sich das Team auf die Zusammenarbeit mit David Garrett, der im T-Mobile Forum unterstützt von den Lichtfront-Visuals auftritt. Eine spannende Herausforderung für die VJ’s, da die Musik nicht gerade typisch für ihre sonstigen Aufträge ist.

Stand 2009 

Lichtfront

Auftritte beim
Beethovenfest 2009

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