Künstlerbiographien
Turkish National Youth Philharmonic Orchestra

Das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra wurde 2007 von Cem Mansur gegründet. Das künstlerische Niveau hat sich seitdem so gut entwickelt, dass die jungen türkischen Musiker den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen. Die Mitglieder des Orchesters im Alter von 16 bis 22 Jahren stammen aus den Konservatorien und Hochschulen im ganzen Land und qualifizieren sich durch ein Probespiel. Jeden Sommer gibt es eine dreiwöchige Vorbereitungsphase, in der die einzelnen Stimmgruppen von Dozenten vorbereitet werden. Es folgen mehrere öffentliche Auftritte im In- und Ausland.

2007 bestand das Orchester aus 70 Musikern und der krönende Abschluss der sommerlichen Probenphase war ein Konzert mit dem Pianisten Murray Perahia. Im folgenden Sommer wuchs das Orchester auf über 90 Musiker an und unternahm eine landesweite Tournee. Zudem gab es eine Reihe öffentlicher Proben unter dem Titel »Demokratielabor«, in denen Dirigent Cem Mansur die Arbeitsweise eines Orchesters als Sinnbild für demokratisches Miteinander, für gesellschaftlichen Zusammenhalt, für Selbstachtung und Verantwortung vorführte. Workshops und Seminare zur Musik als sozialer Kraft sind inzwischen ein wesentlicher Bestandteil der Orchesterarbeit.

Im Sommer 2008 unternahm das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra seine erste Auslandsreise, wobei die Virtuosität der jungen Musiker das deutsche Publikum begeisterte. Höhepunkt dabei war der Gewinn des Kompositionspreises beim »Young Euro Classic«-Festivals mit der Uraufführung von Ahmet Altmels »Les Sources de la Nuit« im Berliner Konzerthaus. 2010 war das inzwischen auf 100 Musiker angewachsene Orchester erneut zu Gast in Berlin und trat in Rom mit dem Geiger Salvatore Accardo auf.

Im vergangenen Jahr 2011 trat das Turkish National Youth Philharmonic Orchestra unter anderem im Konzerthaus in Wien, in Linz und in der Essener Philharmonie auf. Unter den bisher gespielten Werken befinden sich die »Carmen«-Suiten von Georges Bizet, die vierte Symphonie von Robert Schumann, »Griegs Peer Gynt«-Suiten, die »Akademische Festouvertüre« von Johannes Brahms, Dvořáks Neunte Symphonie , Beethovens viertes Klavierkonzert und Hindemiths »Mathis der Maler«, aber auch etliche zeitgenössische Kompositionen.